"himmlisch" und eine nähere Betrachtung


#61

Natürlich haben unzählige Menschen, mit der Lutherbibel in der Hand, sich bekehrt. Das war der Sinn des Auftrages an Luther. Die Erfindung der Buchdruckerkunst half beim Verbreiten der Schriften. Viele Anhänger Luthers trugen die Lehren weiter. Unser Gott wollte das so.

Verstehe ich dich richtig, anstatt die Bibel in deutsch zu lesen, wäre es besser, richtig hebräisch und griechisch zu lernen. Nur so kann etwas aus uns werden?

LG


#62

Was für ein Auftrag ? So kann man alles auf Erden irgendwie legitimieren. Dass Gott die Bibelübersetzungen zugelassen hat, ist offensichtlich wie gesagt, aber dass sie den eigentlichen Zweck der Bekehrung hatten, wo nimmt man das her ? Menschen haben sich auch vorher schon bekehrt. Die Welt musste mit und durch Luther nicht erst zum Christentum geführt werden, sie war schon christianisiert. Das wär ja ziemlich armselig für all die Menschen davor. Nebenbei nützt eine Lutherübersetzung auch ziemlich wenig in den entlegenden Weltgegenden.

Nur so kann aus uns ein Mensch werden, der die Bibel umfassend versteht. Man muss aber nicht vollständige Einsicht haben, um etwas zu sein, weil dann wären alle Menschen ausgeschlossen. Auch Paulus wurde schon etwas mit seiner Bekehrung, lange bevor er seine Briefe schrieb deren Inhalte ihm nach und nach offenbart wurden. Und trotz aller Einsicht hielt er sich noch für weitgehend unvollkommen diesbezüglich.

Gruß, Sven


#63

Ohne Svens AW vorgreifen zu wollen ist das kein schlechter Rat, nur meinte er das sicher nicht so, deswegen nichts mehr auf Deutsch zu lesen. Diesen Kantenschlag meinte er sicher nicht.

Wenn du meinst deine Gaben reichen dafür aus, dann mach das. Mein Erfahrung: Es reichen Grundkenntnisse, Man muss kein Experte werden. Wenn nicht, dann wird es darauf sicher nicht ankommen

Ich mache mir jedenfalls die Mühe Hebräisch zu lernen, aber ich sage auch es ist Sache der Gabe. Nicht jeder hat sie. Ja, es kommen auch Chinesen und Japaner zum Glauben ganz ohne Hebräisch.

Für die Erforschung der Begriffe “Himmel” oder “himmlisch” kann es aber sehr nützlich sein, wenn man den Bezug zum Originaltext hat.

Ich sage es nochmals: Die ÜS, und ich meine jede, übersetzen tedenziell nach theologischer Vorprägung. Das z.B. hat mir Sven beigebracht und ich danke ihm und Gott dafür, so einen Kenner kennen zu dürfen um das von ihm zu lernen.

Und siehe da, wir haben deswegen immer noch nicht eine völlig identische Sichtweise was das Himmlische anbelangt. Aber man kommt einander näher, wenn wir einander in unseren Gaben dienen, und so nähern wir uns auch dem Himmel tagtäglich ein Stück mehr.

Das ist damit auch ein himmlischer Aspekt.
Ehre dem Herrn dafür.


#64

Warum beauftrage Gott, aus deiner Sicht, Luther?

LG


#65

Ich lese meistens, wenn ich etwas Neues wissen will, mehrere Übersetzungen. Wenn ich jedesmal die Vorprägungen des jeweiligen Übersetzer studieren müsste, wird das nichts.

Bei der Elberfelder und Schlachter Übersetzung weiß ich, dass sie von Menschen übersetzt wurden, die der Dispensationalisten-Lehre nahe stehen.
Dennoch stelle ich sie in Vergleich zu den anderen. Das ist ja auch das Gute, dass Veränderungen in dieser Hinsicht, sichtbar werden. Ein paar Wörter, schon hat man “Weltenzeiten”

Für mich liegt die Betonung immer auf den Kontext, das ist absolut das Wichtigste. Was nützt es, wenn man im Test ein Wort hat, den man anders übersetzen könnte, oder der sogar falsch übersetzt wurde, wenn das Verständnis vom Kontext, komplett außen vor gelassen wird.
Um Römer 11, verstehen zu können, muss man mindestens, Römer 8, 9, und 10 vorher gelesen haben. Genauso mit Kapitel 8, ohne 6 und 7 wird das nichts.

Unser Gott steht über allem, er weiß ,was und wann, ich etwas lese und studiere. Er zeigt mir seine Worte, die er mir zeigen will.

Kurz vor meiner Bekehrung habe ich so gut wie nichts vom Römerbrief verstanden. Die drei Sätze, die mir der Heilige Geist eingab, hatten es in sich, um Gott einen riesen Schritt näher zu kommen. Jesus sprach mich direkt an, sein Wort hat einen Herzschlag. Unzählige Christen berichten ebenso darüber.
In diesem Sinne, ist allein unser Herr und Gott, der Autor der heiligen Schrift.

Wir alle, haben vielerlei Vorprägungen, die unser Herr Jesus auf den richtigen Weg bringen möchte. Unsere Prägungen sollen durch Heiligen Geist verändert werden. Ja, das Bibellesen verändert uns. Nicht Luther hat mich verändert, es ist Gottes Wort und der Heilige Geist, sie verändern mich. Sie tragen meinen Glauben in unseren Herrn Jesus Christus.

@ Sven, deine Kritik gegen Luther kenne ich von Personen, die katholische Theologie studiert haben, ist das so?

LG


#66

Ja, das meinte ich nicht. Ich bin schon dafür, dass man die einem nächste Übersetzung als Grundlage und Orientierung schon ziemlich gut kennen sollte.

Die Alternative zum eigenen Erlernen der Sprachen ist, das einem Gremium von Experten zu überlassen, auf das man sich dann beruft. Es erfordert schon etwas Kraft, überhaupt an sowas wie die Inspiration durch den Heiligen Geist zu glauben, aber sie wird wenigstens von den Aposteln bestätigt und Jesus selbst beruft sich zweifellos auf die hebräischen Schriften. Damit sind sie schon legitimiert. Dass aber auch Übersetzungen und Übersetzer gleicherweise inspiriert mit Unfehlbarkeitsanspruch sind, die Kraft das zu glauben, kann und will ich nicht aufbringen. Warum ich das nicht will, hat Gründe, die mir an dieser Stelle zu weit führen würden. Für mich müssen Übersetzungen in erster Linie methodisch exakt und nachvollziehbar sein und nicht selber eine Glaubenssache.

Die Erkenntnis darüber hat auch mir viel Kopfzerbrechen und Schmerzen bereitet, aber aus meiner Empörung darüber schöpfe ich die Kraft, mich selber damit auseinander zu setzen, statt zu resignieren. Ich könnte mich jetzt auch auf den Heiligen Geist berufen, aber das wäre potenziell ambivalent. Deswegen beziehe ich das auch nur auf die genannte Kraft, nicht aber auf eine Unfehlbarkeit. Erkenntnis ist Stückwerk. Auch diese Aussage ist ambivalent, weil sie zwischen Leugnung des Wirkens des Heiligen Geistes und Überbetonung eigener Werke zu schweben scheint. Scheint deswegen, weil auch das Einschlagen falscher Pfade mitunter notwendig sein kann, um über Umwege auf den richtigen Pfad zu finden.

Was meinst du genau ? Meine Sichtweise des Himmlischen ? Es geht mir hier jedenfalls nicht um meine Hoffnung auf das Himmlische in Bezug auf das Reich Gottes, sondern nur darum, wass ein Grieche damit meinte, wenn er den griechischen Begriff himmlisch in seiner Sprache verwendete und den dann auch Paulus verwendete. Den müssen wir zunächst mal von Glaubens- und Hoffnungsinhalten befreien, denn wenn wir das nicht tun, haben wir genau die Vermischung, vor der sich Erich so sehr fürchtet, die auch ich fürchte, ich aber nicht die Augen davor verschließe, dass diese Vermischung schon lange vorliegt.

Die Apokryphen und künstlerischen Darstellungen haben die Vorstellungen mehr geprägt, als die Inhalte des AT und NT, die hier lediglich als Bezugrahmen missbraucht wurden.

Ich sehe da keinen Auftrag. Man kann seine Übersetzung als Teil des Missionsbefehls Jesu sehen, aber ich tendiere nicht zu dieser Sicht. Denn wo seine Übersetzung hin gelangte, und für die sie bestimmt war, da hatte schon ein anderer lange vor ihm den Grund gelegt.

Römer 15, Denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat zum Gehorsam der Nationen durch Wort und Werk,
19 in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes Gottes , so daß ich von Jerusalem an und ringsumher bis nach Illyrikum das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe,
20 und mich also beeifere, das Evangelium zu predigen, nicht da, wo Christus genannt worden ist, auf daß ich nicht auf eines anderen Grund baue;
21 sondern wie geschrieben steht: “Denen nicht von ihm verkündigt wurde, die sollen sehen, und die nicht gehört haben, sollen verstehen”.

Zur Evangelisierung war sie nicht nötig und zur umfassenden Belehrung in biblischen Einsichten taugt sie nicht, weil Luther trotz allem Widerstand gegen die RKK dennoch Katholik war und blieb entsprechend seiner Prägung auch die Texte verstand und übersetzte. Es geht auch überhaupt nicht darum, dass er kognitiv und inhaltlich zu anderen Schlüssen kam, als schon die Tradition der lateinischen Übersetzung es ermöglichte.

Gruß, Sven


#67

Hallo Sven!

Zuvor:
Sorry, aber Ist es Dir nicht möglich “Deutsch” zu sprechen/schreiben, oder soll man wegen Dir immer ein Fremdsprachenwörterbuch bei der Hand haben?

Bist Du es nicht, der den Buddhismus und andere heidnische Religionen mit dem Evangelium Jesu Christi vermischen (oder sogar gleichsetzen) möchte!?

Also gehörst Du auch zu Babylon und zu diesen Verführern?

Paulus schreibt: “Denn es müssen ja Spaltungen unter euch sein, auf dass die unter euch offenbar werden, die bewährt sind.” (1Kor 11,19)
Aber er schreibt auch (wie gesagt): “Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht.” (Gal 1,9)

Und Jesus sagt:

Mt 18,6-7
6 Wer aber einen dieser Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein um seinen Hals gehängt und er ersäuft würde im Meer, wo es am tiefsten ist.
7 Weh der Welt der Verführungen wegen! Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Bösen verführt!

Hier geht es, in erster Linie, um die Bibel und um das Thema “himmlisch” und eine nähere Betrachtung". Und in der Bibel steht vom Evangelium geschrieben und selbstverständlich auch viel von dem Wörtlein “himmlisch” geschrieben. - Dass es hier um Buddhismus und andere Religionen geht, das wäre mir neu.

Ich schreibe nur leicht verständliches einfaches Deutsch!

Verstehst Du nicht diese Worte?:

Mt 1,25 Und er erkannte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.

Das Wörtlein, “erkannte”, wird hier als Umschreibung des ehelichen Verkehrs gebraucht.

Vielleicht verstehst Du ja folgende Worte besser:

Mt 1,18 Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist.

LG! Erich


#68

Wer hatte lange vor ihm, den Grund gelegt?
Meinst du den katholischen Klerus?

“Zugelassen” wirkt so, na ja, eigentlich nicht, aber nun ist das halt so.
Nein, so war das nicht.
Der katholische Klerus versündigte sich am Volk, in allerlei Dingen. “Wenn der Taler in der Kasse klingt, die Seele aus dem Feuer springt” war die Devise. Das sie das Evangelium nach ihren Interessen verkündigten, ist allgemein bekannt und von Jesus vorhergesagt. Was Jesus zu solchen Raubzügen sagt, wissen wir.

Luther studiere die Bibel, erkannte, dass viele Vorgehensweise nicht christlich waren. Er sah sich berufen, Gottes Wort, dem Volk zu geben, mit der bitte, selbst zu prüfen, ob die Mächtigen mit ihrem Treiben recht hatten. So gesehen, hat er in seiner Opposition, der RKK die Stirn geboten.

Nicht nur das, dass Wichtigste war für Luther die persönliche Sprache, die Sprache Gottes zu uns, die Sprache die direkt ins Herz geht. Hätte ich diese nicht, bräuchte ich das Wort Gottes nicht. Genau das sagt auch Martin Luther. Auch hier, erst nach dieser Erfahrung, habe ich gelesen, dass Luther dasselbe sagte.

Diese Sprache kann man auch nicht studieren, man hat sie oder hat sie nicht. Wenn man sie nicht hat, kann man darum bitten, sie zu bekommen.

Für mich gibt es zwei Sprachen die von enormer Wichtigkeit sind. Die christozentrische und die luziferische.
Seit dem ich die Bibel lese, habe ich mit diesen Sprachen zu tun. Politisch, gesellschaftlich gesehen, bekommt die luziferische Sprache immer mehr Gewicht.

Gedanken und Fragen, ob diese oder jede Institution eine von Luzifer getragene Vereinigung darstellt, kommen mir öfter, Nicht nur mir, nein, sogar Ungläubige sagen, dass die Satanisten immer häufiger öffentlich ihre Agenda zur Schau tragen. Um so mehr, sollten wir auf die Stimme Jesus hören.

Gut zu wissen, dass unser Herr Jesus Christus, unser Gott, unser Erlöser, unser Stellvertreter, uns frei gekauft hat. Wir stehen unter dem Schirm des Höchsten, unter dem Schatten des Allmächtigen.

Das ist aus deiner Sicht so, dass ist aber nicht entscheidend. Entscheidend ist, dass das Volk, ab Luther, die Bibel lesen durfte. Sie konnten sich selbst ein Bild machen, von Gott, König und Klerus. Ja, Ablasshandel kennt die Bibel nicht.
Das ist so, unzählige Menschen haben sich mit der Bibel in der Hand bekehrt. Wenn du glaubst, dass das nicht stimmt, tust du mir leid.

LG


#69

Welche Frage stellst du mir ? Ob ich katholische Theologie studiert habe ? Ich sympathisiere nicht mit dem Katholizismus und studiert habe ich gar nichts, habe nicht mal Abitur. Nicht mal eine abgeschlossene Berufsausbildung. Eigentlich dürfte ich mir keine Meinung zu irgendwas erlauben und gelte weltlich als unmündig. Das habe ich aber nie verheimlicht im Forum. Jeder darf sich diesbezüglich eine Meinung über mich bilden.

Gruß, Sven


#70

Nicht wegen mir, sondern aus eigenem Interesse. Das Verwenden von Fachbegriffen kann manchmal bloße Protzerei sein, aber ihr eigentlicher Sinn ist die allgemeine Nachvollziehbarkeit durch Vereinheitlichung.

Das geht doch viel zu weit. Das Evangelium ist mir heilig. Nur Jesus aus dem Stamm Juda tat das Erlösungswerk am Kreuz in Judäa. Nirvana kennt diesen Jesus nicht, aber es kennt die Vorstellung von der Befreiung der Knechtschaft der Sünde, allen fleischlichen und gesellschaftlichen Zwängen, die letztlich die Todesfurcht und die Grundlagen menschlicher Gewaltherrschaft auflösen. Es hat nichts mit Todessehnsucht im landläufigen Sinne zu tun, aber in sofern, dass es um Tod in Bezug auf die Sünde geht. Das sind viele Gedanken, die auch dem NT entsprechen. Es ist aber nur ein Konzept. Im Gegensatz dazu holt das NT diese Vorstellungen in die historische Wirklichkeit und definiert auch sehr klar den Maßstab, Gesetzgeber und Richter über Sünde. Im Buddhismus spielt ein Schöpfergott keine Rolle. Folglich kann es dort auch keinen Sohn dieses Gottes geben, der uns seinen Willen bekannt gemacht hat. Daher unterstelle ich dem Buddhismus fehlende Überzeugungskraft, die er bestenfalls aus einem rein utilitaristischen (zweckorienterten) Denken ziehen kann, aber nichts mit Liebe zum Nächsten und anderen Mitgeschöpfen zu tun hat. Da es ja keinen Schöpfergott gibt, ist dieser auch nicht Vater oder Urheber aller Geschöpfe. So wird die Vorstellung von Mitgeschöpfen auf rein materialistische Gemeinsamkeiten reduziert, aber nicht auf ein Gewolltsein.

Irgendwas wollte ich noch zur Reinkarnation sagen, hab aber nun den Faden verloren. Auf jeden Fall teile ich das Konzept der Reinkarnation nicht, kann aber nachvollziehen, warum man, aus meiner Sicht ersatzmäßig, darauf zurückgreift.

Ich kann mich nicht davon freisprechen, in Babylon hinen geboren worden zu sein. Mit der Bekehrung hat man nicht schon den Schritt durch die Tür nach draußen gemacht.

Paulus schließt in dem, was er mit Evangelium meint, nicht eine Himmelslehre mit ein. Er verkündet überhaupt keine Himmelslehre. Was er macht : Er bezieht sich auf Vorstellungen, die bereits vorhanden und den Adressaten bekannt sind. Daraus kann man aber nicht auf eine Himmelslehre rückschließen. Deswegen bevorzuge ich eine “profane” Deutung seiner Aussagen, die ganz ohne Zauberwesen und Astralreisen auskommt.

Den griechischen Begriff für “himmlisch” gibt es aber nun mal auch außerhalb der Bibel, weil sie eine Sprache benutzt, die mit ihr nicht erst erfunden wurde.

Ich hab meine Absicht anhand des Beispiels von Paulus auf dem Areopag bereits dargelegt. Er verkündete den griechischen Gelehrten keine unbekannten Götter, sondern den ihnen bekannten so genannten Unbekannten Gott. Gleicherweise hat Mission auch in anderen Kulturen zu funktionieren. Man muss sich erst mal mit denen auseinander setzen. Die “Deckel auf, Bibel rein” Methode ist garantiert zum scheitern. Sowas fällt heute unter den Begriff Bulimielernen. Reinstopfen, auskotzen und froh sein, dann mit Lehrinhalt und Lehrer nichts mehtr zu tun zu haben.

Dem widerspreiche ich auch gar nicht. Zumindest korrelieren diese Bedeutungen hier sehr deutlich. Nur darf man daraus natürlich nicht schlussfolgern, dass Maria nach dem erkannt werden von jetzt auf gleich nicht mehr jung war, sondern alt. Das müsste man aber, denn es gibt ja auch nicht ein bisschen schwanger. Vulgärexegese folgt oft einem dichotomen Denken, das nur entweder oder, schwarz oder weiß kennt. Keine Zwischenzustände, keine Graustufen. Ähnlich dem politischen Populismus.

Gruß, Sven


#71

Wer Jesus nicht kennt, der kennt auch das Neue Testament nicht.
Das Neue Testament ist der Neue Bund, besiegelt durch Jesu Christi Blut.
Welche Gedanken sollten also dem NT entsprechen, wo Jesus der Grund ist.

1Kor 3,11 Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.

  1. Das Evangelium vom Himmelreich kommt von Gott. - Und wo wohnt Gott?
  2. Paulus predigt dieses Evangelium. - Was ist das Ziel des Glaubens und der Hoffnung?

Kol 1,5 um der Hoffnung willen, die für euch bereitliegt im Himmel.
Von ihr habt ihr schon zuvor gehört durch das Wort der Wahrheit, das Evangelium,

Phil 3,14 und jage nach dem vorgesteckten Ziel,
dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

LG!


#72

Ich meine die Bischöfe auf germanischem Boden und nicht die Zwangskonvertierung zum katholischen System. In den Kirchen wurde gepredigt und belehrt. Die Bibel, Jesus, das Evangelium, die Kirchenväter, das war alles weitgehend bekannt. Irgendwo beginnt dann auch mal die Eigenverantwortung. Das war weder damals besonders leichter oder schwerer als heute, wo wir geradezu von einem Überangebot an Heilsversprechen, Erfolgslehren, Lebensratgebern, Persönlichkeitsentwicklung, Optimierungsstrategien u.a. überschwemmt werden. Wer bisher kaum mit der Bibel in Berühung kam, wie soll der da die Spreu vom Weizen trennen ? Das braucht schon einen enormen Willen, Kraft oder einfach Verzweiflung. Bei mir war es ne Mischung aus allem. Ich denke es ist heute viel schwerer als vor der Reformation. Das verstehen aber hauptsächlich die Leute nicht, die schon in das Gemeindeleben hineingeboren sind und ihre Gemeindeintegration schon mit Bekehrung oder Glaubensleben verwechseln. Es reicht eben nicht katholisch oder evangelisch zu sein. Das kann man auch, wie du es nennst, als “luziferisch” bezeichnen, wobei ich nichts von dem Begriff halte, weil er zu ungenau ist. Ich kann mir grade auch nur ansatzweise vorstellen, was du damit meinst. Können wir uns da auf sowas wie eigensinniges materialistisches Denken einigen ? Ich verorte das hauptsächlich im sogenannten Wohlstandsevangelium, in den ökonomischen Erfolgsversprechen und im Nationalismus, die auch alle zusammen in den kirchlichen Kontext fallen können. Die beiden deutschen Unionsparteien (CDU/CSU) sind da für mich das deutlichste, aber längst nicht einzige Beispiel.

Ob ich das glaube ist egal. Ich kann da keine Einzelfälle beurteilen. Ich kann nur sagen, dass die Bibel in der Hand dazu nicht nötig ist und nie nötig war. Wie schon gesagt, auch die ersten Christen hatten keine Bibel in der Hand oder auf dem Nachttisch liegen. Wenn das Verstehen sämtlicher Bibeltexte allein durch den Heiligen Geist kommt, wozu braucht es dann überhaupt einen geschrieben Text ?

Apostelgeschichte 8, der Kämmerer aus Äthiopien gehörte zu den wenigen Privilegierten, die eine Schriftrolle des AT mit sich führten. Ob sie sein persönliches Eigentum war, geht aus dem Text nicht hervor.
Der Heilige Geist offfenbart aber nicht dem frommen und wissensdurstigen Äthiopier den Text mit einem Gedankenblitz, sondern er führte Philippus zu ihm, der ihm den Text auslegen sollte. Der Kämmerer bekannte, dass er den Text nicht ohne Hilfe verstehen kann.

Gruß, Sven


#73

Hallo Sven,

Ein Problem von vielen, war, dass das Volk die Predigt in Latein vorgelesen bekam. Meine Mutter hat das in ihrer Kindheit noch erlebt. Keiner hat was verstanden, alle gingen nur aus Gehorsam zur Messe. Wer will schon gerne in die Hölle kommen.

Bekehrung kommt immer von Gott, mit zutun des Menschen.
Die ersten Christen brauchten durchaus keine “Bibel”, so wie wir sie haben.
Die Judenchristen waren durch die Schriften des AT geprägt. Paulus nimmt in seinen Lehren oft Bezug zum AT.

Schriftkundige konnten die Zusammenhänge, die Prophetie, auf das Opfer Jesus hin, verstehen. Nun, was ist mit den Anderen, die dieses Verständnis nicht hatten. Sie wurden einfach von den Verständigen unterrichtet.

Das Herz muss natürlich nach dieser Wahrheit brennen, sonst ist die Schrift tot, sie muss im Herzen des Menschen leben. Beim Kämmerer war das Herz vorbereitet. Die Bildung und die Intelligenz spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Auch Minderbegabte können in der Schrift Jesus Stimme hören. In der Regel lesen sie die Kinderbibel.
Kinder und Minderbegabte tuen sich oft viel leichter mit dem Glauben an Jesus, als Hochgebildete, die alles mit ihrem Verstand hinterfragen.

Das Evangelium wurde über den HG und den Predigten weiter getragen.
Ihre Herzen waren erfüllt mit dem HG. Die ersten Christen brannten förmlich für Jesus. Das war das Evangelium, das heißt, “was hast du, was ich nicht habe”. Die Menschen erkennen und wollen dasselbe haben.
Wir wissen, um die tapferen Christen, die ihren Glauben nicht abschworen, als Nero sie verfolgte und umbrachte. Ich weiß nicht ab wann, die handgeschriebenen Schriften des NT verbreitet wurden. Viele Christen hatten sie, lasen sie in ihrem Versteck.

Schön wäre es, wenn wir in der Zeit der ersten Gemeinde leben könnten. Das ist nicht so und war zur Zeit Luther auch nicht so.
Der Abfall, die Sünden, die falschen Predigten über ein Evangeliums das es nicht gibt, das gab es schon immer, von Anfang an. Ebenso die Streitereien unter den Geschwistern. Das meine ich mit luziferisches Denken. Ein Denken, dass von Gott wegführt. Wir sollten wissen, was uns alles vom Weg wegführen kann.

Ja, es ist so, Satan wirkt auch, er lebt und wirkt. Er sagt den Menschen Dinge, die sie glauben und die ins Verderben führen. Hier könnten wir ganze Bücher füllen.
Gottes Wort kennt kein Ablasshandel. Gottes Wort kennt keine Selbstgeißelung, um sich selbst wegen den begangenen Sünden zu bestrafen. Gottes Wort kennt keine Hexenverbrennungen…etc.

Die Menschen haben Gottes Wort als Geschenk bekommen, auch, um Gut und Böse unterscheiden zu können…

2.Petrus 1:19
Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, daß ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da scheint in einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.

Psalm 119
…104 Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege. 105Dein Wort ist meine Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

Gottes Wort ist die Leuchte in der Dunkelheit. Erleben wir nur Dunkelheit, wissen wir nicht was Licht bedeutet. Wir leben in dieser Welt in der Dunkelheit mit allerlei unguten Geistern.
Das Licht, die Leuchte, verdrängt alles. Wir haben unseren Weg unsere Führung. Dunkelheit kann im Licht nicht existieren. Bleiben wir im Licht, kann der Böse uns nichts anhaben.

Unsere Aufgabe ist es, immer genug Öl in den Lampen zu haben. Mit unseren Lampen gehen wir direkt auf den Bräutigam zu.

Unser Gott wollte schon immer, dass seine Kinder die Schriften studierten.

Apostelgeschichte 17,11
Diese aber waren edler denn die zu Thessalonich; die nahmen das Wort auf ganz willig und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s also verhielte.

Wir wissen, dass die Mutter Jesus, Maria, schriftkundig war. Sie durfte Mutter und Lehrerin unseres Herrn Jesus Christus sein.

LG


#74

Richtig, liebe Elli!

2.Tim 3,14-17
14 Du aber bleibe bei dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist; du weißt ja, von wem du gelernt hast
15 und dass du von Kind auf die Heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus.
16 Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,
17 dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt.

Durch den Glauben an das Wort Gottes und Evangelium unseres Herrn Jesus Christus empfangen wir alle den Heiligen Geist.

Und, lieber Sven, wenn es keine Heiligen Schriften (AT und NT) gäbe, wie sollte man an sie glauben?
Und wenn man keinen Glauben hat, wie sollte man dann den Heiligen Geist empfangen?

Joh 7,39 Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; …

Joh 15,26 Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir.

Joh 16,13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.

1Kor 2,12-16
12 Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, damit wir wissen, was uns von Gott geschenkt ist.
13 Und davon reden wir auch nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen.
14 Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geist Gottes ist; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden.
15 Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt.
16 Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen«? (Jesaja 40,13) Wir aber haben Christi Sinn.

LG!


#75

Wenn du nur aufhören könntest andere immer so darzustellen als würden sie nicht glauben und dein Glaube der einzig richtige wäre.

Dann folgen seitenweise Bibelzitate, die allen bekannt sind, nur braucht man diese hier gar nicht. Du predigst hier also nur der Vetti Tant und dem Charly Onkel, die gar nicht anwesend sind.

Lass dir mal was in aller Brüderlichkeit sagen: Dich hat Gott NICHT zur Glaubenspolizei ernannt, und dieses Forum wie ich meine auch nicht.

Sven bemüht sich wie ich das “Himmlische” zu verstehen und zu ergreifen. Er tut das auf seine und ich auf meine Weise, jeder so wie ihn Gott führt, also auch du auf deine Weise.

Wenn das mal dein Herz besser verstehen würde, dann würde sich deine irdische Art der Herablassung in eine mehr himmlische Art der Fürbitte verwandeln, wenn du schon meinst einen Makel an deinem Bruder zu sehen.

Dir rufe ich mal das himmlische Wort von Lukas 6,41-42 in Erinnerung. :pray:


#76

Echo (Wiederhall) für Michael!

Lk 6,41-42
41 Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr?
42 Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen.

Und nun Michael, schau Dich mal in den Spiegel, denn diese Worte treffen doch voll auf Dich zu!

Und wenn jemand falsche Lehren - Sauerteig - bringt, so wie Du und der Sven, dann sage ich euch das.

Ich belege meine Worte jedenfalls mit Bibelstellen, denn ich baue auf das Wort Gottes, aber Du baust auf Deine eigenen selbst erfundenen Gedanken - Du hast Dir doch Deine eigene Religion zusammengebastelt - ja, Du meinst sogar klüger zu sein wie Jesus Christus und seine Apostel und Jünger und wie der Heilige Geist und somit auch wie der himmlische Vater. Deine geistlose Besserwisserei - ohne biblische Beweise - füllt doch Bände.

Und:

Damit stellst Du Dir selbst und dem Sven zwar ein schlechtes Zeugnis aus (“ungenügend” - ohne es zu bemerken), aber es entspricht wenigstens der Wahrheit, der ich gerne zustimmen kann (vielleicht bessert ihr euch ja noch)! :+1:

Ja, ab und zu gibt es schon mal den einen oder anderen Beitrag oder auch einzelne Worte von Dir, denen ich zustimmen kann, aber meistens müsste ich das folgende Wort Jesu Christi zu Dir sagen:

“Geh weg von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis; denn du meinst nicht, was göttlich, sondern was menschlich ist.” (Mt 16,23)

LG!


#77

Und ist das nun irdisch oder himmlisch? :sunglasses:


#78

Weißt Du das nicht?


#79

Ich habe dich gefragt, damit du etwas tiefer nachdenkst. Ich tue es für mich auch, aber ohne andere ständig herunterzumachen.

Nachsinnen ist eine himmlische Tätigkeit. Schlüsse daraus ziehen können bedingt sein. Manchmal sind sie leider nur irdisch, seelisch, manchmal sogar dämonisch. Das zeigt einem der HG.

Wie oft tätigst du eine Aussage in dieser oder ähnlichen Form? Fällt dir dabei etwas aus? Du meinst es m.E. überdies auch anders als Jesus damit Petrus brüskierte. Weiters: War Petrus damit ausgeschlossen aus seiner Jüngerschaft?

Und wie oft machte Jesus diese Aussage? Genau einmal in 3 Jahren zu einem einzigen Jünger, dazu zu einem seiner engsten. Du tätigst sie mehrmals täglich zu allen Jüngern oder anderen und das seit mehr als 3 Jahren.

Also ich wiederhole die Frage: Was wäre daran nun bitte himmlisch?


#80

Ich sinne täglich über Gottes Worte nach.

Und was machst Du mit mir? - Greifst Du mich nicht an und willst mich heruntermachen?

So ist es doch auch mit Dir. - Ich schließe Dich nicht aus. - Ich freue mich, wenn Deine Worte der Wahrheit entsprechen und bin betrübt wenn Du falsche Lehren bringst. - Die Wahrheit kommt von Gott und die Verführung und Lüge, na ja, das weißt Du ja selber. - Übrigens hat Jesus auch für Petrus (den Verleugner) gebetet, dass sein Glaube nicht aufhöre. (Lk 22,32.34 ) - Und ich bete auch für Dich, dass Du zum rechten Glauben findest.

Petrus war eben nicht so schlimm, wie z.B. Du, aber auch er hat sich öfters falsch verhalten.

Und schon wieder bringst Du Deine satanischen Lügen frech daher! - Ich predige das Wort und stehe auch dazu, und zwar zu jeder Zeit und ich weise auch zurecht, ich drohe und überführe und ermahne die Menschen, wie z.B. Dich, mit aller Geduld und Lehre.

Du bist doch hier “der Oberlehrer”! - Warum weißt Du denn das nicht?

Jesus kam von oben, vom Himmel, und er ist über allen,
und alle seine Worte sind göttlich und somit himmlisch!
Wir Menschen aber sind von unten, von der Erde,
also sind unsere Worte menschlich und somit irdisch!

Jes 55,8-9
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR,
9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde,
so sind auch meine Wege höher als eure Wege
und meine Gedanken als eure Gedanken.

LG!