Sind die Feste des HERRN schon erfüllt?


#1

Fortsetzung der Diskussion von Gibt es eine ewige Hölle ?:

Gruß in die Runde!
Elli machte den Vorschlag, die Frage nach der Erfüllung der Feste des HERRN in einem neuen Thema aufzumachen. So, hier ist es also. :slight_smile:

Meine These ist diese, dass noch nicht alle Feste und Schritte erfüllt sind.

2 Mose 6, 6-8
Darum sage den Kindern Israels: Ich bin der HERR, und ich will euch aus den Lasten Ägyptens herausführen und will euch aus ihrer Knechtschaft erretten und will euch erlösen durch einen ausgestreckten Arm und durch große Gerichte. Und ich will euch als mein Volk annehmen und will euer Gott sein; und ihr sollt erkennen, daß ich, der HERR, euer Gott bin, der euch aus den Lasten Ägyptens herausführt. Und ich will euch in das Land bringen, um dessentwillen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, daß ich es Abraham, Isaak und Jakob gebe. Das will ich euch zum Besitz geben, ich, der HERR.

Die Schritte finden ihre Entsprechung in den Festen des HERRN aus 3 Mose 23, 1-44
http://www.bibel.com/bibel/schlachter-2000/3-mose-23.html

herausführen = Sabbat
erretten = Passah, Abendmahl, Kreuzigung
Erlösen = Erstingsgarbe, Auferstehung
annehmen = 10 Gebote, Pfingsten, Christus als himmlischer Priester
euer Gott sein = Hörnerschall, jüngstes Gericht, Krönung Gottes
in das Land bringen = Versöhnungstag
zum Besitz geben = Laubhüttenfest + 8. Tag

Ich würde uns derzeit bei Pfingsten einordnen.
Wie seht ihr das? Sind die Feste schon erfüllt und wenn ja, warum? Wenn nein, wo würdet ihr uns einordnen?

Gottes Segen! :slight_smile:


#2

Die Entsprechung der Feste, die Du gleichsetzt, ist mir nicht schlüssig.
Die Feste haben eine verschiedene prophetische Bedeutung mit Überschneidungen.
Wo wir heute stehen?
Eins steht fest, es ist die Zeit der Gnade, bevor das große Ende kommt.
Aber diese Zeit heute mit Pfingsten zu vergleichen, halte ich für weit hergeholt, das erschließt sich mir nicht.


#3

Hi Abi,
du kannst gern deine Sicht auf die Feste teilen. Ich lerne immer gern dazu und bin ja selbst noch auf der Suche nach einem besseren Verständnis.

Ich sehe Pfingsten eben als geschehen bzw. immer noch geschehend, während das Hörnerschallfest wohl noch kommt.

Gottes Segen! :slight_smile:


#4

Eine heilsgeschichtliche Bedeutung haben die Feste bestimmt.

Die Zuordnung von Passah zur Kreuzigung Jesu würde ich auch mit Errettung gleichsetzen. Seit dieser Zeit wird die Botschaft verkündet, die allen Menschen Rettung verspricht.
Genau, wie damals , zu der Zeit der ägyptischen Knechtschaft , wird durch das Blut des Opferlammes das Haus vor dem Todesengel bewahrt und ein Aufbruch in das gelobte Land eingeleitet, den man im übertragenden Sinne mit dem Aufbruch in den Himmel bzw. eine neue Schöpfung vergleichen kann, wo kein Leid mehr sein wird.

Joh 12,47 Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den richte ich nicht; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette.

Das Wochenfest, also das Fest der Erstlinggarben wird 5 Wochen nach dem Passahfest gefeiert und läßt sich eindeutig mit dem Pfingstfest vergleichen. Die ersten gläubigen Christen werden als Erstlinge bezeichnet.

1Kor 16,15 Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern: Ihr kennt das Haus des Stephanas, dass sie die Erstlinge in Achaia sind und sich selbst in den Dienst der Heiligen gestellt haben.

Den Sabbat würde ich mit dem zur Ruhe kommen vergleichen. Die Bürde der Rechtfertigung wird uns von dem Herrn Jesus Christus abgenommen. Wir brauchen unsere Werke nur noch zur Bestätigung unseres Glaubens, nicht mehr, um vor Gott als Gerechte dazustehen. Die Pharisäer hatten ein sehr unerträgliches Joch auf die fromme Bevölkerung gelegt. Der Herr Jesus wollte es ihnen abnehmen.

Mt 11,28 Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. 29 Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Dazu kommen die Worte von der verheißenen Gottesruhe , die in Hebr 4 stehen.

Es gab auch Sabbatjahre und Erlassjahre, die wurden in einer Folge von 7 bzw. 7 mal 7 Jahren gefeiert. Da kamen die Israeliten wieder zu ihrem Grundbesitz. Das heißt , da waren sie schuldfrei.
Der Versöhnungstag war auch im siebten Monat . Da wurde auch die Posaune geblasen. Ein Fest , daß auf die Versöhnung mit Gott hinweist, die durch den Herrn Jesus Christus geworden ist.
Posaunen wurden ja immer zum Gericht geblasen. Und mit dem Opferwerk Jesu war das Gericht von der Menschheit abgewendet und auf den Menschensohn gelegt.

2Kor 5,20 So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!

Das Laubhüttenfest wurde gefeiert, weil Israel dankbar für die Bewahrung in der Wüste sein sollte. Nimmt man den Weg der Israeliten durch die Wüste , als Vorbild für den Weg des Christen durch diese Welt , dann dürften wir das Laubhüttenfest eigentlich erst nach unserem Tode feiern.

Vielleicht feiern die Menschen in Off 7 das Laubhüttenfest. Das Laubhüttenfest wurde doch immer mit Palmzweigen gefeiert, aus denen Israel in der Wüste Hütten gebaut hatten.

Off 7,9 Danach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern und mit Palmzweigen in ihren Händen, 10 und riefen mit großer Stimme: Das Heil ist bei unserm Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm!

Liebe Grüsse Thomas


#5

Hallo Thomas,
ich habe darüber nachgedacht, ob das Laubhüttenfest nicht das 1000 jährige Reich seien könnte. Die Zeit, in der Christus auf Erden regiert, die messianische Zeit. Sicher bin ich mir aber nicht.

Offenbarung 20
4Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die 1 000 Jahre mit Christus.

Wie gesagt, ist eine Vermutung.

Gottes Segen! :slight_smile:


#6

Ich glaube wir können uns gut und gern darüber unterhalten und unsere Sinne schärfen, aber die Bedeutung treffen wir da wohl nicht so ganz. Und ich sehe auch die Gefahr, daß wir mit einem fertigen Ergebnis, dann auch “fertig” sind und anderslautende Deutungen nur noch schwer zulassen können.
Für sehr wichtig halte ich den Schabbat an sich. Das Gebot ist gegeben, aber es ist (m.M.n.) erfüllt und damit heute in anderer Form für uns fortgültig.
Wenn wir so mit der Torah umgehen, müssen wir aber schon sehr sicher sein, weil es lebenswichtige Dinge sind, die wir da verstehen oder mißverstehen.
Nimmt man z.B. die Kreuzigung und Auferstehung Jesu und setzt die mal eben mit Pessach gleich, wird es schwierig, denn es gibt da sicher Aspekte von Pessach, wohl aber auch von Yom Kippur und dem Opfer der roten Kuh und viele, viele mehr, die alle in dem Opfer Jesu eine Entsprechung oder gar ihre endgültige Erfüllung finden.

Die “Passion” Christi begann am Abend des letzten Mahles. Das hatte irgendwie mit Pessach zu tun, viel mehr aber mit der Einsetzung des Bundes (des Alten Bundes!) in 2. Mose 24.

Es geht also an der Wirklichkeit der Bedeutung der Feste vorbei wenn man sagt: dieses bedeutet genau jenes.


#7

Hi Abi,
ganz richtig.

2 Mose 24
8 Da nahm Mose das Blut und sprengte es auf das Volk und sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte!

Interessanter Weise trinkt man im Judentum 4 Kelche Wein zu Pessach, wobei der 4. Kelch der Kelch des Bundes am Berg Sinai ist – “Ich werde euch zu meinem Volk nehmen.”

https://de.chabad.org/library/article_cdo/aid/1493215/jewish/Wozu-tinken-wir-am-Seder-vier-Weinglser.htm
Es gibt viele Erklärungen, warum wir vier Weingläser trinken. Hier sind einige von ihnen aufgeführt:

Als G-tt versprach, uns aus Ägypten hinauszuführen, benutzte Er vier Ausdrücke um die Erlösung zu beschreiben (Exodus 6:6-8): 1) “Ich werde euch herausnehmen …” 2) “Ich werde euch retten …” 3) “Ich werde euch erlösen …” 4) "Ich werde euch zu meinem Volk nehmen …"

Man erklärt ebenso, dass der Zweck und Ziel des Auszugs aus Ägypten (also Ostern) die Übergabe der Tora (also Pfingsten) waren. Aus diesem Grund zählt man auch die Tage von Pessach bis Pfingsten.

https://de.chabad.org/library/article_cdo/aid/669672/jewish/Pessach-Die-Kraft-in-unseren-Seelen.htm
Die Erklärung ist, dass Zweck und Ziel des Auszugs aus Ägypten die Übergabe der Tora waren. Daher erwähnte G“tt schon bei der ersten Ankündigung des Auszugs aus Ägypten die künftige Übergabe der Tora: „In deinem Herausziehen des Volkes aus Ägypten werdet ihr dem Herren auf diesem Berg dienen“. Und so wird auch sogleich beim ersten Gebot auf den Auszug aus Ägypten verwiesen: „Ich bin der Ewige, dein Herr welcher dich herausgebracht hat aus dem Land Ägypten“.

Ich bin da ganz bei dir, dass Pessach und Pfingsten zusammen gehören. Wenn man annimmt, dass das Sedermahl schon so zu Jesu Zeiten gefeiert wurde, dann hätte Christus ebenso den 4. Kelche des Bundes vor sich stehen gehabt und eben diesen hätte er dann als den Kelch des neuen Bundes eingeführt.

Gottes Segen! :slight_smile:


#8

Naja , es ist interessnt , daß in Sach 14 davon die Rede ist, daß alle Welt nach Jerusalem kommen soll, um das Laubhüttenfest zu feiern.
Man kann die Ereignisse in diesem Kapitel mit der Wiederkunft Jesu in Verbindung bringen, weil er dort auf dem Ölberg erscheint, genau ,wie es die Engel bei der Himmelfahrt Jesu prophezeien.

Dieses Erscheinen Jesu, wird in schwerer Zeit vermutet. Inmitten dieser von Plagen heimgesuchten Menschheit oder auch erst am Schluß. Jerusalem wird von den Heiden zertrampelt , bevor der Messias den Feind besiegt.
Aber Gott hat auch immer einige Menschen in dieser Zeit versiegelt und bewahrt, sodaß sie die schwere Zeit überleben.
Ganz ähnlich , wie es zu der Zeit war, als Ägypten mit Plagen heimgesucht wurde, aber diejenigen, die Gott gehorsam waren, die wurden verschont.

Die Zeit in der Wüste haben eigentlich auch nur diejenigen überlebt, die Gott gehorsam waren. Da gibt es ja z. Bsp. die Geschichte mit der ehernen Schlange.

Wenn es nach den Gerichtszeiten noch mal ein 1000 jähriges Reich gibt , dann hätten die Juden ihr Passah erlebt, in dem Moment, wo sie das Zeichen des Gekreuzigten sehen. Einige Israeliten werden sofort zum Glauben kommen und Buße tun, aber für die Gemeinde ist es dann zu spät.
Off 1,7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und es werden ihn sehen alle Augen und alle, die ihn durchbohrt haben, und es werden wehklagen um seinetwillen alle Stämme der Erde. Ja, Amen. 8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige.
Sach 12,9-14

Das Volk Israel wird dann, wie auch die übrige Welt , durch diese Gerichtszeit gehen und wenn sie das überlebt haben, werden sie, wie alle übrigen aufgefordert , das Laubhüttenfest zu feiern.

Das wäre für mich eine denkbare Auslegung.

Sach 14,16 Und alle, die übrig geblieben sind von allen Völkern, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten.

Liebe Grüsse Thomas


#9

Ich habe einen ganz anderen theologischen Ansatz als ihr.

Ich lese nach, ob während des Festes Blut floss, zwecks Sühnung. Ja, so war das.

Nach dem großen Versöhnungstag Jom Kippur, fingen die Menschen an, sich auf das 5 Tage später stattfindende Laubhüttenfest vorzubereiten.

Es war ein großes Fest, zum Gedenken der Bewahrung und Führung Gottes, während der Wüstenwanderung. Das Fest hatte keine prophetische Bedeutung. Sie haben, so wie beim Erntedankfest, Gott gedankt und ihm die Ehre gegeben.

Schade, ihr seid darauf geeicht worden, diese Feste prophetisch auszulegen.

Ich denke, wir sollten überprüfen.
In der Schrift haben wir viel Interessantes. Jesus nahm an einem großen Fest, dem Laubhüttenfest teil.

Jesus predigte während dieser Zeit sehr viel. Es lohnt sich alles nachzulesen. (ist mir jetzt zuviel)

Der 8. Tag wurde bekannt als HoSchana Rabba, “Großes HaSchana”, dem letzten Tag vom Laubhüttenfest. An diesem Tag brachte der Priester Wasser aus dem Teich Siloah und goss es in den Altar, während er für reichen Regen betete.
An dem letzten, dem großen Tag des Festes sagte Jesus:

Johannes 7
37 Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! 38 Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen

Ströme des lebendigen Wassers haben wir seit unserer Bekehrung, das ist nichts Zukünftiges. Danken für Bewahrung ( Wüste) und guter Ernte ist für einen Christen selbstverständlich.

Zuerst kommt Passah (Rechtfertigung), dann die Erkenntnis, dass die Gebote Gottes nicht zuhalten sind. Anschließend der Wunsch sich von Gott heiligen zu lassen, dafür steht die Stiftshütte. Der Mensch lebt in Dankbarkeit und reichlicher Ernte durch den Heiligen Geist (Laubhüttenfest)

Jesus hat alle Feste erfüllt, er hat uns erlöst und versöhnt…
Was hilft es den Menschen, Feste zu feiern die auf eine zukünftige Erlösung hindeuten. Das machen die Juden, wir sind erlöst, wir haben das lebendige Wasser.

Niemand kennt den Tag und die Stunde, wir müssen uns jeden Tag vorbereiten.
Sich in irgendeiner Zeitperiode einzuordnen ist nicht klug, es erinnert an die 10 Jungfrauen, die meinten, dass der Herr noch lange nicht kommt.
Wir brauchen den Heiligen Geist, das Öl in unseren Lampen, der Herr kommt bald.

Im AT hätten sie alles prophetisch ausrechnen können. Alles wurde vorhergesagt, sogar den Tag, der Opferung, 70 n. Chr. , alles.
Die Schriftgelehrten wollten es nicht wissen.
Im NT sollen wir es nicht wissen, damit wir ständig bereit sein sollen. Trotz dessen gibt es unzählige zusammengeschusterte Prophetien, ja, sogar Tag und Stunde werden ausgerechnet.

LG


#10

Hallo Elli,
das ist eine gewagte Aussage. Was wenn doch eine Bedeutung darin wäre?

Woran machst du es fest, dass das Laubhüttenfest keine prophetische Bedeutung hat?

Natürlich kennen wir weder Tag noch Stunde, trotzdem sind es ja Verheißungen aus der Schrift. Wenn mir die Schrift hilft die Schrift besser zu verstehen, dann bin ich dankbar dafür.

Gottes Segen! :slight_smile:


#11

Hallo Thomas,
das denke ich auch.

Gottes Segen! :slight_smile:


#12

Hi Elli,
hier kann ich dich nicht ganz verstehen. Siehst du diese Welt schon als die künftige Welt an? Aus meiner Sicht sind wir noch nicht im “verheißenen Land” angekommen.

Gottes Segen! :slight_smile:


#13

Nur für die Juden gibt das einen prophetischen Sinn. Sie warten auf den verheißenden Messias… Jesus kam und wurde verworfen. .
Selbst wenn es so wäre, wie du das verstehst, welchen Vorteil hast du, wenn du weißt, in welcher Zeitperiode wir uns befinden.? Du kannst auch nur vermuten, wissen geht gar nicht.

Jesus sagt uns, dass wir am Feigenbaum erkennen können, mehr nicht.

Wir erkennen, das der Böse immer mehr wütet, mir reicht das. Kriege, Hungersnöte, Erdbeben und Lieblosigkeit werden vorhergesagt. Was brauchen wir noch für Vorhersagen. Heilsentscheidend sind solche Überlegungen sowieso nicht.

Wir müssen auf das hören, was Jesus uns sagt. Er klärt uns über das Laubhüttenfest auf. Wenn Jesus mir sagt, dass wir das geistlich sehen dürfen, dann ist das so. Er spricht vom lebendigem Wasser, dass wir aufgrund dessen, dass er für uns starb, geschenkt bekommen.

Alle Feste weisen auf den Tod Jesus hin, bzw. auf die Frucht seines Todes. Hätten die Juden das verstanden, müssten sie Jesus nicht verwerfen.

Wir sind noch nicht vollständig im verheißendem Land ( himmlische Jerusalem) angekommen, das stimmt

Im Glauben, im Geist Gottes, schon. Es geht um Sühnung und Vergebung. Wir sind der Sünde gestorben, wir sind eine neue Kreatur.
Mit der Wiederkunft Jesus, holt ER seine Ernte ein. Wir haben unsere Ernte von Gott schon bekommen, sie heißt “Versöhnung” mit Gott. Wir können uns, im Glauben, in der Heiligung, noch mehr Ernte holen.

Die Freude über unsere Erlösung wird durch das Laubhüttenfest zum Ausdruck gebracht.

Die Wüstenwanderung war vorbei, sie mussten durch keine Wüste mehr gehen. Die Ernte war eingeholt. Sie feierten Vollbrachtes. Sie baten auch um eine Gute Ernte mit viel Regen…

Es gibt Sinn, wenn jedes Fest genauer betrachtet wird. Jesus hat nicht ohne Grund sehr viele Predigten während des Laubhüttenfestes gehalten.
Warum wurde während der Woche, extrem viel geopfert ( 70 Ochsen) Warum spricht Jesus am 8. Tag über das lebendige Wasser?
Welche Parallelen kann man zur Opferung Jesus sehen…So frage ich, so gehe ich an den Text heran.
Viele meiner Fragen sind noch nicht beantwortet.
Warum sollte ein Dankfest etwas Prophetisches sein. Feierst du so Erntedankfest.?

Fragen über Fragen. Wir dürfen nicht oberflächlich an das Thema herangehen. Entweder hat Jesus die Feste erfüllt oder nicht. Wenn man’s wissen will, muss man ernsthaft forschen. Dafür braucht es Lust und Zeit.

LG


#14

Hi Elli,
Ostern und Pfingsten sind doch auch Erntefeste. Feierst du zu Ostern auch nur die Gerstenernte?
Ich finde es zuwenig, wenn man rein “landwirtschaftlich” an die Sache rangeht.

Wir können uns aber gern Zeit und Ruhe nehmen, und die Sachen mit Lust und Freude am Wort durchgehen.

Eben, und das zeigt meines Erachtens, dass die letzten Schritte noch ausstehen, also

  • euer Gott sein
  • in das Land bringen
  • es zum Besitz geben

Gottes Segen! :slight_smile:


#15

Ostern und Pfingsten kann man feiern wie man will. Biblisch vorgeschrieben sind diese Feste nicht. Du weißt, wie Ostern mit den Ostereiern und Osterhasen umstritten ist.

Biblisch gesehen haben wir das Abendmahl. Hier danken für die Auferstehung unseres Herrn. Wir freuen uns auf das zukünftige gemeinsame Mahl mit unserem Herrn. Dazu kommt die Versöhnung mit Geschwistern, vor dem Mahl.
Die Bibel spricht nach der Kreuzigung Jesus nur noch von der Abendmahlsfeier.

Ja, gerne :grinning:

LG


#16

Das ist nicht ganz richtig. Es heißt das Fest der ungesäuerten Brote und Petrus, Paulus und die ganzen Gemeinden werden mehrfach geschildert, wie sie dieses Fest feierten.

Apostelgeschichte 20
6Wir aber fuhren nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab und kamen in fünf Tagen zu ihnen nach Troas, wo wir uns sieben Tage aufhielten.

Gottes Segen! :slight_smile:


#17

Sie fuhren nach den Tagen…das heißt nicht, dass sie daran teilnahmen. Nun, das lass ich mal so stehen, kann ja sein, dass sie doch daran teilnahmen. Darüber muss ich noch nachdenken.

Über das Fest der ungesäuerten Brote müsste ich mich noch näher beschäftigen. Ist schon lange her, als ich das Thema studierte.
Heute Abend wird das nichts mehr.

LG


#18

Was mit Israel nach der Wiederkunft Jesu geschehen wird, das ist wahrhaftig ein sehr prophetisches Thema.

Wichtiger finde ich, ist es, über die Bedeutung des Laubhüttenfestes nachzudenken, wie es sich für die Geneinde offenbart.

Es ist ja schon naheliegend , auch in dem Laubhüttenfest eine geistig tiefer Bedeutung zu sehen, nachdem wir für das Passah und das Wochenfest bzw. Fest der Erstlinge schon geistig Bezüge hergestellt haben.
Da hat Gott ja auch an einem Zeitplan festgehalten.
5 Wochen nach dem Passah bzw. der Kreuzigung Jesu kam der Heilige Geist.
Die ersten Christen der verschiedener Regionen, wurden Erstlinge gemanmt. Nun erwartet man in der geistigen Erfüllung des Laubhüttenfestes , den Dank für die ganze Ernte. Wie könnte man dieses Bild der Ernte geistig übertragen ?

Es ging nun nicht nur um die Erstlinge der Weizenernte , sondern auch um andere Früchte.

Das Fest der Erstlinge enthält noch einen besonderen Bezug:

2Mo 34,22 Das Wochenfest sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte und das Fest der Lese, wenn das Jahr um ist.

Da denkt man natürlich direkt an folgenden Ausspruch Jesu:
Joh 12, 23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, dass der Menschensohn verherrlicht werde. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. 25 Wer sein Leben lieb hat, der verliert es; und wer sein Leben auf dieser Welt hasst, der wird’s bewahren zum ewigen Leben.

Das Volk Israel wurde in der Wüste mit Wasser versorgt. Dazu ließ Gott Wasser aus einem Felsen strömen.

2Mo 17,6 Siehe, ich will dort vor dir stehen auf dem Fels am Horeb. Da sollst du an den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, dass das Volk trinke. Und Mose tat so vor den Augen der Ältesten von Israel.

Für uns , ist Christus der Fels . Und wenn wir um Kraft bzw. Heiligen Geist bitten , dann wird uns auch gegeben. Das bedeutet aber noch nicht, daß wir im " Gelobten Land " angekommen sind.
Den Wüstenzug haben auch viele Israeliten in Angriff genommen, aber viele sind gescheitert.

Wir haben unsere Wüstenwanderung auch noch nicht hinter uns und ich bin mir auch nicht sicher, ob alle Christen, die sich mal auf sen Weg begeben haben, ihr Ziel auch erreichen.
Also liegt das Laubhüttenfest noch vor uns. Um Bewahrung kann man natürlich immer bitten . Und dankbar sind wir viel zu wenig.

Liebe Grüsse Thomas


#19

Hier wird nur eine Zeitangabe gemacht. Das Fest der Ungesäuerten Brote fand unmittelbar nach Passah statt. Es wird nicht berichtet, dass die Jünger dieses oder ein anders Fest feierten.

Andere Übersetzungen:

“Neues Leben”.
Sobald die Passahzeit vorüber war, gingen wir in Philippi an Bord eines Schiffs nach Troas. Dort trafen wir fünf Tage später ein und blieben eine Woche.

Gute Nachricht
Wir anderen bestiegen nach dem Passafest in Philippi ein Schiff und stießen nach fünftägiger Fahrt in Troas zu ihnen. Wir blieben dort eine Woche.

Andere Übersetzungen, sagen, nach dem Fest der “Ungesäuerten Brote” beide Feste gehören zusammen.
Jesus hat Passah erfüllt.

Alles ist in Jesus erfüllt:

Kolosser 2, 16
Lasst euch deshalb von niemand verurteilen, nur weil ihr bestimmte Dinge esst oder trinkt oder weil ihr bestimmte Feste oder Feiertage oder Sabbate nicht beachtet. 17 Denn das alles sind nur Schattendinge von dem, was in Christus leibhaftige Wirklichkeit geworden ist.

“Sabbate” bezieht sich auf die Feste, die auch “Festsabbate” genannt wurden. Hier wird der wöchentliche Sabbat nicht negiert, nur die Feste die auf das wahre Opfer Jesus Christus hinwiesen.
Diese Feste waren ein Schatten auf das wirkliche Opfer unseres Herrn. Alle Feste wurden mit einem Sühnopfer ratifiziert.

LG


#20

Hallo Thomas
Jetzt verstehe ich dich, warum die Verheißungen des Laubhüttenfestes noch ausstehen sollen

Das Lieblingskapitel der dispens. Lehre, Sacharja 14… Dagegen komme ich nicht an. Genauso schwierig wie die Offenbarung, aber dennoch die Dispensationalisten schwören drauf.

Der Prophet Sacharja spricht davon, dass einmal alle Nichtjuden jährlich heraufkommen werden, “um das Laubhüttenfest zu halten. Aber über das Geschlecht auf Erden, das nicht heraufziehen wird nach Jerusalem, um anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, über das wird’s nicht regnen” (Sacharja 14,16-17).

Aus meiner Sicht ergibt das keinen Sinn. Es wurde zwar am 7. Tag auch Fürbitte, für eine gute Ernte getan. Das war’s denn auch schon.
Der Bezug zum lebendigen Wasser, mit dem Felsen Jesus steht.

Wir haben die Verheißungen, dass unser Gott uns durch alles hindurchtagen wird.ER hat uns bereits am Kreuz, durch die Wüste, hindurch getragen. Er verspricht uns das sogar.
Es liegt ganz allein am Menschen, ob er das Geschenk der Gnade annimmt oder nicht.

Wir sind erlöst und mit Gott versöhnt. Die Verheißungen Gottes haben wir, genauso wie das ewige Leben in unserem Herzen. Diese Verheißungen bekommen die Menschen nicht erst in einem Friedensreich geschenkt.
Wir leben noch im Fleisch, als Fremdlinge, weil wir einen Missionsauftrag haben.

Das Menschen zukünftig, in einem Friedensreich noch Hütten aus Palmen bauen werden, ist genauso unsinnig wie der Bau eines dritten Tempels. Klar, nach JomKipur, kommt das Laubhüttenfest.

Ehrlich gesagt, wenn man darauf pochen muss, dass es so sein muss und nicht anders, dann muss ich hier aus dem Thread aussteigen. Für mich ist das gotteslästerlich, über solche Vorstellungen ( Hütten, dritter Tempel) mitzudiskutieren.

LG