Parallelen: Daniel in der Löwengrube war zu Ostern


#1

Gruß in die Forenrunde.
Auf der jüdischen Seite chabad fand ich den Hinweis, dass die Geschichte von Daniel in der Löwengrube zu zeitlich Pessach verortet wird. Genauer am 15. Nissan, also Karfreitag.

https://de.chabad.org/calendar/view/day.asp?tdate=4/9/2020
Daniel in der Höhle des Löwen (372 BCE)

Daniel wurde in die Höhle eines hungrigen Löwen vom persischen Darius dem Ersten geworfen, weil er einen königlichen Erlass missachtet hatte. Dieser Erlass sah vor, dass niemand zu G-tt beten durfte. Wie ein Wunder wurde Daniel nicht von dem Löwen berührt und konnte unbeschadet aus der Höhle fliehen (Daniel 6:5-29).

Ich habe mir darauf hin mal die Geschichte durchgelesen und fand doch einige Parallelen zu Jesu Grablegung.

Daniel 6
15 Als der König das hörte, wurde er sehr betrübt, und er sann darüber nach, wie er Daniel retten könnte, und gab sich bis zum Sonnenuntergang Mühe, ihn zu befreien. 16 Da bestürmten jene Männer den König und sprachen: Bedenke, o König, dass nach dem Gesetz der Meder und Perser kein Verbot und keine Verordnung, die der König aufgestellt hat, abgeändert werden darf! 17 Da befahl der König, dass man Daniel herbringe und in die Löwengrube werfe. Der König begann und sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du ohne Unterlass dienst, der rette dich! 18 Und man brachte einen Stein und legte ihn auf die Öffnung der Grube, und der König versah ihn mit seinem Siegel und mit dem Siegel seiner Gewaltigen, damit in der Sache Daniels nichts geändert werde. 19 Dann zog sich der König in seinen Palast zurück, und er verbrachte die Nacht fastend und ließ keine Frauen zu sich führen, und der Schlaf floh von ihm. 20 Beim Anbruch der Morgenröte aber stand der König auf und begab sich rasch zur Löwengrube.

Wie bei Daniel wurde die Öffnung von Jesu Grab mit einem versiegelten Stein verschlossen.

Matthäus 27
66 Da gingen sie hin, versiegelten den Stein und bewachten das Grab mit der Wache.

Und auch die Morgenröte, sowie das rasche Aufsuchen sind ähnlich.

Seht ihr ggf. noch andere Parallelen?

Bin gespannt auf Eure Ideen.

Gottes Segen! :slight_smile:


#2

Als weiterer Punkt wäre zu nennen, dass Daniels Unschuld dadurch bestätigt wurde, dass er “lebendig” aus der Höhle kam.

Daniel 6
22 Da sprach Daniel zu dem König: O König, mögest du ewig leben! 23 Mein Gott hat seinen Engel gesandt und den Rachen der Löwen verschlossen, dass sie mir kein Leid zufügten, weil vor ihm meine Unschuld offenbar war und ich auch dir gegenüber, o König, nichts Böses verübt habe! 24 Da wurde der König sehr froh und befahl, Daniel aus der Grube heraufzuziehen. Als man aber Daniel aus der Grube heraufgebracht hatte, fand sich keine Verletzung an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut.

Was natürlich bei Christus auch der Fall war.

Seht ihr noch weitere Parallelen?

Gottes Segen! :slight_smile:


#3

Hallo Lütt,

ich habe dazu nur Gedanken, die mir gerade kommen.

In der Schrift haben wir öfter geschlossene Räume, in denen Unnatürliches geschah.

Jona im Wal - drei Tage im Bauch - ein Bezug zu Jesus , der drei Tage im Grab war. Jesus Leib fing nicht an zu verwesen.

Daniels Freunde im Feuerofen
David in der Löwengrube.

Die Israeliten bestrichen ihre Türpfosten mit Blut, sie sperrten ihre Häuser auch zu.

Jesus ging in einen geschlossenen Raum zu den Jüngern

Johannes 20, 26
Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch!

Dazu fällt mir ein, dass Josef, unschuldig die eine Grube geworfen wurde. Daniel war unschuldig, seine Freunde im Feuerofen auch.

Die Arche Noah, beschütze die Menschen vor den Wassermassen. Sie wurde vorher geschlossen.

Jesus starb unschuldig, er ruhte im Grab, ohne Schuld. Zu keinem Zeitpunkt wurde er schuldig gesprochen, um uns so zu sühnen.

LG


#4

Hallo,
Satan und seine Dämonen werden schuldig eingesperrt.

2 Und er griff den Drachen, die alte Schlange, welche ist der Teufel und Satan, und band ihn tausend Jahre 3 und warf ihn in den Abgrund und verschloß ihn und versiegelte obendarauf, daß er nicht mehr verführen sollte die Heiden,
2. Pet 2,4
Denn wenn Gott Engel, die gesündigt hatten, nicht verschonte, sondern, sie in den tiefsten Abgrund hinabstürzend, Ketten der Finsternis überlieferte, um aufbewahrt zu werden für das Gericht

LG


#5

Es dürfte den hier Mitwirkenden bekannt sein, dass die Karfreitags- bzw. die Ostertradition von gewissen Gemeinschaften als unbiblisch gewertet wird. Die in 3. Mose 23 beschrieben Festtage stellen Marksteine in dem von Gott verfolgten Plan dar. Wie schon an anderer Stelle geschrieben, wurde das “Lamm Gottes” an einem Passah “geschlachtet”, genau fünfzig Tage danach kam es zur Ausgießung des heiligen Geistes.

Man kann mit Fug und Recht davon ausgehen, dass die übrigen zwei Tages-Feste klar definierte Ereignisse symbolisieren. Die Bedeutung der “Tage der ungesäuerten Brot” und wie die des “Laubhüttenfestes” dürfte bekannt sein.

Der jüdische Kalender stimmt übrigens nicht völlig mit dem biblischen überein. Der Abend des biblischen Passah begann diese Jahr am 7. April nach Sonnenuntergang.


#6

War Vollmond oder Neumond?


#7

Das war dreizehn Tage nach Neumond. Vermutlich sagt Dir das nichts.


#8

In der Nacht vom 7. auf den 8. April 2020 war Vollmond (sogar ein ganz besonderer, denn er kam der Erde auf 356.910 Kilometer nahe und ist demnach ein sogen. “Supermond” gewesen, weil er besonders groß wirkte). - Der erste Monat im Jahr ist, laut Bibel, der Monat Nisan. (2.Mose 12,2; Esther 3,7) - Am 14. Nisan ist also der erste Vollmond im Jahr und natürlich wurde da, gegen Abend, das Lamm geschlachtet. (2.Mose 12,6) - Der Monat beginnt bei den Israeliten mit dem Erscheinen der Mondsichel, also einen Tag nach Neumond. Wenn wir diesen Tag als den ersten des Monats Nisan annehmen, dann kommt man leicht auf den 14. des Monats, wenn man einfach 13 Tage weiterzählt.

4.Mose 28,16 Aber am vierzehnten Tag des ersten Monats ist das Passa für den HERRN.

Dieser Tag findet aber niemals vor dem 21.März (Tag und Nachtgleiche) statt.


#9

Hallo Elli,
da hast du völlig recht.

Als weiterer Punkt ist mir noch eingefallen, dass Daniel in der Löwengrube eine Vorwegnahme der Auferstehung sein könnte, denn er kam ja lebendig aus der Todesgrube heraus, obwohl seine Feinde später noch nicht einmal bis auf den Boden der Grube gelangten, und schon dahin waren.


#10

Hallo lütt,
Ich sehe die Verbindung, in "unschuldig "
Nachdem Daniel lebendig aus der Grube kam, wurde ihm bezeugt, dass er unschuldig sei.
Unserer Herr Jesus konnte auferstehen, weil er ohne Sünde war. Er musste nicht wegen seiner Schuld sterben. Jesus starb für uns, das stellvertretende Lamm. Mit seiner Auferstehung wird unter anderem, seine Sündlosigkeit bezeugt.

Ich denke, dass die Jünger das verstanden, spätestens ab Pfingsten.

LG


#11

Genau.

Gottes Segen! :slight_smile: