Das Aussprechen des Gottesnamens


#101

ach, ich dachte , es heißt “eh jeh”, für “Ich bin” Siehe 2 Mo 3.

Für KYRIUS , also HERR , steht in Zitaten des NT manchmal Herr. Das ist eigentlich nicht korrekt.
In den Zitaten müßte für HERR im AT auch HERR im NT gesagt werden.Denn es steht ja für das Teragramm und nicht für Herr.

Der Herr sitzt zur Rechten des HERRN. Hier wird sauber unterschieden, wer der Herr ist und wer der HERR.
Ps 110 , 1 Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: / »Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel unter deine Füße lege.«

Liebe Grüsse Thomas


#102

Zunächst ist אהיה eindeutig ein Futurum., kein Präsens. Das “Aleph” vor “hjh” zeigt das klar an, korrekt ist es die 1. Person Singular “ich werde sein”. Grammatikalisch wäre das mal so.

Man kann sich aber ein “immer” dazu denken, was Gottes Ewigkeitspresketive ja auch ausmacht. Also: “ich werde immer der sein, der ich sein werde”, somit auch jetzt in der Gegenwart, Eigentlich damit zeitlos, oder sagen wir unabhängig von der jeweiligen Zeitepoche, ob zu Moses Zeiten oder heute.

Mittlerweile komme ich immer mehr zum Schluss, es ist gar keine Verbalwortspielerei, wie Theologen das deuten, es geht Gott wirklich darum, dass er sagt, dass er ist, war und sein wird und wir sollen uns kein anderes Bild eben machen. Dazu diese Stelle:

JHWH ist also sein ewiger Name. Das bedeutet “er wird werden” bzw. “der da kommt” in Offenbarung 1,8, wenn wir “hwh” als Wort für “werden” bzw “geschehen” deuten. Das “Jod” vor “hwh” zeigt eine 3. Person im Singular Futurum.

Die Voranstellung des persönlichen Fürwortes ich (hebr. ani, oder sehr altmodisch anoki) ist aber zulässig, wie es auch in Jesaja 62,8 ersichtlich ist.

Ich JHWH. Ich übersetze mal frei: Ich bin der “Er wird immer der sein, der er sein wird” Er sagt doch nichts anderes als, Kinder, ich bin rund um die Uhr für euch da, und mein Zusatz: in Liebe und und Gerechtigkeit.


#103

Im bible hub liest sich das so:
אֶֽהְיֶ֖ה
’eh-yeh I AM V-Qal-Imperf-1cs

Die drei Punkte unter dem aleph bedeuten wohl, daß der Vokal e am Anfang steht . Das aleph an sich hat ja keinen Lautwert. Mit dem h zusammen heißt es dann also “ich”.
Was bedeutet wohl dieser kleine Strich unter dem aleph ?

dann kommt das yeh bzw. jeh . Eigentlich ist es ja ein j mit Punktierung für e.
Und da ist noch so ein Punktierungszeichen ?

Off 1,8 Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme der Erde. Ja, Amen. 8 Ich bin das Alpha und das Omega, spricht der Herr, Gott, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.

Hier wird Herr mit kleinen Buchstaben geschrieben. Es handelt sich also um den Herrn , der bildlich gesehen zur Rechten des HERRN sitzt . Er hat also alle Befugnisse und Macht von Gott dem Vater erhalten , um als Gott über die Menschheit zu herrschen.

In verschiedenen Büchern habe ich gelesen: “Er wird sein” sei die Übersetzung des Gottesnamens. Es läuft fast aufs gleiche hinaus.
Israel sollte Gewissheit darüber erlangen, daß Gott mit ihnen sein wird, wenn er sie aus Ägypten herausführt. Der Name galt der Ermunterung und sollte Mut machen.
Jahrelang hatte das Volk Israel in der Knechtschaft gelitten und Gott hatte nicht viel gemacht.
Jetzt würde er für sie dasein und sie aus der Knechtschaft erlösen.

Liebe Grüsse Thomas


#104

Ja, wobei der Imperf. hier die Auslegung der Übersetzer ist. Das erwähnte ich zuvor schon.

Es gibt unterschiedliche Grade in der Vokalisierung, sowohl für a als auch für e, das ist aber unbedeutend. Wenn du ejhej sagst versteht man dich. Vielleicht hob man früher das Jod noch hervor was zum e-je-hej wird, aber es ist dasselbe. Solche Verkürzungen kennen wir ebenso, wenn wir sagen „bin’s“, was korrekt „bin es“ heißt. Hochsprache versus Umgangssprache würde ich sagen.

Ja genau, der Gegenwartsbezug ist sehr wichtig. Denn eigentlich leben wir nur in einer Gegenwart, was unser Bewusstsein anbelangt. Vergangenheit und Zukunft erfassen wir nur kognitiv mit dem Geist.


#105

Es gibt unterschiedliche Aussprache der Vokale. Kurzes e , langes e, e wie ä, dann wieder kurz oder lang .
So werden die Laute , die wir machen in Zeichen abgebildet.

Kleine Hausaufgabe , Helmuth. Wie würdest du folgendes Wort aussprechen ?

יְהוָֽה׃

Liebe Grüsse Thomas


#106

Die [quote=“zippo, post:105, topic:489, full:true”]
Kleine Hausaufgabe , Helmuth. Wie würdest du folgendes Wort aussprechen ?

יְהוָֽה׃
[/quote]
Der kurze Strich unter dem „wav“ ist kein mir bekanntes Vokalisierungszeichen. Woher Biblehub das hat müsste geklärt werden. Die ersten beiden Konsonanten haben mir bekannte und lauten „j“ (Schwa ohne Vokal) und „h“ vokalisiert mit a also jha.

Wie man das w und zweite hej anbindet weißlich nicht, jhaw mit w entweder stimmlos oder kurzes e dahinter also jhawe. Das zweite hej ist entweder stimmlos oder man formt ein stimmloses e. Demnach jhawehe. Eher aber nur jhawe.

Aber Biblehub finde ich hierzu nicht kompetent genug. Vegiss es daher. Mir fällt bei etlichen Worten auf, dass sie sehr unterschiedlich vokalisieren, was mich sehr skeptisch macht.

Die Masoreten waren da schon klarer. Mit jawe. Die „he“ sind sehr oft stimmlos, was klar dafür spräche.


#107

Um es gleich vorweg zu sagen. Ich weiß auch nicht, wie es ausgesprochen wird.

Ich hatte mir die Vokalisierungstabelle zur Hand genommen. Der kleine waagerechte Strich mit dem Punkt, könnte ein langes a oder ein kurzes o sein. Der kleine Strich unter dem j könnte eine Verlängerung des Vokals sein .Und der große Doppelpunkt hinter dem letzten h ist mir unbekannt.

Wie kann man mit einer solchen Sprache umgehen ? Wer hat diese hebräisch Vokalisierung im bible hub überhaupt vorgenommen ? Waren es nicht die Masoreten ? Dann müßte man ja auch damit rechnen, daß einer der 3 Ersatzworte vokalisiert worden wäre. elohim, adonaj oder Der Name.
Dann müßte noch irgendwie ein Merkzeichen sein, daß dem so ist und ein anderes Wort gelesen werden muß.

Liebe Grüsse Thomas


#108

Wie du mittlerweile selbst festgestellt hast ist bibelhub hierin nicht kompetent. Auch mit den angegebenen Zeitformen hapert’s. Die Übersetzung selbst ist ok, aber die Aussprache ist teilweise verheerend missverständlich. Etliche Worte habe ich völlig anders gelernt zu sprechen.

Die Worte sind ja alles Konsonanten, an denen ist nichts falsch geschrieben, die Aussprache lerne ich aber besser von einem sog. Native-Speaker, wie z.B. meine Hebräischlehrerein, die Ivrit von Geburt auf gelernt hat.

Hebräisch autodidakt zu lernen empfehle ich nicht. Mach wie ich einen Grundkurs.


#109

Dann lies mal die Luther-Bibel 1545, denn da steht im NT auch “HERR” geschrieben, wo im AT “HERR” (“JHWH”) geschrieben steht. Auch wenn es heißt “Engel des HERRN”.

Z.B.:

Mt 1,20 Jn dem er aber also gedachte / sihe / da erschein jm ein Engel des HERRN im trawm / vnd sprach / Joseph du son Dauid / fürchte dich nicht / Mariam dein gemalh zu dir zu nemen / Denn das in jr geborn ist / das ist von dem heiligen Geist.
http://www.liederschatz.net/biblia/biblia2/B040K001.htm

.

David hatte keinen anderen Herrn über sich, außer Gott, den HERRN.

Und hier spricht Gott, der HERR, zu Gott, der vom Himmel auf die Erde kam und Mensch geworden ist, also unserm Herrn Jesus Christus,
der aber dann wieder in den Himmel auffuhr und sich zur Rechten Gottes setzte.

Jesus ist wahrer Mensch und wahrer Gott.

Gott, der HERR, ist der Vater und der Herr.

Mal 1,6 Ein Sohn soll seinen Vater ehren und ein Knecht seinen Herrn.
Bin ich nun Vater, wo ist meine Ehre? Bin ich Herr, wo fürchtet man mich?,
spricht der HERR Zebaoth zu euch Priestern, die meinen Namen verachten.
Ihr aber sprecht: »Womit verachten wir deinen Namen?«

LG! Erich


#110

Ivrit ist das neue Hebräisch. Das ist ja wieder anders als das Althebräisch.
Lernen werde ich diese Sprache nicht. Das geht dann doch zu weit.
Frag doch deine Lehrerin mal , wie das Wort ausgesprochen wird.

Deswegen habe ich die LutherÜ gerne schon mal zitiert.

Im Psalm steht es aber anders. Der HERR sprach zu meinem Herrn , also dem Herrn Davids.
Hier spricht ja nicht einfach nur Gott zu Gott, sondern es sind zwei Personen. Sonst würde Gott Selbstgespräche halten.

Es meint wahrscheinlich das Ereignis nach der Auferstehung, prophetisch auch in Dan 7 dargestellt:

Dan 7, 13 Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn und gelangte zu dem, der uralt war, und wurde vor ihn gebracht. 14 Ihm wurde gegeben Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende.

Der Menschensohn erscheint vor Gott dem Vater und erhält von ihm Macht, Ehre und Reich… Mt 28,18

Im AT war die Person, die in Psalm 110 als Herr Davids bezeichnet wird, möglicherweise der Engel des HERRN, der es ja nicht für einen Raub hielt, mit den Namen Gottes den Menschen zu erscheinen. 2 Mo 3

Das der Herr Jesus wahrer Mensch und wahrer Gott ist, kann ich schon unterschreiben. Er durfte ja auch im At als HERR in Erscheinung treten.

Aber zwischen dem Herrn Davids und dem HERRN wird eben im Psalm 110 ein Unterschied gemacht. Warum ?

Liebe Grüsse Thomas


#111

Schon mal was von dem Dreieinigen Gott gehört?


#112

Ja , natürlich . Aber wie stellst du dir diesen dreieinigen Gott eigentlich vor ?
Das wäre allerdings ein anderes Thema.


#113

Dass Jesus unser Herr und Gott ist, das glaubst Du doch.

Und Du kennst doch im NT gewiss auch Stellen, wo Gott mit unserm Herrn Jesus spricht. -

Und schau Dir mal diese Stelle an:

Mt 22,41-46
41 Als nun die Pharisäer beieinander waren, fragte sie Jesus
42 und sprach: Was denkt ihr von dem Christus? Wessen Sohn ist er? Sie sprachen zu ihm: Davids.
43 Er sprach zu ihnen: Wie nennt ihn dann David im Geist »Herr«, wenn er sagt (Psalm 110,1):
44 »Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege«?
45 Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er dann sein Sohn?
46 Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, auch wagte niemand von dem Tage an, ihn hinfort zu fragen.

LG! Erich


#114

Eben nicht. Ivrit hat den alt-hebräischen Wortschatz 1:1 übernommen und ist ergänzt mit modernem Wortschatz wie Radio, Televisia, Universita etc. was es damals nicht geben konnte. Genau das fasziniert mich auch.


#115

Ich hatte den Eindruck, daß die Vokalisierung von Ivrit von der Vokalisierung des Althebräisch etwas abweicht. Merkstriche für Ersatzworte wird es im modernen Hebräisch hoffentlich auch nicht geben.

Liebe Grüsse Thomas


#116

Ja , ich glaube , daß der Herr Jesus Christus im AT als Gott Israels in Erscheinung tritt. Das wäre aus meiner Sicht der Engel des HERRN, der mit Mose spricht und der das Volk Israel aus Ägypten führt.

Sein Name wird uns nicht genannt, wie z. Bsp. bei Gabriel. Manchmal tritt im AT auch eine als Gott bezeichnete Himmelsgestalt auf , z. Bsp. als Gott mit Jakob am Jabbok ringt.
Aber seinen Namen will diese als Gott bezeichnete Himmelsgestalt nicht preisgeben.
1Mo 32, 28 Er sprach: Wie heißt du? Er antwortete: Jakob. 29 Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und hast gewonnen. 30 Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heißt du? Er aber sprach: Warum fragst du, wie ich heiße? Und er segnete ihn daselbst. 31 Und Jakob nannte die Stätte Pnuël: Denn ich habe Gott von Angesicht gesehen, und doch wurde mein Leben gerettet.

Ich glaube, daß der Herr Jesus Christus nicht nur Sohn Davids war , sondern auch im AT der Herr Davids.
Demnach hätte David den Engel des HERRN als Gott wahrgenommen.

Ps 34,8 Der Engel des HERRN lagert sich um die her, die ihn fürchten, und hilft ihnen heraus.

Im Denken der Pharisäer war möglicherweise ein Widerspruch , weil sie den Messias als Sohn Davids ansahen, aber zugleich auch dachten, daß es der Herr zur Rechten des HERRN sein wird. Deswegen konnten sie die Frage nicht beantworten.

Zur Rechten des HERRN sitzen, bedeutet, Gott an Rang und Position gleich sein.
Aber trotzdem gibt es eine Reihe von Unterschieden, die zwischen dem Herrn Jesus Christus und seinem Vater bestehen.
Gott der Vater hat sowohl dem Engel des HERRN , als dem Herrn Jesus Christus die Autorität Gottes verliehen.
Denn von dem Engel des Herrn heißt es:

2Mo 23,21 Hüte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme und erbittere ihn nicht, denn er wird euer Übertreten nicht vergeben, weil mein Name in ihm ist.

Von dem Herr Jesus Christus wird auch gesagt, daß der Vater in ihm war und daß er befugt war Sünden zu vergeben. Lk 5,24

Diese Vollmachten werden aber alle von Gott verliehen. Deswegen kann man zwar sagen, daß Vater und Sohn , sowohl im Himmel , als auch auf Erden , als Gott bezeichnet werden, aber sie sind doch wieder verschiedene Personen.

Ich meine , daß man durch diese formelhafte Dreieinigkeit viele Unterschiede zwischen den Personen der Gottheit nicht mehr richtig sieht.
Deswegen finde ich dieses Wort Dreieinigkeit nicht nur unnötig , sondern es hat auch zu vielen Mißverständnissen , ja zu Streit und Hinrichtung geführt.
Warum sollten wir uns also mit Dreieinigkeit beschäftigen ?

Liebe Grüsse Thomas


#117

Also jetzt mal Vokalisierung hin oder her. Sie ist nicht maßgeblich. In Israel wächst man auf und lernt Lesen und Schreiben ohne die Vokalisierung. Wie man was ausspricht steht schon fest, da jedes Kind das Sprechen noch vor dem Lesen lernt.

Im im 8. Jh legte man mal was fest. Das ist nichts anderes als wie wir einen Duden zur Festlegung der deutschen Sprache haben, das hat weniger mit dem Gauben zu tun sondern dient dem Zweck der Verständlichkeit.

Wenn jeder anders ausspricht, dann entwickelt sich alles wie in jeder anderen Sprache. Warum meinst du gibt es heute Englisch und Deutsch? Die einen sagen “Apfel” und die anderen “Äppl” und meinen doch dasselbe. Beide Sprachen sind germanische Sprachen und entwickelten sich aus dem Indogermanischen.

Unterschiedliche Vokalisierungen sind dann vergleichbar wie sich Dialekte aus ein und derselbe Sprache bilden. Fehlt einem Volk aber die innere Einheit, dann werden daraus verschiedene Sprachen, womit sich 1 Mose 11 erfüllt.

Für mich ist es aber ein Zeichen Gottes, dass Gott ganz besonders das hebräische Volk und damit seine Sprache bewahrt. Für anderen Kulturen gibt es derlei Zeugnisse nicht.


#118

Hallo Thomas!

  • Der Name des Engels ist “JHWH” (“HERR”).

  • Gott, also Elohim (d.h. eigentlich Götter) ist der Engel “JHWH”.

  • Ich denke, dass es Gott, das Wort, oder Gott, der Heilige Geist, sein könnte,
    aber auch Gott, der Vater, kann ja selbst als Engel “JHWH” erscheinen
    (siehe z.B. die drei Männer bzw. Engel bei Abraham, die er in der Einzahl als “Herr”
    und nicht als “Herren” ansprach.)

  • Ja, auch der Geist Gottes, der Geist des Herrn, also der Heilige Geist,
    kann als Engel des HERRN erscheinen.

  • Siehe, hier steht es z.B. geschrieben:

Luther 1912 - Apg 8,26.29.39-40
26 Aber der Engel des HERRN redete zu Philippus und sprach:
Stehe auf und gehe gegen Mittag auf die Straße, die von Jerusalem
geht hinab gen Gaza, die da wüst ist

29 Der Geist aber sprach zu Philippus:
Gehe hinzu und halte dich zu diesem Wagen!

39 Da sie aber heraufstiegen aus dem Wasser,
rückte der Geist des HERRN Philippus hinweg,
und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich
40 Philippus aber ward gefunden zu Asdod und wandelte umher
und predigte allen Städten das Evangelium, bis daß er kam gen Cäsarea.

  • Ja, hier sehe ich, dass der Engel des “HERRN” (“JHWH”) Gott, der Heilige Geist ist.
  • Und daraus kann ich auch schlussfolgern, dass der Heilige Geist “JHWH” heißt bzw. hieß,
    genau so wie Gott, der Vater, und Gott, das Wort, der zum Sohn wurde (als er Mensch wurde)
    und den neuen Namen Gottes, “Jesus” erhielt.
  • “Jesus” heißt ja “JHWH, der Retter” (oder “JHWH rettet”).
  • Es wurde uns kein anderer Name gegeben, an den wir glauben sollen;
    und Jesus bestätigt ja selbst, dass der Vater ihm seinen Namen gegeben hat.
    Siehe:

Joh 17,11-12
11 Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir.
Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir.
12 Solange ich bei ihnen war, erhielt ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, und ich habe sie bewahrt, und keiner von ihnen ist verloren außer dem Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt werde.

  • Sein Name ist “JHWH” (den er damals noch nicht offenbaren wollte).
  • Du weißt doch, dass Gott erst dem Mose seinen Namen, “JHWH”, kundgetan hat.
  • Abraham und Isaak und Jakob wussten ihn noch nicht. (2.Mose 6,3)
  • Aber es muss “JHWH” gewesen sein, sonst könnte Jakob nicht behaupten, dass er Gott gesehen hat.

Ja, könnte sein, aber bedenke, früher hieß er noch nicht “Jesus, der Christus”, sondern “JHWH”. - Und der Engel des HERRN könnte auch der Heilige Geist sein. -
Jesus Christus ist Herr und Gott; er ist eine Person/Persönlichkeit des einen Elohims (= Götter),
so wie der Heilige Vater und der Heilige Geist, und diese beiden sind auch Herr und Gott.

Wenn Gott (Elohim - der Götter) zu sich selber spricht, dann redet er in der Mehrzahl (Plural):

Siehe:> 1.Mose 1,26

„Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen,
ein Bild, das uns gleich sei, …“

1.Mose 3,22
Und Gott [Elohim] der HERR [JHWH] sprach:
Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner
und weiß, was gut und böse ist. …

1.Mose 11,7
Wohlauf, lasst uns herniederfahren
und dort ihre Sprache verwirren,
dass keiner des andern Sprache verstehe!

Jes 6,8
Und ich hörte die Stimme des HERRN, wie er sprach:
Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? …

Aber wenn Gott (Elohim) zu den Menschen spricht, dann redet er in der Einzahl.

Die Zeugen Jehovas (und auch andere) versuchen diese Stellen damit zu entkräften,
es handele sich lediglich um einen Majestätsplural.
Ein solcher Majestätsplural Gottes wäre jedoch vor allem dort angebracht,
wo Gott gegenüber den Menschen spricht.
An solchen Stellen finden sich jedoch keine solchen Pluralformen.

Sie sind ausschließlich auf Stellen beschränkt, wo Gott zu sich selbst spricht.
Aber wäre es nicht unsinnig, wenn Gott durch Gebrauch von Pluralformen
nur gegenüber sich selber seine Majestät betonen würde,
nicht aber gegenüber den Menschen?

Die Theorie des Majestätsplurals können wir also vergessen.

Ja!

Klar, denn nur Gott, das Wort, wurde Mensch, er wurde Sohn und Gott wurde sein Vater und Maria seine Mutter! - Als Menschen Sohn und Gottes Sohn sitzt er zur Rechten Gottes, bis ihm Gott seine Feinde unter die Füße gelegt hat, und dann wird er sich als Sohn auch untertan machen.

1.Kor 15,25-28
25 Denn er muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« (Psalm 110,1).
26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.
27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.
28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei alles in allem.

Aber als Gott bleibt Jesus auf dem Thron Gottes, denn er ist auch unser ewiger Vater.
Es ist schwierig zu begreifen, aber Jesus ist wahrer Gott, also der Vater, und wahrer Mensch, also der Sohn.

Jes 9,5 Denn uns ist ein Kind geboren,
ein Sohn ist uns gegeben,
und die Herrschaft ist auf seiner Schulter;
und er heißt
Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst;

Nochmal (ein wenig anders):
Als wahrer Gott ist Jesus Christus der ewige Vater und sitzt auf dem Thron Gottes für immer und ewig,
und als Mensch, der Sohn, Gottes Sohn und Menschen Sohn, als der Sohn Davids, sitzt er auf dem Thron Davids für immer und ewig.

Es heißt auch:

8 aber von dem Sohn (Psalm 45,7-8): »Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter deines Reiches.
9 Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen deiner Gefährten.«

Ich würde eher sagen: Der Engel des HERRN hat die Autorität Gottes, weil er Gott ist.

Und Jesus Christus hat seine Herrlichkeit und Autorität wieder bekommen, als er in den Himmel auffuhr (denn vorher, als er, Gott, das Wort, vom Himmel auf die Erde kam und Mensch wurde, hatte er sich ja seiner Gottheit entäußert gehabt).

Ja, denn als Mensch hatte er ja keine göttliche Herrlichkeit mehr.

Ja, an diejenigen, die nicht Gott sind. - Jetzt ist Jesus Christus aber wieder Gott.

Ja, sie sind zwei Personen/Persönlichkeiten, aber doch ein Gott, ein Elohim (ein Götter) zu denen auch Gott, der Heilige Geist gehört.

Ich sehe das anders, denn dieses Wort, “der Dreieinige Gott”, drückt das sehr gut aus,
denn diese DREI sind EINIG und EINS, EIN GOTT (EIN ELOHIM - EIN GÖTTER)!

Kurz:
Der Vater ist im Sohn und im Geist.
Der Sohn ist im Geist und im Vater.
Der Geist ist im Vater und im Sohn.

Mt 28,19 Darum gehet hin und lehret alle Völker:
Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

Ein Name: “Jesus”!

LG! Erich


#119

Die Himmelsgestalt , die dem Mose im Dornbusch erscheint, wird als Engel des HERRN vorgestellt, also Bote des HERRN. Dieser Bote ist vom Himmel herabgefahren , um dem Volk Israel zu helfen.

2 Mo 3 , 8 Und ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie aus diesem Lande hinaufführe in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.

Dieser Bote spricht in der Ich Form von Gott . Ich Abrahams , Isaaks und Jakobs und es heißt " der HERR sprach zu Mose" , aber es bleibt eine Person für sich.
Es wäre möglich ,daß JHWH aus diesem Himmelsboten spricht, so,wie Gott der Vater aus dem Herrn Christus spricht. Joh 14
In jedem Fall gibt es diesem Himmelsboten die ganz besondere Autorität, Gott Israels zu sein.

Als “Gott das Wort” , würde ich den Engel des HERRN auch treffender Weise bezeichnen. Er könnte vielleicht sogar das schöpferische Wort gesprochen, daß zur Entstehung der Schöpfung geführt hat. Joh 1,3.
Viele Christen bezeichnen ihn auch im Himmel als den Sohn Gottes.

Aber der Heilige Geist kann es eigentlich nicht sein. Denn es wird ja folgendes über den Engel des HERRN gesagt:
2 Mo 23, 20 Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe. 21 Hüte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme und erbittere ihn nicht, denn er wird euer Übertreten nicht vergeben, weil mein Name in ihm ist.

Der Name des HERRN ist in ihm und die Israeliten sollten ihm gehorchen. Der Engel des HERRN ist eine ganz eigenständige Persönlichkeit, die von JHWE mit Vollmachten ausgestattet worden ist. Es ist nicht JHWH selbst sondern eine Person die dessen Autorität besitzt. So verstehe ich auch dieses zur Rechten Gottes sitzen,wie es in Psalm 110 zum Ausdruck gebracht wird.

Vom Heiligen Geist könnte man nicht sagen: “Der Name Gottes ist in ihm” , denn der ist JHWH selbst.
Da gibt es doch Unterschiede zwischen dem Engel des HERRN bzw. JHWHs und JHWH selbst.

Liebe Grüsse Thomas


#120

Er hat Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und mit ihm gerungen. Seinen Namen wollte der Mann nicht verraten , der mit ihm rang.
Unter welchem Namen kannte Jakob seinen Gott ?

Eine ähnliche Begegnung hatten die Eltern Simsons. Ri 13 . Dort sagt der Engel des HERRN , sein Name wäre wunderbar. Ri 13,18
Es muß nicht notwendigerweise JHWH sein. Er wird zwar auch in diesem Zusammenhang als Gott bezeichnet, aber es bleibt der Bote des HERRN, der mit der Erscheinung eines Mannes auftritt:
Ri 13, 6 Da kam die Frau und sagte es ihrem Mann und sprach: Es kam ein Mann Gottes zu mir, und seine Gestalt war anzusehen wie der Engel Gottes, zum Erschrecken, sodass ich ihn nicht fragte, woher er sei; und er sagte mir nicht, wie er hieß.

Wenn der Engel des HERRN der Herr Davids war, dann ist er eine eigenständige von dem HERRN zu unterscheidende Person. Er hat zwar die Autorität, er darf auch in seinem Namen auftreten, aber es besteht keine komplette Gleichheit zwischen beiden Personen.
Es fällt ja auch auf, daß der Vater immer der Gebende ist und der Sohn oder das Wort, wie du ihn nennst, ist immer der Empfangende.

Das hast du ganz schön erörtert. Und den Majestätsplural sehe ich auch nicht, da sind schon zwei Personen , die voneinander unterschieden werden müßen. Beide werden sie Gott genannt. Sind aber trotzdem verschieden und stehen doch wie Vater und Sohn zueinander ?

Liebe Grüsse Thomas