"himmlisch" und eine nähere Betrachtung


#121

Der Galaterbrief beschreibt, so wie der Jakobusbrief auch, dass wir uns heiligen lassen müssen. Wir können nicht einfach weiter sündigen. Das wäre auch ein Zeichen dafür, dass wir die Rechtfertigung nicht erlebt haben.
Viele meinen, wir wären so oder so gerettet, also könnte ihnen nichts mehr passieren, wenn sie sündigen.

Nein, ist jemand freigesprochen will er nicht sündigen und wenn doch, dann aus Schwachhei. David brauchte lange, bis er wegen seiner Sünde “Ehebruch” Buße tat.
Er konnte schließlich doch, weil er ein “Herz Gottes” hatte.

In unserer Auferstehung bekommen wir einen neuen Körper. Wir werden nicht mehr mit Sünde und Leid in Kontakt kommen. Dort wo wir hingehen können solche irdische Gedanken nicht mehr existieren, so wie bei Adam und Eva vor dem Sündenfall.

Im Allerheiligsten, in der Stiftshütte, durfte keine Sünde sein. Wenn doch, wäre der Hohepriester tot umgefallen. Aus diesem Grund hatte er Glocken und ein Seil am Fuß, damit sie ihn gegebenenfalls wieder herausziehen konnten.
Vielleicht können wir uns neutral daran erinnern, ich weiß es nicht.

Gericht sprechen, heißt nicht, so wie wir das verstehen, mit Staatsanwalt und Richter. Gericht heißt auch, eine “Überprüfung” , ein nachlesen. Ich verstehe das so, dass Gott uns zeigt, wer im Lebensbuch steht und wer nicht.
Haben wir die Gerechtigkeit Jesus, sind wir sündlos. Dann braucht unser Gott keine Sünden mehr vorlesen.
Sie existieren nicht mehr. Gott sagt, sie sind im tiefen Meer, aus den Augen aus dem Sinn.

Mit unserem Tod sind die Würfel gefallen. Eine Extrawurst gibt es danach nicht mehr, auch wenn viele das gerne hätten. Mit der Wiederkunft Jesus, werden Böcke und Schafe, Weizen und Spreu voneinander getrennt.
Unser Gott holt die Ernte ein. Der Weizen in die Tenne, die Spreu ins Feuer.

LG


#122

Elli, Danke für das Gespräch, ich sagte ich theologisiere das nicht. Wie du es hältst sei deine Sache. Der Tag, an dem vor Jesus alles offenbar wird, wird es zeigen.


#123

Die an der ersten Auferstehung Teilhabenden brauchen diese Gerichtsverhandlungen nicht mehr zu fürchten. Sie sind bereits unsterblich - seit tausend Jahren schon.

Viele haben unverschuldet nie etwas von Christus gehört. Diese werden nach ihrem Verhalten während ihres Lebens beurteilt.
Dann gibt es auch noch viele, die bereits im Kindesalter verstorben sind. Auch geistig Behinderte sind anders zu beurteilen.

Um all diese in das unvergängliche Reich aufzunehmen, ist eine neue Erde notwendig, die weit größer ist als die jetzige winzige. Die Größe Jerusalems, das auf die neue Erde kommt, gibt eine ungefähre Vorstellung über die Größe der neuen Erde.

Wenn Du den Schöpfungsbericht akzeptierst, dürfte es Dir nicht schwerfallen zu glauben, dass die Neuschöpfung von Kosmos und Erde ähnlich schnell verlaufen werden. Von naturalistischen Vorstellungen muss man sich natürlich befreien.


#124

Das sagte ich schon, dass sie nicht der Verdammnis des Feuersees preisgegeben werden. Dennoch wird das Wort Jesu damit nicht hinfällig, dass Unvergebung nicht unter den Tisch gekehrt wird.

Hier werden sich viele in ihren “Christen”-Arsch beißen. aber eben nicht für immer, sondern bis sie sich endlich mit dem Bruder geeinigt hatten, den sie Zeit ihres irdischen Lebens nicht vergeben konnten, wollten, hatten, einerlei.

Durchaus möglich, dass genau dies diese ersten 1.000 Jahre in Anspruch nimmt, weshalb es dazu auch eine Regierung und Rechtsprechung geben muss.

Es wird sich damit m.E. diese Weissagung erfüllen:

Und wenn wir es untereinander gelernt haben, dann können wir auch auch am Gericht der 2. Auferstehung mitwirken, wie uns halt der Herr einteilt.


#125

Um der riesigen Menge der Menschen Recht zu sprechen, bedarf es einer großen Zahl an Richtern. Wie Jesus zeigte (Matthäus 11,20-24;Lukas 10,13-15) haben alle Menschen Anspruch auf rechtliches Gehör.


#126

Die an der ersten Auferstehung Teilhabenden werden nicht nur zusammen mit Jesus Regierungsgeschäfte übernehmen, sondern auch die Rechtsprechung (Offenbarung 20,4).

Übrigens werden selbst auf der neuen, weit größeren Erde Abgaben erhoben (Offenbarung 21,24-26).


#127

Das habe ich nachträglich ergänzt. Hier stimmen wir mal überein. :+1:


#128

Hallo Sven!

Deiner Meinung nach!

Hast Du nie gelesen, dass es die Himmel, also mehrere Himmel, gibt?
Der Himmel, wo Gott wohnt, das ist m.E. der Himmel über alle Himmel.
Und selbst dieser Himmel kann ihn nicht fassen, denn der Himmel ist ja der Thron Gottes.

1Kön 8,27 Denn sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen – wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?

Jes 66,1 So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte?

Und wer ist denn nun der Mächtige, der in der Luft herrscht, nämlich der Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. (Eph 2,2) - Ist die Luft nicht auch eine unsichtbare Welt, eine himmlische Region, eine Himmelswelt, ein himmlischer Bereich oder eben ein Himmel, ja ein Himmel unter dem Himmel Gottes?

Es gibt Wolken am Himmel, Wolken im Himmel und Wolken unter dem Himmel.
Wenn es sich um aber Jesus Christus handelt, und dass er mit den “Wolken des Himmels” kommt, dann ist das m.E. geistlich gemeint (also nicht die natürlichen Regenwolken am/im/unter dem sichtbaren Himmel) und genau so ist es m.E. auch mit der “Wolke von Zeugen”.

Die Vögel fliegen am Himmel und im Himmel und unter dem Himmel.

Und gibt es nicht auch geistliche himmlische Vögel?

LG! Erich


#129

Natürlich weiß ich über die Mehrzahl der Himmel bescheid. Ich rede doch selber die ganze Zeit davon. Nur bringt das die Geister noch nicht vom Himmel auf die Erde. Durch die Mehrzahl der Himmel wird der Unterschied zwischen Himmel und Erde weder philosophisch noch dialektisch nivelliert.

Willst du so Himmel und Erde gleich setzen ? Weil Luft unsichtbar ist, soll sie ein Himmel sein ? Ich glaube zur Definition von Himmel gehört schon ein wenig mehr. Der Himmel ist der Thron Gottes, wie du ja richtig zitierst. Aber jetzt denk das mal anders rum. Wo Throne und Herrschaften sind, da sind auch Himmel. Aber sowohl diese Himmel als auch die Throne und Herrschaften sind nur Einbildungen, die aber wiederum die gesellschaftliche Wirklichkeit konstituieren. Es sind Interpretationen der WIrklichkeit. In Wahrheit gibt es nämlich keine Hierarchien unter Menschen. Es gibt nur Beziehungsnetzwerke. Eine Hierarchie ist nur ein interpretierter Algorithmus von Beziehungen. Sie existieren nicht und existieren doch, so wie Götzen nicht sind und doch sind (1. Korinther 8,4-5) So wie der König über seine Untertanen herrscht, so herrschen die Untertanen in Bezug auf das Kräfteverhältnis auch über den König. Sie sind interpendent. Das mag jetzt vielleicht hochphilosophisch klingen, aber diese eigentlich recht simple Erkenntnis steckt schon in der Grundlage der hebräischen Sprache, in den Wörtern König (מלך), Engel/Bote (מלאך), Werk/Arbeit (מלאכת) die die gleiche grammatische Wurzel haben. Und wenn das nicht reicht, sogar Jesus wusste das und er hat es den Jüngern anhand der Fußwaschung deutlich gemacht und indem er sagte, “wer unter euch der Größte sein will, sei euer Diener”.

Hegel, der die Interpendenz von Herrschaft und Knechtschaft bereits erkannt hat, bezieht sich nicht auf die eben genannten Zusammenhänge, obwohl er ansonsten recht gern biblische Theologie mit ins Spiel bringt.

Wo willst du jetzt die Grenze zwischen geistlich gemeint und wörtlich gemeint ziehen ? Sind die Reden über Geister nicht immer geistlich zu verstehen, oder gibt es einen Unterschied zwischen wörtlichen und geistlichen Geistern ? Ein wörtlicher Geist im Sinne von Wind oder Atem, bewegte Luftmoleküle, wäre ja tatsächlich als physisches Phänomen erklärbar. Aber hört er damit auf Geist zu sein ? In der Sprache der Bibel wohl nicht. Hinzu kommt, dass das Geistliche in der Sprache der Bibel eher das Vorbild für das Physische ist, so wie ja irdische Stiftshütte und steinerner Tempel anhand eines himmlischen Vorbildes angefertigt wurden. Die ganze Schöpfung wird wahrscheinlich ein Gleichnis sein.

Die mag es wohl geben, wenn die Offenbarung von verhassten Vögeln in Babylon spricht. Die meintest du aber zuvor nicht, oder ?

Gruß, Sven


#130

Na, dann schau mal, wo der Teufel und seine Dämonen sein Unwesen treiben.

Offb 12,9 Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt. Er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen.

Offb 12,12 Darum freut euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Weh aber der Erde und dem Meer! Denn der Teufel kam zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat.

1Thess 4,17 Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken, dem Herrn entgegen in die Luft. Und so werden wir beim Herrn sein allezeit.

Im Himmel gibt es Throne und Herrschaften
und auf Erden gibt es Throne und Herrschaften.

Kol1,16-17
16 Denn in ihm (Jesus Christus) ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.
17 Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.

Es gibt irdische natürlich Dinge und himmlische geistliche Dinge.

Zum Beispiel:
Solange wir hier auf dieser Erde wohnen, solange haben wir einen sichtbaren, irdischen, natürlichen, niedrigen, schwachen, sterblichen, verweslichen, Leib.
Und wenn wir eines Tages bei Jesus sein werden, dann werden wir einen unsichtbaren himmlischen, geistlichen, herrlichen, kräftigen, unsterblichen, unverweslichen, Leib haben.

Zuerst meinte ich die irdischen natürlichen Vögel.
Und dann die himmlischen geistlichen Vögel.

  • Das beste Beispiel ist ja wohl der Heilige Geist:

Lk 3,22 und der Heilige Geist fuhr hernieder auf ihn in leiblicher Gestalt wie eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.

Pred 10,20 Fluche dem König auch nicht in Gedanken und fluche dem Reichen nicht in deiner Schlafkammer; denn die Vögel des Himmels tragen die Stimme fort, und die Fittiche haben, sagen’s weiter.

Offb 4,7 Und das erste Wesen war gleich einem Löwen, und das zweite Wesen war gleich einem Stier, und das dritte Wesen hatte ein Antlitz wie ein Mensch, und das vierte Wesen war gleich einem fliegenden Adler.

Offb 8,13 Und ich sah, und ich hörte, wie ein Adler mitten durch den Himmel flog und sagte mit großer Stimme: Weh, weh, weh denen, die auf Erden wohnen wegen der anderen Posaunenstöße der drei Engel, die noch blasen sollen!

Lk 17,37 Und sie antworteten und sprachen zu ihm: Herr, wo? Er aber sprach zu ihnen: Wo das Aas ist, da sammeln sich auch die Geier.

LG! Erich