"himmlisch" und eine nähere Betrachtung


#41

Wir wissen durch die kulturelle Bildung und dem Interesse an menschlicher Geschichte,
dass alle heidnischen Völker (zu denen auch unsere Vorfahren gehören) ihre Götter bzw. Götzen hatten/haben,
ob sie nun in Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika, Australien oder auf den Inseln wohnten/wohnen.

Aber durch den Glauben an Gottes Wort und sein Evangelium von Jesus Christus wissen wir,
dass es dass es keinen Götzen gibt in der Welt und keinen Gott als den einen.

Jes 45,5 Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, kein Gott ist außer mir. …

Jes 45,21 … Es ist sonst kein Gott außer mir, ein gerechter Gott und Heiland, und es ist keiner außer mir.

Und außerdem habe ich mir nicht irgendeine Lehre zu Eigen gemacht,
sondern unser Herr Gott beruft und erwählt sich selbst seine Jünger.

Jesus spricht:

Joh 15,16.19
15 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, auf dass, worum ihr den Vater bittet in meinem Namen, er’s euch gebe.
19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.

Von diesem “Mischi-Maschi” halte ich gar nichts.
“Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.”

Das sehe ich anders, denn Paulus sagte:

Apg 17,30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun (d.h. zu Gott umkehren).

Nur Unwissende und Irregeleitete müssen umkehren!

Und siehe hier, was Paulus noch so sagte:

Gal 1,8-9
8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist, als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht.
9 Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht.

Was wollen wir mit Ansätzen?

Du meinst Phantasien und Träume irgendwelcher fehlgeleiteter Menschen.
Nirvana ist nicht das Reich Gottes!

LG!


#42

Wenn Du den Begriff “himmlisch” erklären willst, dann solltest Du allein bei den Heiligen Schriften unseres Herrn und Gottes bleiben, denn diese Worte kommen aus dem Himmel und sind somit auch “himmlisch, geistlich”, denn sie sind von Gott eingegeben, sie sind vom Heiligen Geist inspiriert, und deshalb darfst, kannst und sollst Du sie auch nicht mit irgendwelchen heidnischen, menschlichen, satanischen “kulturellen Vorstellungen” vermischen, und nebenbei auch noch so zu tun, als ob irgendwelche von diesen heidnischen Völkern auf dem richtigen Weg gewesen wären. - Frage: Warum wohl kam Jesus Christus?

Aber das ist genau das, was Du tust! - Merkst Du das nicht (dass Du den Cocktail zusammenmischt)?

Wie gesagt: “Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig.”

Verstehst Du das nicht?

LG!


#43

Nein, das ist nicht was ich tu. Du machst, wie viele, den Fehler, davon auszugehen, dass wenn man einzig bei der Bibel bleibt, man das einzig objektive unbeeinflusste oder neutrale Textverständnis hätte, ohne sich dessen bewusst zu sein, dass man damit aber nicht biblische Lehre vertritt, sondern die Ansichten der ihrerseits von allem möglichen beeinflussten Übersetzer. Luther war Katholik und er hat unabhängig von seinen abweichenden Ansichten aus einer katholischen Prägung heraus übersetzt. Wenn ich eben gesagt habe “ohne sich dessen bewusst zu sein” ist das aber leider auch nur eine Teilwahrheit, denn manche sind sich dem schon im Hinterkopf bewusst, resignieren aber davor und meinen gerade sie wären durch den Heiligen Geist mit und in einer vorsätzlich verweigernden Haltung und Bildungsfeindlichkeit gegen sämtliche Einflusse gefeit oder fähig diese zu erkennen. Andere moderne Übersetzung integrieren die Erkenntnisse der Historisch Kritischen Theologie und einer bibelfernen Sprachwissenschaft. so wie Erkenntnisse zur hebräischen Sprache aus den Lehren der Masoreten. Beispielhaft sei hier nur erwähnt, die Reduzierung von Jesajas Jungfrau zur jungen Frau und Matthäus hätte da nur irrtümlich aus einer älteren griechischen Übersetzung abgeschrieben, ohne dass jedoch dabei erklärt würde, wieso die ältere griechische Übersetzung falsch, und das masoretische Verständnis richtig sein sollte. Viel mehr ist es aber so, dass die Masoreten aus der Jungfrau/Parthenos lediglich eine junge Frau machten, um sich von bereits existierenden christlichen Lehren des NT abzugrenzen. Wieso übersetzte Luther nicht mit junge Frau ? Nicht weil er besser Hebräisch konnte, sondern weil er hier einfach seiner katholischen Tradition folgte. Das war zwar im Ergebnis richtig, jedoch aus dem falschen Motiv heraus. Das soll kein moralisierender Vorwurf an Luther sein. Moralisierend meine ich das nur, wenn man auch heute noch nichts daraus lernrn will.

Gruß, Sven


#44

Ich werde dir deine Augen gewiss nicht herausreissen. Aber auch dir sei gesagt: Luther interessiert mich nicht! Eher würde ich darauf hinweisen:

Er hat ganz schön verwirrt mit seiner falschen Gnadenlehre und seinetwegen sind ganze Gemeinden darin irregeleitet, die an der Luthertheologie wie ein Baby an der Zitze hängen.

Er kann mich sicher nicht über irdisch und himmlich lehren, der sicher nicht. Aber jeder hat seine Lehrer, das muss er selbst entscheiden.


#45

Da stimme ich voll zu.

Auch dem stimme ich zu, nur ist er im Gegensatz zu anderen Lehrern ein wertvolle Bereicherung. Gerade er kann uns über die Unterschiede zwischen himmlisch und irdisch einen Einblick geben, als er von Jesus nicht nur berufen wurde, sondern von ihm schon einmal Zeit seines irdischen Daseins dorthin hineinversetzt wurde.

Im übrigen schätze ich ihn auch für vieles andere, aber ich bin bei dir: Es kann niemand Jesus ersetzten, auch kein Apostel kann das. Das Evangelium war schon im Umlauf, da wütete Paulus noch wie der Antichrist.

Ich halte mich aber so weit ich kann auch an dieses Wort:


#46

Schon indem Paulus seine Briefe auf Griechisch schreibt, vermischt er quasi griechische Lehre mit der aus dem Hebräisch stammenden Vorstellung vom messianischen Reich Gottes. Man kann hier nicht einfach unkritisch die griechischen Begriffe übernehmen, ohne sie reflektieren zu können. Seine Adressaten konnten das. Den Begriff “himmlisch” also Himmel als Adjektiv, den gibt es im AT überhaupt nicht. Das griechische Adjektiv kommt in der Septuaginta nur Psalm 68,15 vor :

Psalm 68,15 Wenn der Allmächtige Könige darin zerstreut, wird es schneeweiß auf dem Zalmon.

Das hebräische שדי wird da mit επουρανιον also der Himmlische übersetzt. Diskussionen zu dem Hebräischen Begriff gab es im alten Forum schon. Die Bedeutungen reichen von allmächtig, über Dämon, Feld bis Mutterbrust. Mein Rückschluss dazu, es hat was mit Abhängigkeit und Versorgung zu tun. Ist aber jetzt im Detail weniger interessant. Ich will nur darauf hinaus, dass, wenn Paulus das griechische Adjektiv himmlisch benutzt, das nicht auf den hebräischen Begriff für Himmel zurück zuführen sein muss und höchst wahrscheinlich auch gar nicht darauf zurück zuführen ist. Dann muss man sich aber damit beschäftigen, wass himmlisch im Griechischen meint. Dazu muss man sich mit der griechischen Sprache und Vorstellungswelt befassen und dabei dann natürlich die Spreu vom Weizen trennen, denn nicht sämtliche Konzepte griechische Denker führen uns dabei auf die richtige Spur. Es wäre aber geradezu dumm, davon auszugehen, dass überhaupt keine Vorstellung auch nur annähernd zutreffen sein könne, weil Gedanken aus fremden Kulturen doch der Bibel widersprechen würden.

Gruß, Sven


#47

Das sehe ich anders. Die Sprache die man verwendet ist irrelevant. In welche Gesellschaft man hineingeboren wird, dafür kann man nichts, das fügt Gott nun mal so. Und ein gerechter Gott gibt jedem seine Chance.

Der Geist und das Denken eines Menschen ist m.E. nicht das Produkt seiner Sprache und Kultur, sondern seiner Haltung. Das durfte auch Petrus lernen:

Ansonsten könnten sich nur Hebräer und Griechen bekehren, weil Gottes Worte damals nur in diesen Sprachen vorlagen. Diese Feststellung tätigte Petrus aber über einen Römer mit Muttersprache Latein.

Man denkt ab seiner Bekehrung auch anders als zuvor, und das ist unabhängig von Sprache und Kultur, weil es vom HG motiviert wird.

Gerade die Abfassung des NT auf Griechisch legt für mich dafür Zeugnis ab. Der Geist der hier wirkt kommt nicht vom irdischen Areopag sondern vom himmlischen Gott.

Dem muss ich erst nachgehen. Darin hast m.E. wieder Recht, ein tieferes Wortstudium ist nötig, um zum Kern für das Begriffsverständnis von himmlisch, wie es Gott meint, zu gelangen. Aber sieh es auch als Gabe, die nicht jeder so hat wie wir zwei.

Denn so schwer ist es in der Praxis auch nicht. Ein simples Gebet Jesu zeigt das: Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.


#48

Paulus gewährt und Einblicke, aber er ist eben dennoch nicht einfach so zu verstehen, wie Petrus schon warnte. Auch Jesus wies darauf hin, dass das Himmlische schwer zu glauben wäre für die Juden. Das hat doch nichts damit zu tun, dass es zu schön um wahr zu sein wäre, sondern es geht hier um den Aspekt der Bezeugung von Dingen, die der Erfahrungswelt “normaler” Menschen nicht entsprechen. Jeder Mensch auf der Welt sieht den gleichen Himmel und weiß, dass er existiert, aber dennoch weiß niemand wirklich genau, was dort oben vor sich geht. Das ist in etwa vergleichbar mit einer Uhr, bei der man anhand der angezeigten Uhrzeit, egal ob Analog oder Digital, glaubt, daran auf die inneren Vorgänge schließen zu können. Und dazu noch, dass man glaubt, man hätte das Wesen der Uhr damit erklärt, wenn man alle möglichen Uhrzeiten, also Zeiger bzw. Zifferkombinationen aufzählen und berechnen kann. Jesus sagt, dass Himmlische sei noch schwerer zu glauben, wenn man das Irdische schon nicht glaubt, und damit bezog er sich die zuvor erwähnte Geburt und Wiedergeburt des Menschen, die sich insofern vom Himmlischen unterscheidet, weil jeder doch bei seinen eigenen Erlebnissen hautnah als Zeuge dabei ist. Erfahrungen, die jeder durch und durch alltäglich an sich selber macht. Nikodemos bezog die Geburt des Menschen auf die anfängliche Erfahrung jedes Menschen, die keiner je bewusst und dauerhaft wahr genommen hat. Dass die Geburt des Menschen durch seine Mutter aber nicht den Prozess des menschlichen Werdens abschließt, war für ihn in dem Moment verschlossen. Da hatte er sicher nur eine Denkblockade, weil er im Rahmen seiner theologischen Ausbildung dachte und versuchte Jesu Worte entsprechend einzuordnen. Das Irdische verstanden sie deshalb nicht, weil das Alltägliche aus dem Fokus der Wahrnehmung gerät und vor allem deswegen, weil das nicht exklusiv und damit kein Mittel zur Abgrenzung ist.

Gruß, Sven


#49

Ich kann nur von meinen Erfahrungen mit der Schrift berichten.

Luther habe ich kennengelernt, erst, nachdem ich feststelle, dass meine Gedanken mit Luthers in Einklang zu bringen sind. Seine Worte, sein deutsch, sind für mich schwer zu verstehen. Ich lese lieber das Original, nicht “Luther hat dies oder das gesagt”, meistens stimmt das sowieso nicht.

Luther hat ganz übel über Juden und Frauen geschrieben. Ich bin mir sicher, dass er diese Wortwahl nicht unter dem Einfluss des Heiligen Geistes schrieb.
Sein Frauenbild, wäre durchaus ein Grund für mich, seine Gedanken abzulehnen.

Jetzt ist es aber so, dass unser Gott, Martin Luther zum Übersetzen der Bibel ausgewählt hat. Warum gerade ihn, wenn er doch so eine schlechte Natur hatte?
Was ich so über ihn gehört habe, ist, dass er wohl zeitlebens mit sich und Gott gekämpft haben soll. Nicht immer war er auf Gottes Seite.

Ich bin gewiss, dass er in der Zeit der Bibelübersetzung, ein Eiferer für den Herrn war.
Ich denke, nur unser HERR weiß, wie es in Luther aussah. Manch einer kann auf dem Sterbebett, Buße tun, andere nicht. Sie schimpfen bis zum Schluss mit Gott. Eins ist sicher, unser Gott ist ein gerechter Gott.

Luthers bevorzugte christozentrische Auslegung ist für mich absolut richtig und wichtig. Ich habe diese Erkenntnis nicht von Luther, ich habe das selbständig erkannt. Wird Christus nicht in den Mittelpunkt, von dem alles ausgeht, gestellt, ist die Verwirrung und ein falsches Schriftverständnis unausweichlich.

LG


#50

Die Sprache ist nicht irrelevant, weil es hier nicht um potenziell mögliche Sprachen geht, sondern um die, die verwendet wurden. Darüber kann sich nun mal keiner hinweg setzen.

Meine Kernaussage war auch nicht, dass Paulus etwas vermischt. Ich sprach von einer anzunehmenden Vermischung, wenn man nicht sauber unterscheidet. Wenn man Paulus Himmel, weil er griechisch schreibt, mit dem Himmel sämtlicher griechischen Vorstellungen vermischt. Von welcher griechischen Himmelsvorstellung bei einem griechischen Begriff sollen wir denn ausgehen ? Man sollte doch die Vorstellungen der Alten wenigstens ansatzweise auch kennen, um sie verwerfen und die Spreu vom Weizen trennen zu können. Es gibt keinen neutralen Begriff, es gibt nur diverse Vorstellungen von denen ja mindestens eine irgendwie zutreffen muss, sonst wäre die Sprache untauglich. Diesen Begriff, der zutreffen muss, den bezeichne ich als Kernvorstellung mit welcher der Heilige Geist kommuniziert. Diese muss aber dennoch heraus gearbeitet werden und ist nicht überzeitlich oder überkulturell einfach angeboren oder durch die Luft übertragbar. Nicht in der Verweigerung aller Bildung führt der Heilige Geist, sondern indem man daran mitwirkt. Deswegen warnt Petrus auch davor, dass die Unwissenden und Unbefestigten Paulus verdrehen. Und dass es Paulus Art war, sich auf Gedanken anderer Kulturen einzulassen, ohne sie sich zu eigen zu machen, sondern um Menschen entgegen zu kommen und sie in ihren Vorstellungen zu berühren, hat man ja auf dem Areopag gesehen.

Dass die Sprache aber irrelevant ist, ist insofern richtig, als dass wir auch im Chinesischen passende Begriffe finden müssen. Wenn der Chinese in seiner chinesisch übersetzten Bibel vom Himmel liest, darf er damit nicht sämtliche kulturelle Vorstellungen der chinesischen Philosophie in Bezug auf den Himmel verbinden. Er muss den Begriff auf eine möglichst entsprechde Kernvorstellung reduzieren, denn sonst bliebe ja nur die Möglichkeit, dass die Bibel in seiner Sprache nicht zu vermitteln wäre. Das ist, was ich Erich vorwerfe : Er sucht hier nicht nach einer möglichst passenden Entsprechung in anderen Sprachen, sondern möchte gleiche die ganze Kultur verwerfen, weil er irrigerweise annimmt, dass Begriff für sich stehend und selbst erklärend wären.

Ich wies bereits darauf hin. Weder sind, noch waren die Briefe und ihr umfassendes Verstehen nötig, um sich zu bekehren. Die Briefe waren an bereits Bekehrte und Erfahrene im Glauben gerichtet. Weder müssen wir den Begriff himmlisch verstehen um uns zu bekehren, noch verstehen wir den Begriff automatisch deswegen, weil wir uns bekehrt haben.

Nicht zwingend Latein. Die griechische Sprache war die römische Amtssprache in Palästina.

Apostelgeschichte 21,37 Und als Paulus eben in das Lager hineingebracht werden sollte, spricht er zu dem Obersten: Ist es mir erlaubt, dir etwas zu sagen? Er aber sprach: Verstehst du Griechisch?

Gruß, Sven


#51

Dass Luther die Bibel übersetzte ist wohl unbestreitbar. Dass Gott das zugelassen hat, ebenfalls. Daraus kann man schließen, dass er es wollte. Dass damit aber ein höherer Zweck der Erbauung oder Wiederherstellung der Christenheit erfolgen sollte, ist überhaupt nicht gesagt. Seit dem Protestantismus wird immer wieder bis in heutige Zeit von Erweckungen gesprochen. Die Bibel ist da aber viel pessismistischer und spricht gar nicht von Erweckungen, sondern gar vom großen Abfall und Auftreten von Irrlehren und dem Antichristen. Es wird also je später, je schlimmer, nicht besser mit der Menschenwelt und leider auch mit den Zuständen innerhalb der Gemeinde, was sich auch schon darauf beziehen kann, dass sie eher schrumpft statt wächst.

So sehr man die RKK auch kritisieren kann, so hab ich doch erhebliche Zweifel daran, dass die Reformation die Welt zu einem besseren Ort gemacht hat. Das ist aber wie gesagt, weder vorhergesagt noch beabsichtigt. Viel mehr muss sich die ganze Scheusslichkeit menschlicher Abgründe nach und nach offenbaren. Das erscheint natürlich dann nicht besonders optimistisch, wenn man die Hoffnung auf das zukünftige Reich Gottes für zu weit weg und abgehoben hält.

Gruß, Sven


#52

Die Amtssprache war klarerweise Latein, aber die gängige Umgangssprache war Griechisch. Sie hatte die Funktion wie heute Englisch. Überdies galt man nur dann als gebildet, wenn man Griechsch konnte, eine wohl rein irdische Sichtweise.

Diese arrogante Haltung findet man hin und wieder noch bei jenen vor, die das Beherrschen von Französisch für unabdingbar halten, um als gebildet zu gelten.

All das sind rein irdische Haltungen. Mit himmlisch hat das nichts zu tun. Vielleicht gibt es ja eine sog. Engelssprache, wie Paulus schreibt:

Ich hab halt noch keine Engel reden gehört. Aber Paulus sagt wiederum das:


#53

Bei allem, geht es in erster Linie, um die Beziehung des Menschen zu Jesus Christus. Unser Herr Jesus will im Herzen des Menschen wohnen. Wir lesen und sprechen mit Gott, über den Heiligen Geist und der Schrift.

Die Menschen konnten ab Luther, die Bibel selber lesen und das auch noch in deutsch. Das ist das Wichtigste! Die Schrift lebt, sie hat einen Herzschlag. Niemals hätte ich angefangen die Bibel zu lesen, wenn unser Gott mich nicht persönlich angesprochen hätte. Die Schrift ist für jeden Menschen, der die Stimme Gottes sucht. Er wird sie finden und durch sie stärken lassen.

Schriftverständnis, in Hebräisch, Griechisch und Latein, ist richtig und gut. Luther hat nicht alles richtig übersetzt, das stimmt schon. Das Wesentliche, alles was wir brauchen, wird dennoch zum Ausdruck gebracht.
Die Schrift passt wie eine Puzzle zusammen. Wenn ein Teil nicht passt, muss man halt solange suchen bis es passt, manchmal dauert es länger. So habe ich die Bibel seit 24 Jahren erlebt. Niemand braucht mir sagen, dass die Bibel gefälscht sei. ( ist in aller Munde, von Menschen, die noch nie die Bibel gelesen haben )

Die Schrift, so wie Luther sie übersetzt hat, ist nicht gleichbedeutend, der Protestantismus, der ja auch immer wieder die Seiten gewechselt hat. Ich kann auch nicht sagen, ob die ev. Kirche so geworden ist, wie Luther sie sich das damals gewünscht hatte. Ich weiß hier zu wenig.
Nach Luthers “Revolution” war nichts mehr wie vorher. Die Jesuiten gegründeten sich damals, als Gegenpol zur Reformation. Die Jesuiten sind alles andere als gut.

Auf welchem Weg die Kirche sich befindet, brauch ich niemanden mehr sagen. Ungläubige erkennen das .

LG


#54

Yep, total irdisch. Aber war sie jemals himmlisch? Schon kurze Zeit nach den ersten Aposteln war sie mehr von Streit als vom Evangelium geprägt.

Kein Wunder, dass z.B. eine RKK jedes Jahr an Mitgliedern verliert, ca 50.000 sind es bei uns. Und eigentlich ist das sogar ein himmlisches Zeichen.

Gott will so was nicht fördern.


#55

Das Problem ist, dass luziferische Denken, mit dem die Kirchen durchtränkt sind. Die Menschen waren gleich zerstritten, zuerst die Juden und Heidenchristen. Paulus hatte alle Hände voll zu tun.

Es gibt nur eine Richtung, ein Ziel, eine Wegweisung, durch unseren Herrn Jesus Christus. Verlieren wir ihn aus den Augen, kommen wir vom Weg ab. Das geschieht oft leise und sehr schnell.
Klug ist der, der das rechtzeitig merkt und wieder zurückkommt.

LG


#56

Selbstverständlich tust Du das, Du willst es nur nicht wahrhaben.

Du lenkst doch hier wieder mal nur ab, denn was hat eine Bibelübersetzung
mit Deinem selbst ausgedachten “Buddi-Mischi-Maschi-Glauben” zu tun?

Und Du glaubst wohl, dass die griechisch-orthodoxe Kirche an einen anderen Jesus glaubt,
als die römisch-katholische Kirche oder als die evangelisch-lutherische Kirche? - Vergiss es!

Und weißt Du nicht, was eine “Jungfrau” ist?
Das ist eine junge Frau, die noch mit keinem Mann geschlafen hat. - Alles klar?

LG!


#57

Dein Hass ist aber trotzdem zu sehen!

Und dem Martin Luther kannst Du mit Deinen Irrlehren ganz gewiss nicht das Wasser reichen.

Im Gegenteil: Von ihm könntest Du Dir eine Scheibe abschneiden!

Und dieser folgende Vers trifft doch auch viel eher auf Dich zu!

Und wer Deine Lehrer sind, das ist mir schon klar!

Mein Lehrer ist Jesus Christus, so wie er auch Martin Luthers Lehrer war. (Mt 23,10)

Mt 4,17 Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen und zu sagen:
Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!

Bleiben wir doch lieber beim Thema!

LG!


#58

Erich wieder ganz in seinem üblichen Fahrwasser. Wird ihm in einer Sache widersprochen hagelt es einen Donneregen an anathema. Mein Gott, es wird mir schon fad dabei zuzusehen wie dein Geist immer wieder kippt.

Das war jetzt wieder typisch irdisch, nur persönlich herabwürdigend, nutzlos und dem Thema so und so fremd.

Gott sei Dank kann das den Himmel nicht erschüttern, sondern es wird umgekehrt sein, dass die Erde davon erschüttert werden wird.


#59

Nicht mal die Juden konnten ihre Bibel selber lesen, weil sie nicht für den Hausgebraucht bestimmt war und nur in den Synagogen auslag. Die Anfertigung war unglaublich aufwendig und teuer. Das war ca. 3000 Jahre der Normalzustand. Seit 500 Jahren ist das erst anders.

Das Lesen der Lutherbibel führte noch nicht zur Bekehrung, vielleicht nur zur Konvertierung zur evangelischen Kirche. Viele haben eine Bibel zu Hause und trotzdem noch nie gelesen.

Dass es Übersetzungen gibt, hat Vorteile, aber man darf das auch nicht überbewerten oder meinen, dass dadurch eine Glaubensrevolution zum Positiven ausgelöst wurde.

Man darf auch nicht vom jetzigen Zustand der Welt ausgehen, und sich die Bibelübersetzungen daraus einfach nur weg denken, denn das daraus folgende Verständnis hat die Welt maßgeblich mit geprägt. Dass Menschen Übersetzungen brauchen liegt vor allem daran, dass es sie gibt. Sie machen abhängig und mitproduzieren Unverständigkeit. Man hätte die Leute lieber in den Sprachen ausbilden sollen, aber wenn sich jeder der Bildung widmet, wer finanziert dann den Reichtum der Mächtigen ?

Gruß, Sven


#60

Oh man, was hat mein persönlicher Glauben mit “Buddi-Mischi-Maschi” zu tun ? Nicht ich versuche hier einen Syncretismus zu predigen, der ist doch schon längst vorhanden. Dafür haben die Kirchen jahrhunderte lang gesorgt. Ich versuche das Konglomerat lediglich zu entwirren. Wie kann ich das tun, wenn ich dazu die Sachverhalte in ihrer je eigenen kulturellen Denkweise ausspare ?

Hab ich mir die Korrumpierung der Sprachen ausgedacht oder behauptet die Bibel, dass Babylon die Mutter der Huren und Greuel der Erde ist ? Du tust ja gerade so, als sei bisher alles immer schön sauber gewesen und ich hier erst Babylon in die Welt setzen wollte, wo es die Welt doch schon Jahrtausende beherrscht.

Streits darüber gab es in den Kirchen von Anfang an in sämtlichen Regionen, wo das Christentum vebreitet war. Oft mündeten sie in Gewalt und Blutbädern. Dabei ging es um Jesus aber auch um andere Detailfragen.

Hier geht es speziell um einen Begriff und nicht um den Grundsatz des Evangeliums. Selbst wenn man idealerweise mal davon ausgeht, dass die rettende Botschaft weltweit einheitlich und unverfälscht bewahrt und geglaubt wird.

Deine Vulgärexegese hilft niemandem. Diese Bedeutung korreliert mit einem weiblichen Menschen, trifft aber nicht den Kern. Die Masoreten wollten ja eben den sexuellen Aspekt aus dem Wort streichen. Man kann nicht sagen, dass sie richtig lagen und nur den sexuellen Aspekt hinzufügen muss, weil man dann ihre Absicht gänzlich aufhebt.

Gruß, Sven