Feigheit so schlimm wie Mord?


#1

In Offenbarung 21,8 ist neben Mord und anderen Straftaten “Feigheit” als Sünde genannt, die den zweiten, den endgültigen Tod nach sich zieht.

Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Hurer und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

Wovor aber scheuen sich diese Feiglinge? Vor dem Aussprechen des Namens Jesus wohl kaum. Wovor diese sich wirklich scheuen: Vor dem Einstehen für die Existenz Gottes, vor dem Einstehen für den göttlichen Ursprung der Schrift, vor dem Einstehen für die Echtheit biblischer Vorhersagen. Das konnte ich z.B. in einem vom Deutschland vor einigen Jahren gesendeten Interview mit einem bekannten, an sich Schrift-orientierten Theologen feststellen. Am Ende des Interviews stellte der Vertreter des Senders dem Theologen die Frage, ob er an eine tatsächlich Rückkehr Jesu glaube. Diese Frage war für den Theologen offenbar so unerwartet, dass mit einem hektischen “nein, das tue ich nicht” antwortete.

Diesen Rückzieher werden die beiden in Offenbarung 11 genannten Seher nicht machen. Allerdings stehen diese Beiden unter besonderem göttlichen Schutz - bis zum Ende ihres Auftrags sind sie geradezu unsterblich.

Die Christen beziehen ihren Glauben auf Jesus, der biblische Jesus ist das jedoch nur bei wenigen.


#2

“Feigheit vor dem Feind”
Aus diesem Anlaß wurde mancher Soldat erschossen.

Die Worte Jesus sagen omnipräsent, daß wir unbesorgt sein sollen, daß wir rechtzeitige Hilfe bekommen werden, daß Gott für uns streite usw.

Wer das nicht im Ansatz begriffen hat, lebt von ganzem Herzen die Widerspenstigkeit gegen Gottes Wort.

Mit jener Feigheit ist nicht Mutlosigkeit gemeint, sondern das Gegenteil von Mut; Antimut.
Mutlosigkeit ist nicht ansteckend, Feigheit aber agitiert und behindert und verdirbt Andere.

Genauso die Faulheit. Auch das bedeutet nicht wie umgangssprachlich angenommen einfach nur gelähmt und unmotiviert passiv, sondern Faulheit im biblischen Sinne ist hochinfektiöse Anti-Haltung, Schimmelpilz, anerobe Fäulnis, schlimmer noch als Verwesung. Am Besten zu bebildern mit dem engl., “foul” beim Fußball. Da ist niemand träge und passiv, sondern bösartig agressiv. Das ist “faul”.

Feigheit ist eine ähnliche Charaktereigenschaft, kein faux pas. Wer im umgangssprachlichen Sinne “feige” ist, kann das wenigstens bekennen und andere ranlassen es besser zu meistern. Wirklich feige Leute versperren aber den Weg für andere, die nicht feige sind.
Feigheit ist Verrat. Judas war feige.


#3

Hallo :grinning:

für mich besteht da ein Zusammenhang mit folgenden 2 Stellen :

Um die Philosophie einer allgemeinen Feigheit kann es nicht gehen, weil es beim Evangelium auch nicht um allgemeines Heldentum geht. Legen wir hier dann die Maßstäbe der Welt an ? Gerade das nicht. Einzig Jesus ist der Held. Er steht auf der Seite der Schwachen, Armen, Verzweifelten, Ausgegrenzten. Die Welt wirft diesen Leuten Feigheit vor und Eigenverschulden an ihrer Lage. Eine Denkweise, die leider mit und aus dem Christentum gewachsen ist, also antichristliche Tendenzen hat.

Gruß, Sven


#4

Alles gut und schön, aber was sollen uns diese Worte lehren?


#5

Die Feigheit Jesus nicht zu bekennen ist gleich dem Übermut zur eigenen Leistung und zum eigenen Erfolg. Christliche Denkschulen lehren, dass man mit Glaube und Jesus alles schaffen könne. Das hat Jesus aber nicht gemeint, mit dem Berg ins Meer werfen.

Gruß, Sven


#6

Wenn jemand öffentlich mit nachvollziehbaren Argumenten die Existenz des biblischen Jesus, insbesondere die Wahrheit Seiner Worte nachweist, bekommt er gewaltig Probleme nicht nur mit Kirchen und Gemeinschaften, sondern mit der Gesellschaft allgemein.

Wie z.B. definierte der Apostel Johannes Sünde?

  1. Johannes 3,4-8 (Schlachter):

Jeder, der die Sünde tut1, der tut auch die Gesetzlosigkeit; und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit.
5 Und ihr wisst, dass Er erschienen ist, um unsere Sünden hinwegzunehmen; und in ihm ist keine Sünde.
6 Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht; wer sündigt, der hat ihn nicht gesehen und nicht erkannt.
7 Kinder, lasst euch von niemand verführen! Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist.
8 Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an. Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, dass er die Werke des Teufels zerstöre.

Und wie lautet das Urteil der Christenheit z.B. über die legalisierte “Ehe für alle”? Von weiteren massenhaften Übertretungen der göttlichen Gebote nicht zu reden. Die Gesellschaft tappst in die größte Krise der Menschheitsgeschichte - und die lieben Christen halten sich zurück.

Was wohl werden die beiden in Offenbarung 11 vorgestellten Seher der Gesellschaft zu sagen haben?


#7

Hallo

Feigheit, möchte ich definieren als " nicht zu einer Sache, oder Volk, oder Überzeugung stehen und handeln.

In meiner Jugendzeit standen die Ami’s mit Panzern kurz vor unserem Dorf, aber im Dorf waren Hitlerjungen mit Waffen. Der Gemeinderat war überzeugt, das der Krieg verloren ist und es keinen Sinn hat weiter zu kämpfen. Mit dieser Überzeugung, nahmen sie mutig den Hitlerjungen ihre Waffen weg. Dafür hat die SS dann Minuten vor Kriegsende die drei Mann erschossen.
Diese drei wichen nicht Feige vor den Nazis zurück. dafür wurden sie erschossen.
Johannes Huss der Prager Religionslehrer wich beim Konzil in Konstanz nicht feige zurück und hat seinen Glauben vertreten. Dafür wurde er verbrannt.

Für uns heißt das, dass man nicht feige zurückweicht wenn es darum geht den Glauben zu vertreten.
Jesus Christus sagte:" Wer sich meiner und meiner Worte schämt (feige), für den will auch ich mich schämen vor den Engeln im Himmel"

GUT NACHT SIGGI80