Regierungsnahe Medien


#1

Dieser Satz stand in einem Link, den @stereotyp im “Chemnitz” Thread gepostet hatte.


Ich weiß welche Medien er mit “regierungsnahen Medien” meint, aber bringe das gar nicht mit seiner Aussage: “alle lieben die Kanzlerin” zusammen. Gibt es überhaupt Medien, die Merkel nicht kritisieren? (Wie wohl jede Regierung zu Recht kritisiert wird)

Letztendlich ist “das sind alles regierungsnahe Medien” doch nichts anderes als “das sind alles Nazis”, oder? Wie seht ihr das?


#2

Ja, da ist durchaus etwas dran.

Wobei “Nazi” einfach falsch ist. Für einen Bruchteil des “Packs” mag Neo-Nazi vielleicht angebracht zu sein, wohingegen “regierungsnah” in allen Facetten zutrifft.

MfG


#3

Die öffentlichen Medien haben ein vielfältiges Spektrum von Ansichten und stellen mindestens immer zwei Seiten dar. Die kritische und die befürwortende. Das trifft sogar auf die FAZ zu.

Gruß, Sven


#4

Es gibt 3 steinreiche und mächtige Familien, denen der größte Teil der deutschen Medien gehört. Familie Springer, Fam. Mohn mit Bertelsmann. Und diese Familien / Machthaber stehen bei uns in D. an der Basis der “Meinungsbildung”. Dazu gehören Bertelsmann etliche Privatsender - ca 2 Dutzend reichweitenstarke Sender & und die völlig unbekannte Bertelsmann Stiftung, aufgrund deren Studien und Untersuchungen von der Regierung Gesetze ausgestaltet werden. Und die Burdas gehören auch dazu, welche u.a. die “Huffington Post” kontrollieren. Von diesen und den zugehörigen Unternehmen ist mir zumindest bisher keines aufgefallen, welches sich sonderlich Regierungsfern bzw. gegen die Regierung gehalten hätte.


#5

Kommt immer drauf an wie man Regierung definiert. Gefühlt wird bei dieser Ansicht “alles außer AFD” als Regierung betrachtet. Und das halte ich für überzogen. Klar gibt es auch Fragen, wo “alle einig erscheinen” aber das sehe ich nicht überwiegend.


#6

Der andere Teil gehört dann wohl dem Sozialdemokratischen Pressekonzern Deutschlands. Interessant ist auch, wie viele Journalisten zum Council of foreign Relations gehören (lässt sich ebenfalls leicht “googlen”).

Naja… selbst bei solchen Fragen (bzw. Antworten), wo sich nicht alle einig “erscheinen”, wird das Problem nicht in seiner ganzen Spannweite betrachtet.
Es heißt z.B., diese neuerlichen Populisten wären eine Gefahr für die Demokratie. Das schärfste was die Presse dem als Anti-These entgegensetzt ist, dass diese Bewertung überzogen sei.
Dass aber unsere höchsten Regierungsämter die Meinungsbildung behindern, und offen für die Ächtung eines ganzen politischen Spektrums aufrufen, ist nicht lediglich “halb so wild”, sondern die tatsächliche Gefahr für die Demokratie.

Oder nehmen wir eher “technische” Fragen, wie den Klimawandel, Abgasskandal oder Energiewende. Ich habe noch nie in der deutschen Presselandschaft eine nachvollziehbare Kritik am Klimawandel gehört oder gelesen. Die Probleme werden niemals für den Laien nachvollziehbar dargestellt.
Es werden immer die dümmsten und schlechtesten Sätze der Opposition gezeigt. Anders ließe sich diese Farce auch gar nicht aufrechterhalten.

Im letzten Jahr betrug die durchschnittliche (errechnete) Temperatur der Erde 14,8°. D.h. es kann, nach Schul- und Lehrbuchmeinung, noch kein einziges Wetterereignis auf einen anthropogenen Klimawandel zurückgeführt werden! Selbst wenn die Temperatur weiter steigen würde, wäre das noch absolut normal, da die Temperatur, um über 30 Jahre durchschnittlich 15° zu betragen, zwingend und logisch folgerichtig auch mal darüber liegen muss.

Man kann sich da nicht darauf hin ausreden, dass sie auch mal ein paar Schnipsel von einem Interview mit einem Klimaskeptiker ausstrahlen.

NACHTRAG: Hier der entsprechende Artikel und Bericht zu dem Klima-Interview

MfG


#7

Der Eliteforscher Michael Hartmann sagt folgendes :

„Über drei Viertel der Herausgeber und Chefredakteure in den großen privaten Medien kommen aus den oberen vier Prozent der Bevölkerung“

Quelle : https://www.nachdenkseiten.de/?p=46147

Und weiter sagt er zu unsrem Thema nur beiläufig in einem anderen Interview :

Den Begriff “Lügenpresse” halte ich für völlig falsch. “Lügenpresse” heißt ja, da sitzen Leute, die bewusst lügen. Aber darum geht es nicht. Das Problem ist, dass Journalisten die Wirklichkeit gefiltert durch ihre soziale Herkunft und ihre Position wahrnehmen. Es gibt speziell im politischen Journalismus den Trend, dass alles in Zentralredaktionen in Berlin gemacht wird. Dort bewegt man sich in sehr engen Kreisen. Das prägt die Wahrnehmung. Hinzu kommt ökonomischer Druck. Zeit zur Recherche fehlt.

Quelle : https://www.rnz.de/politik/hintergrund_artikel,-arbeiterkinder-in-die-politik-oberklasse-politiker-machen-politik-fuer-die-oberklasse-_arid,386414.html

Der Begriff “Lügenpresse” suggeriert ja eine gezielte Verschwörung und wird nicht selten auch immer noch mit der Vorstellung vom raffenden Kapital des Judentums in Verbindung gebracht. Ich sehe Michael Hartmann da viel näher der Wahrheit auf der Spur, denn er entlarvt es als eine Kollusion.

Interresant bzw. erschreckend in dem Zusammenhang fällt mir ein Artikel unseres Elite-Philosophen Peter Sloterdijk ein, der schon vor Jahren einen Gegenangriff auf die Unterschicht startete. In seinen Augen läge das Problem nicht bei den Eliten, also den vermeintlichen Leistungsträgern, sondern beim räuberischen Sozialstaat :

Es ist doch etwas anderes, ob sich ein elitärer Funktionär auf Kosten seiner Mitarbeiter als Leistungsträger der Gesellschaft sieht und selber in Saus und Braus schwelgt und jemandem der durch Sozialtransfers grad mal ein Dasein am Rande der Existenz fristet.

Gruß, Sven


#8

Hi Sven,

wenn unsere “Eliten” alle solch schlimme Kapitalisten sind, warum schreiben Sie dann nicht auch so?

Jordan Peterson sagte mal irgendwo

Wenn Religion das Opium fürs Volk ist, dann ist der Sozialismus das Amphetamin fürs Volk

MfG


#9

Was soll ich dazu sagen ? Die verstellen sich eben als gute Kapitalisten. Die Diener des Satans verkleiden sich als Diener der Gerechtigkeit (2. Korinther 11,14-15).

Gruß, Sven


„Denn die Armen habt ihr **allezeit** bei euch...“
#10

Vordergründig könnte man diesen Eindruck haben, ja.
Aber hintergründig sieht die Sachlage etwas anders aus.
Das Medien objektiv, frei- und unabhängig berichten würden, ist ein weitverbreiteter Mythos.
Wer sich ein wenig für die Hintergründe der Entstehungsgeschichte von Medienkartellen interessiert, wird durch eine einfache Internetrecherche sicherlich fündig werden. Hier geht es also nicht um unbegründete Behauptungen.

Wer kritisch die Berichterstattung im Fernsehen, dem Rundfunk oder den Printmedien verfolgt, wird außerdem bemerken, dass politische Parteien und die Medien Unisono berichten. Das dürften wohl nur wenige unkritische Medienkonsumenten für Zufall halten.

Wo hingegen Stigmatisierungen einer ganzen Bevölkerungsschicht als Nazis schlichtweg dümmliche Polemik ist, womit uns die Medien pausenlos befeuern. Sie werfen anderen genau das vor, was sie selbst kritisieren.
Insofern entbehrt die Behauptung “alle seinen Nazis und rechtsextrem” jeder Grundlage und müsste jedem halbwegs intelligenten Menschen als Propaganda und Populismus auffallen.


#11

Soso… Sozialisten, die „Diener der Gerechtigkeit“. :face_with_raised_eyebrow:
Das ist zwar ein ganz “nettes” Narrativ, aber bestimmt nicht das, was Paulus dabei im Sinn hatte.

MfG


#12

Sorry, aber: Wer von euch allen würde Trump wählen?

LG! Erich


#13

Ich bin zwar kein Wähler, aber […]

Vielleicht erklärst du uns einfach, was das über jemanden aussagen würde. Und stell das auch gleich mal der Wahl von Clinton gegenüber.

MfG


#14

Erich schrieb: Wer von euch allen würde Trump wählen?

Ich.
Erstens bin ich ihm wegen der Verlegung seiner Botschaft nach Jerusalem zu Dank verpflichtet.
Und zweitens lässt sich anhand von Paraguay beobqachten, was passieren könnte wenn er nicht länger im Amt bleibt.