Allmacht & Allwissend Gottes


#177

Ja, irgendwann ist Schluss mit lustig.
Unser Gott spricht von gottgewollter Verstockung. Zuvor hat Gott unzählige Male versucht, sein Volk zur Buße zurückzuführen.
Wir haben viele Beispiele, denke an Aarons und Elis Söhne. Sie bekamen viel Zeit, dann handelte Gott.

Jesus kam in sein Eigentum, das heißt, Gott kam in sein Eigentum. Wir alle haben Gottes Odem. Deshalb sind wir Gottes Eigentum. Wenn Gott will, nimmt er sein Eigentum, sein Odem zurück.

Sein Gericht über Abtrünnige, kann mit physischen oder geistigen Tod bestraft werden, warum auch nicht?
Das hat mit einer begrenzten Allwissenheit nichts zu tun, bzw. eine Absicht, dass Gott den Menschen nicht seinem freien Willen lässt. Wir dürfen dabei auch nicht das oberste Gesetz vergessen: Wenn du sündigst musst du sterben. Gott hält sein Gesetz.

Betreffs unserer Zukunft können wir keine Gewissheit haben, schreibst du. Ja, grundsätzlich schon, woher soll ich wissen, was noch alles auf mich zukommt.
Das Wichtigste für mich als gläubige Christin ist, dass ich in der Zukunft, egal was kommt, Gott vertrauen kann. Dazu gehört natürlich ein Glaube an Gottes Wort und Zusagen. Ich sollte Wissen und Glauben, dass ich eine gute Lebensversicherung in der Tasche habe.

Du schreibst: weil wir keine Gewissheit bekommen, können wir auch nicht wissen, dass Gott allwissend ist? Habe ich das so richtig verstanden?
Umgekehrt wird ein Schuh draus.

Ich würde sagen, wenn ich Gottes Allmacht/Allwissen , einschließlich Opfer, Gnade und Barmherzigkeit vertraue, habe ich eine Gewissheit für meine Zukunft, obwohl ich nicht weiß was kommt.
Gott ist meine Gewissheit.
Das ist es doch was Gott will. Ohne weltliche Sicherheiten, uns ihm ganz im Glauben hinzugeben.

Zum Glauben gehört natürlich mein vollstes Vertrauen auf seine Zusagen, deswegen muss Jesus, so wie er selbst auch über sich sagt, die Wahrheit sein.
In diesem Sinne ist es wichtig, beim Bibelstudium zuerst die Aussagen Jesus in den Mittelpunkt zu stellen. Seine Worte als Maßstab, als Mittelpunkt anzunehmen. Luther sah das auch so. Liest man die Bibel nicht christozentrisch, können wir sie nicht verstehen…

Wenn ich keine Sicherheit habe, kann ich auch keinen festen Glauben haben. Hiob wurde hart geprüft, richtig heftig. Er wußte nicht, was Gott und Satan seinetwegen aushandelten. Er kämpfte mit Gott, mit sich, mit den Aussagen seiner Freunde und seiner Frau. Er bekam es von allen Seiten. Er sprach mit Gott und bekam lange Zeit keine Antwort.
Als dann Gott doch endlich sprach, zeigte er ihm seine Allmacht in Verbindung mit seinem Allwissen. Hier bin ich mir sicher.
Der Glaube an das, was Gott Hiob zeigte, ist wichtig für uns, gerade in stürmischen Zeiten. Ja, uns bleibt nichts anderes übrig, wohin sollen wir gehen? Dann geht nur noch eins: Entweder wir Vertrauen Gott oder nicht.

LG


#178

Zum X-ten Male, auch wenn ihr mich ignoriert:

Ps 139,16 Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.


#179

Ich sprach von bestimmten Bibelstellen die uns mögliche Ausgänge zeigen. Wir erfahren damit nur, was in diesem oder jenem Fall passieren würde. Nicht aber, was tatsächlich passieren wird.

Es gibt Stellen, die uns verkünden, was genau passieren wird. So wie jene Hesekiel Stelle. Aber von bestimmten Wissen auf Allwissen zu schließen, das ist für uns ein unendlich großer Schritt.

Da hast du es doch. Gott weiß das, was er in seiner Macht tut. Das weiß er sogar schon vorher, denn er entscheidet das nicht spontan.

Gott wusste auch, dass wenn in Sodom und Gomorra Chaos ausbrechen wird, er da eingreifen wird. Dennoch gab es hier eine Verzögerung zwischen Ausbrechen der Gewalt und Eingreifen Gottes. Warum hat er es denn nicht verhindert, wenn er doch über alles in Echtzeit informiert wäre ? Es gibt zwischen menschlichem Handeln, Gottes Wissen darüber und seinem Eingreifen, eine Barriere, die es zu erklären gilt.
Ich sage nicht, dass Gott an dieser Barriere scheitert. Er will es so ! Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen gibt uns Aufschluss (Matthäus 13,24-30). Ist Gott gegenüber dem Unkraut ohnmächtig ? Nein, er will es so. Die Entwicklung des Weizens hängt also im positiven Sinne mit dem Unkraut zusammen. Der Weizen, das ist der gute Same, die Söhn des Reiches. Diese wachsen im Glauben durch das Treiben der Söhne des Bösen. Gottes Volk muss durch die Trübsal hindurch, so wie Jesus den Kreuzestod sterben musste.

Gott schaut für den Moment weg, wenn wir ihn nicht rufen. Jetzt wird wieder das Argument mit dem gefolterten Kind kommen, dass nicht genug gerufen hätte. Nehmen wir mal an, es hätte genug (?) gerufen, Gott kommt aber trotzdem nicht (was immer man darunter versteht). Tröstet das jetzt ? Gefoltert wurde es trotzdem. In Sodom und Gomorra, wie auch in der SIntflut kamen auch Kinder ums Leben. Jesus hat geschrien und wurde trotzdem ermordet. Das Blut Unschuldiger klebt dennoch nicht an Gottes Hand, sondern an Menschenhänden, an der großen Stadt (Offenbarung 18,24). Der Trost ist nicht von und nicht in dieser Welt, denn von ihr haben wir keine Gerechtigkeit zu erwarten.

Gruß, Sven


#180

Und was ist mit denen, die aus diesem Buch heraus gestrichen werden ?

Gruß, Sven


#181

Das geschah selbstverständlich schon vor Grundlegung der Welt, da Gott ohnehin schon vor Schöpfungsbeginn festgelegt und gewusst hatte, wer in die Hölle kommt. :grinning:


#182

Ich denke, dass du mit deinem Erklärungsmodell versuchst, die Theodizeefrage zu beantworten.

Ja, er weiß das vorher.

Das steht so nicht im Gleichnis.

Das Weizen braucht zum Wachsen kein Unkraut. Der Feind hat das Unkraut gesät, damit es nicht so gut wächst.Unkraut nimmt dem Weizen Nährstoffe. Deswegen wollten sie es ausreißen. Die Gefahr ist groß, dass dadurch der Weizen mit ausgerissen wird. Der Weizen soll keinen Schaden nehmen, deswegen bleibt das Unkraut.
Ich denke, dass hiermit gezeigt wird, dass erst das Endgericht Ordnung bring. Der Weizen kommt in die Scheune, das Unkraut wird verbrannt…

Durchaus kann Leid, im positivem Sinne dazu führen, dass wir uns bekehren. Wir wissen ja, wenn es uns gut geht, dass wir oftmals Gott nicht so wahrnehmen, als in der Not. Da ist was dran.
Würde das Böse in meiner Nähe verschwinden, ich dadurch in keine Bedrängnis geraten, könnte ich Gott möglicherweise mitverlassen ( grob ausgedrückt) Andersrum geht es genauso, das Böse kann den Menschen zusetzen, dass er zum Bösen hingezogen wird.

Das Gleichnis kann man auch so auslegen, dass die nächsten Verwandten das “Unkraut” darstellen. Käme plötzlich Gericht über sie, könnten wir unseren Glauben auch verlieren.

Ich stelle mir gerade die Frage, ob es vor dem Sündenfall schon Unkraut gab. Vieles was wir als Unkraut sehen, sind wertvolle Kräuter.

Es fällt uns schwer vieles zu verstehen, einerseits greift Gott ein, dann doch nicht, obwohl er weiß was sowieso kommen wird. Das Gott weg sieht ist nur eine Interpretation, um irgendwie mit Gottes Handeln klar zukommen. Bei Hiob könnte man das auch meinen. Gott lässt sich berichten.

Ein Kind ruft ja, damit der Täter ablässt und von ihm beschützt wird. Habe Menschen kennengelernt die das berichteten und aus diesen Gründen sagten, dass es keinen Gott geben könne. Sie fragen, ob ich tatenlos zusehen würde, natürlich nicht. Dann ist die Frage erlaubt, warum macht ein liebender Gott das nicht.
Viele Soldaten sind gläubig in den Krieg gezogen und ungläubig wiedergekommen.

Was wollen/sollen wir diesen Menschen sagen, wie sollen wir in solchen Fällen missionieren? Kann ich sagen, Gott ist die Liebe, was ja auch stimmt. Ich kann nur sagen, dass unser Gott uns noch viele Fragen beantworten muss.

Der Retter der Menschen wird geboren, kurze Zeit später werden alle Kinder unter einem Jahr den Müttern aus den Armen entrissen und ermordet. Wir feiern den Retter am Weihnachten, reden aber nicht über den Kindermord.

Ja, alle wurden in Sodom und Gomorra getötet, ebenso bei der Sintflut, genauso wird es sein, wenn unsere Erde mit Feuer vernichtet wird.
Ich sage, der Töpfer kann mit seinem Krug machen was er will. Das ist auch so.
Wenn Kinder sterben, glaube ich, dass sie zu den Geretteten gehören. In diesem Sinne, kann ich den Kindermord anders einordnen.

Das ist ja das, was kaum begreiflich ist. Alles Leid auf dieser Welt hat Jesus selbst auf sich genommen, unseretwegen ausgehalten und überwunden.
Beim Freikauf am Kreuz geht es nicht nur um Schuldtilgung und das ewige Leben, es geht um viel viel mehr…

LG


#183

Wer getilgt wird aus dem Lebensbuch, der steht dann in einem anderen Buch.
Also: Wer nicht geschrieben steht bei den Gerechten im Buch des Lebens,
dem Lebensbuch des Lammes, also in dem Buch unseres Herrn und Gottes,
der steht logischerweise geschrieben bei den Ungerechten in einem anderen Buch.

Dan 7,10
10 Und von ihm ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal Tausende dienten ihm, und zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht wurde gehalten und die Bücher wurden aufgetan.

Offb 20,11-15
11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden.
12 Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan.

Und ein ANDERES Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens.

Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken.

13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und die Hölle gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.
14 Und der Tod und die Hölle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl.
15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.

Ps 69,29
Tilge sie aus dem Buch des Lebens,
dass sie nicht geschrieben stehen bei den Gerechten.

2.Mose 32,32-33
32 Vergib ihnen doch ihre Sünde; wenn nicht, dann tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben hast.
33 Der HERR sprach zu Mose: Ich will den aus meinem Buch tilgen, der an mir sündigt.

Dan 12,1
Zu jener Zeit wird Michael, der große Engelfürst, der für dein Volk eintritt, sich aufmachen. Denn es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem es Menschen gibt, bis zu jener Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen

Lk 10,20
Doch darüber freut euch nicht, dass euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind.

Phil 4,3
Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Gefährte, steh ihnen bei; sie haben mit mir für das Evangelium gekämpft, zusammen mit Klemens und meinen andern Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens stehen.

Jes 4,3
Und wer da wird übrig sein in Zion und übrig bleiben in Jerusalem, der wird heilig heißen, ein jeder, der aufgeschrieben ist zum Leben in Jerusalem.

Mal 3,16
Aber die Gottesfürchtigen trösten sich untereinander: Der HERR merkt und hört es, und es wird vor ihm ein Gedenkbuch geschrieben für die, welche den HERRN fürchten und an seinen Namen gedenken.

Offb 3,5
5 Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.

Offb 13,7-8
7 Und es wurde ihm gegeben, zu kämpfen mit den Heiligen und sie zu überwinden; und es wurde ihm gegeben Macht über alle Stämme und Völker und Sprachen und Nationen. 8 Und alle, die auf Erden wohnen, werden ihn anbeten, alle, deren Namen nicht vom Anfang der Welt an geschrieben stehen in dem Lebensbuch des Lammes, das geschlachtet ist.

Offb 17,8 Das Tier, das du gesehen hast, ist gewesen und ist jetzt nicht und wird wieder aufsteigen aus dem Abgrund und in die Verdammnis fahren. Und es werden sich wundern, die auf Erden wohnen, deren Name nicht geschrieben steht im Buch des Lebens vom Anfang der Welt an, wenn sie das Tier sehen, dass es gewesen ist und jetzt nicht ist und wieder sein wird.

Offb 21,27 Und nichts Unreines wird hineinkommen und keiner, der Gräuel tut und Lüge, sondern die geschrieben sind in dem Lebensbuch des Lammes.


#184

Warum sollte es uns anders gehen, als Salomo :grinning:

Prediger 1:13
und richtete mein Herz zu suchen und zu forschen weislich alles, was man unter dem Himmel tut. Solche unselige Mühe hat Gott den Menschenkindern gegeben, daß sie sich darin müssen quälen.

Prediger 3:11
Er aber tut alles fein zu seiner Zeit und läßt ihr Herz sich ängsten, wie es gehen solle in der Welt; denn der Mensch kann doch nicht treffen das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Prediger 7:13
Siehe an die Werke Gottes; denn wer kann das schlicht machen, was er krümmt?

Prediger 7:23
Solches alles habe ich versucht mit Weisheit. Ich gedachte, ich will weise sein; sie blieb aber ferne von mir.

Prediger 7:24
Alles, was da ist, das ist ferne und sehr tief; wer will’s finden?

Prediger 11:5
Gleichwie du nicht weißt den Weg des Windes und wie die Gebeine in Mutterleibe bereitet werden, also kannst du auch Gottes Werk nicht wissen, das er tut überall.

LG


#185

Ich denke auch, daß über die Erschaffung der Zeit nichts geschrieben steht. Die Zeit läuft gleichmäßig und reiht Ereignisse aneinander , regelmäßige Ereignisse helfen , die Zeit zu messen.
Durch die Gestirne , die Gott geschaffen hat, wird das Leben auf der Erde in Tag und Nacht unterteilt und durch die Umdrehung der Erde haben wir einen vollständigen Tag und Nachtwechsel, der Mond schafft eine Teilung für den Monat und die Umdrehung um die Sonne verschafft uns die Jahreszeiten und den Zyklus eines kompletten Jahres.

Eine Aneinanderreihung der Ereignisse wird es immer gegeben haben, auch in der Zeit, als es die Welt noch nicht gab und die Himmelswelt von den Engeln bevölkert war. Für das Zeitgefühl Gottes ist mir folgender Bibelvers eingefallen.

2 Petr 3,8 Es sei euch nicht verborgen, ihr Lieben, dass ein Tag vor dem Herrn wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag.

Vielleicht steht es auch in unserem Geist geschrieben. Wieso heißt es, daß der Geist des Menschen eine Leuchte ist, mit der er Kammern unseres Inneren erleuchten kann ?

Gott weiß , was er will und darauf steuert er zu.

Als der Herr Jesus kam, da sagte er, daß die Zeit nun erfüllt ist Gal 4,4 und als die Zeit erfüllt war , wurde der Herr Jesus wieder in den Himmel aufgenommen. Lk 9,51

Nicht einmal die freie Entscheidung unseres Herrn Jesus hat Gott manipuliert, sondern die Bibel spricht vom Gehorsam. Wenn er nicht bereit gewesen wäre, hätte der lange geplante Heilsweg der Menschheit so nicht stattfinden können.

Allen anderen Menschen läßt Gott auch freie Entscheidung. Es heißt, er spricht sie zwei oder dreimal daraufhin an, wenn ihre Wege die Wege des Verderbens sind, aber dann läßt er sie einfach gehen. Hiob 33, 14-33

Den Menschen in Israel läßt Gott auch freie Entscheidung Jer 26,3. Hätten sie sich zum Positiven verändert , wäre das Übel nicht gekommen, das Gott schon geplant hatte.
Vielleicht ändern sie sich, denkt der HERR? Warum soll dieses “vielleicht” nicht auch ein “vielleicht” sein und eine Unkenntnis Gottes zum Ausdruck bringen ?

Natürlich weiss Gott trotzdem sehr oft , wie das ausgehen wird, weil er die Herzen kennt.
Er kennt auch den Satan und weiss , wie raffiniert er an den Menschen arbeitet. Schnell hatte er Verhältnisse geschaffen , wie in Sodom und Gomorra waren.
Israel war am Ende sogar schlimmer , wie Sodom und Gomorra. Jer 23,14 Und heute leben wir schon, wie selbstverständlich in diesem Sodom und Gomorra, genau, wie es unser Herr vorhergesagt hat. Lk 17,29

Menschen treffen leider auch sehr böse Entscheidungen und dann sterben Millionen Menschen bei einem Völkermord.
Die Säuglinge in Ruanda, deren Eltern einfach getötet wurden haben zwar neue Eltern gefunden , aber sie leiden heute noch unter diesem Ereignis.

Die von Satan angestachelten Menschen können auch ihren Willen durchsetzen und Dinge tun, die Gott nicht will, die er aber auch nicht verhindert.
Muß jetzt Gottes Wille so weit gehen, daß Gott den vom Satan verführten Menschen so viel Freiheit läßt ? So fragt sich die ganze Menschheit.

Oder ist dem Satan und den Mächten und Gewalten der Finsternis eine Macht gegeben, die Gott ihnen so schnell nicht abnehmen kann ?

Liebe Grüsse Thomas


#186

1Mo 1,1.14
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.

14 Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht. Sie seien Zeichen für Zeiten, Tage und Jahre

Offb 10,6 und schwor bei dem, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist und die Erde und was darin ist und das Meer und was darin ist: Es soll hinfort keine Zeit mehr sein,


#187

An eine buchstäbliche Leiter glaube ich natürlich auch nicht. Aber dieses Bild gibt ein räumliches Herauf und Herunter und es entwickelt in mir eine Vorstellung, daß Gott oben ist und wir sind unten. Sonst würde man ja auch nicht lesen, daß der HERR herbkommt, um zu wissen oder harabkommt , um dem Volk Israel zu helfen. 2 Mo 3,8
Der Herr Jesus sprach davon, daß er nicht von dieser Welt sei, sondern von oben, also vom Himmel herabgekommen ist Joh 3,13, John8,23.
Aus diesen Versen , kann man herauslesen, daß es eine Welt gibt, die mit unserer Welt nichts zu tun hat , aus der man sich räumlich herausbewegen muß, um in unsere Welt zu kommen und die selbstverständlich schon vorhanden war , bevor unsere Welt entstanden ist. Joh 17,5

Wo steht geschrieben, daß Gott überall wohnt ?

Aus dem Buch Hiob wissen wir, daß der Odem Gottes und lebendig macht. Wenn Gott diesen Odem zurückziehen würde, dann würde alles zu Staub werden, was Gottes Odem in sich trägt.

Der Odem Gottes ist für den Geist so wichtig, wie der Atem für den leiblichen Organismus wichtig ist. Das Wort ruach, für “Geist” ist ja auch dem Wort “Atem” aus der hebräischen Sprache gleich.

Aber kann Gott mit seinem Odem sehen, was auf der Erde passiert ?
Wo steht es geschrieben ?

Der Schemel seiner Füße ist mit dem Odem Gottes vergleichbar, der unsere Welt erfüllt und aller Welt das Leben gibt.
Deine Ironie bringt uns nicht weiter. Du nennst eben keine Bibelverse.
Ohne die Bibel in der Hand kommen wir in den Bereich der Phantasie und der Philosophie und es werden Theorien gestrickt, die man dann in schlechten Lehrbüchern lesen kann.
Es muß nicht alles falsch sein , was in Lehrbüchern steht, aber in einem Bibelforum wollen wir doch doch anhand der Bibel erarbeiten, ob sich die Dinge tatsächlich so verhalten, wie es,dort gesagt wird.Schön, wenn wir auf die gleiche Erkenntnis kommen.
Aber es liegt eben nicht auf der Hand, was manche Theologen mit den Worten allwissend, allmächtig oder allgegenwärtig erschlagen wollen und dafür auch oft nur wenige biblische Belege angeben.

Mit den Füßen kann Gott offensichtlich nicht sehen, was auf Erden passiert. Da ist sein Angesicht vonnöten. Dieses Angesicht muß aber doch nicht unbedingt beständig in unserer Welt sein.
Wenn er nicht in dieser Welt ist, schickt er eben seine Engel oder er läßt seinen Heiligen Geist ruhen, um Präsenz in dieser Welt zu zeigen. Sach 6,8

Der Lehm aus dem Schöpfungbericht ist doch nur ein Bild für die Erdverbundenheit des Menschen. Wir leben von dieser Welt und unsere ganze Bedürfnisstruktur ist auf unsere Erde abgestimmt.
Der Himmel ist uns dagegen fremd und etwas unheimlich. Fragt sich insgeheim nicht jeder Mensch, ob man sich da überhaupt wohl fühlen kann ?
Der Odem Gottes macht uns lebendig, sagt Hiob. Er verbleibt als Geist in jedem Menschen und kehrt nach dem Tode zu Gott zurück. Pred 12,7

Du weißt nicht , wo es steht ?
Ich kann es dir sagen. Da brauch ich bloß die online Bibel zu bemühen.
Ps 139,4. David weiß sich von Gott erkannt. Er ist ja auch immerhin ein gesalbter König Gottes und hatte den Heiligen Geist. Außerdem hat sich der Engel des HERRN um ihn gelagert, dieser mächtige Engel , der sich um die Gerechten lagert. Ps 34,8
Die geistige Wahrnehmung von David muß nicht bedeuten, daß Gott der Höchste ihn vom Himmel aus höchstpersönlich begleitet hat. Das glaube ich eher nicht. 1 Mo 18
Jeder Engel kann dir eine gewisse Gottesnähe suggerieren. Gott selbst muß da nicht vom Himmel herabschauen, um dem David nahe zu sein.
Alle geistigen Mächte , auch der Satan kennt schon unsere Gedanken , bevor wir sie aussprechen, weil sie unserem Geist beiwohnen können. Und dort entwickelt sich der Gedanke, bevor er ausgesprochen wird.

Gottes Heiliger Geist wohnt heutzutage in den gläubigen Christen. Den hat Gott als Stellvertreter vom Himmel herabgesandt, um uns gemeinsam mit den dienstbaren Geistern des Himmels zu begleiten.

Zu der Zeit , als das sündhafte Treiben von Sodom und Gomorra vor Gottes Thron gebracht wurde, da waren eben nur die Engel in der Welt, um das menschliche Treiben zu beobachten. Und die haben ihre Beobachtungen dann vor den Thron Gottes gebracht.

Es geht ja nicht um Meinungen , Elli. Es geht darum, was geschrieben steht. Es wurde dieser Vers in 1 Mo 18 genannt und nun wollen wir prüfen, wie ich dieser Vers ausgelegt werden kann. Dabei wollen wir uns von irgendwelchen vorgefertigten Meinungen nicht blenden lassen. Und logisch wollen wir natürlich auch vorgehen.
Hier wird nicht gedacht , um einzureißen, sondern um konstruktiv zu erarbeiten, wie es sich mit dem Wissen Gottes verhält. Ich finde, das ist eine spannende Sache.
Gegenargumente müßen biblisch sein, sonst hat das keinen Zweck.

Wer Satan kennt, der weiß auch , daß er mit den Menschen machen kann, was er will, wenn man ihn läßt. Und mit dem Petrus hat er es wohl auch gemacht.
Aber selbst, wenn Satan diese Versuchung nicht in der Weise gebracht hätte, wie es im AT geschrieben steht, hätte Gott daraufhin einwirken müßen, damit es so geschieht.
Das heißt , Gott gestaltet die Zukunft , wie er sie haben will. Das ist Ausdruck seiner Allmacht. Jes 46, 9-10

Immer der Reihe nach.

Eph 1,4 sagt aus, daß “er uns in ihm auserwählt hat vor Grundlegung der Welt,”

Hat er da jeden Einzelnen schon gesehen oder geht es hier generell nur darum, daß Gott den Rettungsplan für die Menschheit schon vor Grundlegung der Welt ersonnen hat ?

Von der planenden und vorhersehenden Macht Gottes haben wir gelesen und es ist auch alles so gekommen, wie es im AT vorhergesagt wurde.
Mit Macht hat Gott darauf hingearbeitet , daß alles so kommt, wie es geschrieben steht. Das ist Allmacht.

Jetzt ist es die Entscheidung des Menschen, ob er sich erwählen lassen möchte oder nicht. Mt 13,3-9
Zwangsarbeiter gibt es im Reich Gottes nur wenige.

Liebe Grüsse Thomas


#188

Nein, mit der Frage nach Allmacht und Allwissen löst man kein Problem. Die Frage lässt die biblische Heilsgeschichte außen vor. Sie erwartet in der Antwort eine Gleichung für Gott.

Das ist das was ich im Gleichnis vom Unkraut und Weizen sehe. Du erklärst das zur Nebensache. Die Trübsal des Glaubenslebens nimmt aber einen sehr großen Platz im NT ein. Falls dir das echt noch nciht aufgefallen ist, können wir an anderer Stelle darauf eingehen.

So sehe ich das auch. Die Antwort wird natürlicht nicht jeden zufrieden stellen. Ich glaube, dass Gott alle tränen abwischen wird. In diesem Leben bleibt der Schmerz.

Gruß, Sven


#189

In meiner zweiten Antwort hier, am 30. September, wies ich selber auf diese Bücher hin, die beim Gericht aufgetan werden. Die bestätigen doch die Barriere bzw. die Verzögerung von der ich sprach. Bitte noch mal lesen, um meinem Gedankengang zu folgen !

Gruß, Sven


#190

Grundsätzlich hast du nicht Unrecht, wir haben diese Texte. Ich setzte hier ein Link, der mehr erklärt, als ich dir in zwei Sätzen sagen kann.
Unser Gott spricht öfter von sich selbst in menschlichen Begriffen.

Wenn unser Schöpfer alles gemacht hat, wird er auch überall wohnen.

Wenn wir verstehen könnten, was Ewigkeit bedeutet, könnten wir wohl auch die Allgegenwart Gottes besser verstehen
Der ewige Gott ist nicht von der Zeit eingegrenzt. Er herrscht über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Ich bin das Alpha und das Omega - der Anfang und das Ende, spricht der Herr und Gott, der ist, der immer war und der noch kommen wird, der Allmächtige
Er regiert gleichzeitig über die gesamte menschliche Geschichte, über alle physikalischen Grenzen hinaus.

Gottes Zeit ist unendlich, deshalb ist Gott auch räumlich uneingeschränkt, dsa heißt, allgegenwärtig.
König Salomo erkannte, dass Gott von jeglicher Eingrenzung, unberührt blieb.

1 Könige 8, 27.
Aber wird Gott tatsächlich auf der Erde wohnen? Der höchste Himmel kann dich nicht fassen - wie viel weniger dieses Haus, das ich errichtet habe!.

Salomo begriff, dass Gott nicht auf einen Raum beschränkt sein konnte, wie groß auch immer.

Wir haben hier eine Bildersprache
Gott sagt:

Jesaja 66,1
Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel für meine Füße. Was für ein Haus müsstet ihr bauen, damit es diesem gleichkäme? Was wäre das für ein Ort, an dem ich ruhen könnte?

Wir haben Berichte, dass Menschen sich vor Gott versteckten und Gott fragte wo sie wären. Es gibt Eltern die ihre Kinder fragen wo sie sind, obwohl sie genau wissen, wo sie sich versteckt haben.

David sagt

Psalm 139, 7…
Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht? 8 Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da. 9 Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, 10 so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten. 11 Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein –, 12 so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht. 13 Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. 14 Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. 15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / da ich im Verborgenen gemacht wurde, da ich gebildet wurde unten in der Erde. 16 Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

Sicherlich haben wir Texte, dass unser Gott auf seinem heiligen Thron im Himmel sitzt. Er regiert vom Himmel aus. Ich kann nur für mich sagen, dass ich mir den Himmel nicht abstrakt vorstellen kann. Ich denke, er ist oben, ja, weil unser Herr Jesus in den Himmel hochgefahren ist und so auch wiederkommt.

Das sage ich ja die ganze Zeit. Wir müssen im Kontext bleiben. Einzelne Verse können sich widersprechen und einen ganz anderen Sinn ergeben.

Im Kontext für mich eindeutig. Lese David, Salomo, Hiob…Einzelne Verse wären viel zu wenig, sie können die Allmacht Gottes gar nicht erfassen.
Lese mal, in aller Ruhe den Schöpfungsbericht in Hiob, dann den Prediger und die Sprüche.

Doch, er ist ständig überall! Lese doch ganze Bücher, nicht nur einzelne Verse… Das wird unserem Gott nicht gerecht.

Sprueche 5:21
Denn jedermanns Wege sind offen vor dem HERRN, und er mißt alle ihre Gänge.

Sprueche 15:3
Die Augen des HERRN schauen an allen Orten beide, die Bösen und die Frommen.

Jeremia 16:17
Denn meine Augen sehen auf ihre Wege, daß sie vor mir sich nicht verhehlen können; und ihre Missetat ist vor meinen Augen unverborgen.

Jeremia 23:24
Meinst du, daß sich jemand so heimlich verbergen könne, daß ich ihn nicht sehe? spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde füllt? spricht der HERR.

Wir sind aus Staub und werden wieder Staub. Ohne Gottes Odem sind wir nichts, nur Staub.

Siehe Psalm 139

Nein, Satan kennt nicht unsere Gedanken, Gott schon, er weiß sie sogar vorher schon

Psalm 139, 4
Noch eh das Wort auf meine Zunge kommt, / hast du es schon gehört, Jahwe.

Du bleibst immer wieder an einzelne Verse kleben. Stellst sie in den Mittelpunkt und alles andere muss dem angeglichen werden. Das ist nicht richtig.
Du siehst nur einen ganz kleinen Ausschnitt vom Ganzen.

Unser Gott ist der Schöpfer aller Menschen. Sein Odem ist in jedem Menschen, wieso soll er nicht wissen, was der Mensch treibt, wenn er doch nur in seinem Odem leben kann?

Einige Patriarchen und Propheten im AT konnten direkt mit Gott in Kontakt treten. ( Abraham, Noah, Mose…Jakob…) Sie brauchten keine Boten.

LG


#191

Richtig, Satan will alles auf Gott schieben und dabei kommen ihm auch fromme Gedanken in den Sinn.
Die Frage der Notleidenden in der Welt ist doch die:

Wenn Gott Allmächtig und Allwissend ist, wieso hat er das Unheil nicht abgewehrt ? Z. Bsp. auch den Völkermord in Ruanda, wo an wenigen Tagen 1 000 000 Menschen abgeschlachtet wurden. Vor kurzem war im Weltspiegel der Bericht über eine Gedenkfeier. Da waren Menschen dabei, die haben ihre Eltern nie gesehen.

Richtig. Und warum darf man sich nicht Gedanken über die Allmacht und die Allwissenheit Gottes machen ? Es macht den Eindruck , als hätte man da einen ganz empfindlichen Nerv getroffen und die Diskussion wird mehr emotional geführt und nicht mit der Bibel in der Hand.

Da habe ich auch schon mal drüber nachgedacht. Damals haben die Scheinfrommen alle möglichen Andersdenkenden eingeschüchtert oder zum Schweigen gebracht.
Wollen wir das in diesem Forum denn auch so halten ?

Eine ganze Reihe von diesen “vielleicht” Versen steht ja auch in dem Link , den Elli vorgestellt hat. Gott arbeitet an den Menschen und gibt ihnen Gelegenheit , sich zu ändern.

Eine interessante Geschichte ist ja auch die Geschichte mit Jona. Ninive soll gestraft werden und Jona geht widerwillig dort hin und das Volk in Ninive tut Buße. Damit ist das geplante Gericht über Ninive erst mal abgewehrt.

Warum soll denn dieses Arbeiten Gottes an den Menschen nur eine Farce sein ?

Wenn es dann in anderen Versen heißt, daß Gott nichts reut , dann bezieht sich das nicht auf Gottes Handeln mit der Menschheit , sondern auf Zusagen, die er den Menschen macht. Das ist doch ein ganz anderer Zusammenhang.

Gott kann gute Prognosen machen, wie Menschen entscheiden werden, aber kann man das schon Wissen nennen ?
Manchmal haben die Menschen auf sein mahnendes Reden gehört und haben Buße getan, manchmal nicht. Im ersten Fall hat es ihn gefreut, im zweiten Fall hat er getrauert. Das ist doch für Gott ein dynamisches Arbeiten mit der Schöpfung mit offenem Ausgang ?

Die weitere Auslegung von Mario Wahnschaffe geht dann wieder in die Richtung, Bibelverse in ein Korsett zu packen, das Allmacht und Allwissen heißt. Das Dogma wird vorangestellt und die Bibelverse muß man dann irgendwie da rein kriegen.

Wenn Gott “vielleicht” sagt, dann meint er es auch, wenn es darum geht den Menschen die Freiheit zu lassen sich richtig zu entscheiden. Wenn er aber Zusagen macht, dann ist er nicht wie ein Mensch, sondern er steht zu seinem Wort und es gibt kein “vielleicht”. Das sind doch zwei völlig verschiedene Paar Schuhe ?

Dieses Thema ist eng mit dem Thema “Leid” verknüpft. Solange es dir gut geht, wird es dir egal sein, wie man darüber denkt.
Wenn es dir aber schlecht geht, dann fragst du dich schon, warum Gott mit seinen ihm zugeschrieben Fähigkeiten das Unheil nicht abgewehrt hat. Du bist ein Säugling gewesen und Menschen haben deine Eltern ermordet. Da kommt dein Glaube schon ins Wanken.
Satan und die Menschen , die er in dieser Zeit zu wahren Monstern umgestaltet hat, haben es getan. Gott könnte man nur vorwerfen, daß er nichts dagegen getan hat. Oder konnte er dagegen nichts tun , weil Satan und die Mächte der Finsternis eine Macht besitzt , die man so schnell nicht brechen kann ?

Ich lese in diesem Vers, daß Gott sich einiges mit dem David vorgenommen hat. Er sollte König von Israel werden und den Saul ablösen, mit dem Gott nicht zufrieden war. Er sollte das Land Israel von den Feinden befreien und da hat Gott einen gottesfürchtigen , mutigen Mann gesucht.
Gott hat schon im Mutterleib geforscht, wer das sein könnte und hat den David bei dem hüten der Schafe beobachtet.
Aber David hatte auch die Freiheit, sich falsch zu entscheiden. War das auch Gottes Vorsehung und stand in den Büchern Gottes ? Einen Ehebruch hat er begangen und einen Mord. Solche Gräueltaten hat Gott nicht in seiner Vorsehung, er denkt nicht so häßlich.

Ich fand übrigens interessant, wie der Vers in der wortnahen unrevidierten ElberfelderÜ übsersetzt wird:

Ps 139, 16 Meinen Keim sahen7200 deine Augen5869, und in dein Buch5612 waren sie alle eingeschrieben; während vieler Tage3117 wurden sie gebildet, als nicht eines259 von ihnen war1564.

Liebe Grüsse Thomas


#192

[quote=“zippo, post:191, topic:678”

Wenn Gott Allmächtig und Allwissend ist, wieso hat er das Unheil nicht abgewehrt ? Z. Bsp. auch den Völkermord in Ruanda, wo an wenigen Tagen 1 000 000 Menschen abgeschlachtet wurden. Vor kurzem war im Weltspiegel der Bericht über eine Gedenkfeier. Da waren Menschen dabei, die haben ihre Eltern nie gesehen.
[/quote]

Diejenigen, die sonst kaum nach Gott fragen, ihm aber bei Kriegen und Naturkatastrophen
die Schuld geben wollen, stellen die falsche Frage: Die richtige Frage lautet: Warum sollte
Gott überhaupt eingreifen? Der zweifelnden Gesellschaft seiner Zeit hielt der Prophet Jesaja vor:

1 Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, dass er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht taub geworden, sodass er nicht hören könnte, 2 sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass ihr nicht gehört werdet. 3 Denn eure Hände sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Verschuldung; eure Lippen flüstern Falsches, eure Zunge spricht Bosheit. 4 Es ist niemand, der eine gerechte Sache vorbringt, und niemand, der redlich richtet. (Jesaja 59,1-2)

Im Grunde genommen wollen wir nicht, dass sich Gott in unsere Angelegenheiten einmischt,
jedenfalls solange nicht, wie es uns gut geht.

Die Bibel lehrt uns, dass der Schöpfer die Menschen nach seinem Ebenbild geschafften und uns
die Verantwortung übertragen hat, seine irdische Schöpfung zu betreuen und über sie zu
herrschen (1.Mose 1,26-28 ) Ironischerweise müssen wir feststellen, dass es uns nicht einmal
gelingt, selbst das menschliche Leben zum positiven Erlebnis für alle Menschen zu gestalten.

Gottes Liebe ist unerschöpflich und seine Gnade hört niemals auf.


#193

Gott verkündet von Anfang an den Ausgang, er verkündet was noch nicht geschehen ist. Sein Ratschluß kommt zustande. Warum ?

Weil er ausführt, was ihm gefällt.

Das ist einer der Gründe , weshalb Gott die Zukunft kennt. Er gestaltet sie einfach, wie er sie haben will.

Mit den Gestirnen des Himmels sind die Zeichen der Zeit gesetzt, Aber schon während des Schöpfungsprozesses und auch vorher waren Ereignisse, die in einer bestimmten Abfolge zueinander stehen.
In Zukunft wird das auch immer so sein. In Off 10,6 ist von einer abgelaufenen Frist die Rede, nicht davon, daß die Zeit nicht mehr sein wird.

Da hatte ich in meinem letzten Beitrag auch etwas zu gesagt. Ich sehe keinen Grund , die Aussagen , die ein “vielleicht” Gottes zum Ausdruck bringen irgendwie zu relativieren. Und obwohl Gottes Prognosen meist richtig sind, haben Menschen doch eine ehrliche Chance sich zu ändern, damit Gott z. Bsp. von einem Strafgericht abläßt.

Ein “vielleicht” gibt es natürlich nicht, wenn es um Gottes Zusagen geht. Das läßt sich doch gar nicht miteinander vergleichen. Insofern fand ich den Link nicht so gut. Zumal er mit dem Grundsatz, “Gott ist allmächtig und allwissend”, schon von vorneherein in die Texte hineingegangen ist.
Da wird dann eine seltsame Bibelversklempnerei draus.

Wenn dieser Grundsatz stimmen sollte, könnten wir das nicht ehrlicher erarbeiten ?

Ist das ein Argument ?

Ich kenne folgenden Bibelvers:

Jes 57,15 Denn so spricht559 der Hohe7311 und5375 Erhabene, der in Ewigkeit wohnt7931, und dessen Name8034 der Heilige6918 ist: Ich7307 wohne7931 in der Höhe4791 und im Heiligtum, und bei dem, der zerschlagenen1793 und gebeugten Geistes ist, um zu beleben den Geist7307 der Gebeugten und zu beleben das Herz3820 der Zerschlagenen1792.

Im NT steht, daß Gott der Vater durch den Heiligen Geist in uns Wohnung bezogen hat, Joh 14,23. Auch der Sohn Gottes wird durch den Heiligen Geist in uns vertreten und wird zum Gott, den wir anrufen können.

Aber überall wohnt Gott nicht.

Das sind ja dolle Worte Elli, aber was sollen sie aussagen ?

Gott lebt mit der Zeit, genau, wie seine Geschöpfe, nur daß er eben ein anderes Zeitempfinden hat. 1000 Jahre sind für ihn wie ein Tag.

Wie kann man über die Zeit herrschen ? Könnte Gott das Rad der Zeit zurückdrehen ? Nein, das kann er nicht. Bei ihm gibt es kein “back to the future”, wie in fantasy Romanen.
Er regiert nicht gleichzeitig über die gesamte menschliche Geschichte. Wo hast du das denn her ? Du bist doch sonst eine recht nüchterne Denkerin.
Und wenn es das doch geben sollte, dann nenne mir vernünftige Bibelverse, die das zum Ausdruck bringen , was du glaubst.

Ich kann da keinen Zusammenhang zwischen Zeit und Raum herstellen. Das machen zuweilen die Physiker und die müßen nicht unbedingt Recht haben.
Gottes Odem erfüllt den Raum , sagt Hiob und wenn er diesen Odem an sich nähme , würde alles Leben auf Erden sterben.
Wie groß der Raum ist, in dem Gott lebt und auch unsere Schöpfung, ist mir unbekannt.
Die Menschen leben jedenfalls in diesem Odem Apg 17,25-28. Wohnen tut Gott nur an bestimmten Orten. Und das war im AT auch nicht nur auf den Tempel beschränkt. Da gab es ja auch schon Könige, Priester und Propheten, die vom Heiligen Geist in besonderer Weise begleitet wurden. Und das Gebet einer traurigen Hannah hat er auch verstanden.

Der Odem Gottes muß von dem Heiligen Geist unterschieden werden. Wenn es heißt, daß Gott in einem Menschen wohnt, dann zieht der Heilige Geist ein.
Die übrigen Menschen leben in dem Odem Gottes, aber es bleibt die Frage, ob Gott vom Himmel aus mit diesem Odem etwas wahrnehmen kann oder nicht. Da hatten wir eben diesen Vers aus 1 Mo 18, der uns nahelegt, daß dies nicht möglich ist.

Das habe ich gelesen. Zu dieser Zeit schritt der HERR im Paradiesgarten und der der HERR wußte natürlich , wo sie sind.
Die Frage “Wo bist du ?” ist vielleicht auch eine Metapher für den schuldbeladenen Menschen. Noch heute fragt Gott die Menschen "Wo bist du ? " , dann fühlen sie sich von Gott erkannt und manchmal lassen sie sich auf den guten Weg ein, den das Evangelium aufzeigt.

Aber vom Himmel , weiss Gott eben nicht alles und er kommt herab , um zu wissen, was in Sodom und Gomorra passiert ist.

David war vom Heiligen Geist erfüllt und das bedeutete , die permanente Begleitung Gottes, egal wo auch immer er war, Gott war mit ihm.
Der Heilige Geist ist ein von Gott dem Vater gesandter Geist. Joh 15,26
Er ist sicherlich sehr mächtig , aber es ist unklar, ob er die Distanz zwischen Himmel und Erde überbrücken kann.
Wenn der Heilige Geist in Begleitung der Engel in unsere Schöpfung gesandt werden muß, dann ist eigentlich eher nicht zu erwarten, daß er im Himmel gleichermaßen ist, wie auf der Erde. Sach 6,8

Die Augen des HERRN sind ein Bild für den Heiligen Geist Off 5,6. Der Heilige Geist war schon im AT und hat das Volk Israel begleitet. Und natürlich lagern sich viele Engel um die Menschen.
Und in Sodom Gomorra waren sie es eben , welche die Ereignisse dort beobachtet haben.
Sie mußten aber in den Himmel vor den Thron Gottes kommen, um über diese Ereignisse Meldung machen und Gott der HERR ist dann gekommen.
Gott findet schon Augen, um uns zu beobachten, aber das barucht nicht vom Himmel aus sein. Das kriegt er auch anders hin.

Das ist vielleicht dieser Leichtsinn, der dazu führt, daß Menschen durch Satan zu Fall kommen.
Jeder Engel und jeder Dämon kennt unsere Gedanken und er weiß sie auch geschickt zu manipulieren. Manchmal denkst du vielleicht sogar noch , Gott wäre es.
Wo sonst sollte der Satan den Menschen überführen, wenn nicht in den Gedanken der Menschen ?
Wie hat er denn in den letzten Jahrtausenden die Menschen versucht ? Natürlich in ihren Gedanken, die er sehr wohl kennt. Mt 4, 1 Chr 21,1, 2 Kor 11,14, 1 Tim 5,1

Und Satan verführt die ganze Welt einschließlich der Christenheit. Off 20,3

Ich mache das ganz bewußt, um an das Thema zu erinnern. Und wenn wir auch nur einen einzigen Sachvehalt in der Bibel einfach mißachten oder unredlich auslegen und bauen nur auf den Rest, dann stimmt möglicherweise das Gesamtbild nicht und Satan hat sein Spiel gewonnen.

Liebe Grüsse Thomas


#194

Ich habe das "vielleicht "auch nicht relativiert. Ich habe geschrieben, dass in dem Moment, in der Gegenwart damals, durchaus die Möglichkeit für den Menschen bestand, umzukehren und sich Gott wieder ganz zuzuwenden. Diese Möglichkeit nennt Gott “vielleicht”
Unser Gott weiß aber um die Zukunft, er kennt sie. Das heißt nicht, dass er uns dahingehend manipuliert, damit die Zukunft so passen muss, wie er sie haben will.

Der Mensch kann frei entscheiden. Judas konnte das. Er entschied sich für die Sünde. Er hätte das nicht tun müssen. Das brauchte unser Gott nicht. Unser Gott hat aber die Zukunft gesehen und konnte deshalb sie auch beschreiben.

Jein. Unser Gott legt den Menschen Segen und Fluch vor. Seine Bündnisse fingen immer damit an: Wenn ihr macht was ich euch sage, dann …kamen die Verheißungen. Haben die Menschen das Gegenteil getan, musste Gott die Verheißungen nicht erfüllen, im Gegenteil, sie ernteten Fluch. Auch hier sah Gott bereits die Zukunft.

Du bestätigst doch, dass Gott überall wohnt ( Warum zitierst du mit so vielen Nummern, ist schwer zu lesen )
In diesem Kontext, geht es um unsere Heiligung, die nur für Gläubige ist. Natürlich sieht Gott jedes Herz, warum denn nicht?

Der Odem Gottes ist in allem was lebt. Deswegen glaube ich auch nicht, dass ein Mensch das Eigentum Satans sein kann. Solange der Odem in einem Menschen ist, ist jeder Mensch Gottes Eigentum.
Nach dem Tod gehen die Ungläubigen nicht zu Satan, sie werden alle zusammen in den Feuersee gehen. Satan gehört nichts, gar nichts. Er hat seine Dienstboten, die Dämonen, die auf ihn hören, die sich freiwillig dafür entschieden ihm zu dienen. Das sie Satans Eigentum sind, glaube ich auch nicht.

Das sind deine Empfindungen, die du nicht biblisch belegen kannst. Du möchtest Bibelstellen, ich habe genug gebracht. Mehr geht nicht…du hast deine Meinung.

Jetzt schreibe ich mal so wie du:
Wo steht, dass Gott nicht überall wohnt.? Wenn es keine Stelle gibt, wo steht, dass Gott nicht überall wohnt, dann gibt es das auch nicht.

Aus meiner Sicht ist das vollkommen logisch, dass der Odem Gottes alles mitbekommt. Er kennt jede Zelle, jedes Haar von uns. Die Stelle wo David sagt, dass sein Gott, seine Wörter schon kennt, bevor er sie gesprochen hat, ist auch eindeutig.

Wenn für dich Gott nicht überall wohnt, dann muss ich das so stehen lassen. Werde mich jetzt nicht mehr dazu äußern.

LG


#195

Das ist keine Auslegungsmethode die ich akzeptiere.
Die Bibel legt sich selbst aus. Wir haben das Beispiel mit “Reute”. Gott bereute…Nach deiner Methode - so habe ich dich kennengelernt - wäre das definitiv so, dass Gott bereuen kann.

Nach meiner Methode, suche ich nach mehreren Stellen, die Ähnliches sagen. Dann studiere ich im Kontext, im Kapitel. Sven holt seine Übersetzungen.usw. Alles richtig und gut. Wer sucht der findet die widersprüchlichen Aussagen, die sich dann doch im Kontext, biblisch erklären lassen.

LG


#196

Hallo Thomas!

Ps 90,2
Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen wurden,
bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit

Ja, Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre.

Ich denke, dass es die Zeit erst ab der Schöpfung gab.
Und die Schöpfung ist der Vergänglichkeit unterworfen.

Aber für den ewigen Gott spielt Zeit keine Rolle,
denn Zeit gibt es nur in der Vergänglichkeit.

Wie viel Uhr ist es denn in der Ewigkeit bei Gott?

Ist Gott nicht “gleichzeitig” überall da, an jedem Ort,
im Himmel und auf Erden und unter der Erde?

Und ist Gott nicht auch “gleichzeitig” in
der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft?

Z.B.: Gott wusste doch schon vor der Schöpfung,
was mit Jesus Christus geschehen wird - und in ihm
hat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war.
(1.Petr 1,20; Eph 1,4;)

1.Kor 2,7
Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist,
die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit,

.

Sorry, dann habe ich es falsch verstanden.

.

Gott schuf einen neuen Himmel und eine neue Erde und ein neues Jerusalem,
und dort wir es keine Sonne und keinen Mond und auch keine Nacht mehr geben.

LG! Erich