Das "Vaterunser" ist der größte Märtyrer


#41

Sehr schönes Gleichnis! Besonders schlimm, dass die Geladenen das Angebot von Jesus Christus abgelehnt haben, weil sie so geschäftig in der Welt sind!
Mein Tipp: Scheiß auf den Fürst der Welt und sein Geld!
Für mich ist dort eine persönliche Warnung: Ich werde mit meinem HERRN JESUS CHRISTUS reden und nicht verstummen, weil ich Ihn kenne!

Matthäus 22 (Schlachter 2000) 1 Da begann Jesus und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und sprach: 2 Das Reich der Himmel gleicht einem König, der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete. 3 Und er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen; aber sie wollten nicht kommen. 4 Da sandte er nochmals andere Knechte und sprach: Sagt den Geladenen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet; meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit; kommt zur Hochzeit! 5 Sie aber achteten nicht darauf, sondern gingen hin, der eine auf seinen Acker, der andere zu seinem Gewerbe; 6 die Übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten und töteten sie. 7 Als der König das hörte, wurde er zornig, sandte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an. 8 Dann sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig. 9 Darum geht hin an die Kreuzungen der Straßen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet! 10 Und jene Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse und Gute, und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen. 11 Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand anhatte; 12 und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte. 13 Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein. 14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt!


#42

Hallo Michael!

Das Reich Gottes kommt, wenn der himmlische Vater uns seinen Heiligen Geist gibt, dass wir seinem heiligen Wort durch seine Gnade glauben und danach leben, hier, in dieser sichtbaren vergänglichen Welt, zeitlich, und dort, in Gottes neuer unsichtbaren unvergänglichen Welt, ewiglich. (2.Kor. 4,18)

Danke, ja, weil das Reich Gottes, hier in dieser Welt, nicht äußerlich ist und sein kann und auch nicht sein wird, so dass man es sehen und beobachten könnte, sondern es ist anfangsweise nur in den Herzen, also inwendig, in den Menschen, die an unseren Herrn Jesus Christus glauben.
Sozusagen stehen die Gläubigen mit einem Fuß schon im Reich Gottes, aber mit dem anderen noch in dieser Welt.

Röm 14,17 Das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken,
sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist.

Ja, aber nicht in dieser vergänglichen Welt, denn wir sind nur Gäste und Fremdlinge auf Erden.

Hebr 11,14-16
14 Wenn sie aber solches sagen, geben sie zu verstehen, dass sie ein Vaterland suchen.
15 Und wenn sie das Land gemeint hätten, von dem sie ausgezogen waren, hätten sie ja Zeit gehabt, wieder umzukehren.
16 Nun aber streben sie zu einem besseren Land, nämlich dem himmlischen.
Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott zu heißen; denn er hat ihnen eine Stadt gebaut.

Das “Reich Gottes” ist droben, und wird z.B. auch “Reich der Himmel” oder “Gottes himmlisches Reich” oder auch “Himmelreich” genannt, wo unser Herr und Gott als König herrscht und regiert.

Kol 3,1-2
1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden,
so sucht, was droben ist, wo Christus ist,
sitzend zur Rechten Gottes.

2 Trachtet nach dem, was droben ist,
nicht nach dem, was auf Erden ist.

Was sagte Jesus zu dem reichen Jüngling?

LG! Erich


#43

Wir erwarten es in der Auferstehung, ich danke das sagte ich zuvor bereits

Diese Begriffe “droben” und “himmlisch” werden an diesen Stellen geistlich gebraucht. Sie sagen nichts über die phyische Beschaffenheit aus, sondern meinen deren inneres Wesen. Es wird zwar alles neu, aber es wird weiter einen Himmel und eine Erde geben.

Doch das kommt erst mit dem nächsten Vers, den wir später behandeln, wenn ich dich Recht verstehe, wie du den Thread führen willst.

Über das Reich selbst weissagen die Propheten und es sind keine Luftschlösser. Alles ist sehr, sehr real. :+1:


#44

Das Reich GOTTES ist nahe und mitten unter uns! Ich bete jeden Tag dafür, dass es näher kommt!

Später, wenn der Feuersee alles BÖSE aufgelöst und als wohlriechendes Brandopfer für GOTT dargeboten wurde, werden wir mit Jesus Christus zusammenleben! Dann leben wir im Reich GOTTES!
Deswegen mahne ich auch hier wieder, im vergänglichen Leben sich auf das ewige Leben vorzubereiten und sich nicht mit dem Mammon einzulassen!

Matthäus 6 (Schlachter 2000) 19 Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo die Motten und der Rost sie fressen und wo die Diebe nachgraben und stehlen. 20 Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder die Motten noch der Rost sie fressen und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen!

Quelle: https://www.bibleserver.com/text/SLT/Matthäus6%2C20


#45

Kein Problem , Erich. Eigentlich eine Anforderung an die Programmierer, denn so sieht ein Zitat eben aus. Und in diesem Zusammenhang sehe keine Schwierigkeit in der Zuordnung .

“Verschiedene Kräfte, aber ein Gott, der da wirkt alles in allen” . Da könnten theoretisch die Engel mit dazugehören.

Es ging eigentlich auch nur darum, mal darauf hinzuweisen, daß dämonische Kräfte Gaben bewirken können. Ich brauch nicht zu denken, daß da immer der Heilige Geist tätig ist, auch , wenn es für mich eine angenehme Erfahrung ist.
Ansonsten können wir den kleinen Exkurs wieder verlassen.

Gruß Thomas


#46

Ja, es ist immer nahe, wenn das Evangelium Jesu Christi verkündet wird.
Und es ist mitten unter uns, also in den Gläubigen (nicht in den Ungläubigen).

In deinem Herzen, also inwendig in dir, ist das Reich Gottes, also das Himmelreich.
Dort wo Jesus Christus ist, da ist Gottes himmlisches Reich, das Reich der Himmel.
Das “DROBEN” bedeutet nicht den blauen Himmel über Deinem Kopf, sondern Jesus ist im unsichtbaren Himmel. Das Himmelreich nimmt in dir seinen Anfang, wenn du den Heiligen Geist empfangen hast und an den Namen Jesus Christus glaubst. Nun gehörst du zum Himmelreich, dem Reich Gottes, wo unser Herr und Gott und König regiert.

LG! Erich


#47

Therese:
Dein Reich komme,
Ich erwarte dein Reich und bin bereit, mit daran zu bauen.
Erich:
Das hört sich wieder “Zeugen Jehovas” mäßig an,
als ob Gott hier auf dieser Erde/Welt sein Reich bauen wollte.

Dass Gott sein Reich auf der Erde errichten wird habe ich nicht geschrieben.

Wir beten “dein Reich komme”, nicht “dein Reich ist schon da”.
Deshalb glaube ich, das hier nicht das Reich gemeint ist, das schon mitten unter uns ist.
Wir dürfen Hoffnung haben auf das Himmlische Jerusalem.


#48

Die Propheten haben aber davon geschrieben. Dazu gerne eine Aussage des Petrus:

Der Ausdruck nicht “von” dieser Welt bedeutet m.E. etwas anderes. Es geht darum, das dieses Weltsystem in der Ewigkeit nicht standhalten kann, da das neue Reich ein Reich der Ewigkeit ist. Aber selbst Jesus redet in Zusammenhang der Erbschaft nicht vom Himmel, sondern von einem Land:

Es ist aber nicht weiter wichtig nun darüber zu streiten, ob der Himmel Berge und Flüsse hat, sondern das Wesen des Reiches charaktierisiert sich dabei anders:

Sanftmut

Was die Welt heute kennzeichnet ist Hochmut und Selbstherrlichkeit. Daher nennt er es nicht “von” dieser Welt. Es sagt nichts über die physische Beschaffenhait aus.


#49

Sorry, Therese, da habe ich Dich falsch verstanden.

Ja, wir beten darum,
dass Gottes Reich zu uns komme.

Und das Reich Gottes ist ja nichts anderes,
als Liebe, Gerechtigkeit, Wahrheit, Friede, Zucht,
Demut, Milde, Keuschheit, Reinheit,
Freigiebigkeit, Sanftmut, Güte, Frömmigkeit
und aller Tugend und Gnaden voll sein,
in und durch den Heiligen Geist,
so dass Gott das seine in uns hat
und er allein in uns ist, lebt und regiert,
dass wir sein Eigentum und sein Reich sind.

Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden,
denn Gottes Reich ist inwendig in uns, in unseren Herzen,
natürlich anfangsweise, bis Jesus Christus kommt und uns
zu sich holt, damit auch wir daheim sein werden, wo er ist.

2.Kor 5,5-8
5 Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als Unterpfand den Geist gegeben hat.
6 So sind wir denn allezeit getrost und wissen: Solange wir im Leibe wohnen, weilen wir fern von dem Herrn;
7 denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
8 Wir sind aber getrost und begehren sehr, den Leib zu verlassen und daheim zu sein bei dem Herrn.

Zur Zeit leben wir Christen noch im Reich seiner Gnade durch den Glauben
und danach werden wir ihn schauen und im Reich seiner Herrlichkeit leben.

Joh 14,1-3
1 Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!
2 In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?
3 Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf dass auch ihr seid, wo ich bin.

1.Thess 4,16-18
16 Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Ruf ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und die Toten werden in Christus auferstehen zuerst.
17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken, dem Herrn entgegen in die Luft. Und so werden wir beim Herrn sein allezeit.
18 So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.

LG! Erich


#50

Richtig, und deshalb wird es in dieser vergänglichen Welt auch kein Reich der Ewigkeit geben, denn:

Mt 24,35 Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte werden nicht vergehen.

2.Petr 3,10-13
10 Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die darauf sind, werden nicht mehr zu finden sein.
11 Wenn nun das alles so zergehen wird, wie müsst ihr dann dastehen in heiligem Wandel und frommem Wesen,
12 die ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt, wenn die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen.
13 Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.

Offb 20,11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden.

Mt 7,21 Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr!, in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel.

Er meint aber nicht ein Land auf dieser vergänglichen Erde, sondern:

Hebr 11,14-16
14 Wenn sie aber solches sagen, geben sie zu verstehen, dass sie ein Vaterland suchen.
15 Und wenn sie das Land gemeint hätten, von dem sie ausgezogen waren, hätten sie ja Zeit gehabt, wieder umzukehren.
16 Nun aber streben sie zu einem besseren Land, nämlich dem himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott zu heißen; denn er hat ihnen eine Stadt gebaut.

LG! Erich


#51

Das ist egal, wie ich schon gesagt hatte. Wenn wir auferstehen, dann ist für uns alles neu. Was der Hebrärebrief an dieser Stelle deutlich macht ist, dass wir alle gemeinsam die Verheißung erleben werden. D.h. es kommt uns niemand zuvor. Daher sind die derzeitigen Zustände irrelevant. Die Erde ist ja zudem auch umweltverseucht. Diesen Scheiß will Jesus sicher nicht mitnehmen in die neue Schöpfung.

Aber nochmals: Jesus redet nicht von der physischen Beschaffenheit, es geht ihm um den geistlichen Zustand. Das andere obliegt Gott wie er die neue Schöpfung gedenkt zu gestalten.

Ich denke aber, dass der erste Zustand so sein wird, wie es die Propheten beschreiben. Mal ein kurzer Auszug:


#52

Und deshalb erhalten wir ja, wenn wir auferstehen, einen unsterblichen,
unverweslichen, herrlichen, kräftigen, geistlichen, himmlischen Leib.

1Joh 3,2 Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder;
es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden.
Wir wissen: Wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein;
denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

Joh 17,24 Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe die Welt gegründet war.

LG! Erich


#53

Liebe Leute, entschuldigt bitte, aber ich habe gewartet, ob noch jemand etwas schreibt zu diesem Thema: “Dein Reich komme.”

Hallo @Michael, @Zippo, @Lego_las_Bibel, @Therese, @Caramillus, @Giovannie, @JohnSmith, @Ellipirelli, @H-C-Noir, und @Ruth_89 !

Aber nun geht es (langsam) weiter:

Ich habe hier wieder ein Beispiel aufgeschrieben,
wie man die dritte Bitte im Geist und in der Wahrheit beten könnte:

DEIN WILLE GESCHEHE
WIE IM HIMMEL SO AUF ERDEN.

Bitte, lieber Vater, schreibe uns dein Wort und Evangelium,
deine Gebote, die Psalmen und die Propheten in unsre Herzen,
gib sie in unsre Sinne, und schenke uns den rechten Glauben
an deinen Sohn Jesus Christus, dass wir ihm nachfolgen und uns selbst verleugnen,
unser Kreuz auf uns nehmen, und alles tun, was du uns durch ihn zeigst und sagst:
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen,von ganzer Seele,
von allen Kräften und von ganzem *Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst«
(Lk 10,27)
(*das heißt: Gefühle, Gedanken, Verstand, Vernunft, Gesinnung, Verlangen, Willen und Streben),
die Brüder und Schwestern besonders, aber auch die bösen Feinde lieben,
ja, alle Menschen, damit wir dein Gesetz wahrlich aufrichten und erfüllen.

Bitte brich und hindere allen bösen Rat und Willen derer,
die uns deinen Namen nicht heiligen und dein Reich nicht kommen lassen wollen,
wie der Teufel, seine Dämonen, die Welt und unsres Fleisches Wille;
sondern stärke und behalte uns fest in deinem Wort und Glauben
bis an unser Lebensende.

Gerechter Vater hilf uns, dass wir uns selbst erkennen, richten und verurteilen,
damit der alte Adam in uns getötet wird und wir unsern bösen Willen bezwingen
und einem höheren Willen folgen, so dass wir das,
worauf unser Wille gerichtet ist nicht tun,
und wozu wir keine Lust haben, das lass uns tun;
und wenn wir finden, dass wir nur einen Willen haben,
und nicht zwei, die gegeneinander sind, so lasse uns das
ein verdächtiges Zeichen sein, das uns zu kritischer Betrachtung nötigen muss.

Sende uns auch Menschen, die als deine Werkzeuge unsern Willen brechen helfen,
die uns entgegen sind, uns anfechten und Unruhe machen, und uns in allem,
was wir wollen, widerstreben, auch wenn es sich um gute geistliche Werke
und nicht allein um zeitliche Güter handelt;
und gib bitte, dass wir uns das alles gefallen lassen
und Frieden halten mit allen Menschen und dir, lieber Gott.

Und bitte, vergib uns armen Sündern, die wir dir einen solchen Willen
nicht darzubringen vermögen und viel zu wenig tun.

Da wir unsern Willen nicht töten können, brauchen wir dringend deine Hilfe!
Lieber Vater, sei uns bitte gnädig, dass nicht unser Wille, sondern nur
dein guter Wille geschehe und der unsre völlig untergeht und verhindert wird,
und mag er uns auch noch so schön, rechtschaffen und gut erscheinen,
damit er gebessert, deinem göttlichen Willen untertänig und gleichartig wird;
und das muss solange gehen, bis wir ganz gelassen werden und keinen Eigenwillen,
sondern einen freien Willen für dich haben und selbst völlig willenlos sind
und nichts mehr wissen als auf deinen Willen zu schauen und zu warten,
ohne irgendwo an etwas zu hängen oder festzuhaften.

So ist es ja im Himmel: da gibt es keinen Eigenwillen, der das Haupt des Bösen,
also, der rechte Hauptbösewicht ist; - ja, und das soll auch auf der Erde so sein.

LG! Erich


#54

Hallo Erich! :blush:

Das ist sehr radikal ausgedrückt, übertreibst du da nicht ein bischen. Steht denn unser Wille immer gegensätzlich zu Gottes Willen? Ich denk nicht, dass Gott uns willenlos haben will. Gott hört uns an, versteht und kennt unseren Willen aber er gibt uns die Freiheit und die Möglichkeit damit wir uns für ihn entscheiden.

Auch muss ich daran denken, dass (früher) Gott sich umstimmen hat lassen von Menschen, die im Gebet von Herzen um etwas gebittet haben.

Ich würde vielmehr beten: Dein Wille geschehe, und auch ich will dazu beitragen.

Lg Lego


#55

Hallo Lego!

Wenn wir beten: “Dein Wille geschehe”, dann geben wir ja zu, dass Gottes Wille bei uns nicht geschieht.
Gott gab uns dieses Gebet, dass wir gegen uns selbst, also gegen unseren Eigenwillen, beten. - Jesu Christi Wille war ganz bestimmt ein guter Wille, aber auch er hat seinen Willen immer dem Willen Gottes untergeordnet, also für Gott frei bleiben lassen, ja, Jesus Christus ist das beste Beispiel und Vorbild für einen “freien Willen”.

Der Eigenwille steht im Prinzip immer gegen Gottes Willen.
Nun fragst Du vielleicht: Hat mir/uns Gott nicht einen freien Willen gegeben?
Ja, natürlich hat er uns einen freien Willen gegeben, aber warum willst du ihn denn zu deinem eigenen Willen machen, und lässt ihn nicht frei bleiben?
Wenn du damit tust, was du willst, so ist er nicht frei, sondern dein eigener Wille.
Gott hat aber niemandem einen eigenen Willen gegeben, denn der eigene Wille kommt vom Teufel und Adam. Sie haben zwar ihren freien Willen von Gott empfangen, aber sie haben ihn sich selbst zu eigen gemacht.
Denn, wie gesagt: Ein freier Wille ist, der nichts Eigenes will, sondern allein auf Gottes Willen schaut, und dadurch bleibt er dann auch frei, und hängt und klebt an nichts anderem.

Ja, Gott will, dass Du einen freien Willen für ihn hast (keinen Eigenwillen).

Richtig, und deshalb hat er uns ja auch dieses Gebet gelehrt und gegeben.
Und hier lehrt uns Gott ja auch, dass wir keinen größeren Feind haben, als uns selbst.
Denn unser Wille ist das Größte in uns, und gegen diesen Willen müssen wir bitten:
"Lieber Vater, bitte lasse mich/uns nicht dahin geraten,
dass es nach meinem/unserem Willen geht, sondern nach deinem Willen.

Ist der Mensch wirklich frei? - Ich denke, dass kein Mensch frei und rechtschaffen sein kann, solange er nicht von seinen Sünden befreit und erlöst worden ist. Und die Sünden wird man los, wenn unser Wille entwurzelt und allein Gottes Wille in uns ist.

Ja, das Gebet der Gerechten vermag viel, und dieses Gebet erhört Gott auch,
wenn es ernstlich und von Herzen im Geist und in der Wahrheit gebetet wird.

Bedenke, dieses Gebet greift die Bosheit beim Kopf,
also bei unserem Willen (dem Eigenwillen), der das Haupt der Bosheit ist.

Und deshalb bitten wir ja in diesem Gebet,
dass Gottes guter und gnädiger Wille bei uns geschehe,
und dass er uns stärkt und fest macht in seinem Wort und im Glauben
bis an unser Ende. Das ist sein gnädiger, guter Wille.

Mt 26,39 Und er ging ein wenig weiter,
fiel nieder auf sein Angesicht und betete und sprach:
Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber;
doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!

LG! Erich


#56

Ha, freut mich, nächster Vers. :+1:

Vorerst möchte ich sagen, dass ich dein Gebet in keinster Weise kommentiere. Wenn du hier dein Herz öffentlich vor Gott ausschüttest, so respektiere ich hier deine Intimsphäre mit Gott und bewundere deinen Mut zum offenen Bekenntnis.

RESPEKT!

Der Vers geht für mich einher mit dem vorigen, sodass ich ihn nur schwer isoliert betrachten kann. “Dein Reich komme, dein Wille geschehe” sehe ich als die Grundlage und “im Himmel so auf Erden” den Erfüllungsgedanken dazu.

Der Wille ist im Grunde genommen schon längst gegeben. Gott hat ihn geoffenbart, mehrfach und zuletzt durch den Sohn. Das war also schon im Himmel beschlossen und fix. Es muste aber auch geoffenbart werden, was in Christus geschehen ist.

Nun soll es auf Erden verwirklicht werden. Leider müssen wir zuvor durch den ersten Tod, den auch Jesus gehen musste, aber das ist das einzige was uns davon noch trennt, und es ist auch damit das letzte, was uns davon noch trennt.

Ich mache noch sagen wir mal geschätzt 25 Jährchen, so Gott will, das +plus -minus legt Gott fest, aber es wird kaum mehr als zweistellig mehr sein.

Eigentlich ist dieser Tod dann die Erlösung und Gewinn wie Paulus sagt. Ja, aber auch ich habe noch Pläne, oder vielleicht sind es Gottes Pläne mit mir.

ich will z.B. meine Familie mit ins Reich Gottes nehmen, dafür bin ich bereit noch ein paar Jährchen hier zu fristen. Wenn Gott weitere Pläne hat wird er mich das wissen lassen.


#57

Für mich hat dieser Satz ganz stark hiermit etwas zu tun:

Mt 26,39 Mein Vater! Ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du willst!

Ich bitte meinen Vater im Himmel täglich um viele Dinge.
Dabei versuche ich anzuerkennen, dass nicht mein Wille geschehen soll, sondern der Seine.

Dein Wille geschehe drückt aus, dass ich darauf vertraue, dass Gott das Richtige tut, wenn es auch manchmal ganz anders ist als ich es mir vorgestellt habe.

Wann immer ich das Vaterunser bete spreche ich diese drei Worte ganz besonders bewusst, weil sie mir helfen, aus meiner Nabelschau heraus zu treten und Gott in den Mittelpunkt zu stellen.


#58

Manchmal birgt es etwas die Gefahr in sich zur Floskel zu werden. Ich meine ich kenne nicht immer exakt seinen Willen, aber ich denke ich verstehe schon was du sagen willst.

Es gibt eindeutige Sachen, daran kann man es gut messen, aber es gibt Dinge, da habe ich keine Ahnung was wirklich Gott will. Dann hofft man zumindest nichts bewusst falsch zu machen. Als ich meine Frau vor Jahren fragte, ob wir noch ein weiteres Kind haben wollen, war sie strikt dagegen.

Der Wille der Frau: Kein weiteres Kind
Der Wille des Mannes: Eins geht noch

Was war aber der Wille Gottes? Was sich dann einfach durchsetzt oder doch noch ein Kind? Keine Ahnung. Ich beließ es dabei einfach.

Ich könnte weitere Beispiele geben, aber das könnte vom Thema wegführen. Wichtig ist, dass man den eindeutig erkannten Willen auch respektiert und dann nicht willentlich dagegen arbeitet.


#59

Das Gebet ist nicht ohne Brisanz. Wenn z.B. ein Pfarrer oder ein Pastor gegenüber der Öffentlichkeit die Bitte “Dein Reich komme!” im wörtlichen Sinne deutet, bekommt er früher oder später Probleme mit der Kirchenleitung.


#60

Folgendes Gebot gab uns Jesus, das sicher dem Willen Seines Vaters entspricht: “Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst” ( Matthäus 22,39). Wie oft verstößt man gegen den Willen Gottes z.B. im Straßenverkehr, zeigt dem “Gegner” zumindest im Geiste den Vogel?