Allmacht & Allwissend Gottes


#61

Nein, nein und nochmals ein Nein.Deine Gedanken sind philosophischer Natur.

In Zwischenmenschlichem gibt es kein Schwarz und Weiß, hier sprechen und bewegen wir uns in einer Grauzone. Unser Gott braucht weder Humanismus noch Toleranz und eine Grauzone ebensowenig.

Ja, es gibt Weiß für die Reinheit und Wahrheit und ein Schwarz für Tod und Lüge.
Hier Grauzonen zu sehen verfälscht das Evangelium.
Natürlich ist Gott allwissend. Seine vollkommene Liebe können wir erst begreifen wenn wir bei ihm sein werden. Ebenso seine Allwissenheit.

Der Mensch, also ein Geschöpf Gottes, ist gar nicht befugt hier seinen Schöpfen zu beurteilen, selbst dann nicht, wenn die Not, so wie bei Hiob förmlich danach schreit. Das heißt nicht, dass unser Gott uns bei Kritik ablehnt oder alleine lässt. Hier können wir viel von Hiob lernen.

Wir kennen Sprüche 8, dort wird die Weisheit Gottes vorgestellt.
Am besten finde ich Hiob, der in seiner große Not Zweifel an Gottes Allmacht und Weisheit bekam. Letztendlich tat er Buße, konnte sich demütigen und Gott die Ehre geben.

Unser Gott weiß alles, auch das Nichts kann er erklaren, im Gegensatz zu den Philosophen.
Wobei ich immer wieder festgestellt habe, dass sie Gott gerne hätten. Darauf angesprochen können sie sich in einem gewissen Maß einen Gott/Kosmos vorstellen.
Ein Jesus ist ihnen intellektuell nicht anspruchsvoll genug.
Eigentlich auch logisch, sie müssten ihren Verstand dann auch unter Jesus unterordnet.

LG


#62

Ich sehe, wir verstehen uns. Ich komme wieder zu der Prädestination zurück. Gott kennt mein Herz ab dem Zeitpunkt, aber dem ich existiere. Er hat Einblick und forscht es völlig aus. Und er besitzt alle Macht, d.h. ich kann mit allen Problemen zu ihm kommen, was immer ich vorbringe. Für Gott gibt es kein Problem, das er nicht lösen könnte. Schimmmstenfalls prgrammiert er meinen Körper total um in Sekundenschnelle

–> Wunderheilung.

Aber wie kann er wissen, was ein Herz denkt, das gar nicht exsitert? Es formt ja gar keine Gedanken. Darum ist dieses Allwissen schon von diesem Ansatz her Blödsinn. Es würde bedeuten: Er weiß schon, was mein Urenkel, der noch gar nicht geboren ist, denkt und welche Entscheidungen er treffen wird.

Dann habe wir keine sogenannte persönliche Beziehung!

Ich denke da anders: Gott kann die Machenschaften infolge meines Wandels als Segens- und Fluchkette auf meine Nachkommen übertragen und darüber verfügen, welche Schicksale sie erleiden werden. Das macht Prophetie und seine Allmacht aus.

Aber er kann nie wissen, welche Entscheidungen oder auch Fehlenscheidungen diese Person einmal tätigen wird. Dazu muss sie zuerst exisiteren. Andernfalls sind wir nicht geliebte Geschopfe, nicht sein Ebenbild und haben keine Freiheit. Wir wären nur eine von ihm entwickelte individuelle KI, die exakt gehorcht wie er sie vorprogrammiert hat.


#63

@Michael

:rofl::rofl::rofl::rofl::rofl::rofl::rofl::rofl::rofl::rofl::rofl::rofl::rofl::rofl:
Weil er eben Gott ist! Nur weil dein Verstand es nicht kappiert, muss also Gott nicht allwissend sein.

Sag mal, warum antwortest nicht auf die zwei Bibelstellen, die genau deine Frage beantworten? Du willst es nicht, aber warum? Was hindert dich bloß daran?

Psalm 139;16 und Jeremia 1; 4:5 Bitte nur zu, die Bibel sagt doch, bevor, BEVOR kannte er dich!

Nix mit Antworten?


#64

Meine Gedanken entbehren einer gewissen Philosophie nicht, aber das ist ja per se erst mal nicht unbedingt unbiblisch. Es gibt ein “in der Luft herum philosophieren”, das versucht ohne Gott auszukommen, an Gott vorbei, aber vor allem an der Bibel vorbei, sich auf scheinbare natürliche Prinzipien oder Sachzwänge zu beschränken. Meine Überlegung gründet aber auf das, was die Bibel und folglich auch Gottes Wort über Götzen, falsche Götter, Fiktionen, Einbildungen und von Menschen Gemachtes (Fetische) sagt. Das wird alles als nichtig vor Gott beschrieben. Seiend und doch nicht seiend. Einbildungen, falsche Vorstellungen, Grundlagen menschlichen Handelns.

Die Bibel kritisiert nicht Philosophie oder den menschlichen Verstand ansich. Sie kritisiert das, was auf den Elementen der Welt gegründet ist. Eine Philosophie auf den Elementen der Welt ist egoistisch, sieht den Kosten/Nutzen Faktor nur im engen “weltlichen” Rahmen. Die rechnet nicht mit dem Reich Gottes. Sie rechnet nicht mit der Ewigkeit. Sie wähnt sich zwar in der trügerischen Sicherheit, dass sie “ewig” so weiter machen könne, aber das ist keine tatsächlich Kalkulation mit der Ewigkeit, sondern nur ein stiller mythologischer Rückschluss oder ein Festhalten im Jetzt. Die Philosophie ist sich des Risikos der Zukunft schon bewusst, deswegen externalisiert sie die Verluste auch in andere Weltgegenden oder in die Zukunt selbst. Dieser extreme Aufwand, die Globalisierung, das geschieht ja nicht mal eben so zufällig nebenbei.

Die Kirchen haben sich nur angewöhnt, dass alles, was nicht in der Kirche seinen Ursprung hat, abzulehnen und zu verteufeln sei.

Gruß, Sven


#65

Wann immer ich mit Philosophie zu tun hatte wusste ich, dass das nicht kompatibel mit der heiligen Schrift ist. Nicht nur das, sie kritisiert die heilige Schrift in ihren Grundfesten.

Ich Versuch es einfach auszudrucken. " Ich weiß das ich nichts weiß" ist eine Hauptaussage der Philosophen, die ständig suchen, etwas finden und dann doch feststellen, dass sie nichts gefunden haben.
Aus dieser Sicht, denken sie natürlich auch, das andere ebenfalls nichts wissen, zumal sie nicht einmal die Bildung haben wie sie. Also, noch weniger als Nichts.
Unter diesem Aspekt kann die Bibel nicht die Wahrheit sein, ebensowenig wie Jesus das in seiner Person nicht sein kann. Ja, wer das glaubt, checkt nicht, dass er nichts weiß.

Ich will nicht behaupten, dass die Philosophie nicht interessante Gedankengänge und Ansichten beherbergt, nein das nicht.

Mir ist auch aufgefallen, dass sie spüren, dass ich nicht Suche, sondern gefunden habe.

Sie verstehen nicht…Sie suchen und suchen, wissen das sie nichts wissen und zwischendurch wird dem dummen Volk gesagt, was wahr und unwahr ist.
Du bist nicht befugt, unseren Gott in einen philosophischen Rahmen in seiner Allmacht einzuengen.
Du bist ein Geschöpf Gottes mit einem begrenzten Verstand und einer beengten Sichtweise, mehr nicht

LG


#66

Kennst du die heilige Schrift so wenig? Wie viele Prophezeiungen über Handlungen von Personen, die zu dem Zeitpunkt noch nicht existierten, gibt es ?
Die Prädestinationslehre ist ein Konstrukt das nicht aufgeht.
Der Mensch meint, er müsse Gott sein. Wenn das doch nicht so ist, wie er sich das vorstellt, ist Gott Schuld und natürlich in seiner Allmacht begrenzt.


#67

Ich habe die Allmacht von Allwissen differenziert. Das eine versteht man und man braucht sie auch für den Glauben, denn ohne Gottes Allmacht wäre man rasch der Ohnmacht ausgeliefert. Und dann hilft wiederum kein Wissen. Macht ist demnach sogar wichtiger als alles Wissen. Und dieser Glaube erbaut auch, sich darauf verlassen zu können einen Gott zu haben, der alles bewirken kann, und ihm nichts unmöglich ist.

Das Allwissen kann man aber nicht verstehen und ist daher zu hoch für uns. ich sage es nochmals, Wenn Gott alles über mich weiß, so ist das noch lange keine Aussage über das Allwissen. Ich bin ja begrenzt und nur ein Staubkorn von Himmel und Erde.

Ich fürchte aber, der Logik können möglicherweise nicht alle folgen. Anderseits ist es nicht sonderlich wichtig für den Glauben und daher unnötig es auch zu bekennen. Priorität legt Gott auf Heiligung nicht auf das Wissen, weil reines Wissen nur aufbläht.


#68

Und trotzdem steht noch der Einwand von Susan zur Debatte. Auch da geht es um eine Aussage der Bibel:

1 Mo 18, 20 Und der HERR sprach: Es ist ein großes Geschrei über Sodom und Gomorra, denn ihre Sünden sind sehr schwer. 21 Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob’s nicht so sei, damit ich’s wisse.

Da wurde ein Geschrei vor den HERRN gebracht und deswegen war er hinabgefahren , um zu wissen, ob es nicht so sei.
Er wollte sich persönlich überzeugen. Oder kann man das noch irgendwie anders verstehen ?

Auch diese Aussage hat zunächst einmal kein biblisches Fundament. Gibt es eine Definition , die beinhaltet , daß Gott alles können muß, damit er als Gott akzeptiert werden kann ?

Ps 139, 13 Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe. 14 Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. 15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / da ich im Verborgenen gemacht wurde, da ich gebildet wurde unten in der Erde. 16 Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

Es beginnt mit einem Lobpreis. Gott hat eine Fähigkeit wunderbare Dinge zu schaffen. Die Gene, die wir derzeit in der Wissenschaft erforschen können, sind der Bauplan für einen Prozess , der im Mutterleib durch die Befruchtung der Eizelle beginnt und als Ergebnis kommt ein fertiger Mensch zur Welt.
Noch dazu mit einem Geist ausgestattet, der ihm etwas gibt, das Gott ähnlich ist und ein seelisches Erleben und Erkennen ermöglicht. So kann der David z. Bsp. erkennen, daß er wunderbar gemacht ist.

Seit dem Tage , wo Gott den David als jüngsten von acht Kindern gesalbt hat 1 Sam 16, ist er mit Heiligem Geist erfüllt, wie alle Könige Israels.
Zu dieser Zeit hat Gott den David schon gut gekannt und gesehen, wie er mit gläubigem und mußigem Herzen, die Herde seines Vaters beschützt hat.
Es kam dem HERRN bei seiner Erwählung nicht so auf das Äußere an, sondern auf das Herz kam es ihm an:

1 Sam 16,7 Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an sein Aussehen und seinen hohen Wuchs; ich habe ihn verworfen. Denn es ist nicht so, wie ein Mensch es sieht: Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an. 8 Da rief Isai den Abinadab und ließ ihn an Samuel vorübergehen. Und er sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwählt.

Gott der HERR suchte einen Ersatz für Saul und David schien ihm der geeignete Mann, um sein Volk Israel zu regieren. Wie hat er das herausgefunden ? Ich denke Gott hat ihn beobachtet und erforscht und deswegen seine Wahl getroffen. Genau , wie er auch den Salomo erforscht und erwählt hat, obwohl er aus der unseeligen Beziehung mit Batseba hervorgegangen war.
Eine Beziehung , die nicht hätte sein dürfen und einen Mord zur Folge hatte. Aber auch Salomo zeigt in seinem Gebet eine gute Haltung und es wird deutlich, warum er erwählt worden ist.1 Kö 3,9-10

1Chr 28,9 Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ganzem Herzen und mit williger Seele. Denn der HERR erforscht alle Herzen und versteht alles Dichten und Trachten der Gedanken. Wirst du ihn suchen, so wirst du ihn finden; wirst du ihn aber verlassen, so wird er dich verwerfen ewiglich!

Jetzt steht in den Psalmen, daß Gott den David schon gesehen hat, als er noch nicht bereitet war.
In den Tiefen der Erde ist er wohl nicht bereitet, das ist eine eher poetische Beschreibung, Gott kann ihn wohl auch noch nicht gesehen haben, als er noch nicht da war.
Aber Gott hat seine Pläne und er kann sich schon im Mutterleib für einen Menschen entscheiden.1 Mo 25,23, Ri 16,17

So war es wohl auch bei David. Und trotzdem mußte er seine Herzenshaltung zu Lebzeiten noch unter Beweis stellen. Dann hat Gott ihn erwählt und seine Pläne mit ihm verwirklicht.

Mußte man jetzt davon ausgehen, daß Gott diese Entwicklung schon wußte ? Davon bin ich eigentlich nicht überzeugt.
Gott hatte seine Pläne vor geistigem Auge, er hat Menschen von Mutterleibe an begleitet und beobachtet und dann seine Whl getroffen. Wenn David sich anders entwickelt hätte, dann hätte Gott sich eben für einen anderen Menschen entschieden , um sein Volk Israel zu regieren.

Menschen sind keine Automaten, die müßen nicht unbedingt so werden, wie Gott das haben will.

Liebe Grüsse Thomas


#69

Wie er uns anhand König Saul auch demonstriert hat. Hätte Gott sein Versagen schon zuvor gewusst verstehe ich seine Wahl nicht, was uns wieder zur Prädestinationslehre führt, von der ich sogar meine, dass sie dämonischen Urspunges ist. Sie zeigt uns einen Gott der das, was böse ausgeht, zuvor erwählt und das auch wusste.

So etwas unterstellt ihm m.E. nur der Teufel. Das Buch Hiob bietet dazu eine erstaunliche Parallele.


#70

Ja, die Prädestinationslehre ist eine Irrlehre.
Unser Gott kennt die Zukunft, warum sollte er sie nicht kennen.

Hat Einstein nicht gesagt, dass unter bestimmten Voraussetzungen es möglich sei, in die Zukunft zu reisen?
Unser Gott ist nicht an Raum und Zeit gebunden . 1000 Jahre sind für ihn wie ein Tag und umgekehrt.
Ist unser Gott nicht allwissend, kann er auch nicht allmächtig sein.
Ich denke, dass wir Gottes Allmacht nicht verstehen können.
Wer kann verstehen, dass unser Gott keinen Anfang hat? Unser Gott lebt, wie kann Leben keinen Anfang haben? Manche zeichnen einen Kreis, um zu zeigen, das Anfang und Ende nicht zu finden ist.
Nun, wer hat den Kreis geschaffen?
Ich denke, die Schopfungsgeschichte und Hiob haben uns viel zu sagen.

Ich bin mit dem Leid in dieser Welt nicht einverstanden, ich hadere und schimpfe sogar mit Gott deswegen.

Hiob bekam die Aufgabe, in seiner Prüfung sich Gott zu unterwerfen. Seine Frau, seine Freunde standen ihm dabei sogar im Weg.
Hiob, so heißt es, war gerecht und blieb es auch.
Gott kannte natürlich das Ende und seine Aussage: “Und ich weiß doch, dass mein Erlöser lebt und als der Letzte wird er sich über dem Staube erheben.”

Hiob bekam immer wieder die Schöpfung Gottes gezeigt.
Unser Gott zeigte mir auch seine Schöpfung. Danach konnte ich nicht anders, ich musste mich von meinem Unglauben lossagen und anerkennen, dass es einen Schöpfen gibt.
Deswegen denke ich auch, dass wir demütiger werden sollten, wenn es um die Allmacht Gottes geht.

Nun, wegen dem vielen Leid auf der Welt habe ich mich mit 15 Jahren für den Atheismus entschieden. Wegen der Allmacht Gottes in der Schöpfung für meinen Schöpfer.

Unseren Herrn Jesus Christus habe ich 5 Jahre später kennengelernt.
Jetzt glaube ich. Die Frage von Leid und Elend auf dieser Welt ist immer noch nicht geklärt.
Was bleibt übrig: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.
Was können wir tun? Wir können uns nur ehrfurchtsvoll vor unserem Schöpfer beugen.
Dazu gehört natürlich der Glaube an die Allmacht Gottes.

LG


#71

Mt 5,28 Doch ich sage euch: Schon wer eine Frau mit begehrlichen Blicken ansieht, der hat im Herzen mit ihr die Ehe gebrochen.

Auch das weiß Gott!

Lk 8,17 Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird, auch nichts geheim, was nicht bekannt werden und an den Tag kommen wird.

LG! Erich


#72

Was Gott offenbart, das können wir mit Gewissheit wissen. Allein durch Beobachtungen der Welt können wir nichts mit Gewissheit wissen. Natürlich erlaubt die Beobachtung Rückschlüsse, aber in die Zukunft kann man damit auch nicht sehen. Man kann immer nur sagen, was ist, aber nie, was noch sein wird. Empirische Rückschlüsse gehen immer von einem Idealzustand aus. Wer nicht mit Christus rechnet, der braucht gar nicht rechnen.

Gruß, Sven


#73

Ist bekannt. Und noch mehr :

Hebräer 4,12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und durchdringend bis zur Scheidung von Seele und Geist, sowohl der Gelenke als auch des Markes, und ein Beurteiler der Gedanken und Gesinnungen des Herzens; 13 und kein Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles bloß und aufgedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu tun haben.

Das hat aber nichts mit dem Endgericht zu tun.

  1. Korinther 4,5 So urteilet nicht etwas vor der Zeit, bis der Herr kommt, welcher auch das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen und die Ratschläge der Herzen offenbaren wird; und dann wird einem jeden sein Lob werden von Gott.

Jesus spricht in Matthäus 5,28 kein Urteil, er spricht lediglich eine Warnung aus, die zur Umkehr führen soll.

Psalm 32,1 Eine Unterweisung. Von David. Wohl dem, dessen Missetat vergeben, dessen Sünde bedeckt ist! 2 Wohl dem Menschen, dem Jahwe keine Schuld anrechnet und in dessen Geist keine Falschheit ist!

Jeremia 31,34 Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Nächsten und ein jeder seinen Bruder lehren und sprechen: Erkennet Jahwe! denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht Jahwe. Denn ich werde ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken.

Gott will also Schuld nicht anrechnen und Sünde nicht mehr gedenken. Hat er sie damit also vergessen ? Ist Sünde damit ungeschehen gemacht ? Es ist doch offenbar, dass es hier nicht um das statische Betrachtung irgendeines Informationspools geht, sondern um Wissen und Nichtwissen, besser gesagt um Hinschauen und Wegschauen in der Beziehung zwischen Gott und Mensch. Ohne das Miteinbeziehen von Gottes Gnade und Vergebung kommen wir nicht weiter. Wir dürfen über Gottes Wissen und Kenntnis nicht wie über einen statischen Informationsspeicher denken.

Gruß, Sven


#74

Ich weiß gerade nicht, ob du mich verstehst.Auf meine Aussagen gehst du nicht ein.
Ich meine herauszulesen, dass du auch der Meinung bist, dass die Philosophen sagen, dass sie wissen, nichts zu wissen.

Jesus sagt: Ich bin die Wahrheit, der Weg und das Leben.
Ich Zweifel nicht an die Worte Jesu. Eigentlich ganz einfach,…

Du sagst, es kann keine Wahrheit geben.
Zum Teil denke ich auch wie du, wer kann schon sagen, dass er die Wahrheit hat. Hier sehe ich sogar Selbstbetrug.
Es gibt Gemeinschaften die von sich behaupten, die Wahrheit zu haben, weil sie die richtige Schriftkenniss hätten.
Wenn man meint, man hätte die Wahrheit, dann muss man sie nicht mehr suchen.
Wenn man meint, es gibt keine Wahrheit, dann muss man sie auch nicht suchen.
So gesehen hättest du dasselbe Problem wie die ZJ, bloß andersrum.
Wenn du stundenlang anderen erklärst dass sie die Wahrheit nicht haben, verschwendest du deine Zeit.

Es liegt nicht nur an unserem Handeln, ob wir bei Gott sind oder nicht.
Der Glaube und das Vertrauen auf Gottes Zusagen ist das Wichtigste. Wenn Gott sagt, ess nicht von dem Baum, dann sollten wir wissen, dass unser Gott die Wahrheit spricht und dann das tun, was gut für uns ist.

Zweifel an Gottes Allmacht führt zu Unglauben. Unglauben zur Sünde. Das heißt nicht, dass wir nicht Zweifeln dürfen. Das ist ja unser Kampf den wir bekommen.Wir sündigen immer wieder, wegen unseres Unglaubens .

Ernsthafte Prediger sind ständig auf der Suche nach der Wahrheit. Sie freuen sich, wenn sie wieder fündig werden.Sie lassen sich auch korrigieren. Wir brauchen das, weil wir eben nicht weise sind.

Philosophie bringt von Gott weg, sie sagt, dass wir die Wahrheit nicht suchen mussen, weil es sie nicht gibt. Gerade weil es die Wahrheit in dieser Welt der Lügen gibt, können wir gelassener werden. Ja, zur Ruhe kommen, in seine Ruhe hineingehen.

Wie Hiob sollen wir uns letztendlich unter Gottes Führung stellen. Wir dürfen erkennen, dass unsere Weisheit zwar in der Welt angesehen ist, aber nicht vor Gott.

Wenn ich das richtig sehen sollte, sind wir vor Gott weise, wenn wir uns unter seiner Allmacht beugen, ihm die Ehre geben und nach seinen Geboten leben.
Das Problem ist, dass wir es nicht können. Das Evangelium in Jesus zeigt uns die Wahrheit in Jesus ,dass wir in IHM die Sünde überwinden können.

LG


#75

Gott war ja mit dem Wunsch des Volkes Israel , einen König haben zu wollen, nicht einverstanden.

1 Sam 8, 7 Der HERR aber sprach zu Samuel: Gehorche der Stimme des Volks in allem, was sie zu dir sagen; denn sie haben nicht dich, sondern mich verworfen, dass ich nicht mehr König über sie sein soll.

Dann hat Gott Saul zum König gemacht, einen schönen Mann, von dem alle dachten, daß dies wohl ein prächtiger König für das Volk Israel sein würde.

1 Sam 9, 1 Es war ein Mann von Benjamin, mit Namen Kisch, ein Sohn Abiëls, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes Afiachs, des Sohnes eines Benjaminiters, ein tüchtiger Mann. 2 Der hatte einen Sohn mit Namen Saul; der war ein junger, schöner Mann, und es war niemand unter den Israeliten so schön wie er, um eine Haupteslänge größer als alles Volk.

Es ist möglich, daß Gott den Saul erwählt hat, damit Israel erkennt, wie unsinnig ihr Wunsch nach einem König gewesen ist. Er selbst wollte ja König in Israel sein und ihm sollten sie dienen und gehorchen. Jetzt wollten sie sich von Gott lösen und einem König nachfolgen, wie alle übrigen Völker.
Die Könige Israels haben dann öfters versagt und dem Volk mehr Schaden gebracht , als Nutzen. Vor allem , wenn der König eben nicht von Herzen tat, was Gott von ihm verlangt hat.

In den Sprüchen sagt Salomo , daß Gott die Herzen der Könige lenkt , wie Wasserbäche Spr 21,1, aber dem war wohl nicht immer so.

Die Macht Gottes nimmt dem Menschen die Freiheit nicht und obwohl Gott abschätzen kann, wie ein Mensch sich von Mutterleib an entwickeln wird, bleibt die Unwägbarkeit bei der freien Entscheidung des Menschen. Da glaube ich nicht, daß Gott das im Detail immer alles weiß.

Nach Saul kam David, der Mann nach dem Herzen Gottes, aber auch der hat seine falschen Entscheidungen treffen dürfen. Gott hat ihn nicht zurückgehalten, die Batseba zu ehelichen und ihren Mann an der Front töten zu lassen. 2 Sam 11,15.

Wieso soll Gott denn wissen, wie der Mensch sich entscheidet ?

Es ist wohl ein Irrtum zu denken, daß Gott diejenigen schon kennt, die sich sich für ihn entscheiden. Das habe ich schließlich auch einsehen müßen. Es ist ja eine Lehre , die in der Brüdergemeinde gelehrt wurde , in die ich gegangen bin und erst war ich da ganz von überzeugt. Aber sie nimmt dem Menschen ja die Freiheit und ist auch nicht gerecht.

Aber das bedeutet doch, daß sich die Zukunft vor den Augen Gottes entwickelt. Da ist nicht jedes Detail schon klar. Niemand braucht zu denken, daß er wohl nicht zu den Erwählten gehört und darf sich bewußt für Gottes Wege entscheiden .
Jeder Mensch kann die Zukunft mitgestalten und die Erwählung ist erst komplett, wenn der Mensch sein Leben gelebt hat und Gott zufrieden war.

Gott braucht nicht gelangweilt auf die Erde zu schauen, weil er das alles schon kennt, was da passiert.

Was ist denn Allmacht ? Gott führt seine Pläne zum Ziel Jes 46,10. Aber muß es denn mehr sein ?
Gott hat die Macht, seine schöpferischen Pläne umzusetzen. Das können wir bewundern. Natürlich kennt er sich in dieser Schöpfung auch aus, er kennt die Zusammenhänge in der Natur besser , als wir sie jemals begreifen werden. Hiob 37

14 Das vernimm, Hiob, steh still und merke auf die Wunder Gottes! 15 Weißt du, wie Gott ihnen Weisung gibt und wie er das Licht aus seinen Wolken hervorbrechen lässt? 16 Weißt du, wie die Wolken schweben, die Wunder des Allwissenden?

Aber muß Allmacht Gottes auch heißen, daß er die Schöofung immer so verwaltet, wie es recht ist ?
Dann würde er seinen Geschöpfen die Freiheit nehmen.

Und dazu zählen nicht nur die Menschen, sondern auch die Himmelswelt. Die Engel sind Gottes mächtiger Arm, sie sollen dafür sorgen daß es in der Welt einigermaßen vernünftig zugeht.
Zu diesem Zweck werden immer Engel gesandt:

Ps 91,11 Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,

Ps 77,16 Du hast dein Volk erlöst mit starkem Arm, die Kinder Jakobs und Josefs. Sela.

Der starke Arm war dieser Engel des HERRN, der erfüllt von dem Geiste des HERRN, Israel aus der Sklaverei befreit hat. Und natürlich auch die vielen anderen Engel, eben das Heer des Himmels.

2Chr 18,18 Micha aber sprach: Darum höret des HERRN Wort! Ich sah den HERRN sitzen auf seinem Thron, und das ganze himmlische Heer stand zu seiner Rechten und zu seiner Linken.

Sie alle haben Freiheit , sich für oder gegen Gott zu entscheiden und solange, wie sie Satan folgen , erzeugen sie ein großes Unheil auf der Erde und sind mitverantwortlich für vieles Leid.

Liebe Grüsse Thomas


#76

Ich liebe die Beschreibung der Schöpfung Gottes in Hiob.
Als ich das erste Mal die Bibel aufschlug las ich , wie wunderbar und unbegreiflich Gott alles schuf. Dann kam der Satz der bei mir wie eine Bombe einschlug: Und du glaubst, ich hätte keinen Plan mit dir?

Ich denke, so verschieden wir Menschen sind, so unterschiedlich sind auch unsere Vorstellungen von Gott.
Warum macht Gott dies und das, warum das Leid, die Engel, Satan, Krieg, Hoffnung, Freiheit und Erlösung?
Wir alle hier könnten stundenlang über unterschiedliche Gottesbilder diskutieren
Eine Frage müssten wir uns stellen, ob wir dann am Schluss zu einem vernünftigen Ergebnis kommen wollen oder jeder doch mit seiner Meinung recht haben will, ohne biblische Belege, ohne einen Anspruch auf Wahrheit oder Unwahrheit.

Aus meiner Sicht sollten wir suchen, suchen bis ein anständiges Ergebnis dabei herauskommt. Ab einer bestimmten Grenze müssen wir einfach kapitulieren und auf die Allmacht Gottes vertrauen.

LG


#77

Solche Zitate sind natürlich für Allwissen Befürworter ein gefundenes Fressen und man meine zu jubeln. Es gibt dabei aber grobe Schwachen.

Es handelt sich hier zunächst nicht um eine ausreichend genaue Übersetzung, Zudem ist das bloße Zitieren nicht ausreichend, wenn man daraus nicht erkennt, wer der Sprecher ist und in welchem Kontext etwas gesagt wird.


#78

Hast du Hiob nicht gelesen? Der ganze Kontext geht um die Allmacht Gottes. ( ist Gott nicht allwissend ist er auch nicht allmächtig )

Hörst du Gott wie er fragt?
Hiob 38:
3 Gürte deine Lenden wie ein Mann; ich will dich fragen, lehre mich! 4 Wo warst du, da ich die Erde gründete? Sage an, bist du so klug! 5Weißt du, wer ihr das Maß gesetzt hat oder wer über sie eine Richtschnur gezogen hat?…

LG


#79

Hier auch eine bekannte Stelle.

Hiob 42
1Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach:

2 Ich erkenne, daß du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer.

3 Wer ist der, der den Ratschluß verhüllt mit Unverstand? Darum bekenne ich, daß ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe.

Hiob 40
der HERR antwortete Hiob und sprach:

2Will mit dem Allmächtigen rechten der Haderer? Wer Gott tadelt, soll’s der nicht verantworten?

3Hiob aber antwortete dem HERRN und sprach:

4Siehe, ich bin zu leichtfertig gewesen; was soll ich verantworten? Ich will meine Hand auf meinen Mund legen.

5Ich habe einmal geredet, und will nicht antworten; zum andernmal will ich’s nicht mehr tun.

6Und der HERR antwortete Hiob aus dem Wetter und sprach:

7Gürte wie ein Mann deine Lenden; ich will dich fragen, lehre mich!

8Solltest du mein Urteil zunichte machen und mich verdammen, daß du gerecht seist?

9Hast du einen Arm wie Gott, und kannst mit gleicher Stimme donnern, wie er tut?

10Schmücke dich mit Pracht und erhebe dich; ziehe Majestät und Herrlichkeit an!

11Streue aus den Zorn deines Grimmes; schaue an die Hochmütigen, wo sie sind, und demütige sie!

12Ja, schaue die Hochmütigen, wo sie sind und beuge sie; und zermalme die Gottlosen, wo sie sind!

13Verscharre sie miteinander in die Erde und versenke ihre Pracht ins Verborgene,

14so will ich dir auch bekennen, daß dir deine rechte Hand helfen kann.

15Siehe da, den Behemoth, den ich neben dir gemacht habe; er frißt Gras wie ein Ochse.

16Siehe seine Kraft ist in seinen Lenden und sein Vermögen in den Sehnen seines Bauches.

17Sein Schwanz streckt sich wie eine Zeder; die Sehnen seiner Schenkel sind dicht geflochten.

18Seine Knochen sind wie eherne Röhren; seine Gebeine sind wie eiserne Stäbe.

19Er ist der Anfang der Wege Gottes; der ihn gemacht hat, der gab ihm sein Schwert.

20Die Berge tragen ihm Kräuter, und alle wilden Tiere spielen daselbst.

21Er liegt gern im Schatten, im Rohr und im Schlamm verborgen.

22Das Gebüsch bedeckt ihn mit seinem Schatten, und die Bachweiden umgeben ihn.

23Siehe, er schluckt in sich den Strom und achtet’s nicht groß; läßt sich dünken, er wolle den Jordan mit seinem Munde ausschöpfen.

24Fängt man ihn wohl vor seinen Augen und durchbohrt ihm mit Stricken seine Nase?

LG


#80

Ich sehe das schon umgekehrt. Allwissen alleine würde gar nicht reichen und ist keinesfalls die Grundlage für Allmacht. Wo liest du das?

Das kann man schon mit simpler Logik erklären. Du kannst der beste und höchst kompetenteste Chrurg sein, aber wenn man dir die Hände bindet, kannst du nicht operieren.

Es nützt dann nicht, dass du jeden Körperteil kennst, jeden Op-Schritt minutiös weißt und für jede auftretende Komplikation eine Lösung hast, du bis nicht mehr nütze als ein Stümper.

Wissen ohne Macht es anzuwenden ist also nutzlos.