Kirche reicht Petition für Templimit ein


#1

Das sei das erste mal, dass eine Landeskirche eine Petition eingereicht hat.
Passend zum Thema “Religion ist Inn. HILFE?!” stellt sich mir die Frage, ob das eine PR-Aktion war, um Klima-bewusste Menschen zu erreichen?

Aber was haltet ihr davon, dass sich die Kirche in solche (fast banalen) politischen Geschäfte einbringt?

MfG


#2

Die “Kirche” ist politisch korrekt. Nach dem Ding kommt bestimmt noch eine andere Aktion. Vielleicht sollten wir hier uns über die Klima-Lobby, mit ihren Milliardengewinne unterhalten und die Gelder die großzügigerweise in die Kirche fließen.

LG


#3

Ja, bravo, so kann man natürlich von den eigentlich wichtigen Themen der Kirchen ablenken. Sie sollten sich mal darum kümmern und ihre Energie dort investieren.


#4

Hi stereotyp,
ich würde mir wünschen, dass die Kirche Alternativen für die verschiedensten Lebensbereiche anbieten würde und diese dann einfach für ihre Mitglieder und alle anderen Freiwilligen kommuniniziert und vorlebt. Es gibt eine so große Sehnsucht nach einem anderen Weg, doch scheinbar ist es nicht so einfach dies umzusetzen.

Tempolimits sind da zweitrangig für mich.

Gottes Segen! :slight_smile:


#5

Hallo zusammen,

Und wirft damit ihre eigentlichen Werte (inkl. Glauben) über Bord. Als hinge das Schicksal der Erde vom Klima ab. Es sieht so aus, als würden sie Politik und (Klima)Wissenschaft mehr vertrauen schenken.

Ja, das denke ich auch. Es ist kein Wunder, dass die Versammlungen immer kleiner (und älter) werden. Die Kirche scheint völlig orientierungslos, wenn sie sich jetzt schon mit sowas zu profilieren sucht.

Dabei halte ich ein Tempolimit gar nicht für die schlechteste Idee, wobei das auf deutschen Autobahnen deutlich höher liegen sollte.

Schlimm finde ich, dass sich die Kirche (mehr oder weniger) für ein gesetzliches Verbot stark macht. Was hat das mit dem Gemeindeleben zu tun? Was hat das mit dem Wort Gottes zu tun? Es gäbe so viele Debatten, die viel eher ein Wort der Kirche verdienten… aber nein, sie macht sich lieber für Gaia stark. o.0

MfG


#6

Nichts. Wäre so als würde der ÖAMTC oder ADAC eine Petition einbringen für das limitierte Besuchen von Gottesdiensten.


#7

Ich finde das sehr gut, wenn sich Kirchen an der Politik beteiligen. Weshalb sollte ausgerechnet die gesetzgebende Kraft den Ungläubigen überlassen werden?

Das vorliegende Beispiel ist natürlich sehr schlecht und zeigt nur, was wir sowieso schon wissen: die evangelische Landeskirchen sind von “linken Spinnern” unterwandert.

Hauptschuld daran sind die evangelischen Theologen. Die hätten das nicht zulassen dürfen. Aber ihnen ist seit Jahrzehnten nichts eingefallen als sich linkem Zeitgeist anzubiedern.

Der konkret vorliegende Fall zeigt eine negative Entwicklung zwar, aber trotzdem ist generell eine politische Stimme aus kirchlichen Reihen zu begrüßen.


#8

Warum keine Petition,
gegen Altersarmut, bessere Versorgung der Pflegebedürftigen, gegen Missbrauch der Kinder, gegen Menschenhandel, gegen Kriege, Hungersnöten, Organhandel, für Erhalt der christlichen Kirchen, gegen Verfall von christlichen Werte, gegen weltweite Verfolgung von Christen, für Unterstützung von Open Doors…
Ist mir gerade in zwei Minuten eingefallen.

Wie wäre es mit einer Petition gegen “Sodom und Gomorra” in den Kirchen.

Auch das, sie hängen sich Kreuze um den Hals, um sie dann symbolisch vor dem Besuch von Synagogen und Moschen wieder abzunehmen, alles natürlich mit dem Argument der Nächstenliebe.

LG


#9

Ich wäre da grundsältzlich deiner Auffassung, aber Elli gibt hier die richtige Antwort:

Will man sich von solchen Heuchlern vertreten lassen? Mir sind so manche aufrechte, wenn auch weltliche Politiker beim Arsch lieber als etliche solche Heuchler beim Gesicht.

Die Begründung liefert Jesus: Die Huren und Zöllner gehen eher ins Himmelreich ein als diese religiösen Heuchler.

Wäre es nicht schon so allgemein, dass der Abfall in der Kirche weit fortgeschritten ist, würde ich es gerne wie Caramillus halten. Und diejeingen, die wirklich Chrsitus dienen haben heute andere Sorgen.

Ich bin kein Vertreter des Laizismus, aber Jesus trennt die Welt von seinem Reich auf eine andere, eben auf seine Weise.


#10

Hmm… ich finde “beteiligen”, so wie in “Anteil haben”, sehr unglücklich formuliert. Wenn überhaupt, sollte die Gemeinde das Volk ermahnen und an den Willen Gottes erinnern.

Weil sie sich mit diesen Gesetzen selbst ihr Urteil zuziehen. Sie achte nicht auf Gottes Gebote und sind in ständiger Rebellion. Daran sollten wir besser keinen Anteil haben.

MfG


#11

Nein, natürlich nicht. Mich würden ja nur die Vertreter der Kirche, in der ich Mitglied bin vertreten.

Das weißt du doch nicht.


#12

Das ist nur deine Interpretation. Ich meinte das mehr im Sinne von “mitmachen”, also einen Einfluß auf die Gestaltung der Gesetzeslage ausüben.

Finde ich nicht.

Und wenn wir nichts machen, dann haben wir daran Anteil.


#13

Ich spreche natürlich nicht für alle, aber ich kenne in Wien genügend Pastoren, deren Schwerpunkt ihrer Tatigkeit mit Sicherheit nicht in Tagespolitik besteht.


#14

Keine Interpretation. “Mitmachen” und “beteiligen” beschreiben eindeutig eine Art Komplizenschaft. Vielleicht könnte man allerdings einräumen, dass sich die Beteiligung tatsächlich auf einen durchaus positiven Einfluss (ohne Rückwirkung auf die Gemeinde) beschränkt.
Das scheint aber für die Kirche aus dem Beispiel, nicht gegeben zu sein, und selbst für diejenigen, die das aus “reinem Herzen” machen besteht die Gefahr der Korrumpierung.

Das ist Unsinn. Wo liegt mein Anteil daran, dass Kindern Homosexualität als gesunde Sexualpraktik verkauft wird? Wo liegt mein Anteil daran, dass die Ersparnisse von Beitragszahlern an Nicht-Beitragszahler gehen?

Selbst wenn man in unserem demokratischen System die Kandidaten direkt wählen könnte, selbst wenn diese Kandidaten keinem Fraktionszwang unterlägen, selbst wenn es keine korrupten Machenschaften im Parlament gäbe, würde durch “christliche Gesetzgebung” niemand gerechtfertigt. Gesetze rechtfertigen niemanden! Genausowenig wie Demokratie an sich.

MfG


#15

Es geht auch nicht um Rechtfertigung sondern um Mitgestaltung, biblisch mitherrschen. Dazu würde ich eine Beteiligung von Christen in der Politik nicht ausschließen, ja sogar wünschen.

Es ist der säkulare Staat, der die Kirchen ausgeschlossen hat, es gibt keine Anordnung Jesu, das zu trennen, wie es z.B. die ZJ lehren. Die Trennung muss geistlicher Art sein, nicht politischer. Es gab und gibt christliche Politik, denn Politik ist eben Herrschen. Sie ist heute verkommen, das ist Fakt, aber es gibt sie.

Wegen dieser Verkommenheit bringen mich keine 10 Pferde in ein Parlament. Früher hätte ich das noch angestrebt, heute habe ich kein Interesse genau bei meiner ersten Rede im Plenum hochkantig rausgeschmissen zu werden.

Da predige ich lieber noch auf Straßen. :grinning:


#16

Wenn es (letztenendes) nicht um die Rechtfertigung geht, worum dann? Wozu mitgestalten? Mit welchem Ziel? Und “Biblisch mitherrschen”? Sollen wir der Obrigkeit nicht untertan sein?

Und es ist Satan gewesen, der Jesus dazu einladen wollte, zu herrschen.

MfG


#17

Sollen wir. Aber was, wenn du diese Obrigkeit bist? Problem? Was spricht dagegen? In den Gemeinden gibt es dieselben Herrschaftsstrukturen. Soll ein Ältester sagen, oh nein, das ist nicht Jesu Wille? Ist er sehr wohl.

Es ist das Problem, dass der säkulare Staat immer mehr abfällt, wie es ja für die Enzeit vorausgesagt wurde. Dann natürlich nimmt die Gesetzlosigkeit immer mehr überhand.

Ich hätte z.B. ein ernsthaftes Problem, wenn ich für den Staat an einem Bezirksgericht Richter für Scheidungsangelegenheiten wäre. Es ginge einfach nicht mit meinem Gewissen. Also müsste ich mich entweder versetzen lassen und Erbschaftsregelungen richten oder ich müsste meinen Austritt erklären.

Ich habe übrigens meinen Austritt 2010 aus einer damaligen christlichen Partei eklärt, weil sie das Ziel aus den Augen verloren hat, was bei Jesus Priorität hat. Ich habe aber ebenso in meiner ersten Gemeinde einen Austritt erklärt, oder sagen wir so, erklärt bekommen.

Ich sage daher so, solange du dein Tun mit deinem Gewissen rechtfertigen kannst, nutze die Chance, die sich bietet, Kann denn diese Chance nicht der Ruf Gottes sein? Ich zumindest schließe das nicht aus.

Aber für das Tempolimit würde ich meine Energie dann nicht verschwenden. :grinning:


#18

Naja… man findet sich ja nicht zufällig in der Obrigkeit wieder. Die Geschichte sollte uns eigentlich gelehrt haben, wozu das führt.

Es ist nicht der säkulare Staat der abfällt! Wovon denn? Es ist immer die Gemeinde, die vom (wahren) Glauben abzufallen droht. Du beschreibst ja selbst, wie schwierig es ist, in diesen beiden Welten zu leben.

Genau das ist es. Was meinst du, treibt die evangelische Kirche dazu, das Klima retten zu müssen? Im besten Fall ist es mangelndes Gottvertrauen. Im schlimmsten Fall Götzendienst. Ihre Verstrickung mit der weltlichen Macht, erlaubt es ihr nicht, sich für den Willen Gottes (Buße und Umkehr, und damit meine ich nicht unseren CO2-Austoß) einzusetzen.

MfG


#19

Im 4. Jh erhielt die europaweite Gemeinde Jesu die Chance politisch zu herrschen. Und damit begann der große Abfall. Weiterreden denke ich muss ich nicht.

Aber immerhin war bei uns z.B die ÖVP im 20. Jh. noch sehr von christlchen Mitgliedern getragen. Das ist alles out. Mittlerweile werden die letzten Werte verworfen.

Man kann über Trump sich den Mund wetzen und lästern, aber er ist Christ, soweit ich weiß. Die Frage ist, ob er diese Chance nutzt. Wirklich beurteilen kann ich das aber nicht. Nur dass er damit die Chance hat.

Das unterscheib ich! :raising_hand_man:


#20

Ja, ich finde es sehr gut ! - Wo kann ich unterschreiben ?

Ja, langsam wird es Zeit, dass sich die Kirche für Gottes Schöpfung, die Erde, einsetzt.

Aus Offb 11,18:

Hoffnung für Alle:
… Aber die unsere Erde ins Verderben gestürzt haben, wirst du vernichten.

Züricher Bibel:
… und zu vernichten, die die Erde zerstören.

Gute Nachricht Bibel:
… Nun ist die Zeit der Bestrafung gekommen für alle, die die Erde zugrunde richten: Jetzt werden sie selbst zugrunde gerichtet.

Neues Leben. Die Bibel:
… Und du wirst alle vernichten, die Vernichtung über die Erde gebracht haben.

Es ist zwar nur “Ein Tropfen auf den heißen Stein”, was die Kirche tut, aber “Steter Tropfen höhlt den Stein”.

Gott gebe dazu gutes Gelingen. Amen.