Gibt es eine ewige Hölle ?


#41

Das schon, nur ergibt sich daraus keine Diskussion, wenn du gar nicht erfasst was ich sage.


#42

Dann ist das ewige Leben auch nur begrenzt?


#43

Leben, wie es Gott vorsieht kennt keinen Tod. Dieser Umstand macht es unsterblich. Man braucht also dazu nicht zwingend „ewig“ sagen, wiewohl es das auch ist.

Der temporäre Aspekt wird besser ausgedrückt mit „für immer“ oder „nie endend“. Ewig selbst bedeutet auch anderes.


#44

Schau mal nach, wie oft “ewig” in der Bibel geschrieben steht.


#45

Und? Das allein ist kein Argument. Schau mal nach wie oft in der Bibel „und“ steht. Und?

Argumente bitte. :grinning:


#46

Hallo Michael!

Reden wir über das Wörtlein “ewig” oder über das Wörtlein “und”!?

Ewigkeit - ewiger Gott - ewiger Herr - ewiges Wort - ewiger Geist - ewiger Vater - ewiger Sohn - ewiger König - ewige Majestät - ewiger Thron - ewiges Reich - ewige Herrschaft - ewige Regierung - ewiger Hoherpriester - ewiges Opfer - ewiger Bund - ewige Zeiten - ewige Wahrheit - ewiges Leben - ewige Hütten - ewiges Haus Gottes - ewige Stärke - ewige Kraft - ewige Macht - ewige Gewalt - ewige Gerechtigkeit - ewige Herrlichkeit - ewiger Trost - ewige Erlösung - ewiges Erbe - ewige Seligkeit - ewiges Lob - ewiger Preis - ewige Ehre - ewiger Dank - ewige Weisheit - ewiges Evangelium - usw.

Ewige Sünde - ewiges Gericht - ewiges Feuer - ewige Pein - ewige Qual - ewige Strafe - ewiges Verderben - ewige dunkle Finsternis - usw.

2Kor 4,17-18
17 Denn unsre Bedrängnis, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit,
18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig.

Hebr 13,8 Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.

LG! Erich


#47

Mt 18,8-9
8 Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, dass du lahm oder verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände oder zwei Füße hast und wirst in das ewige Feuer geworfen.
9 Und wenn dich dein Auge verführt, reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, dass du einäugig zum Leben eingehst, als dass du zwei Augen hast und wirst in das höllische Feuer geworfen.

Mk 9,43 Wenn dich aber deine Hand verführt, so haue sie ab! Es ist besser für dich, dass du verkrüppelt zum Leben eingehst, als dass du zwei Hände hast und fährst in die Hölle, in das Feuer, das nie verlöscht.

Offb 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

LG! Erich


#48

Ich frage mich, warum so viele Christen immer noch Hände und Augen haben. Anscheinend verstehen die das nicht…Also liebe Leute, sündigt ihr mit euren Händen, geht es ab in die ewige Folter.

LG


#49

Ja das Argument ist gut. Aber es ist auch Sache der Reife und Stand der Erkenntnis das Wort korrekt zu verstehen.

Nur damit klar ist, ich leugne nicht die ewige Hölle Sie ist ewig dem vorherbestimmt, der sich nicht bekehrt. Sie dauert bloß nicht unendlich lang nach meinem Verstandnis., sondern so lange bis jedermann seinen letzten Cent an Schuld abbezahlt hat.

Darin gibt es Grade der Schwere. Jesus predigt das auch.Das Leben hört nicht auf, nicht weil der Begriff “ewig” dies ausdrückt, sondern weil es keinen Tod kennt. Die Hölle endet nach dem zweiten Tod.

Ansonsten gäbe es ein unedlich langes Leben in der Hölle. Was für einen Sinn ergibt das? Das wäre bestialisch und keineswegs gerecht.

Wenn die Unbußfertigen zum Gericht auferstehen, dann leben sie eine Zeit lang wieder. Sie sind dann eine Zeit lang am Leben und nicht tot. Mit dem falschen Verständnis von “ewig” hieße sie hätte “ewiges” Leben in der Hölle.

Dieses findet sein Ende, nämlich im zweiten Tod, wenn das Feuer sie verzehrt hat.

Anderfalls müste Gott dem Zerfallsprozess mit der Kraft seines Geistes entgegenwirken, so wie beim brenneden Dornbusch vor Mose. Das tut er aber nicht, er zieht sich zurück was den entgültgen Tod besiegelt. D.h. sie hauchen erneut aus, und dann für immer.

Unser Leben kennt dieses Ende aber nicht mehr, weil der Heilige Geist uns beständig erneuert. Und es kennt auch kein Feuer und derartiges Leid mehr im “ewigen” Leben.

“olam” (hebr.) hat neben dem Temporalaspekt auch kategorische Bedeutung. Im Griechischen ist “aion” ein Tempus, das ist korrekt, aber nicht unendlich." aionios" kann fortwährend bedeuten, für unbestimmte Zeit, aber nicht zwingend unendlich. Es ist Gott der Zeiten bestimmt, nicht der Mensch.

Die Vorstellung “unendlich” kommt aus der Philosophie. Es hat so und so kein Mensch davon eine korrekte Vorstellung. In der Schrift findet sich eine solche Denkweise nicht.

Es ist also ein Problem des deutschen Sprachverständnisses, beeinflusst durch hellenistische, z.B. platonische Denkweise, das nicht harmoniert mit der hebräischen bzw griechischen Denkweise der Schreiber der Schrift. Diese dachten göttlich, nicht philosophisch.


#50

@Michael , ich sehe in deiner Sicht nicht mehr als eine Theorie die mehr auf menschliche Logik und Emotion als auf biblischen Beweisen beruht.

@Ellipirelli , " Wenn wir das wirklich glaubten [verstehen würden], würden wir nicht für [weltliche] Dinge, sondern für unsterbliche Seelen leben." (William MacDonald). Unsere Hände und Augen spielen dabei die kleinste Rolle. Vielmehr sollten wir aus unsere inneren Sünden abhacken, weil diese andere zum Unglauben und dann in die Hölle fürhen würden!

Besonders der letzte Vers zeigt auf, wie ernst das ist und dass wir diesen Gedanekn immer wieder in Erinnerung rufen sollten. Wir sollten nämlich nicht für uns und die Welt sondern für Gott und die Ewigkeit leben.


#51

Wie du meinst. Ich sehe in deiner Antwiort einr rein menschliche Antwort und kein göttliche.

Was nun?

Im Gegensatz zu dir habe ich die Begriffe sorgfältig studiert.


#52

Und hat das Studium deinen Glauben genährt oder, im Gegenteil, “gelassener” gemacht?


#53

Es hat ihn genährt und geduldiger gemacht. Doch das steht hier nich an. Was ist mit dir? Die Argumente gehen aus und du wirst persönlich? Hüte dich, junger Mann.

Es geht darum den vollkommenen und guten Willen Gottes zu erkennen, dazu sollen meine Beiträge dienen, daher diese Frage:

Ist es der vollkommene und gute Wille Gottes, dass man unendlich lange im Feuer der Hölle in Leid und Schmerz brennt? Dass der sündige Mensch seiner gerechte Strafe zu geführt wird, ja, aber es geht um deine Vorstellung von “ewig”. D.h. ohne Ende.

Istdas also in deinen Augen volkommen gerecht und gut? Dann gibt es aber keine Abstufungen mehr in der Schwere der Strafe.

Dazu ein weiterer Aspekt:

Was bedeutet es wenn etwas vergangen ist? Die Menschen der ersten Erde, jene also, die keine ewiges Leben haben sind damit noch am Leben oder nicht?

D.h. Gott kocht sie vor sich hin während er für uns eine neue Welt macht. Und überdies verschweigt er uns deren Schicksal, indem er sie uns vergessen lässt.

Dass ist als wenn man dir deine gesunde Mutter raubt, sie in einen Kerker setzt und dort darben lässt aber dafür sorgt, dass sie nicht stirbt. Dir aber erzählt man, dass sie bereits tot ist, damit du nicht weiter nachfragst und sie vergisst.

Was für eine heilige Vorgangsweise.


#54

Wenn die Bibel nicht persönlich ist, dann weiß ich nicht wofür ich sie lese…
Denkst du nicht, dass alles im Wort Gottes für uns einen Zweck hat?
Dementsprechend finde ich diese Perspektive berechtigt.


#55

Bleib im Thema, ich will hier keine persönlichen Gespräche. Dazu nutze die PN. Wenn du nichts mehr zu sagen hast, dann lese mit.


#56

Ich empfinde die ewige Hölle als eines der schwierigsten Themen für mich als Christen.
Dass ungläubige Menschen ewig leiden werden, motiviert mich auch nicht zur Evangelisation, sondern führt eher dazu, dass ich mich nicht am Glauben freuen kann, denn schlussendlich würde ja gar nicht alles gut werden.
Man bzw. ich neige dazu, das zu glauben, was ich mir wünsche oder verdränge das Thema, um weiterhin gläubig sein zu können. Zu glauben, dass die Hölle nicht ewig sei, ist für mich ein Ausweg aus diesem inneren Konflikt.
Ich sehe meine Empfindungen diesbezüglich auch nicht als schlecht an, sondern sehe Christen, die gar kein Problem mit diesem Thema haben als egoistisch und kaltherzig an. Das ist jetzt ein harter Vorwurf, der sicher nicht immer zutreffend ist. Doch ich persönlich kenne auch Menschen, denen die Hölle gerade recht ist, um sich der Rache an den Ungläubigen sicher zu sein. :disappointed: .

Müssen wir jegliche menschliche Regungen ausschalten, um Christen zu sein?
Inwieweit dürfen wir unser Gottesbild Gerechtigkeitsempfinden denn miteinbeziehen? Würdet ihr sagen, dass man an etwas glauben soll, obwohl sich alles in einem dagegen sträubt - hat uns Gott denn nicht auch ein Urteilsvermögen gegeben oder ist dieses zu fehlerhaft?


#57

Ich habe nicht den Ausweg gesucht, sondern weiter geforscht. Dein Sprachgebrauch für ewig ist unendlich. So wird es dir eingetrichtert und der unangenehme Geruch wird daher auch nie verschwinden.

Ich habe wiederum nicht dementiert, dass sie “nicht ewig” sei, sondern versuche zu verstehen, was “ewig” wirklich meint.

Ich begnüge mich nicht mit vorgefertigten Denkweisen. Da steht ewig und basta. Jeder der es anders sieht redet mit der Stimme der Schlange. Das ist keine Option. Gott ist da schon gerechter und heiliger und ausforschen kann ihn so und so keiner.

Wenn mich mein Sprachstudium in die Irre geführt hätte, dann muss es auch wieder korrigiert werden können. Das aber muss argumentativ erfolgen.


#58

Danke für das Angebot, aber das gibt nicht das Recht mich mundtot zu machen.
Ich will lediglich über den persönlichen Bezug reden und nicht über deine persönliche Geschichte. Du hast Recht, ich als junger Mann sollte aufpassen was ich sage, das gilt allerdings auch für alle anderen. Bring mich nicht noch dazu ein Thread aufzumachen indem wir diskutieren ob man die Sichtweise jüngerer Leute weniger beachten sollte :stuck_out_tongue_winking_eye: .

Stand Gericht nicht immer in der Bibel für Umkehr, sodass man Gottes Gebote wieder ernstnehmen und nach ihnen Leben sollte? Für mich steht die Hölle für das größte Gericht, auch weil es das letzte, entscheidende ist. Wie ich bereits vor ein paar Tagen geantwortet habe, würde dieses Gericht an Bedeutung verlieren, wenn es denn wirklich nicht ewig sei. Selbst wenn man der Meinung ist, dass es “eine sehr lange Zeit dauert” ist nicht mehr das Gericht, sondern dessen Ende im Mittelpunkt. Meiner Meinung verliert die Hölle damit teilweise ihren Sinn. Jesus hat seine Liebe am Kreuz gezeigt, aber das ändert nichts an Gottes gerechten Zorn.


#59

Das Thema “Hölle” ist kein einfaches Thema, es lohnt sich aber, hier intensiver zu studieren.
Es gibt keine Endlosfolter. Es gibt ein Gericht, sicherlich, dazu gehört der zweite Tod. Was Tod bedeutet, erklärt uns die Schrift. Adam und Eva wurde gesagt, dass sie sterben müssten…nicht in die Endlosfoltergrube. Das Gegenteil von ewig Leben ist der ewige Tod. Im AT wurde nie von einer Hölle gelehrt…Warum denn nicht, die Ungläubigen kommen doch alle an einen Ort.??
Die ewige Diskussion, dass “ewig” zeitlich begrenzt sei, führt auch am Wesentlichen vorbei. Im Kontext: “Von Ewigkeit zu Ewigkeit” heißt das “unendlich”, In der Konkordanz nachzulesen.

Ich denke, wenn wir das Leben unseres Herrn sehen, wissen wir, dass wir genauer hinsehen sollen und nicht jeden Mist, als “die Wahrheit” annehmen dürfen., weil die Gemeinde ja so lehrt und weil man ja so biblisch ist…
Daran Glauben, und dann die Menschen außerhalb der Gemeinde nicht zu warnen, ist an Heuchelei nicht zu überbieten.
Oh ja, was wird der Arbeitskollege und mein Nachbar von mir denken.? Wenn ich mich auf den Weihnachtsmarkt hinstelle und von der Hölle predige, werden sie mich noch in die Klapse bringen…oh ja, wie wahr, wie wahr.

LG


#60

Zum dritten Male. Es ist ewig aber deswegen nicht unendlich lange. Zeig mir den Bezug zu unendlich lange, und das mit dem Wort Gottes.

Was willst du aber damit sagen? Dass die Bedeutung davon abhängt wie lange das Gericht dauert? Je länger umso ernster? Was du da sagst, ist gefühlte Auslegung. Ich sehe keinen Bezug zum Wort.

Gott hat das Gericht Jesus überantwortet. Der Zorn Gottes ist dann in ihm in voller Wirklung. Jetzt musst du Folgendes erklären: Wie kann er auf immer zornig sein? Wann hat er dann endlich Zeit sich den anderen zu widmen?

Du beantwortest auch keine Fragen, sondern postest immer von neuem deine Sicht. Meine Frage war, wenn das Alte nicht mehr ist, wie bleibt es dann?

Lego, das nennt man nicht diskutieren, sondern Recht behalten wollen. Dann behalte deine Auffassung, und wir werden es schon sehen.

Ich erwarte, dass du auf meine Argumente eingehst, so wie ich es auch bei dir tue, ansonsten reden wir nicht “ewig” weiter. :sunglasses: