Leid...oder wie wichtig ist unser Fleisch....?!


#1

Hi Miteinander, :slight_smile:

und ganz speziell an dich @zippo

Lieber Thomas,

schon so lange lese ich deine Zeilen und es tut mir so unendlich leid, was
du die letzten Jahre durchgemacht hast.

Deine PrĂĽfungen waren imo sehr hart und du empfindest mglw sehr viel Ungerechtigkeit.

Nun, heute ist der Tag, an dem ich mal etwas länger schreibe und über das Leid bzw.
Fleisch zu reden…dazu erzähle ich dieses Mal von mir:

Es geschah alles im Jahre 2010/11…dort bin ich durch tiefes Leid gegangen und habe
meine Wiedergeburt erlebt!

Danach kam es dann richtig hart; und um es etwas abzukĂĽrzen:
Ich wusste damals nicht, ob ich diese Tage lebend ĂĽberstehe und das mein ich genauso.
Nicht durch Krankheit…nicht durch Schmerzen …nein- nur dadurch dass sich mir ein Krimi auftat
an dem ich die Leidtragende war…nun gut, es war - wenn ich zurückblicke - das beste was mir
je geschehen konnte.

Damals hatte ich mein Leben in SEINE Hand gegeben und einen möglichen Tod in Betracht
gezogen. Sobald ich die Tür öffnete rechnete ich damit, nicht wieder zurückzukehren.
Ich möchte jetzt nicht weiter dramatisieren, es sollte nur die Situation beschreiben.

In dem Moment, als ich IHM mein Leben gab, hatte ich KOMPLETT losgelassen.
Ich wusste:
meine Kinder und Familie wären dann allein

und nichts war mir wichtiger als nur Jesus zu folgen…bis heute in der gleichen Intensität.

Da erkannte ich, dass das “Fleisch” völlig unnütz ist…ich gab mein Leben IHM und
ich fühlte mich total geborgen…auch wenn ich “gleich” den letzten Atemzug machen würde;
Seitdem ist mir nichts wichtiger als täglich mein Leben herzugeben…denn ER hat die
Macht darĂĽber.

Soll heiĂźen:
Wenn man einmal alles losgelassen hat: die größten Ängst, das große Sorgen!
Wenn dies alles gleichgültig wird…genau dann lebst du. jetzt und hier in IHM.
Nichts ist größer, besser, noch zu toppen.

Nichts kann dir mehr anhaben…vertrau auf IHN.
Er gibt den Odem und nimmt ihn.

Noch deutlicher wird es in der Bibel, wie unwichtig das Fleisch ist…wenn man
z.b. die Gemeinde Korah betrachtet…schwupp di wupp - waren sie weg,

4,Mose 16,32

und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie samt ihren Familien und alle Menschen, die Korah anhingen, und all [ihre] Habe.

und es gibt soo viele Stellen, wo ganze Dörfer ausgerottet werden…

Immer in Hinsicht auf das Fleisch…auf unser Fleisch…unser Lager für Sünden.

Wenn man also das Fleisch als gegeben ansieht und es absolut unwichtig betrachtet…
dann kann es jeden Tag getötet werden!

Wie bei Stephanus…er wurde gesteinigt - und weißt du was:
ich glaube auch im Tod lässt er SEINE Kinder die Schmerzen ertragen oder der Geist wird
sofort entfernt. Es bleibt dann nur noch das tote Etwas zurück…

Nur ausnahmslos deshalb lebe ich so in IHM…so glücklich, so gelassen und absolut vertrauend,.

Nun hat nicht jeder solch ein Geschenk in eine realen Situation ( wie oben geschildert)
dem Tode ins Auge zu blicken…zeigt es mir jedoch, wie absolut unwichtig unser Fleisch ist.

Preidger 12,8
Salomo trifft es immer so haargenau:

O Nichtigkeit der Nichtigkeiten!, spricht der Prediger; alles ist nichtig!

Was möchte ich also sagen?
Ich wĂĽnsche mir von Herzen,
dass es dir besser geht,
das Wissen darum, dass alles, was geschieht immer zu unserem Besten ist,
dass Menschen von der Erde gehen und wir das einfach akzeptieren;

Wir leben nicht für das Jetzt…wir leben für IHN und das ist die Ewigkeit,

Diesen Vorgeschmack können wir leise im Fleisch erahnen…und doch gilt es:
Jedem Gegenüber dankbar zu sein - wenn er uns auch schaden möchte!
Denn nichts geschieht ohne IHN
Nichts.

Seine Werkezuge sind am Wirken…sowohl in die Eine wie auch in die andere Richtung.

Lieber Thomas,
ich wĂĽnsche und bete, dass ein ganz groĂźer Brocken von deinen
Gedanken und dem Herzen flieht…hier gilt es nur zu vertrauen!!
Dazu musst du es nicht zwingend fühlen…sondern einfach tun.

Was hast du zu verlieren?

Ich grĂĽĂźe dich ganz herzlich und bete fĂĽr deinen innere Freiheit in Jesus und
absolute Ruhe sowie einen gezielt klaren Blick.

Psalm 25,20
Bewahre meine Seele und rette mich! Lass mich nicht zuschanden werden, denn ich vertraue auf dich!

Eine Schwester mit ihren Erfahrungen im HERRN
dankbar und mit einem groĂźen dicken fetten Wunsch fĂĽr dich und Gebet
:pray:


#2

Susan, es wundert mich ein wenig, daĂź du so schreibst, denn ich habe von meinem Unheil, daĂź ich da erlebe in letzter Zeit sehr wenig geschrieben.
Aber du hast vielleicht viel gebetet und weiĂźt, daĂź es stimmt. Da ist wirklich ein sehr groĂźes Unheil ĂĽber mich hereingebrochen.

Man könnte es auch als Ungerechtigkeit betrachten, was ich da erlebe. Denn es gibt eine ganze Reihe von Christen, die leben eigentlich nicht schlecht mit ihrem Glauben. Und es gibt auch recht böse Leute in der Gemeinde, denen Gott aus meiner Sicht heraus zu viel Aufmerksamkeit gewidmet hat.

Jetzt erzählst du von deinem Glaubensleben und wie es angefangen hat. Du kannst Gott sicher dankbar sein, daß er dir aus der Krise herausgeholfen hat. Da hat sich ja. mal wieder die Telefonnummer Gottes bewährt:

Ps 50,15 und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.«

Bei mir sah es nicht so tragisch aus, als ich zum Glauben kam. Ich hatte mein sĂĽndiges Leben einfach unter den Teppich gekehrt und konnte so damit leben.
Aber eine Reihe von Ereignissen haben mich dann bewegt und ich habe mich darauf eingelassen. Ein Arbeitskollege schenkte mir ein Traktat, er lud mich zu Veranstaltungen ein. Ich habe mich interessiert gezeigt und so nach und nach kam ich auch dazu , ehrliche BuĂźe zu tun ĂĽber alles, was da so unter meinem Teppich verschwunden ist.
Ich habe eine Gemeinde gefunden und habe mich auch ganz wohl gefühlt. Ich habe mich viel mit der Bibel beschäftigt und Menschen begleitet. Das war nicht immer leicht aber Gott hat seinen Segen gegeben. So hätte es weitergehen können.

Aber leider kam es dann eben anders. Durch unglückliche Umstände habe ich dann meine Arbeit verloren. Dann habe ich mich zuhause noch mehr mit theologischen Fragen beschäftigt und habe mich an christlichen Hilfsprojekten beteiligt.
Dann kamen auf einmal böse Kräfte in mein Leben. Die haben mein christliches Leben lahm gelegt und es wurde mühsam. Satan nimmt Notiz von dir und macht Front gegen dich. Und du ahnst nicht, was man da so alles erleben kann. Grausam, sage ich dir.

Da habe ich mir Gedanken gemacht, wie das sein kann und Gott nahm es zum Anlass mir eine kleine Kirchengeschichte in die Hand zu drĂĽcken.
Nur , um mir zu zeigen, daß es anderen gläubigen Menschen nicht besser ergangen ist.
Ein solcher Angriff böser Mächte ist über viele , auch sehr gute Christen hereingebrochen.
Paulus hat davor gewarnt und die Gemeinde Ephesus mit der WaffenrĂĽstung Gottes bekannt gemacht.

Eph 6,10 Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11 Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels.

Er hat auch gesagt, daß wir durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen müßen.

Apg 14,22 stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu bleiben, und sagten: Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen.

Man muĂź sich ja nur mal durchlesen, was ein Paulus so alles erlebt hat 2 Kor 11,16 - 2 Kor 12,7 , um zu erkennen, daĂź das Glaubensleben auch fĂĽr ihn kein Spaziergang war.

Und wenn du dir dann mal eine Kirchengeschichte ansiehst, dann weiĂźt du ebenfalls , was auf die Christenheit da so alles eingewirkt hat. Meistens auf die Guten und auf diejenigen, die etwas mehr von der Wahrheit wuĂźten. Gerade auf die hat sich der Satan draufgestĂĽrzt und hat sie umgebracht.

Da kannst du lesen, daĂź es mit Loslassen und Wiedergeburt nicht getan ist. Da machst du vielleicht den ersten Schritt, aber du bist noch nicht am Ziel.

Da muĂź ich dir leider widersprechen.

Dein Fleisch ist nicht ganz unnütz. Denn deine Familie braucht dich ja z. Bsp. und in der Welt können durch das Fleisch so manche gute Werke getan werden.

Nur , wenn es um das ewige Leben geht, ist das Fleisch nichts nĂĽtze. Denn wie wollte der Mensch ewiges Leben erhalten ? Lk 12,16-21

Joh 6,63 Der Geist ist’s, der da lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben.

Das Wort Gottes zeigt dir da den Weg und das Werk Jesu legt ein Fundament, daĂź dir , insofern du die Worte Gottes beherzigst, das ewige Leben bringt.

Aber auch da ist das Fleisch nicht ganz unnĂĽtz. Was hat der Herr dem reichen JĂĽngling gesagt, der ewiges Leben haben wollte ?

Mt 19,16 Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe? 17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur der Eine. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. 18 Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: »Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; 19 ehre Vater und Mutter« (2. Mose 20,12-16); und: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3. Mose 19,18). 20 Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch? 21 Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach!

Und was sagt Paulus im Römerbrief ?

Röm 2,7 ewiges Leben denen, die in aller Geduld mit guten Werken trachten nach Herrlichkeit, Ehre und unvergänglichem Leben;

So ganz unnĂĽtz ist unser Fleisch nicht, sondern auch wichtig auf dem Weg ins ewige Leben.

Ich würde ganz gerne so allerhand loslassen, aber deswegen geht es mir nicht besser. Gott weiss von meinen Sorgen und er hilft mir auch, aber ich muß mich trotzdem herumquälen und mich ganz besonders seiner Führung anvertrauen, sonst geht es schief.

Mir darf auch nicht gleichgültig sein , sondern muß besonders achtsam sein . Satan ist ein listiger Geselle und die Hilfe, die er dir anbietet, ist vielleicht die nächste Katastrophe in deinem Leben.

Es mag bei dir so gewesen sein und in dem Moment , wo dir alles egal war , hat Gott eingegriffen.
Aber dann sollen wir schon achtsam sein. Dazu haben wir ja auch die Bibel , um die Gefahren zu erkennen, die so auf uns lauern.

Und ich denke, wir dĂĽrfen auch mal unseren Unmut zum Ausdruck bringen.
Wir sind ja immer noch Menschen und die haben eine Seele und wenn die jahrelang gemartert werden, dann dürfen wir ja mal unzufrieden sein. Leider wird durch das Gejammere noch mehr dämonisches Volk angelockt. Aber nach meiner Erfahrung geht manchmal nicht anders. Du bringst deinen Unmut zum Ausdruck . Es ist, als ob sich da so ein Ventil öffnet und der seelische Überdruck entweicht.

In IHM gelebt haben ĂĽbrigens viele gute Christen, aber das hat sie leider nicht immer in Geborgenheit gelassen sondern manchmal haben sie einen sehr tragischen Tod erlitten. Erst dann waren sie geborgen.

Liebe GrĂĽsse Thomas


#3

Guten Morgen Thomas, :slight_smile:

danke erstmal fĂĽr deine Antwort.

…daß ich da erlebe in letzter Zeit sehr wenig geschrieben.

Naja, es ist nicht niemals die Menge an Zeilen als deren Inhalt.

aber du bist noch nicht am Ziel.

Das Ziel ist erst am Ende…der Anfang in SEINE Ewigkeit.
Deshalb schreibe ich sehr oft vom “Wachsen” in IHM.

Ich möchte auch nicht wirklich deine Worte kommentieren, denn ich weiß
ja, wie es dir in deinem Glauben geht. Ich danke dir einfach fĂĽr deine Antwort.

Ich bin im Gebet bei dir und wĂĽnsche dir die vollkommene Geborgenheit
in IHM. :pray:

Gesegnete GrĂĽĂźe und ein dickes Danke
susan