"himmlisch" und eine nähere Betrachtung


#81

Ich will dich keinesfalls heruntermachen und dividiere dir immer wieder den Satan auf dein Haupt. Stattdessen versuche ich dir Hilfestellung zu geben, aber du nimmst nichts an. D.h. ich sollte es wohl aufgeben.

Herr, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Ich übergebe dir den Fall, ich steig da mal aus und bekenne, ich bin dazu unfähig. Aber ich weiß auch, in deinen Händen liegt alles goldrichtig!

Amen.


#82

Ich wiederhole meine Antwort:
Jesus kam von oben, vom Himmel, und er ist über allen,
und alle seine Worte sind göttlich und somit himmlisch!
Wir Menschen aber sind von unten, von der Erde,
also sind unsere Worte menschlich und somit irdisch!

Jes 55,8-9
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR,
9 sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde,
so sind auch meine Wege höher als eure Wege
und meine Gedanken als eure Gedanken.

LG!


#83

Amen.

Aber Du solltest auch mal darauf achten, was Du hier betest!

LG!


#84

Jetzt fang hier noch mal ganz oben an, dann siehst du, dass du mit dieser Vulgärexegese überhaupt nicht weiter kommst.

Wollen wir das nun detailierter auseinander nehmen, oder uns mit Phrasendrescherei begnügen ?

Gruß, Sven


#85

Es ist doch eher so, dass Du nicht weiter kommst, denn Dein Aberglaube hält Dich davon ab, Deine anderen Götter, denen Du dienst. - Ja, Deine Vielgötterei macht Dich blind für die Wahrheit. Selbst einfache Worte verstehst Du nicht.

2Mo 20,3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

LG! Erich


#86

Ich denke nicht jeder ist zu einer erfolgreich geführten Diskussion fähig, die auch die gottgewollte gegenseitige Auferbauung beinhaltet. Himmlisch ist dabei alles was uns dazu für den Himmel auszeichnet, irdisch alles was uns hier unten weiterhin festhält.

Mit Worten kommt man da m.E. gar nicht weiter, wiewohl Gottes Wort auch “nur” Wort ist, dieses aber die Geister voneinander scheidet. Für uns Menschen bleibt es weiter schwierig, aber der HG hilft uns auch dabei.

Unser Ansatz dies auch von der sprachlichen Seite zu beleuchten ist nicht nur legitim sondern auch gottgewollt, zumindest für uns beide.

Worte bekommen erst die ihnen zuständige Bedeutung in unserem Geist und damit die Wirksamkeit seiner Kraft für unser gesamtes Leben, wenn sie vom Himmel her, also von Gott abgesegnet werden.

Das betrifft auch die damit einhergehenden Taten, was unser Forschen diesbezüglich ausmacht, das aus der leidenschaftlichen Sehnsucht entspricht, diesem Himmel und damit Gott näherzukommen.

Im Hebräischen ist der Begrff “Himmel” sprachlich klar: “shamajim”, ein hebr. Pluralwort mit der Strongnummer H8064 und kommt im AT ca. 400 x vor

http://www.obohu.cz/bible/index.php?styl=ELC1&hs=H8064

Eine Adjektivform davon habe ich nicht gefunden, diese wird aber im Griechischen gebraucht. Dazu zeichne ich dich als den Kundigen unter uns.

Das erste Vorkommen von “Himmel” ist gleich der allererste Vers in 1 Mose 1.1. Ich würde nun die LXX als Referenz heranziehen, welches Wort dort verwendet wurde, und dieses dann im NT weiter erforschen.


#87

Dann mach das mal, ich hab es ja schon. Siehe oben :wink:

Gruß, Sven


#88

Sorry, das finde ich nicht mehr und elendslang zu scrollen ist mir zu mühsam.


#89

Hallo,

Ich verstehe unter himmlisch und irdisch, je nach Kontext, auch:

göttlich und menschlich, oder, fleischlich und geistlich.

Himmlisch, heißt auch übersetzt, “Himmelsbrot”, das ich mit “geistlich” auslege.

LG


#90

Hallo, wir haben einen Text, der "himmlisch und irdisch, fleischlich und geistlich, gut erklärt.

Jesus und Nikodemus

Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden.
2 Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.
3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.
4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden?
5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist.
7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden.
8 Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.
9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag das zugehen?
10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht?
11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an.
12 Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage?
13 Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn.
14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,
15 auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.
18 Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er hat nicht geglaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.
19 Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.
20 Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden.
21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.

Wir können irdisch und himmlisch, auch mit Licht und Finsternis übersetzen.

LG


#91

Hallo Elli!

Ich stimme Dir da gerne zu!

Für Andere gilt (wie Du ja z.B. zitiert hast):

  • Ich schrieb z.B.:
    *Jesus kam von oben, vom Himmel, und er ist über allen,
    und alle seine Worte sind göttlich und somit himmlisch!
    Wir Menschen aber sind von unten, von der Erde,
    also sind unsere Worte menschlich und somit irdisch!

Sven sagt dazu:

Schreibe ich es mit meinen Worten, dann ist es “Vulgärexegese”,
aber zitiere ich Gottes Worte, dann schreibt unser Michael z.B.:

Leider sieht es aber so aus, als würden sie die Schrift nicht kennen, und
dass sie auch gar nicht verstehen, was in der Bibel geschrieben steht.
Denn sie lieben leider ihre eigenen klugen Worte mehr als die Wahrheit.

Jak 3,15 Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt,
sondern sie ist irdisch, menschlich und teuflisch.

Ich zitiere gerne (viel) aus den Heiligen Schriften, weil es Gottes Worte sind,
(Wer nicht will, weil er schon alles zu wissen glaubt, braucht sie ja nicht lesen.)
aber Gottes Worte sind ganz gewiss höher als meine / alle menschlichen Worte.

Joh 8,47 Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte;
ihr hört darum nicht, weil ihr nicht von Gott seid.

1.Joh 4,5-6
5 Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt hört sie.
6 Wir sind von Gott, und wer Gott erkennt, der hört uns;
welcher nicht von Gott ist, der hört uns nicht.
Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums.

Joh 6,32
Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:
Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben,
sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel.

Joh 3,31 Der von oben her kommt, ist über allen.
Wer von der Erde ist, der ist von der Erde und redet von der Erde.
Der vom Himmel kommt, ist über allen.

Lk 10,21
Zu der Stunde freute sich Jesus im Heiligen Geist und rief:
Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
weil du dies Weisen und Klugen verborgen hast
und hast es Unmündigen offenbart.
Ja, Vater, so hat es dir wohlgefallen.

LG! Erich


#92

Erich,
höre bitte auf über andere zu schimpfen. Will kein Mensch hören, bleib sachlich und beim Thema. Das Thema hatten wir schon so oft, kannst du nicht dazulernen?

Das Brot vom Himmel ist himmlisch.
Im AT kam auch Brot vom Himmel, das Manna.

Was hat Manna mit Jesus zu tun?

Über Jesus heißt es:

Johannes 6
…50 Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, auf daß, wer davon isset, nicht sterbe. 51Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel gekommen. Wer von diesem Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, daß ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt.

Johannes 6:35
Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Johannes 6:41
Da murrten die Juden darüber, daß er sagte: Ich bin das Brot, daß vom Himmel gekommen ist,

Johannes 6:53
Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch.

Der Bezug zum Manna

Johannes 6:58
Dies ist das Brot, das vom Himmel gekommen ist; nicht, wie eure Väter haben Manna gegessen und sind gestorben: wer dies Brot isset, der wird leben in Ewigkeit.

Hier wird gut erklärt
https://www.bibelstudium.de/articles/1995/christus-das-brot-vom-himmel.html

LG


#93

Netter Versuch, aber ich sage er wird nicht aufhören, sondern es als weiteren Anlass sehen, dass er zurecht predigt. Solche muss man Gott übegeben.

Paulus kannte noch eine weit drastischere Maßnahme:

Das steht uns nicht zu, da wir nicht die erzieherische Autorität über ihn haben. Aber ich kann mir vorstellen, für mache sogar so zu beten. Doch damit übelasse ich das auch Gott.

Es scheint, als wollen mache mit aller Gewalt in den Himmel gepeitscht werden. Dazu kommt mir gerade dieser Vers in den Sinn, den wir untersuchen können, was Jesus damit wirklich meinte:


#94

Noch mal !

Gehe an den Anfang dieses Themas zurück und betrachte die Problemstellung. Die beiden zitierten Verse aus dem Epheserbrief. Diese sind nicht mit der simplen und vulgären Logik von Himmel = toll/göttlich und Erde = böse/menschlich zu verstehen. Es ist überflüssig dazu massenhaft bekannte Verse runterzurasseln, die diese banale Verständnis unterstützen, weil damit die EIngangsfrage völlig übergangen wird und das Thema als Plattform für Vulgärexegese missbraucht wird.

Man muss das Thema “himmlisch” und den gedachten Gegensatz von Himmel und Erde auch aus menschlicher Sicht sehen, weil hier Begriffe aus der Vorstellungswelt antiker Menschen aufgegriffen wurden.

Paulus redet zu erfahrenen Menschen in seinen Briefen, aber er redet über Dinge, die sie auch betreffen. Sie sind zwar besonders, aber nicht so fern vom Alltag, als dass man daraus einen totalen dichotomen Gegensatz ableiten dürfte. Der Kampf gegen die bösen himmlischen Mächte, wie auch die Verkündigung die der Weisheit Gottes zu ihnen, ist Sache der Gemeinde in ihrem Wirken hier im diesseitigen Leben.

Das hat nichts mit Astralreisen, Entmaterialisierung oder Entrückung zu tun. Ich habe einen eigentlich verständlichen Denkansatz dazu geliefert : Es geht im groben um das Wirken in den Hierarchien von Ständegesellschaften. Dazu bedarf es im Jargon heutiger Sprache sowas wie soziale Mobilität. Das ist heute schwierig und war damals noch viel schwieriger. Ein normaler Bauer konnte nicht mal eben in den Palast des Kaisers spazieren, gleich für wie wichtig er sein Anliegen auch hielt. Das indische Kastensystem war unüberwindbar. Warum das aber so war und wie das begründet wurde, dazu muss man sich mit den Gesellschaftssystemen und religiösen Vorstellungen der Kulturen auseinander setzen.

Paulus hatte den Auftrag nach Rom vor den Kaiser zu treten, aber dennoch konnte er da nicht einfach hingehen. Er wusste aber dank seiner Bildung und weil er nicht politikverdrossen war, wie er das bewerkstelligen konnte. Ein naiver Christ hätte einfach versucht in den Kaiserpalast zu gelangen, in dem Glauben, Gott würde ihn schon schützen.

Gruß, Sven


#95

Einfach zitieren, dann machen wir weiter, Du mit Deiner "Vulgärexegese ".


#96

Alles klar! - Also nur ich darf mich für dumm hinstellen, verspotten, beleidigen und beschimpfen lassen. - Ja, das muss ich eben noch lernen, dass mir das nichts mehr ausmacht. - Danke schön! :heart_eyes:

Richtig!

Mt 4,4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben (5. Mose 8,3):
»Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern
von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.«

Da fällt mir auch die vierte Bitte aus dem “Vaterunser” ein,
wie man sie im Geist und in der Wahrheit beten könnte:

UNSER TÄGLICHES BROT GIB UNS HEUTE.
O himmlischer Vater, wir bitten dich, du wollest uns dein heiliges Wort und heiliges Evangelium vom Himmelreich Gottes, also das wahre himmlische Manna, das lebendige Wasser, das gute Öl, die Milch, die Butter und den Honig, der süßer ist als Honigseim, das lebendige Brot und den Kelch mit Wein, also das Fleisch und das Blut unseres Herrn Jesus Christus, das die rechte, edle, feine, leckere, gute Speise und der kräftige, wahre, gnadenvolle und köstliche Trank für unsere Seelen ist, heute, diese Stunde, jetzt und allezeit zur Stärkung und zum Troste geben, besonders im Leiden und im Sterben; denn unser Herr Jesus Christus spricht:
“Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel gekommen ist.
Wer von diesem Brot isst, der wird leben in Ewigkeit.
Und dieses Brot ist mein Fleisch, das ich geben werde für das Leben der Welt.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben,
und ich werde ihn am Jüngsten Tage auferwecken.” (Joh 6,51. 54)
Bitte, lieber Vater, gib uns deine Gnade und mache uns zu Werkzeugen deines Friedens, und hilf uns das Geheimnis Christi weiterzusagen. Sende gute Arbeiter aus in deine Ernte und setze sie ein als Apostel, als Propheten, als Evangelisten, als Hirten und Lehrer, damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes, daß wir Jesus Christus als das himmlische Brot durch die ganze Welt hin predigen hören und ihn von Herzen erkennen mögen, damit doch die gefährlichen, ketzerischen, irreführenden und überhaupt alle menschlichen Lehren aufhören und so allein dein Wort, das wahrhaftig unser lebendiges Brot ist, ausgeteilt werde.
Lieber Vater, bitte hilf, dass wir den Armen und Elenden dein Evangelium verkündigen, dass wir es den Durstigen zu trinken und den Hungrigen zu essen geben, dass wir die Nackten in deine Gerechtigkeit kleiden, dass wir die Kranken besuchen, sie mit dem guten Öl salben und wieder gesund machen, dass wir die Gefangenen besuchen und von Sünde und Schuld befreien, dass wir die Fremdlinge lieben und bei uns leben lassen, damit sie keine Fremdlinge mehr sind, dass wir die Waisen und Witwen besuchen und sie in deine heilige, christliche Familie aufnehmen, damit sie wieder Vater und Mutter, Brüder und Schwestern, Söhne und Töchter haben, und nicht mehr einsam sein müssen.
Lieber Jesus, du Arzt über alle Ärzte, bitte hilf uns, und öffne die Augen der Blinden, damit sie auf dich sehen und dich erkennen, öffne die Ohren der Tauben, damit sie auf dich hören und auch tun was du ihnen sagst, öffne den Mund der Stummen, dass sie von dir reden und dich loben und preisen, lass die Lahmen wieder gehen, damit sie dein Evangelium in die Welt hinaustragen, mache die Aussätzigen rein von ihren Sünden und die Verkrüppelten völlig gesund, damit sie den wahren Glauben an unsern Herrn und Gott, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist, haben mögen, und erwecke die geistig Toten, damit sie wieder zum Leben kommen, und liebster Herr Jesus Christus gib uns auch deine göttliche Kraft und Macht, dass wir die bösen Geister austreiben können in deinem Namen, denn du bist der Weg und die Wahrheit und die Auferstehung und das ewige Leben.
Und bitte, lieber Jesus, geh durch deinen guten Geist auch zu den entschlafenen Toten, den Geistern im Gefängnis, die einst ungehorsam waren, und auch zu denen, die nie etwas von dir hören durften oder konnten, und anderen, irreführenden, falschen Glaubensrichtungen und Religionen angehören mussten; predige ihnen dein Evangelium und gib auch ihnen noch die Gelegenheit und die gute Aussicht, dass sie an dich glauben und das ewige Leben haben dürfen, - denn du willst doch, dass allen Menschen geholfen werde. (1. Petr 3,19 / Ps 139,8 usw.)
Nichts ist dir unmöglich! Du bist das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende und der Lebendige. Du warst tot und bist lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und nur du hast die Schlüssel des Todes und der Hölle!
Lieber Vater, bitte gib, dass wir Jesus Christus erkennen und offenbare uns deinen Sohn und ziehe uns zu ihm, dass wir ihn aufnehmen, erfassen und verstehen, dass er für uns die Weisheit und die Gerechtigkeit, die Heiligkeit und die Erlösung ist, und dass wir durch ihn, dich erkennen und durch ihn, zu dir kommen dürfen.
Durch deine Worte und durch die Sakramente der Taufe und des Abendmahles, lasse es uns hören, fühlen, riechen, schmecken und sehen, ja, mit allen Sinnen, wie freundlich du, unser Herr und Gott, bist, dass in unseren Herzen starke Wurzeln schlagen und wir gute Früchte tragen können.
Mache uns dadurch stark und voller Glauben, dass wir nichts mehr fürchten in dieser Welt, weder unsre Sünde und unser Gewissen, noch Teufel und Tod; und das verleihe, lieber Gott, uns allen, besonders den Bischöfen, Priestern und Pfarrern, den Diakonen und allen heiligen und christlichen Mitarbeitern, die dein ewiges Wort in Gang und Schwang halten sollen und müssen.
Gib dass unser Herr Jesus Christus in uns erscheine und in unserm inwendigen Menschen wohne und wachse durch deinen Heiligen Geist.
Bitte, guter Vater, hilf uns, dass wir allen Menschen auf Erden, in himmlischen und in irdischen Dingen helfen können, und auch unsern Feinden gerne wohltun.
Und darum, gib uns bitte auch, was Not tut für Leib und Leben, wie einen guten Beruf, Essen und Trinken, Kleider und Schuhe, Haus und Hof, Acker und Vieh, Geld und Gut; fromme Eheleute und fromme Kinder, fromme Männer und Frauen in hoher oder niedriger Stellung, gute weltliche Regierungen und besonders gute geistliche Regierungen; gutes Wetter, sauberes Wasser, saubere Luft und eine saubere Erde; körperliche und seelische und geistige Gesundheit; Friede, Zucht und Ehre; auch gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen mehr.
Aber bitte, laß uns nicht vergessen, dass wir uns Schätze im Himmel sammeln, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo unser Schatz ist, da werden gewiss auch unsere Herzen sein. Und deshalb lasse uns zuerst nach deinem Reich und deiner Gerechtigkeit trachten, denn du hast zu uns gesagt, so wird uns das alles zufallen, und darum gib, dass wir uns um Morgen keine Sorgen machen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen; denn du weißt ja, lieber himmlischer Vater, was wir bedürfen, bevor wir dich bitten. Amen.

(Mt 4,4 / Röm 7,19 / Joh 16,33 / Ps 106, 13 / Jes 50, 4 / Mt 11, 28 / Ps 119, 28 / 130, 5 / 2.Tim 2,1 / Ps 104, 15 / Röm 1,16 / Hebr 12 / Mt 6, 25 / Joh 6, 51. 58 / Weish 16, 20 / Hebr 13, 10 / Offb 1,8.17.18 / 22, 13)
Das Wort Gottes hat in der Heiligen Schrift viele Namen um seiner unzähligen Eigenschaften und Wirkungen willen, denn es ist allumfassend und allmächtig. Wir beten in diesem Gebet um Christus, das himmlische, geistliche Brot der Seele. Wir dürfen zwar auch um das irdische Brot bitten, aber Gott will seine Kinder lehren mehr für die Speise der Seele zu sorgen, ja verbietet ihnen sogar (Matthäus 6,25), um das zu sorgen, was sie leiblich essen oder trinken.
Hebr 4, 12 / Ps 119, 105 / Jak 5, 7 / Hos 14, 6 / Ps 119, 72 / Sir 38,1-4 / Jes 61, 10 / Hes 16, 14 / Mt 22, 2 ff / Jes 25, 6 /Joh 6, 51 / Joh 6, 44. 45 / 6, 65 / 1. Kor 11, 23 - 25 / Jes 55, 10 f / 1. Kor 1, 30 / Joh 6, 32 / Mt 9, 38 / Eph 3,16 f / Mt 6,34 / 1 Mose 3,19 / Mt 5,45 / 1.Tim 4,4-5 / 2.Thess 3,10-14 / Spr 30, 8.9 / 1.Tim 6, 6 -11 u.ä.)

LG! Erich


#97

So stark wie du den Angriff auf dich persönlich empfindest, ist es nicht. Oft ist es einfach nur eine andere Ansicht, mehr nicht. Auch dann, wenn es so ist, wie du das empfindest, darfst du mit deiner Verletzung auf Jesus schauen. Das macht vieles leichter und erträglicher.

Was hat unser Herr für uns alles ertragen? Hast du seine Wundmale an seinen Händen gesehen? Sein zerstochenes Fleisch?
Was sagte Jesus zu seinen Peinigern:

Lukas 23, 34
34Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen sie wissen nicht, was sie tun!

Es geht um viel mehr, als ( nur) um Meinungsverschiedenheiten. Jemand der eine andere Meinung hat, ist nicht unser Feind. Hier wird niemand verfolgt.
Jesus sagt:

Matthaeus 5:44
Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen,

Unser Herr Jesus wünschte niemanden die Hölle

Apostelgeschichte 7:60
Er kniete aber nieder und schrie laut: HERR, behalte ihnen diese Sünde nicht! Und als er das gesagt, entschlief er.

Ja, und “gib uns unser täglich Brot” heißt übersetzt, gibt uns täglich das Himmlische, gib uns täglich das Werk unseres Herrn und Heiland Jesus Christus. Es geht nicht nur um das Verständnis unserer Erlösung, nein, das Brot ist zum Essen. Jesus will in uns sein, wir sollen sein Fleisch essen und sein Blut trinken.

Oft Fragen sich Menschen, warum Jesus nicht im Vater Unser erwähnt wird, sie verstehen nicht was unter “täglich Brot” gemeint ist.
Das “Brot des Himmels” ist unser Erlöser, unser Fürsprecher, unser König und Hohepriester. Jesus wohnt in seinem Tempel. Wohnt der Geist Gottes in uns, haben wir das himmlische Brot.

LG


#98

Danke, liebe Elli, für Deine Worte und das “himmlische tägliche Brot”.

LG! Erich


#99

Nun kommt es doch auch auf die Übersetzung an, denn hier steht geschrieben:

Eph 6,12 Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, mit den Herren der Welt, die über diese Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.

Ich glaube nicht, dass Gott und seine Engel (seine dienstbaren Geister) im selben Himmel wohnen, wie der Teufel und seine bösen Geister (seine gefallenen Engel). - Wurde der Teufel und seine Engel nicht auf die Erde geworfen? Sah Jesus nicht den Teufel/Satan vom Himmel fallen?
Trotzdem aber kann Gott und seine Engel in einem Menschen wohnen und ihn leiten und regieren oder eben der Teufel und seine Dämonen.

Es hatte nichts mit seiner Bildung usw. zu tun, denn sie erachtete er ja wie Dreck, sondern Gott hat ihn seinen Weg geführt und geleitet!

LG! Erich


#100

Diese Übersetzung der Luther 2017 dürfte eher davon geleitet sein, den unbequemen Widerspruch zu verbergen.

Ein wörtliches “unter dem Himmel” haben wir in Apostelgeschichte 2,5 und 4,12. Dies ist aber zu verstehen als “auf der gesamten Erdoberfläche”. Die beiden Stellen im Epheserbrief benutzen nich das Substantiv Himmel Ouranos, sondern das Adjektiv ep-ouranios das lediglich durch einen Artikel substantiviert wurde. Das Präfix ep- kommt von der Präposition epi und bedeutet allgemein drauf, dazu. Mit dem Dativ, wie in diesem Fall, heißt es auf, unter oder an (dem Himmel). Die genannten Geistigen sind wieder auch kein Substantiv Geister, sondern ebenfalls ein substantiviertes Adjektiv. Diese subtile Besonderheit ist kein Zufall, die man durch die Übersetzung zum verschwinden bringen darf. Es besteht hier eine feste Verbindung zwischen den Geistigen (Personen) und den Himmlischen (Örtern). Die haben aber wiederum nichts zu tun mit dem Himmel über dem Luftraum oder mit dem himmlischen Reich Gottes. Das Neue Jerusalem ist ja auch nicht auf dem Mond.

Natürlich haben der Teufel und seine Engel keinen Anteil am Reich Gottes. Sie herrschen in ihrem eigenen Reich. Jeder Herrscher, der sich Gott gleich macht, wohnt in seinem eigenen eingebildeten Himmelsreich, aus dem er andere nach belieben einschließen oder ausschließen will. Ihr Himmel ist in so fern real, als dass ihr Denken und Handeln ihre Realität schafft und ihre Herrschaft darauf aufbauen, in der sie sich bewegen, und in der sie anderen den Zutritt gewähren oder verwehren.

Dazu erklärt das sogenannte Thomas-Theorem : “Wenn die Menschen Situationen als wirklich definieren, sind sie in ihren Konsequenzen wirklich.”

Die selbsterfüllende Prophezeiung ist eine Form davon.

Glaube erschafft Realität. Das wusste schon Jesus.

Sie stehen an der Spitze einer Gesellschaftsordnung deren Gründer oder Bewahrer sie sind. Der Fürst der Welt ist nicht nur der Oberste Anführer der Welt, sondern vor allem auch ihr Gründervater. Welt Kosmos meint die Gesellchaftsordnung und der Fürst Archon ist nicht einfach der Boss, sondern der am Anfang steht, also ihr Urheber ist.

Er achtete für Dreck, was ihm früher mal als Gewinn schien. Ohne seine römische Staatsbürgerschaft wäre er nicht so einfach vor den Kaiser gekommen. Der Kaiser hat zwar Gruppen von Juden empfangen, aber diese mussten sich in Interessengruppen zusammen schließen und als Vertretung für ihre Gemeinde sprechen. Da Paulus aber von der hiesigen Gemeinde als Feind gesehen wurde, hätten sie ihn wohl kaum als Sprecher akzeptiert. Dann hätte es auch keinen Anlass gegeben, den Paulus zur Berufung auf den Kaiser hätte nutzen können. Es war alles perfekt von Gott inszeniert, ohne faule Tricks, Gewalt oder Gesetzesübertretungen.

Gruß, Sven