Tages-Kalender mit Bibelsprüchen


#182

www.gute-saat.de Jesus antwortete: … Ich bin … dazu in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.
Johannes 18,37

Jesus Christus kennengelernt (2)

Die Kriegsgefangenen der Japaner, die die Brücke über den Kwai bauten, litten nicht nur unter der Feindschaft der Sieger, sondern auch unter der Ablehnung der einheimischen Bevölkerung. Eine Ausnahme bildeten die Bewohner eines Dorfes, die den Gefangenen freundlich und ermutigend begegneten. Als Christen waren sie bestrebt, etwas von Christus selbst und von der Güte und Menschenliebe Gottes auszustrahlen. Dieses Erlebnis ließ Ernest Gordon und eine Reihe Mitgefangener darüber nachdenken, ob das Christentum vielleicht eine entscheidende Wahrheit enthielt, die ihnen bis dahin entgangen war.

Sie begannen, jeden Abend die Bibel zu lesen – abseits in einer Ecke des Lagers. Durch die Lektüre und den Austausch darüber lernten sie Jesus viel besser kennen. Wie die Gefangenen hatte auch Jesus keine feste Unterkunft und keine einflussreichen Freunde. Und wie sie kannte Er Hunger, Müdigkeit, Leiden und Ablehnung. Zugleich war Er in allem ein Mann, den sie bewundern konnten, ein Freund, den sie gern gehabt hätten, ein Anführer, dem zu folgen sich lohnte.

Diese Menschlichkeit Jesu beeindruckte die Gefangenen tief. Die Macht des Bösen hatte Ihm nichts anhaben können. Und es ist zwar wahr, dass Er ans Kreuz genagelt wurde, doch selbst sein Tod hatte einen unendlich tiefen Sinn, weil Er als Stellvertreter für sündige Menschen litt. Und dann ist Jesus auferstanden. Er lebt!

Die Liebe, die Jesus so vollkommen zeigte, war die Liebe Gottes. Gott offenbarte sich in seinem Sohn: durch den Mittler Jesus Christus, den Zimmermann von Nazareth, das fleischgewordene Wort Gottes. – Die entscheidende Wahrheit, die die Gefangenen gesucht hatten, fanden sie in Jesus Christus.


#183

www.gute-saat.de Wehe denen, die das Böse gut nennen und das Gute böse!
Jesaja 5,20

In der Zeit globaler Finanzkrisen stoßen dem Zeitungsleser die Berichte über großzügige Bonuszahlungen an verantwortliche Invest­ment­banker besonders sauer auf. Zudem gibt es noch die Enthüllungen über Schwarzkonten, über Bestechungsgelder, über Mitarbeiterüberwachung usw.

Da denke ich an einen - zugegeben etwas derben - Ausspruch eines gläubigen Unternehmers auf einem Wirtschaftskongress: „Professoren sprechen heute von kognitiver Dissonanz, wenn eigentlich Sünde gemeint ist. Es klingt gut, aber es ist die gleiche Sauerei gemeint.“

Der Ausdruck „kognitive Dissonanz“ bezeichnet einen Gefühlszustand, den ein Mensch als unangenehm empfindet, einen „Misston“. Er entsteht dann, wenn die Gefühle und Einstellungen des Betreffenden nicht mit seinem eigenen Tun und Erleben übereinstimmen.

Eine mögliche Ursache von „kognitiver Dissonanz“ ist die Sünde: Der Mensch tut etwas, obwohl sein eigenes Gewissen ihm sagt, dass er es eigentlich nicht tun sollte. Wer nun dem Wort Sünde bewusst aus dem Weg geht und erwartet, dass er den „Misston“ dadurch ausschalten kann, dass er die warnende Stimme des Gewissens zum Schweigen bringt, für den wird die Warnung Gottes in unserem Bibelvers brandaktuell. - Und das betrifft natürlich nicht nur Unternehmer.

Das größte Problem in den westlichen Ländern besteht darin: Nachdem viele von Gott gegebene Gebote jahrhundertelang auch von der Gesellschaft hochgehalten wurden, versucht man heute zunehmend, „sich von diesen Zwängen zu befreien“. Doch dadurch - ein Blick in die Tageszeitung bestätigt das - wird die „Dissonanz“, der „Misston“, nicht beseitigt.

Halten wir deshalb daran fest: Sünde ist Sünde, und nur die Umkehr zu Gott und der Glaube an Jesus Christus können die verlorene Harmonie mit Gott und mit uns selbst wiederherstellen!


#184

www.gute-saat.de Jesus Christus ist die Sühnung für unsere Sünden.

  1. Johannes 2,2
    Das Blut Jesu Christi … reinigt uns von aller Sünde.
  2. Johannes 1,7

Pipa lebte in Guyana, einem Land im Nordosten Südamerikas. Er war Zauberer und ein entschiedener Feind des Evangeliums. Eines Tages aber erwachte sein Gewissen, und er sagte zu dem Missionar, der dort arbeitete:

„Du hast recht, ich bin ein sehr gottloser Mann. Und dabei weißt du noch gar nichts von den verborgenen Sünden meines Herzens!“

Bedrückt deutete Pipa auf sein Herz und setzte hinzu: „Da liegt es wie eine Bergeslast.“

Der Missionar benutzte die Gelegenheit, Pipa noch einmal zu erklären, wie er von seiner Sündenlast frei werden konnte.

Bald darauf wurde Pipa todkrank. „Wie geht es dir?“, fragte der Missionar teilnahmsvoll, als er ihn besuchte.

„Ich habe vollkommenen Frieden!“, war die glückliche Antwort.

„Du - vollkommenen Frieden?“, fragte der Missionar verwundert. „Du, der du dein ganzes Leben lang ohne Gott und Heiland gelebt hast - wie bist du denn zum Frieden gekommen?“

Da erwiderte Pipa ruhig: „Hast du nicht neulich aus dem Buch Gottes gelesen, dass Jesus Christus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten? Ich glaube an dieses Wort von Gott; ich glaube, was Gott sagt. Und ich habe zu Jesus gebetet, dass Er mir vergibt und mich rettet. - Und jetzt weiß ich: Er hat mich errettet, und Er wird mich zu sich in den Himmel nehmen.“

„Es ist kein Unterschied …, denn derselbe Herr von allen ist reich für alle, die ihn anrufen; ,denn jeder, der irgend den Namen des Herrn anruft, wird errettet werden‘.“ Römer 10,12.13


#185

www.gute-saat.de Hieran haben wir die Liebe erkannt, dass er für uns sein Leben hingegeben hat.

  1. Johannes 3,16

Vor mir sitzt ein etwa 20-jähriger junger Mann. Wir sind über den Glauben an Gott ins Gespräch gekommen. So biete ich ihm eine christliche Schrift an. Erregt wendet er sich ab. Nein, mit so einem Gott will er nichts zu tun haben.

Vorsichtig versuche ich herauszufinden: „Was meinen Sie damit?“ - „Wenn Gott eine Mutter von vier Kindern wegnimmt, soll das ein Gott der Liebe sein? Ich war neun, als meine Mutter starb!“ - „Als meine Mutter starb, war ich auch neun“, entgegne ich. Da dreht er sich spontan um und blickt mich an. - „Das ist zwar schon lange her“, fahre ich fort, „aber ich weiß, wie das ist. Ich kann mit Ihnen fühlen, ich habe das selbst erlebt, als meine Mutter im Jahr 1948 starb.“

Jetzt ist er wie umgewandelt und hört mir aufmerksam zu. „Wir können das Handeln Gottes oft nicht verstehen, und Er gibt uns über sein Tun nicht immer Antwort. Eines aber ist sicher: Gott ist Liebe. Er hat seinen Sohn in die Welt gesandt, weil Er uns liebt und will, dass wir vor der Hölle und für den Himmel gerettet werden. Jesus Christus hat am Kreuz sein Leben gegeben; das ist der höchste Beweis dafür, dass Gott Liebe ist. Jesus Christus ist der einzige Weg zu Gott, dem Vater.“

Wir sprechen noch über die Taufe. „Nein, die Taufe rettet niemand“, sagt er. So weit hat er schon darüber nachgedacht, dass ein äußerliches Ritual ohne errettenden Glauben nicht das Los eines Menschen für die Ewigkeit ändern kann. Doch die Verbitterung hatte ihm den Blick für die Liebe Gottes verstellt. Er nimmt noch ein Büchlein über Psalm 23 an mit dem Titel Mein Hirte.

Als wir uns verabschieden, kommt es zu einem Händedruck, der mir die Hoffnung gibt, dass das Gespräch nicht vergebens war.

„Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.“ Römer 5,8


#186

www.gute-saat.ch Jesus, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und wurde durch den Geist in der Wüste vierzig Tage umhergeführt und wurde von dem Teufel versucht. Und er aß in jenen Tagen nichts; und als sie vollendet waren, hungerte ihn. Der Teufel aber sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Stein, dass er zu Brot werde. Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort Gottes.“
Lukas 4,1–4

Vom Teufel versucht (1)

Als Adam, der erste Mensch, im Garten Eden von Satan versucht wurde, war er in den denkbar günstigsten Umständen, und doch gab er der Versuchung nach. - Als der Herr Jesus Christus zu Beginn seines öffentlichen Dienstes vom Teufel versucht wurde, befand Er sich in äußerst ungünstigen Umständen in der Wüste. Er hatte vierzig Tage lang nichts gegessen, und als wahrer Mensch empfand Er Hunger.

An dieses natürliche Bedürfnis Jesu knüpfte der Teufel an. Er riet Ihm, aus Steinen Brot zu machen. - Klingt das nicht recht unschuldig? Und stand das etwa nicht in der Macht des Herrn? - Doch ein aufmerksames Ohr hört die Stimme des Verführers heraus: „Wenn du Gottes Sohn bist …“ Satan stellt stets das infrage, was Gott ist und was Er gesagt hat.

Die Antwort Jesu enthält mehrere Punkte, die auch für den Christen von Bedeutung sind:

In der Versuchung können wir standhalten, wenn wir uns auf Gottes Wort stützen: „Es steht geschrieben …“, hatte der Herr erwidert.
Nicht weniger wichtig als die natürliche Nahrung ist die geistliche Nahrung „von jedem Wort Gottes“ - von den Worten der Bibel. Wenn wir uns auf diese Weise nähren und uns prägen lassen, führen wir ein Leben mit Gott und nach seinem Willen.
Wie Christus sollten auch wir nicht zulassen, dass eine Versuchung Satans die Gemeinschaft mit Gott und die Abhängigkeit von Ihm trübt.


#187

www.gute-saat.de Und der Teufel führte Jesus auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick alle Reiche des Erdkreises. Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem irgend ich will, gebe ich sie. Wenn du nun vor mir anbetest, soll sie ganz dein sein. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es steht geschrieben: „Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen.“
Lukas 4,5–8

Vom Teufel versucht (2)

In der ersten Versuchung bemühte sich Satan vergeblich, in den natürlichen Bedürfnissen Jesu einen Anknüpfungspunkt zu finden, um Ihn zur Sünde zu verleiten.

In der zweiten Versuchung bot Satan dem Herrn die Weltherrschaft an. Diese war Christus schon im Alten Testament verheißen (Daniel 7,13.14). Der Teufel behauptete nun aber lügnerisch, dass ihm diese Herrschaft verliehen wäre; und er maßte sich das Recht an, sie weiterzugeben. Doch seine Herrschaft war unrechtmäßig. Satan hatte nur durch die Sünde Macht über die Menschen erlangt. Und er übersah völlig, dass Gott über allem steht und regiert.

Die Bedingung des Teufels war, dass Jesus ihn anbeten sollte. Schon immer hat Satan Gott die Verehrung und Anbetung geneidet.

In seiner Antwort stützte Jesus sich erneut auf das Wort Gottes: „Es steht geschrieben …“ Jesus lässt es nicht zu, dass irgendeine Person oder irgendeine Sache sich zwischen Ihn und Gott stellt. - Wenn es um die Weltherrschaft geht, wartet der Herr, bis Gott selbst sie Ihm übergeben wird (Psalm 110,1.2).

Auch hier hat Christus als Vorbild für die Gläubigen die Versuchung erduldet, damit wir von Ihm lernen. Wir sollen in dieser Welt nur das anstreben und nur das annehmen, was wir mit Dank aus der Hand Gottes annehmen können.


#188

www.gute-saat.de Der Teufel führte Jesus aber nach Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich von hier hinab; denn es steht geschrieben: „Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen, dass sie dich bewahren“; und: „Sie werden dich auf Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest.“ Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.“ Und als der Teufel jede Versuchung vollendet hatte, wich er für eine Zeit von ihm.
Lukas 4,9–13

Vom Teufel versucht (3)

Die dritte Versuchung trug einen religiösen Charakter. Satan kannte Gottes Wort und zitierte aus dem Alten Testament. Die angeführten Verse sind Wahrheit; sie treffen auf Christus zu, den Sohn Gottes. Erneut fand Satan in Jesus keinen Anknüpfungspunkt; er konnte den Sohn Gottes nicht zur Sünde verleiten.

Christus sollte Gott auf die Probe stellen! Aber nichts konnte Ihn dazu bewegen, das Vertrauen auf Gott und die Ergebenheit in seinen Willen aufzugeben. Es wäre ja purer Unglaube, wenn man Gott testen wollte, ob Er zu seinem Wort steht und seinen Sohn bewahrt. - Der Mensch soll Gott nicht auf die Probe stellen, sondern seinen Zusagen vertrauen, so wie Christus es getan hat.

Jesus ist in diese Versuchungen geführt worden, damit gleich zu Beginn seines Dienstes seine Reinheit und Heiligkeit deutlich ans Licht treten konnte. Aber es bedeutete tiefes inneres Leiden für Ihn, mit diesen bösen Versuchungen Satans konfrontiert zu werden.

Christus hat das auf sich genommen, aus Liebe zu Gott und aus Liebe zu den Gläubigen,

um uns ein Beispiel zu geben, wie wir in der Versuchung bestehen können,
und um uns aus Erfahrung zu verstehen und zu helfen, „denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, vermag er denen zu helfen, die versucht werden“ (Hebräer 2,18).


#189

www.gute-saat.de Ihr habt euch von den Götzenbildern zu Gott bekehrt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen.

  1. Thessalonicher 1,9
    Jesus Christus … Denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in dem wir errettet werden müssen.
    Apostelgeschichte 4,10.12

Verine erzählt: Ich wurde in Thailand in einer buddhistischen Familie geboren. Mein Großvater vermittelte mir eine gute Grundlage im theoretischen Buddhismus und war selbst ein gutes Beispiel für gelebten Buddhismus.

Mit 13 Jahren sah ich zum ersten Mal die Abbildung eines Kruzifixes - in einem Schmuckkatalog. Dieses Bild von Leiden zog mich an, machte mich neugierig, erschreckte mich aber auch. Wer war dieser Mann am Kreuz? Ein nichtchristlicher Lehrer erzählte mir von einem gewissen Jesus …

Einmal schaute meine Familie abends eine christliche Sendung. Darin wurde die Frage gestellt: „Wissen Sie, warum Jesus, als Er auf die Welt kam, in einem Stall geboren wurde? Weil die Welt keinen Platz für Ihn hatte. - Und Sie? Haben Sie Platz für Ihn?“ Für mich war das ein Ruf Gottes, und ich habe darauf geantwortet.

Zunächst aber irrte ich jahrelang zwischen der Bibel und dem Buddhismus umher. Ich sprach christliche Gebete, bevor ich zu Bett ging, denn ich hoffte, dass mir das Schutz und Segen bringen würde. Damals verstand ich noch nichts von der neuen Geburt oder von der Bekehrung, nichts von der Errettung aus der Welt.

Aber der Herr ist gut; Er hatte die ganze Zeit Geduld mit mir. Nach und nach zeigte Er mir durch die Bibel, wer Er ist. Ich wurde immer mehr zu Christus hingezogen und dahin geführt, Ihn zu lieben und anzubeten. Meine Haltung und mein Lebensstil änderten sich. Zum Beispiel brach ich meinen Kontakt mit der Musikszene ab, in der man Drogen nahm. - Die Liebe Jesu ist unbeschreiblich: Sie hat aus mir, einem kleinen und unbedeutenden Menschen, ein Kind Gottes gemacht.


#190

www.gute-saat.de Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig geschickt.
2. Timotheus 3,16.17

Der Missionswissenschaftler Dr. George W. Peters schreibt im Vorwort zu einem seiner Bücher:

„Ich entschuldige mich nicht dafür, dass ich die Bibel ohne vorgeschaltete Kritik als Autorität akzeptiere. Die Bibel ist die Grundlage und die Quelle des Glaubens, nicht das Ergebnis des Glaubens.

Es geht mir darum, alles unter das Urteil des göttlichen Wortes zu bringen. Ohne Zögern akzeptiere ich die Irrtumslosigkeit des biblischen Berichtes, die Historizität des Vorwortes der Bibel - 1. Mose 1–11 -, den mosaischen Ursprung des Pentateuchs [der 5 Bücher Mose] und die historische, konservative, evangelikale Stellung zu allen Büchern der Bibel. Ich habe diese Stellung nicht blindlings bezogen.

Die historisch-kritische Forschung ist mir nicht fremd. Die Auseinandersetzungen über Offenbarung und Inspiration, Authentizität und Integrität der Bibel sind mir wohlbekannt. Über Jahre hinweg verfolgte ich aufmerksam und nachdenklich die verschiedensten philosophischen und theologischen Strömungen und ihren Umgang mit der Bibel. Ich fand aber all diese Theorien mangelhaft. Sie scheinen mir weder offenbarungsgemäß noch historisch noch rational zu verfahren. Es fehlen ihnen die historischen Beweise für ihre Behauptungen und die klaren autoritativen Kriterien. Sie bauten weder meinen Glauben noch mein Leben auf. Es handelte sich bei ihnen um subjektive, unkritische Spekulationen. Sie mehrten weder missionarische Motivation, noch schafften sie missionarische Dynamik. Diese Theorien nahmen weder mein Herz in Beschlag, noch spornten sie meinen Willen an.

Deshalb bleibe ich bei der Bibel als meinem Führer, meiner Wegweisung und meiner Autorität.“


#191

www.gute-saat.de Christus Jesus ist in die Welt gekommen, um Sünder zu erretten, von denen ich der erste bin. Aber darum ist mir Barmherzigkeit zuteilgeworden, damit an mir, dem ersten, Jesus Christus die ganze Langmut erzeige.

  1. Timotheus 1,15.16

Dr. Joseph Parker verkündigte in London viele Jahre lang die gute Botschaft von Jesus Christus. Einmal wurde er von einem Mann angesprochen, der ihm die Frage vorlegte: „Warum hat Jesus denn ausgerechnet Judas Iskariot zu einem seiner zwölf Apostel erwählt? Er wusste doch, wie schändlich der Ihn verraten würde!“ - Nach einer kurzen Pause entgegnete Dr. Parker: „Ich stehe vor einem noch viel größeren Rätsel: Warum hat er mich auserwählt?“

Es gibt vieles in den Gedanken und im Handeln Gottes, was wir nicht ergründen können. Das ist auch gar nicht verwunderlich, denn es bestätigt nur, was Gott in seinem Wort selbst gesagt hat:

„Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. Denn wie der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ Jesaja 55,8.9
Sowohl Gottes Heiligkeit und Gerechtigkeit als auch seine Liebe übersteigen unser Vorstellungsvermögen. Und dasselbe gilt für seine Weisheit und seine Macht. Deshalb müssen wir seine Oberhoheit anerkennen und uns seinem Handeln fügen. Und nicht nur für Dr. Parker, sondern für alle Erlösten des Herrn wird es in alle Ewigkeit ein Wunder bleiben, dass Er gerade sie geliebt hat, als sie noch seine Feinde waren (Römer 5,10).

Und wenn Judas am Ende das Verderben ereilte, dann lag es jedenfalls nicht am Herrn Jesus Christus; Er hatte ihn durch seine Wahl zu einem der zwölf Apostel ja sogar vor anderen begünstigt.


#192

www.gute-saat.de Du bist nahe, HERR.
Psalm 119,151
Nahe ist, der mich rechtfertigt.
Jesaja 50,8
Um unserer Übertretungen willen war er verwundet, um unserer Ungerechtigkeiten willen zerschlagen. Die Strafe zu unserem Frieden lag auf ihm, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden. Jesaja 53,5

Der Nachbar von oben
Eine junge Familie mit einem 5-jährigen Jungen wohnte im sechsten Stockwerk eines großen Stadthauses. Über ihrer Wohnung war ein Man­sar­den-Studio, das an einen jungen Mann vermietet war. Der hatte es stets eilig und sprach mit niemand. Man wusste nicht, wer er war und was er tat. Das machte die Nachbarn misstrauisch. Und die jungen Eltern drohten ihrem kleinen ­Jungen manchmal: „Wenn du nicht brav bist, holen wir den Nachbarn von oben.“

Eines Tages wurde der Kleine sehr krank. Es war gerade Ferienzeit, und für den Augenblick war kein Arzt zu erreichen. Der ängstliche Vater erzählte dem Hausmeister von ihrer Sorge. Dieser sagte zu ihm: „Fragen Sie doch Ihren Nachbarn von oben. Der ist Medizinstudent und beendet gerade seine Studien. Der kann Ihnen doch sicher helfen.“

Der Vater war ganz überrascht; aber er wartete nicht lange und klopfte an die Tür des Studios in der siebten Etage. Der junge Mediziner kümmerte sich sofort um den kleinen Kranken und beschaffte das richtige Medikament.

Kennen Sie Den, den wir mit Achtung einmal den „Nachbarn von oben“ nennen wollen? Wir meinen: Kennen Sie Gott? Vielleicht fürchten Sie sich vor Ihm. Aber Er ist voller Güte und hat die richtige Lösung für die tiefen Probleme des Menschen. Vielleicht haben Sie noch nie mit Ihm gesprochen. Tun Sie es heute. Ja, rufen Sie Ihn um Hilfe an. Er ist der Retter-Gott.


#193

www.gute-saat.de Die Stunde ist schon da, dass wir aus dem Schlaf aufwachen sollen …: Die Nacht ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe.
Römer 13,11.12

Es ist zwei Minuten vor zwölf

Die Atomkriegsuhr ist eine symbolische Uhr, die sich Wissenschaftler zu Beginn des Kalten Krieges ausgedacht haben. 12.00 Uhr auf dem Ziffernblatt bedeutet das Ende der Welt (daher die englische Bezeichnung doomsday clock = „Uhr des Jüngsten Gerichts“). Diese Uhr wird ständig aktualisiert, je nachdem, wie die internationalen Spannungen und die nuklearen, ökologischen oder technischen Bedrohungen sich entwickeln.

Die Entwicklung geht von 11.53 Uhr im Jahr 1947 über 11.58 im Jahr 1953 (Wasserstoffbombentests), 11.43 Uhr im Jahr 1991 (nach dem Kalten Krieg werden Abrüstungsverträge ­unter­zeichnet), bis dann im Jahr 2018 nach dem Stopp von Abrüstungsverhandlungen und dem Stocken der internationalen Zusammenarbeit wieder der Höchststand von 11.58 Uhr erreicht ist: Es ist zwei Minuten vor zwölf.

Auch Jesus Christus spricht von den „Zeichen der Zeit“, die es zu erkennen gilt (Matthäus 16,3). Die Kennzeichen, die uns die Bibel nennt, sind in erster Linie von moralischer Art: „In den letzten Tagen“ werden die Menschen vor allem selbstsüchtig sein - ganz auf den eigenen Vorteil und das eigene Vergnügen bedacht, und das oft auf Kosten anderer und so offensichtlich wie nie zuvor. Parallel dazu will man von Gott und seinen Maßstäben für Gut und Böse nichts mehr wissen, auch wenn man vielleicht noch einen religiösen Anstrich trägt. Das alles ist in der Bibel an verschiedenen Stellen vorhergesagt, zum Beispiel in 2. Timotheus 3,1–5; und das alles haben wir hier und heute in den Medien und oft auch in unserer unmittelbaren Umgebung vor Augen.

Auf der „geistlichen Uhr“ ist es „eine Minute vor zwölf“. Bald geht die Zeit der Gnade, die Gott uns heute noch anbietet, zu Ende; bald kommt das Gericht.


#194

www.gute-saat.de Diese alle sind im Glauben gestorben …
Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott genannt zu werden.
Da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, lasst auch uns … hinschauen auf Jesus.
Hebräer 11,13.16; 12,1.2

In den Ahnengalerien alter Schlösser - zum Beispiel in der Residenz in München oder in den Schlössern von Ludwigsburg und Schwerin - schauen Adelige vergangener Jahrhunderte würdevoll auf den Besucher herab. Die prunkvoll gerahmten Gemälde sollen die Erinnerung an die Mitglieder der königlichen oder fürstlichen Familien sichtbar bewahren.

Die Gesichter tragen in der Regel einen ernsten Ausdruck, und der Betrachter kann nicht erkennen, ob die abgebildete Person glücklich oder unglücklich, gütig oder tyrannisch war. Mit den Namen der meisten Personen kann der Besucher nicht mehr viel anfangen. Sie sind ja schon vor langer Zeit gestorben. - Und wo sind sie jetzt?

Auch die Bibel enthält eine „Ahnengalerie“: ungekünstelte Porträts zahlreicher Personen von ganz unterschiedlicher Herkunft. Was diese Menschen, diese „Wolke von Zeugen“ miteinander verbindet, ist nicht menschlicher Adel. Es ist vielmehr der Glaube an Gott und an sein Wort, durch den sie zur Familie Gottes gehören. Deshalb werden ihre Namen nie in Vergessenheit geraten. Wir finden da Abraham und Sara, Mirjam und Mose, Samuel und David und viele andere.

Waren diese Personen heiliger als andere, wenn Gott sie auf diese Weise ehrt? Durchaus nicht, aber sie haben Gott ihre Lebensschuld bekannt und ihr Vertrauen auf Ihn gesetzt.

In der Familie Gottes und in seiner „Ahnengalerie“ ist Platz auch für Sie und Ihr „Porträt“. Sie können dort aufgenommen werden, wenn Sie an den Herrn Jesus Christus und an seinen Sühnetod glauben.


#195

www.gute-saat.de So hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab.
Johannes 3,16
Gott hat uns ewiges Leben gegeben, und dieses Leben ist in seinem Sohn.

  1. Johannes 5,11
    Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!
  2. Korinther 9,15

Viele Menschen leben in der Vorstellung, dass Gott vor allem eine Reihe von Forderungen an uns stellt. Aber das Neue Testament zeigt uns, dass Gott zuerst gibt, bevor Er irgendetwas von einem Menschen erwartet. Und was gibt Er? Seine höchste Gabe ist Jesus Christus, Gottes eingeborener Sohn. Durch und mit Christus will Gott uns - wenn wir an seinen Sohn glauben - unendlich reich beschenken. Zu seinen Gaben zählen:

Vergebung der Sünden und ewiges Leben,
ein Erretter und Helfer, ein Herr, der es wert ist, dass wir Ihm folgen,
jemand, der uns liebt und den wir lieben,
eine Quelle beständiger Freude für das Herz,
Gewissheit für den Geist,
vollkommener Frieden für das Gewissen,
eine mächtige Waffe, damit wir das Böse über­winden können,
das Recht, Kinder Gottes zu heißen.
Für die Gegenwart haben Kinder Gottes durch den Glauben Sinn und Ziel in ihrem Leben; und für die Zukunft besitzen sie eine Sicherheit über den Tod hinaus und ein himmlisches Erbe bei Christus, ihrem Herrn.

Jeder kann diese Gaben empfangen. Aber jeder muss sie persönlich durch den Glauben annehmen. - Tun Sie es selbst! Niemand anders kann es für Sie tun. Doch wie jedes Angebot läuft auch dieses zu einer ganz bestimmten Frist ab; und die kennt nur Gott.


#196

www.gute-saat.de Ich bin der HERR, der dich heilt.
2. Mose 15,26

Der Herr - unser Arzt (1)

Das Leben vieler Menschen ist nicht auf Rosen gebettet. Ratlosigkeit, Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit machen sich breit. Vielleicht sind auch Sie gerade verzweifelt oder mutlos? Und vielleicht weiß niemand, wie es wirklich um Sie steht. - Wirklich niemand? Doch! Gott weiß es! Er kennt Sie und Ihre Lage. Er nimmt Anteil an Ihrem Ergehen und will deshalb gern mit Ihnen reden. Und das, obwohl wir Menschen oft gar nicht mit Ihm reden wollen!

So wie ein guter Arzt dem Patienten zunächst eine Diagnose stellt, um dann mit einer geeigneten Therapie zu beginnen, so handelt Gott mit uns Menschen. In den folgenden Punkten geht es zunächst um die Diagnose, die Gott dem Menschen stellt, und zwar jedem Menschen. Nach der Diagnose kommt dann die Therapie. Darüber lesen wir morgen.

Diagnose

  1. Gott sagt: Durch die Sünde ist deine Beziehung zu mir, dem lebendigen und heiligen Gott, völlig unterbrochen.
    „Eure Ungerechtigkeiten haben eine Scheidung gemacht zwischen euch und eurem Gott“ (Jesaja 59,2).
    „Ihr wart tot in euren Sünden und Vergehungen …, ohne Christus …, keine Hoffnung habend und ohne Gott in der Welt“ (Epheser 2,1.12).
  2. Gott sagt: Weil du von der Sünde infiziert bist und die Sünde all dein Denken und Handeln beeinflusst, kannst du dich nicht selbst erlösen und nicht aus eigener Kraft zu mir kommen. Auf dich allein gestellt, hättest du nur Tod und Gericht zu erwarten.
    „Alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes.“
    „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod“ (Römer 3,23; 6,23).
    (Schluss morgen)

#197

www.gute-saat.de Ich bin der HERR, der dich heilt.
2. Mose 15,26

Der Herr - unser Arzt (2)

Gestern haben wir die Diagnose gelesen, die Gott für jeden Menschen stellt. Heute geht es um die Therapie, um die „Medizin“, die Gott dem Menschen verordnet, damit wir sein Heil empfangen und nicht für ewig verloren gehen.

Therapie und Medizin

  1. Gott lässt seine Geschöpfe in diesem Zustand nicht allein. Er möchte, dass jeder Mensch in eine glückliche Beziehung zu Ihm kommt. Deshalb sandte Er seinen Sohn auf diese Erde: Jesus Christus. In Ihm finden wir Therapie und Medizin, und Er ist die Brücke zu Gott. Jeder Mensch, der im Glauben zu Christus kommt, der seine Lebensschuld einsieht und Ihm offen bekennt, empfängt Vergebung und Frieden. Jesus Christus spricht:
    „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Johannes 14,6).
    „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben“ (Matthäus 11,28).
    „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Johannes 6,37).
  2. Von seiner Seite aus hat Gott alles getan, damit Sie in eine glückliche Beziehung zu Ihm kommen können und damit Ihr Leben gesunden kann. Ja, Er will Ihnen - durch den Glauben an Christus - ewiges Leben schenken, Leben in allerhöchstem und allerglücklichstem Sinn. Vertrauen Sie sich deshalb ganz dem Herrn Jesus Christus an! Er spricht:
    „Ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit“ (Johannes 10,28).

#198

www.gute-saat.de Das Herz des Menschen erdenkt seinen Weg, aber der HERR lenkt seine Schritte.
Sprüche 16,9

Unser Bibelwort sagt nicht, dass Gott jede Einzelheit im Leben eines Menschen im Voraus geplant und festgelegt hätte. Dann wäre Gott ja auch für alles Böse verantwortlich, was ein Mensch tut. Das ist natürlich nicht so! Aber Gott gibt seine Oberhoheit nicht auf, Er setzt dem Handeln des Menschen Grenzen, und Er behält sich vor, von Fall zu Fall die Gedanken und Schritte der Menschen zu lenken, damit seine eigenen, guten Pläne zustande kommen. Ein Beispiel dafür steht mit der Geburt Jesu Christi in Verbindung.

Zu dieser Zeit herrschte Kaiser Augustus über das Römische Reich. Vielleicht plante er ein höheres Steueraufkommen, weil er mehr Geld brauchte; vielleicht wollte er aber auch nur die östlichen Provinzen seines Reiches neu organisieren - auf jeden Fall ordnete er eine Volkszählung an. Im Zuge dieser „Einschreibung“ machten sich auch Josef und Maria auf, um von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa zu ziehen (Lukas 2,1–5).

Kaiser Augustus weiß bei seiner Verordnung nichts von dem, was 500 Jahre zuvor der Prophet Micha geweissagt hat: Der Messias soll in Bethlehem in Juda geboren werden (Micha 5,1). Bethlehem war die Heimat von König David und wird auch oft die Stadt Davids genannt. Im Zuge der Volkszählung müssen Joseph und Maria als direkte Nachkommen Davids nun in die Stadt ihrer Vorfahren zurückkehren. Sie machen sich auf, obwohl Maria hochschwanger ist. Als sie ankommen, gebiert Maria „ihren erstgeborenen Sohn“: Jesus Christus. In Bethlehem - wie angekündigt! (Lukas 2,7).

War das nur Zufall? Nein! Kaiser Augustus hat eine Idee, einen Willen - und erfüllt mit seiner Volkszählung doch nur den Ratschluss Gottes. Der Mensch denkt, doch Gott lenkt!


#199

www.gute-saat.de Da suchten sie wieder, Jesus zu greifen, und er entging ihrer Hand. Und er ging wieder weg auf die andere Seite des Jordan an den Ort, wo Johannes zuerst taufte, und er blieb dort. Und viele kamen zu ihm und sagten: Johannes tat zwar kein Zeichen; alles aber, was Johannes von diesem gesagt hat, war wahr. Und viele glaubten dort an ihn.
Johannes 10,39–42

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Die Werke Jesu sind der unmissverständliche Beweis dafür, dass eine göttliche Person hier ist, die in Liebe und Vollmacht handelt. Gott, der Vater, ist in dem Sohn - und der Sohn wird offenbart als Der, der mit dem Vater eins ist: in seinem Wesen, in seinen Gedanken und in seinen Absichten der Liebe.

Die Gegner Jesu haben ihre Steine wieder fallen lassen, ihren Hass allerdings nicht. Sie wollen Ihn festnehmen - jetzt schon das dritte Mal (Kap. 7,30.32.44). Doch allein der Sohn Gottes bestimmt, wann man Ihn greifen darf. Jetzt ist es noch nicht so weit; jetzt geht Er zunächst an den Ort zurück, wo sein erster öffentlicher Auftritt als der verheißene Messias stattgefunden hatte: an den Jordan.

Johannes der Täufer lebte schon länger als drei Jahre nicht mehr. Doch sein Zeugnis war seinerzeit so eindrücklich gewesen, dass sich in diesem Augenblick viele Juden daran erinnern.

Johannes war der letzte Prophet der Zeitepoche des Gesetzes. Da waren - wie immer am Ende einer biblischen Zeitepoche - Wunder nicht an der Tagesordnung. Doch Johannes bezeugte Christus glaubhaft, und das war besser als jedes Wunder.

Wir stehen heute in der Endzeit der christlichen Zeitepoche und brauchen ebenfalls nicht zu erwarten, dass Gott durch Menschen Zeichen und Wunder wirkt. Die Christen heute sollten sich deshalb Johannes den Täufer als Vorbild nehmen und darauf achten, dass alles, was sie über Christus reden, auch wahr ist.


#200

www.gute-saat.de Ich sah alle Mühe und alle Geschicklichkeit bei der Arbeit, dass es Eifersucht des einen gegen den anderen ist. Auch das ist Eitelkeit und ein Haschen nach Wind. Prediger 4,4
Einer der besten Jongleure in Mitteleuropa hat sich früh auf das Jonglieren mit Volleybällen spezialisiert. Ein inoffizieller Weltrekord bringt ihm die Aufmerksamkeit der Medien ein.
Neben Geschicklichkeit sind harte Arbeit und eiserne Selbstdisziplin der Schlüssel für diesen Erfolg - das wird in einem Zeitungsinterview deutlich. Der Mann arbeitet mit Bällen, und das nicht nur so aus „Spaß an der Freude“. Denn er ist erst dann zufrieden, wenn dem Zuschauer der Mund vor Staunen offen steht und die Darbietung das Publikum nicht mehr loslässt.
Anerkannt, beneidet oder bewundert zu werden, das ist wohl ein Leistungsmotiv nicht nur von Artisten, sondern der Menschen überhaupt. Unser heutiger Bibelvers bestätigt das. Doch früher oder später wird jeder merken, dass die Anerkennung der Menschen selten von Dauer ist. Dann kommt die Frage auf: Wozu das Ganze? Wenn alle Anstrengung sich nur als ein „Greifen nach Wind“ erweist, ist das doch ein tragischer Schlusspunkt.
Der Apostel Paulus hingegen versicherte, dass er seinen Lebenslauf eben nicht ziellos oder wie ins Blaue hinein führte und dass er nicht wie ein Boxer kämpfte, der nur Luftschläge ausführt (vgl. 1. Korinther 9,26). Paulus hatte kein leichtes Leben, ganz und gar nicht; aber er wusste, dass sich seine Mühe lohnen würde. Er stand im Dienst seines Herrn und Erlösers Jesus Christus. Und er wusste: Nach diesem kurzen irdischen Leben würde er in der ewigen Herrlichkeit die Anerkennung seines Herrn finden. Diese Freude war ihm die Anstrengungen wert.
Und noch dieses: Wer in der Gunst Gottes steht, der verliert nicht viel, wenn Menschen ihn wieder vergessen.


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www.gute-saat.de Jesus spricht zu seinen Jüngern: Kinder, wie schwer ist es, dass die, die auf Vermögen vertrauen, in das Reich Gottes eingehen! Es ist leichter, dass ein Kamel durch das Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes eingehe.
Markus 10,24.25

Reiche Menschen neigen dazu, auf ihr Vermögen zu vertrauen und nicht auf Gott. Das ist die besondere Gefahr des Wohlstands.

Ein Christ kam einmal mit einer steinreichen Frau ins Gespräch. Er spürte ihr Interesse am biblischen Glauben und fragte: „Wie kommt es, dass Sie sich für die Bibel interessieren, für Gottes Wort?“

Sie erzählte dann, dass sie selbst und ihr Mann früher gar kein besonderes Interesse an Gott und der Bibel gehabt hatten. Ihr Lebensinhalt war „das Geschäft“. Eines Tages aber, als sie ihr Kind im Kinderwagen spazieren fuhr, begegnete ihr ein älterer Herr. Er grüßte freundlich, warf einen Blick in den Kinderwagen und fragte dann sehr herzlich: „Wissen Sie, dass Gott Sie sehr lieb hat?“

„Dieser Satz von der Liebe Gottes hat mich nicht mehr losgelassen“, sagte die Frau. Sie fing an, die Bibel zu lesen, und fand die Bestätigung. Sie las darin von der Liebe Gottes und der Retterliebe des Erlösers Jesus Christus. Und sie empfing die Vergebung ihrer Sünden und tiefen Frieden für ihr Herz. Das wünschte sie nun auch für ihren Mann und ihre Kinder.

„Wir haben erkannt und geglaubt
die Liebe, die Gott zu uns hat.
Gott ist Liebe,
und wer in der Liebe bleibt,
bleibt in Gott und Gott in ihm.“

  1. Johannes 4,16