Christlicher Sex


#1

Hallo alle zusammen,
wie sollte denn guter Sex zwischen zwei Christen aussehen?

Nur zu Fortpflanzung?
Nur Missionarsstellung?
Analsex?
Sex vor der Ehe?
Verhütung?

Gruß, Tabea


#2

Warum interessiert dich das :thinking:? Bist du Christin, erst vor kurzem eine Partnerschaft eingegangen und unsicher was in diesem Punkt gottgefällig ist?

Sorry, bin da gerade ein bissle schwer von Begriff, weil mir dein Hintergrund fehlt.


#3

Hi!

Hmm… ich frage mich, warum man für diese Frage einen “Hintergrund” benötigen sollte.

Hmm… Also ich glaube nicht, dass Sex zwischen Christen irgendwelche bedeutenden Einschränkungen hat. Soweit ich weiß, wird lediglich der Sex vor der Ehe ausdrücklich untersagt. Wobei man sich hier streiten könnte, was “Ehe” ist. Manche sagen, er beginnt mit dem (ersten) Koitus. Andere sind der Meinung, dass eine Segnung durch Priester (oder Beamte) notwendig ist.

Analsex und Verhütung kommen meiner Meinung nach schon sehr nahe an Selbstbefriedigung. Und berührt wohl auch die Frage, ob Sex nur zur Fortpflanzung vollzogen werden sollte…

MfG


#4

Ganz einfach, ich würde anders erklären, je nach Vorbedingung.


#5

Ich finde das Thema gehört nicht in die Öffentlichkeit, nicht in dieser breittretenden Form, dazu ist das alles zu sensibel.


#6

Warum nicht? Allgemein über etwas reden ist nicht intim. Das Wort Gottes schreibt hinsichtlich der Sexualpraxis nichts vor, solange alles zwischen dem Ehepaar abläuft.

Rein persönlich sehe ich Analsex etwas wiedernatrülich. Mein Söhne sehen das heute anders. Alles andere überlasse ich der Phantasie der Eheleute.

Ansonsten wird der Technik zu viel Bedeutung beigemessen. Man sollte mehr der gegenseitigen Gefühlsebene Raum geben. Es sollte jedesmal ein Erlebnis sein und nie eine Pflicht darstellen. Ich mag den Begriff eheliche Pflicht nicht. Er zerstört die Romantik.

Pflicht war es vielleicht bei der Leviratsehe, da musste man sozusagen Nachkommen zeugen, ob es Freude gemacht hat oder nicht, ob man die Frau mochte oder nicht. Gott ordnete das so an. Tja, und dann schied wohl Analsex dafür aus. :grinning:


#7

Accepted.
Aber ich habe dennoch eine arge Abneigung, das so hingeworfen zu diskutieren. Man muß da viel von sich erzählen, weil man ja zumeist nur sich selbst kennt. Und das erfordert schon einen etwas respektableren Rahmen als so ein öffentliches Forum. Ich habe mich viel an Erörterungen zu dem Thema in einem anderen, geschlossenen Forum betieligt, da bleibt ein Mindestmaß an intimität gewahrt, das geht hier nicht.


#8

Ich bin auch der Ansicht, das Thema gehört allenfalls in einem eng umgrenzten Rahmen und unter viel Behutsamkeit und Rücksicht öffentlich erörtert. Sex ist ohnehin viel zu öffentlich! Und weil das, wie Abischai richtig feststellt, in diesem Forum schlicht nicht möglich ist, bin ich einfach still. Irgendwann legt sich’s dann auch.


#9

Desgleichen. Es steht jedem frei nicht zu reden.

Was mich betrifft, erkenne ich einen Mordsfehler jahrelang nie geredet zu haben. Ich persönlich habe Schaden davongetragen. Mit anderen Worten, ich habe etwas Bedürfnis.

Deshalb gebe ich meine Intimspähre nicht preis, möchte aber auch nicht wegen falsch verstanderer Scham etwas vertuschen. Ich wurde so erzogen, dass dieses Thema mit den Eltern nie zur Sprache kam. Meine Erfahrungen durfte ich selbst sammeln. Wie das ohne Gott ausgeht kann man sich denken.

Daher finde ich den Mut den Tabea hier an den Tag legt bewundernswert. :+1:


#10

Das kann man so sehen. Eine weitere Beteiligung, außer der Eröffnungsfrage, fände ich allerdings durchaus angebracht. Was nicht nur für dieses Thema von Tabea gilt.

Zumindest ist das meine Auffassung von Meinungsaustausch.


#11

In der römisch-katholischen Kirche gab und gibt es diese Vorstellungen, man solle eben nur in der Missionarsstellung und zum Zwecke der Fortpflanzung miteinander schlafen.

  1. Dies ist nicht was Jesus sagt. Es ist also falsch und böse.
  2. Und zwar, genauer gesagt, politisch. Es geht dabei um die Kontrolle über Menschen in mehrfacher Hinsicht. Unter anderem eben auch darum, möglichst viele Untertanen für den Papst zu produzieren.

Aber Gott hat die Sexualität gar nicht erfunden um möglichst viele Untertanen für den Papst zu produzieren!

Es geht beim Geschlechtsverkehr natürlich auch um die Fortpflanzung, ja, aber halt nicht immer und nicht nur.

Sex ist eine heilige Stiftung Gottes in der es um Liebe, Nähe, Herzenswünsche, Kennenlernen geht. Es geht um Leben und Erleben. Es ist ein Wollen Gottes, dem ein Wollen des Menschen entspricht.

Es geht darum froh zu sein, froh zu sein damit.

Eine Ehe ohne Sex ist eine Belastung.


#12

Wem sagts du das! :disappointed_relieved:

Ich war das erste Mal sehr darüber verwundert, wie sich das Hebräische dazu ausdrückt:

Was hat “erkennen” denn mit Geschlechtsverkehr zu tun? frage ich mich damals. Es wurde mir mit der Zeit klarer, dass sich darin eine Gotteserkenntnis zeigt, und zwar eine der tiefsten, die es gibt.

Nicht umsonst steckt darin auch eine der stärksten Triebkräfte des Menschen. Leider wird er zu oft gegen die “Erkenntnis” ausgelebt.


#13

Hallo,
was die Menschen in ihren Schlafzimmern machen, hat mich nie interessiert. Sexualpraktiken werden in der Schrift nicht beschrieben.
Wenn man darüber sprechen möchte, dann sollte das im Einvernehmen des Partners geschehen. Sicherlich ist das nicht gottgewollt, wenn am Stammtisch, mit oder ohne Partner, darüber berichtet wird.

Ist alles andere als gut, wenn die ganze Fußballmannschaft weiß, was die Ehefrau im Bett des Mannes macht. Was würden die Frauen dazu sagen?
Nach den Erzählungen meines Sohnes, stimmt das Gerücht, dass in Umkleidekabinen gerne über Sexualpraktiken berichtet wird. Dreckige Witze gehören bei sehr vielen zum Alltag. Ich weiß nicht, wie oft ich in meinem Arbeitsleben, sogar in den verdienten Pausen, mir unfreiwillig dreckige Witze anhören musste.

LG


#14

Hast du dazu eine Stelle, in der Gott hier seinen Willen kundtut?

Gute Freunde sind auch dafür da meine ich. Genau das sind dann gute Freund, die nicht darüber Witze reißen sondern anderen kompetenten Rat erteilen. Eine Sache, die oft unter dem Ehepaar nicht möglch ist.

Eine Regel sagt, dass sich Männer untereinander und Frauen untereinander beraten sollen. Diese These würde ich gerne sprengen.

Aus diesem Grund gibt es berechtigterweise auch eine ärztliche bzw. anwaltiche Schweigepflicht. Irgendwo muss man sich auchr vertraulich austauschen können, wenn es in der Ehe kriselt.

Nur die perfekte Ehe benötigt keinen Austausch mit anderen. Ich würde ein solche gerne mal kennenlernen. Sie gibt es bloß nicht. :smiley:


#15

Nur die perfekte Ehe benötigt keinen Austausch mit anderen. Ich würde ein solche gerne mal kennenlernen. Sie gibt es bloß nicht. :smiley:

Es geht ja nicht darum, sich nicht auch über so fundamentale Dinge wie eben Sex und beratend auszutauschen, sondern es geht darum, dies nicht maskiert (Forum) und vor allen (Internet) zu provozieren. Ich trete überall mit meinem echten Bild auf, das ist nicht immer aktuell, aber ich bin da drauf, und viele wissen wie mein Name lautet und wo ich wohne. Irgends anders als in wirklich vertrautem Rahmen, also einer Gesprächstgruppe oder zu dritt ohne Mitschnitt darüber zu reden, sähe ich als eine Entehrung meiner Frau und meiner Kinder an. Es gibt natürlich vieles hilfreich und korrigierend dazu zu sagen, aber eben nicht in der Öffentlichkeit.


#16

Aus folgenden Gründen sehe ich das Thema für sehr angebracht:

Erstens denke ich, dass Sexualität eines der Themen ist, die den Menschen am meisten beschäftigt und deshalb sehr viele Fragen bestehn die Christen antworten sollten.
Zweitens wird sie in der Bibel ohne Vorbehalte angesprochen also sollten wir es auch unter Christen tun um ein gutes Vorbild zu sein.

Denn: Falsch ist es, über Sexualität zu schweigen im Guten und im Schlechten.

Ich bin davon überzeugt, dass es nämlich sehr woh klare Grenzen gibt. Wenn Christen diese nicht ansprechen oder es jedem sich selbst überlassen, kommen wir unserer Aufgabe als Zeugen nicht nach.
Wie kommt es, dass Paulus, der Single war, das Thema so a. Ich will darauf hinaus, dass Gott selbst das Thema für wichtig hält und anspricht.


Sexualität muss als ganzes gesehen werden und kann nicht aufgeteilt werden in Geschlecht, Liebe, Intimität, Sex etc…
Denn sonst denken wir schnell Gott hätte nichts dazu gesagt. Aber er hat und musste dazu was sagen, weil es uns Menschen so sehr beschäftigt. Und mehr noch: Das was Gott sagt, dient zum Guten! Man tut einen Menschen nichts gutes wenn man ihn erlaubt sich über das Gute Gottes hinwegzusetzen.

Ich sehe folgende Punkte klar als gottgegebene Anweisungen für Sexualität, welche ich bewusst im Imperativ formuliert habe:

1. Sexualität soll natürlich sein.
Alles was Gott “von Natur aus” als Sexualität definiert hat, ist auch segensreiche Sexualität. Dazu gehört:
Sexualität nur zwischen zwei Menschen.
Sexualität als Weg und Ursache von neuem Leben “anzuerkennen”. Verhütung ist nämlich nur ein menschlicher “Versuch” den Lebensentstehungsprozess aufzuhalten.
Und zuletzt bedeutet das, dass Sexualität, welche vollkommen losgelöst ist vom familiären Gedanken, nicht natürlich sein kann. Das beinhaltet sehr viel. Von vielen Lebensweisen bis zu manchen Sexualpraktiken.

2. Sexualität soll Freude machen.
Und Gott zeigt das ziehmlich ausführlich im Hohelied. Allerdings muss man beachten das Freude, genauso wie die Liebe und die Freiheit im christlichen Sinn verstehen werden muss. Das alles, sind an erster Stelle Dinge, die man gibt anstatt sie nur zu wollen, selbst wenn es manchmal ungerecht erscheint.

3. Sexualität soll zum Guten führen.
Ich kann es eigentlich bei den ersten zwei Punkten belassen, die meiner Meinung nach am eindeutigsten sind, aber der letzte Punkt soll nochmals ein paar Fetzen zusammenfassen, die ich auch für wichtig halte.
Alles was wir tun, soll zur Ehre Gottes dienen. Das gilt auch für die Sexualität obwohl man sich dort so abgeschlossen und privat fühlt :wink: . Dem kommt man nach indem man einerseits, den biblischen (bereits angerissenen) Rahmen berücksichtigt, aber andererseits mit Sexualität nicht nur die Sexualität an sich verbindet. Ganz praktisch heißt das: Fördert die Sexualität Egoismus, wie kann sie dann zum Guten führen? Fördert sie die Liebe zwischen den Partnern nicht, wie kann sie dann zum Guten führen? Einer hat mal gesagt, das Sex Lobpreis Gottes ist. Auch wenn ich dem nicht ganz zustimmen würde, finde ich es wichtig Sexualität, Sexuelle Gedanken und Sex an sich, nie von Gott zu trennen.


#17

Zu diesem Satz hätte ich gerne eine genauere Erklärung, was du damit meinst.


#18

Ich habe es so verstanden, dass die Gründung einer Famile miteinbezogen werden sollte. Dass also Sex nicht nur um der Partnerschaft willen besteht, die Familie ist ein noch höheres Ziel Gottes, das nicht durch konsequente Verhütung vereitelt werden sollte.

Und wenn es Lego anders meint wird er es uns sagen. Für den Fall war’s mein Gedanke dazu. Maleachi sagt und dazu dieses:

Hier muss ich einräumen, dass man sich in diese Sprache erst hineinleben muss. Die verwedeten Wörter sind mir heute klar. Ich gebe daher dazu die Wiedergabe der HFA wieder, die das m.E wenn auch mit übertragenen Worten, dafür aber korrekt erfasst hat:


#19

@Michael
Das habe ich mit dem zweiten Unterpunkt gemeint. Man sollte anerkennen oder begreifen, das Sexualität der einzige Weg zur Fortpflanzung ist. Das trägt Bedeutung in sich. Also vielmehr einen Sinn als eine Art Einschränkung. Nichts destotrotz folgen dadurch Einschränkungen. Und das habe ich mit den Punkt gemeint den @Bonnie anmerkte:

Wenn Sexualität von Fortpflanzung getrennt wird, ist sie nicht natürlich und somit nicht das was sich Gott darunter vorgestellt hat.
Hat sich Gott Verhütung vorgestellt? Mh… dass finde ich schwerer zu beantworten als die Frage über bestimmte Sexualpraktien. (Selbst wenn beide auf ‘etwas abfahren’, kann es sehr wohl unnatürlich und somit nicht richtig sein.)
In Sachen Verhütung denke ich aber, dass Gott die Menschen fragt: Wieso willst du ein Baby unbedingt verhindern?
Es mag bestimmte Gründe geben, zeitweise Verhüten zu wollen, aber auch da stellt sich die Frage: Traut man nicht Gott zu, dass er einen bei einem Baby zur Seite steht, wie er es bspw. Bei Maria war?

Alles, was eine Familienbildung von vorn heraus ausschließt, ist auch unnatürlich. Das zählt nicht nur für menschliche Entscheidungen sondern auch für manche Lebensweisen.


#20

Ich spreche jetzt nicht von mir… wenn ich jeden Tag Sex habe und nicht Verhüte so würde ich sehr viele Kinder haben. So viele das ich diese nicht ernähren könnte… also Kinder verhungern lassen oder Verhüten?