Tages-Kalender mit Bibelsprüchen


#162

www.gute-saat.de Wer in Finsternis wandelt und wem kein Licht glänzt, der vertraue auf den Namen des HERRN und stütze sich auf seinen Gott.
Jesaja 50,10
Retter und Erlöser
Mit heulenden Sirenen ist der Rettungswagen herbeigeeilt. Die Sanitäter handeln schnell. Im Krankenhaus werden dann andere sofort aktiv: Sauerstoffmaske, Injektionen usw. Man unternimmt alles Menschenmögliche für die Frau, damit der versuchte Selbstmord nicht gelingt.
Doch alles könnten die Lebensretter für diese Frau nicht tun, obwohl sie sich so sehr bemühen. Indem man sie ins Leben zurückholt, holt man sie in dieselbe Verzweiflung zurück, die sie zum Äußersten getrieben hat. Die Rettung des Körpers bedeutet nicht zugleich, dass ihre Probleme gelöst sind oder ihre Seele gerettet ist. Sie hat Retter gehabt, jetzt braucht sie noch einen Erlöser!
Wer kann das ganze Dasein eines Menschen verändern, wer kann neue Motivation zum Leben geben, ja wer kann begründete Hoffnung schenken?
Dafür ist Jesus Christus auf die Erde gekommen! Er hat die tiefsten körperlichen und seelischen Leiden erduldet, so dass Er uns aus Erfahrung verstehen kann. Kein Wunder, dass man damals die Kranken und Besessenen zu Ihm brachte. Und Er brach die Macht der Krankheiten und des Teufels (Matthäus 4,24; 8,16.17).
Auch heute will Jesus jedem in seinen besonderen Lebensumständen helfen, und zwar dadurch, dass sich entweder seine Situation so verändert, dass diese erträglich wird, oder dass der Mensch Kraft bekommt, dass er sie ertragen kann. Und Jesus selbst hat versprochen, mitzugehen und mitzutragen.
Ja, Jesus Christus ist unsere Hoffnung! (1. Timotheus 1,1). Und allen Verzweifelten, allen Verbitterten, allen, die in die Enge getrieben sind, gilt die Einladung des Herrn Jesus in besonderem Maß:
„Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“
Matthäus 11,28


#163

www.gute-saat.de Der Gott unserer Väter hat dich dazu bestimmt, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen.
Apostelgeschichte 22,14

Diese Worte sprach Ananias, ein treuer Jünger Jesu Christi, zu Saulus von Tarsus, dem späteren Apostel Paulus. Und tatsächlich: Als Paulus das sonnenhelle Licht in der Nähe von Damaskus erschienen war, hatte er darin Jesus von Nazareth erkannt, und zwar als den Gerechten.

Dass Jesus der Gerechte ist, das hatte der Eiferer Saulus bis dahin nicht glauben wollen, ebenso wenig wie die Verantwortlichen in Jerusalem, die die erste Christenverfolgung inszeniert hatten. Sie ließen sich nämlich nicht gern vorhalten, dass dieser Jesus, den sie hingerichtet hatten, völlig unschuldig war – ja, dass Er der einzige wirklich Gerechte war, der je auf der Erde gelebt hatte.

Christen aber freuen sich über diesen Ehrentitel ihres Herrn. Nie hat Jesus ein Unrecht getan und nie ein unwahres Wort ausgesprochen. Schon der Prophet Jesaja hatte das geweissagt, lange bevor Jesus geboren wurde. Und die Gläubigen denken immer wieder voll Dankbarkeit daran, dass Er, der Gerechte, für sie, die Ungerechten, gelitten hat. So ist Christus als Stellvertreter für sündige Menschen vor Gott eingetreten. Nur Er war dazu in der Lage, denn Er war völlig rein und heilig (Jesaja 53,9; 1. Petrus 3,18).

Ohne Ihn müssten wir alle für immer in unserer Ungerechtigkeit gefangen bleiben. Und das würde die ewige Verdammnis bedeuten. Ohne Christus kann auch heute niemand zu Gott kommen; und ohne Gott in dieser Welt zu leben ist ein elendes Dasein, auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen.

Ungerechtigkeit passt weder zu Gott noch zu seinem Sohn Jesus Christus; denn Christus ist ja ebenso wie der Vater wahrer Gott und vollkommen heilig, weit über jede menschliche Vorstellung hinaus.


#164

www.gute-saat.de Alle Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, brachten ihre Zeit mit nichts anderem zu, als etwas Neues zu sagen und zu hören.
Apostelgeschichte 17,21

Eine Gruppe älterer Männer traf sich regelmäßig auf dem Marktplatz einer Kleinstadt. Als Rentner hatten sie ja viel Zeit. Da wurden Erinnerungen ausgetauscht, man besprach das Neueste von Politik und Wirtschaft und vom Tagesgeschehen am Ort. Für Abwechslung sorgte ein Herr mittleren Alters, der hin und wieder auftauchte und ihnen christliche Flyer überreichte. Sie nahmen die Schriften zwar an, lasen auch ein wenig darin, zeigten aber kein weitergehendes Interesse daran.

Als der Christ wieder einmal auf dem Marktplatz erschien, sah er sich plötzlich von den älteren Herren umringt. „Hören Sie bitte“, begann einer von ihnen, „wir haben da eine Frage.“ Er räusperte sich und fuhr dann fort: „Neulich, da hat uns einer wie Sie, also einer, der auch an Gott glaubt, Folgendes gesagt: ‚Wenn Sie sich nicht bekehren, kommen Sie alle in die Hölle!‘ – Nun, ich muss ja sagen, so etwas ist uns noch nicht vorgekommen. Wie stehen Sie denn dazu?“ Nach kurzer Pause entgegnete der Christ: „Ob ich Ihnen das so direkt gesagt hätte, weiß ich nicht; eins aber ist sicher: Der Mann hatte recht!“ Verlegenheitspause … Endlich sagte der Wortführer: „Lassen Sie uns bitte in Ruhe mit solchen Märchen; wir brauchen Ihre Blättchen nicht!“

Das Neueste wollten die Alten hören; aber das ist oft nicht das Wichtigste. Das Stichwort „Hölle“ genügte ihnen, um das Evangelium mit einer Handbewegung abzutun. Dabei ist das Evangelium doch gerade die gute Botschaft, dass Jesus Christus uns vor dem ewigen Gericht erretten will.

Himmel und Hölle – beides sind Realitäten. Das lehrt uns die Bibel, das hat Jesus Christus selbst gepredigt, und darauf können wir uns verlassen!


#165

www.gute-saat.de Die Sünder in Zion sind erschrocken.
Jesaja 33,14

„Die Sünder in Zion“ – was für Menschen sind das? Zion, der Tempelberg in Jerusalem, war der Mittelpunkt des religiösen Lebens in Israel. Dort wurde der wahre Gott verehrt.

Wer aber sind „die Sünder in Zion“ heute? Es sind Menschen, die eine gewisse Nähe zum christlichen Glauben schätzen. Vielleicht besuchen sie mitunter einen Gottesdienst und halten an einigen christlichen Grundwerten fest.

Allerdings – das reicht ihnen auch schon. Weiter braucht es ihrer Ansicht nach mit dem „Glauben“ nicht zu gehen. Wirklich nach Gott und nach seinem Willen fragen – das wollen sie nicht. Und redet man von Bekehrung, von Buße, von Sündenvergebung, so wehren sie ab. Das geht ihnen zu weit.

Und eben deshalb nennt Gott sie „Sünder“! Menschen in äußerer Nähe zum Glauben und doch ohne den aufrichtigen, rettenden Glauben. In Wirklichkeit klammern sie Gott aus ihrem Leben aus, und deshalb sind sie das, was sie immer waren: Sünder.

Doch es gibt noch Hoffnung: „Die Sünder in Zion sind erschrocken.“ Woher kommt der Schrecken? – Gott hat zu ihnen geredet. Er hat sie erkennen lassen, was Sünde ist und was ihre Folgen sind. Und Er hat ihnen gezeigt, dass Er den verurteilen und strafen wird, der nicht von seinen Sünden umkehrt und nicht die Vergebung Gottes sucht. Darüber sind die Sünder erschrocken!

Aber es ist ein heilsamer Schreck für den, der daraus die Konsequenzen zieht – der die Gnade Gottes annimmt, die uns in der Person des Heilandes Jesus Christus erschienen ist (Titus 2,11).

„Siehe, zum Heil wurde mir bitteres Leid: Du zogst liebevoll meine Seele aus der Grube der Vernichtung; denn alle meine Sünden hast du hinter deinen Rücken geworfen.“ Jesaja 42,17


#166

www.gute-saat.de Ich muss die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt. Als er dies gesagt hatte, spie er auf die Erde und bereitete einen Brei aus dem Speichel und strich ihm den Brei auf die Augen; und er sprach zu ihm: Geh hin, wasche dich in dem Teich Siloam (was übersetzt wird: Gesandt). Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.
Johannes 9,4-7

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Der Blindgeborene ist für den Herrn eine Gelegenheit, die Werke Gottes an ihm zu tun. In seiner Liebe konnte Jesus nicht ruhen, solange Er von Menschen mit tiefen Bedürfnissen umgeben war. Wenn Er aber die Welt wieder verlassen würde, dann würde es Nacht werden, und niemand könnte sein Werk fortsetzen.

Betreibt denn heute niemand mehr das Werk Gottes? Doch, in einem gewissen Sinn schon! Seit Jesu Himmelfahrt sind viele ausgegangen, um der ganzen Welt das Evangelium zu predigen (vgl. Markus 16,15). Menschen werden aus der Welt herausgerufen, damit sie das ewige Heil und himmlischen Segen empfangen, aber das Evangelium der Gnade befreit die Welt heute nicht von allem Leid. Das wird erst im Tausendjährigen Reich geschehen, wenn „die Nacht“ vorüber ist, während der Christus von den Menschen abgelehnt und verworfen ist.

Für die Heilung des Blinden bereitet der Herr hier eine außergewöhnliche „Augensalbe“ zu. Der Speichel symbolisiert die Wirkungskraft des Herrn; die Erde deutet darauf hin, dass Er selbst Mensch geworden ist. Bedeutend ist dann noch der Teich mit dem Namen Gesandt, an dem die Heilung stattfindet. Das lehrt uns: Wenn wir im Glauben erfassen, dass der demütige Mensch Jesus Christus zugleich eine göttliche Person ist, die vom Vater gesandt worden ist, um Sünder zu retten und zu segnen, dann wird es in unserem Leben hell.


#167

www.gute-saat.de So wird Gott sich seiner erbarmen und sprechen: Erlöse ihn, dass er nicht in die Grube hin­ab­fahre; ich habe eine Sühnung gefunden.
Hiob 33,24

Aus Nacht zum Licht (2)

„Das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde“ (1. Johannes 1,7). Ich las diese Worte noch einmal und sagte mir: Für einen Mörder wie mich gilt das nicht!

In der folgenden Nacht kämpfte ich den größten Kampf meines Lebens. Mein Herz rief zu Gott um Erbarmen, und Er antwortete mir. Am Morgen fand ich Frieden. Gott gab mir die Gewissheit, dass Jesus auch für meine Sünden gestorben war. Da war ich bereit, in die Ewigkeit zu gehen – mit dem Herrn Jesus.

Unerwartet wurde das Todesurteil in lebenslängliche Gefängnisstrafe umgewandelt. Mir stand nun nicht mehr der nahe Tod bevor, sondern eine lange, einsame Gefangenschaft. – Einsam? Nein, denn Jesus würde bei mir sein.

Später wurde ich in eine Arbeits-Strafanstalt verlegt. Meine Gefährten wunderten sich über meinen glücklichen Gesichtsausdruck. Ich erzählte ihnen meine Erfahrung. Einige lachten, andere wurden nachdenklich und verlangten auch nach einer Bibel. Mit Erlaubnis des Gefängnisdirektors, der die Veränderung bei mir bemerkt hatte, durfte ich im Lauf der Zeit mehr als dreißig Bibeln und etwa 100 christliche Schriften an Gefangene verteilen. Einige meiner Gefährten haben so das Heil in dem Herrn Jesus Christus gefunden. Offenbar habe ich hier noch eine Aufgabe zu erfüllen – obwohl ich selbst ganz unwürdig für das Erbarmen Gottes war.

So weit die Erzählung des Gefangenen. Als mich vor kurzem jemand ironisch fragte, ob ich jemals ein Wunder gesehen hätte, erzählte ich ihm diese Geschichte. Der Spötter wurde nachdenklich, und es schien mir, als sehnte er sich im tiefsten Inneren nach dem Glück, das dieser Strafgefangene besaß.


#168

www.gute-saat.de Wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn.
Römer 6,9

Jesus Christus ist „der Urheber des Lebens“, und Er sagt von sich selbst: „Ich bin … das Leben“ (Apostelgeschichte 3,15; Johannes 14,6). Und doch gab es eine Zeit, als der Tod über Ihn „herrschte“. Jesus hatte den Tod, der ja die Folge der Sünde ist, nicht verdient. Weil Er nie gesündigt hatte, sondern völlig heilig und gerecht war, war Er – im Gegensatz zu allen anderen Menschen – dem Tod nicht zwangsläufig unterworfen.

Warum gab es dennoch eine Zeit, als der Tod über Jesus „herrschte“? Weil Jesus freiwillig die Strafe für sündige Menschen auf sich genommen hat und freiwillig für sie gestorben ist – als ihr Stellvertreter im Gericht Gottes.

Am Kreuz rief Jesus aus: „Es ist vollbracht!“, und dann neigte Er freiwillig sein Haupt und übergab den Geist. Er starb (Johannes 10,18; 19,30). – Von diesem Augenblick an hatte es den Anschein, als hätte Satan gesiegt. Der Körper Jesu wurde vom Kreuz abgenommen und in ein Grab ­gelegt. Für jeden von uns ist das Grab die End­station unseres irdischen Lebens. Doch den Herrn ­Jesus Christus konnte selbst der Tod nicht festhalten. Wie Jesus seinen Jüngern zuvor angekündigt hatte, stand Er nach drei Tagen wieder aus den Toten auf.

Nun war die Herrschaft des Todes vorbei. Die wenigen Menschen, die von den Propheten oder von Jesus auferweckt worden waren, mussten alle wieder sterben. Doch Christus hat den Machtbereich des Todes so vollständig verlassen, dass Er nie mehr stirbt. Er hat durch seine Auferstehung gezeigt, dass Er der Stärkere ist. Durch seinen Tod hat Er Satan endgültig besiegt.

Zugleich hat Jesus allen, die an Ihn glauben, Erlösung gebracht. Weil Er als ihr Stellvertreter für ihre Sünden gestorben ist, sind sie im Tod und in der Auferstehung mit Ihm verbunden. In seiner Auferstehungsmacht wird Jesus alle Gläubigen auferwecken und zu sich in die Herrlichkeit des Himmels führen.


#169

www.gute-saat.de Ich will dich nicht versäumen und dich nicht verlassen.
Hebräer 13,5

Antworten auf meine Befürchtungen

Ich bin gläubiger Christ und doch lassen die Schwierigkeiten des Lebens manchmal Fragen in meinem Herzen aufkommen. Dann finde ich in der Bibel, in Gottes Wort, hilfreiche Antworten, die mir Frieden geben.

Warum fühle ich mich einsam? Jesus hat doch verheißen, dass Er immer bei mir ist und mich nie verlassen wird. – „Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters“ (Hebräer 13,5; Matthäus 28,20).

Warum bin ich beunruhigt? Ich kann doch meine Sorgen bei Gott abladen, der für mich sorgt. – „Werft all eure Sorge auf ihn; denn er ist besorgt für euch“ (1. Petrus 5,7).

Warum lasse ich mich niederdrücken, wenn die Welt mir Probleme bereitet? Ich kann doch im Glauben an Jesus und seinen Sieg völlig zuversichtlich sein. – „Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden“ (Johannes 16,33).

Warum fürchte ich Armut und Mangel? Ich habe doch die Zusage Gottes, dass Er mir alles geben wird, was ich brauche. – „Mein Gott wird euch alles Nötige geben nach seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus“ (Philipper 4,19).

Die Bibel sagt mir, dass der HERR die Stärke meines Lebens ist. Wenn ich mir das bewusst mache, kann ich meinen Lebensweg mit Zuversicht weitergehen:

„Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Stärke, vor wem sollte ich erschrecken?“ Psalm 27,1


#170

www.gute-saat.de Der HERR sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; denn der Mensch sieht auf das Äußere, aber der HERR sieht auf das Herz.

  1. Samuel 16,7

Der Betrugsfall erschütterte die Finanzwelt. Lange Zeit hatte die Firma für schwere Spezialmaschinen als Vorzeige-Unternehmen der Region gegolten. Ein findiger Unternehmer vermarktete ein erfolgversprechendes Patent und erzielte damit für seine schnell wachsende Firmengruppe große Gewinne – so schien es.

Doch dann platzte die schillernde Seifenblase. Die Kriminalpolizei schlug zu und deckte den bis dahin wohl größten Fall von Wirtschaftskriminalität in Deutschland auf. Es stellte sich heraus, dass der „Erfolg“ des fast unüberschaubaren Firmen-Imperiums hauptsächlich darin begründet war, dass Vermögenswerte und Umsätze vorgetäuscht wurden, die in Wirklichkeit gar nicht vorhanden waren. Dazu wurden Rechnungen, Kontoauszüge und andere Dokumente gefälscht, ebenso Seriennummern auf den teuren Anlagen. Als die Wahrheit ans Licht kam, lag der strafrechtliche Schaden bei über 2 Milliarden Euro.

Lange war es den Firmeninhabern gelungen, als seriöse, erfolgreiche Geschäftsleute aufzutreten und ihre Geschäftspartner zu täuschen. Tatsächlich gelingt es Menschen oft, anderen etwas vorzutäuschen, was nicht der Realität entspricht. Gott aber können wir nicht darüber täuschen, wie wir wirklich zu Ihm stehen.

Das erste Menschenpaar, Adam und Eva, hatte das zwar versucht – Gott etwas vorzumachen: Als sie von der verbotenen Frucht gegessen hatten und erkannten, dass sie nackt waren, machten sie sich Kleidung aus Feigenblättern und versteckten sich (1. Mose 3,7.8). Aber was nützte es ihnen? Sie wurden ja doch von Gott zur Rede gestellt. – Beachten wir: Nur wer Gott seine Schuld bekennt und Jesus als Retter annimmt, wird von Ihm gerecht gesprochen. Alles andere hält vor Gottes prüfendem Auge nicht stand.


#171


Die Bewohner der Finsternis und des Todesschattens, gefesselt in Elend und Eisen: … Da schrien sie zu dem HERRN in ihrer Bedrängnis, und aus ihren Drangsalen rettete er sie. Er führte sie heraus aus der Finsternis und dem Todesschatten und zerriss ihre Fesseln. Mögen sie den HERRN preisen wegen seiner Güte und wegen seiner Wundertaten an den Menschenkindern! Denn er hat zerbrochen die ehernen Türen und die eisernen Riegel zerschlagen.
Psalm 107,10.13-16

Jakob, ein afrikanischer Prediger, sorgte sich um die Christen in einem Nachbarland. Sie wurden dort verfolgt; viele von ihnen kamen ins Gefängnis; und ihre Bibeln wurden verbrannt. Jakob wollte sie besuchen und ermutigen, doch an einem Kontrollposten wurde er verhaftet.

Die Soldaten beschlagnahmten sein Auto mit all seinen Habseligkeiten, darunter auch die ­Bibeln, die er bei sich hatte. Er selbst wurde in Untersuchungshaft genommen. Nach einem langen Verhör kam er in eine schmutzige Zelle, wo sich bereits andere hungrige Häftlinge befanden.

Schnell wurde Jakob klar, dass diese Gefangenen in einer verzweifelten Situation waren. Sie litten nicht nur körperlichen, sondern auch geistlichen Hunger. Jakob konnte ihnen nicht zu essen geben, aber er bemühte sich, auf die Bedürfnisse ihrer Seele einzugehen.

Er erzählte ihnen von der Liebe Jesu und der Vergebung Gottes, von der Befreiung aus der Macht der Sünde und wie Gott seinen Kindern in jeder Lage hilft. So hatte Jakob es selbst in seinem Leben erfahren. Einige seiner Zellengenossen wurden davon im Herzen getroffen; sie bekannten Gott ihre Sünden und nahmen Jesus als ihren Retter an. Innerhalb weniger Wochen verwandelte sich die dunkle, schmutzige und stinkende Zelle in einen Ort des Lichts. Man hörte keinen Fluch mehr, sondern stattdessen Lieder zur Ehre Gottes. Diese Verwandlung führte dazu, dass sich auch zwei Wächter zu Christus bekehrten.


#172

www.gute-saat.de Die zur Hochzeit Geladenen aber kümmerten sich nicht darum und gingen hin, der eine auf seinen Acker, der andere an seinen Handel. Die Übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten und töteten sie. Der König aber wurde zornig und sandte seine Heere aus, brachte jene Mörder um und setzte ihre Stadt in Brand.
Matthäus 22,5-7

Einladung zur Hochzeit (3)

Das Drama geht in die Verlängerung! Beim ersten Mal sagen die Geladenen: Nein! Beim zweiten Mal sagen sie – nichts! „Sie kümmerten sich nicht darum.“ Kann man deutlicher zeigen, dass man nicht interessiert ist? Jeder geht an seine Arbeit – so, als ob nichts gewesen wäre. Es gibt sogar welche, die die Einladung mit Mord und Totschlag beantworten.

Kann der König es einfach hinnehmen, wenn seine Güte mit Füßen getreten wird? Nein. Er mobilisiert sein Heer, bringt die Mörder um und steckt ihre Stadt in Brand. Schrecklich, aber durch unbeugsamen Starrsinn selbst verschuldet!

Wenn wir das Gleichnis deuten wollen, fragen wir uns: Wie reagierte das Volk des Messias, als die Apostel Jesu den ganzen Reichtum der göttlichen Gnade predigten? Die große Mehrzahl pflegte einfach weiter die religiösen Traditionen und ging unbeirrt den eigenen Interessen nach. Und einige der Boten Gottes brachten sie sogar um. Bevor der spätere Apostel Paulus sich zu Christus bekehrte, hatte sogar er selbst die Boten Gottes verfolgt. Über diese Zeit sagt er: „Und sie in allen Synagogen oftmals strafend, zwang ich sie zu lästern; und übermäßig gegen sie rasend, verfolgte ich sie.“ Über Jerusalem erfüllte sich das prophetische Wort: „Die treue Stadt! Sie war voll Recht, Gerechtigkeit weilte darin, und jetzt Mörder!“ – Dann kam das Jahr 70 n. Chr., und die Römer zerstörten Jerusalem. Es blieb „nicht ein Stein auf dem anderen“ (Apostelgeschichte 26,11; Jesaja 1,21; Matthäus 24,2).

Ist die Geschichte damit zu Ende? Gott sei Dank: Nein! Sie nimmt jetzt eine besonders schöne Wendung!


#173

www.gute-saat.de Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen Verstand.
Sprüche 3,5

Stehen die Bibel und der christliche Glaube dem Verstand des Menschen etwa feindlich gegenüber? – Keineswegs!

Der Mensch ist das Meisterstück Gottes. Er ist „im Bild Gottes“ erschaffen und soll sich die Erde untertan machen (1. Mose 1,27.28). Dazu hat Gott ihm Intelligenz, Talent und Kraft verliehen. Damit schafft der Mensch Gewaltiges und Sensationelles: Durch sein Teleskop entdeckt er neue Galaxien, und durch sein Mikroskop erkennt er die kleinsten Atome. Er denkt und forscht, er kombiniert und programmiert – und dann? Dann erlebt er, dass sein Leben auf der Erde nur „ein Hauch“ ist, der schnell verfliegt (Hiob 7,7). Mit dem Tod ist eine Grenze erreicht, über die sein Verstand nicht hinausblicken kann.

Das muss man sich einmal klarmachen: Jedes menschliche Wissen und verstandesmäßige Analysieren ist begrenzt. Der Mensch kann nicht einmal sicher wissen, was morgen geschehen wird, und erst recht nicht, was ihn in der Ewigkeit erwartet! Deshalb kann man sich in geistlichen Fragen – wenn es um Gott und den Teufel, um Leben und Tod, um Himmel und Hölle geht – nicht auf den Verstand oder auf rein menschliche Erkenntnis verlassen.

Ist der Verstand also wertlos oder hinderlich? Nein, durchaus nicht – wenn wir ihn als „Werkzeug“ benutzen und nicht als „Informationsquelle“ in geistlichen Fragen! Über diese Fragen kann nur Gott selbst zuverlässige Informationen geben. Wir finden sie in der Bibel, dem Wort Gottes. Wir brauchen sowohl Verstand als auch Glauben, um die Mitteilungen Gottes aufzunehmen und sie zu verstehen. Aber nicht auf unseren Verstand sollen wir uns stützen, sondern auf Gott selbst und auf sein Wort!

Eine ganz alte Frage lautet: „Wie könnte ein Mensch gerecht sein vor Gott?“ (Hiob 9,2). Sie wird nicht beantwortet, indem wir unseren Verstand fragen – sondern indem wir zu Christus kommen.


#174

www.gute-saat.de Der Pharao, der König von Ägypten, ist verloren; er hat die bestimmte Zeit vorübergehen lassen!
Jeremia 46,17

3:38 Uhr. Schlafenszeit. Jedenfalls für die meisten von uns.

3:38 Uhr am 26. August 2016. Die Uhr des Kirchturms von Amatrice in Italien dokumentiert das Unfassbare: das Erdbeben, das Mittelitalien erschütterte und allein in dem kleinen Bergdorf 231 Menschen im Schlaf überraschte und in den Tod riss.

3:38 Uhr. Das Erdbeben legt fast das ganze Dorf in Trümmern. Doch der Kirchturm bleibt wie ein Mahnmal stehen – ebenso wie die Kirch­turm­uhr, die unverändert 3:38 Uhr anzeigt. Bis Ende Oktober die Erde erneut bebt und das Glockengeschoss des Kirchturms einstürzt.

3:38 Uhr. Um diese Uhrzeit zog der Tod ins Dorf ein. Weder erwartet noch erwünscht. – Durch Erdbeben werden wir in Deutschland nur selten aufgeschreckt. Bei uns sind es eher Unfälle oder Krankheiten, die hoffnungsvolle Leben beenden, die Menschen auseinanderreißen, die Schlusspunkte setzen. Sie lassen uns verzweifelt und leer und mit Fragen zurück.

Wie gut, dass es Einen gibt, der trösten und Tränen trocknen kann. Der gesagt hat: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben.“ Der das Leid kennt und der am Grab seines Freundes Lazarus selbst Tränen vergoss (Matthäus 11,28; Johannes 11,35).

Dieser Eine redet durch das Wunder einer Geburt und durch die Wunder in der Natur – aber Er redet auch durch Unglücke und Katastrophen. Weil Er Menschen aufwecken will, damit sie zu Ihm umkehren. Weil Er „nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen“. Weil Er möchte, dass wir in der Ewigkeit bei Ihm sind (2. Petrus 3,9).

3:38 Uhr. Sind wir bereit, Gott zu begegnen?


#175

Hallo…guten Abend

“Für die Dämonen ist der Heilige Gottes ein Schrecken (Lukas 4,34), "
Dieser Satz von Dir, widerspricht der Bibel!!! Lukas 4,34 handelt eindeutig von der Person von Jesus in dem der heilige Geist war; und nicht vom heiilgen Geist alleine.
Wir sind noch schwach,und da steht in 1. Petrus klipp und klar: " Euer Widersacher der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und versucht das er euch verschlinge!!!”
Der nächste Satz dagegen stimmt".
…für die Gläubigen dagegen ist Er die Quelle der Freude und des Friedens. Zu wem sollten wir gehen, wenn nicht zu Jesus Christus? Es gibt keine Alternative!..

Jawohl, in 1. Petrus steht : " wachet und betet…"

NIX FIR UNGUT SIGGI80


#176

www.gute-saat.de … die bitterer Seele sind; die auf den Tod harren, und er ist nicht da, und die nach ihm graben, mehr als nach verborgenen Schätzen; die sich freuen bis zum Jubel, Wonne haben, wenn sie das Grab finden …
Hiob 3,20-22

Hier spricht ein Verzweifelter – einer, der meint, das Leben nicht mehr aushalten zu können. Er sieht das Grab als Ruheort, wo jedes Problem endgültig beseitigt ist, und er sehnt sich danach. Wenn die Not groß ist, können solche Gedanken aufkommen. Und tatsächlich enden ja alle irdischen Sorgen mit dem Tod. – Ist der Tod deshalb ein guter Ausweg?

Mit dem Tod ist keineswegs alles aus. Das sagt uns die Bibel – und das sagt auch unser Gewissen. Jeder Mensch wird einmal auferstehen und vor Gott erscheinen. Dabei gibt es einen doppelten Ausgang: Entweder erfahren wir „die Auferstehung zum Leben“ oder „die Auferstehung zum Gericht“ (Johannes 5,29).

Wer aufersteht, um gerichtet zu werden, der wird für jede böse Tat und jedes böse Wort vor Gott Rechenschaft ablegen und verurteilt werden. Die ewige Gottesferne wird die entsetzliche Folge sein (Offenbarung 20,11-15; Matthäus 12,36). Wer sich leichtfertig über Gottes Gebote hinwegsetzt und seinem Leben auf der Erde mutwillig ein Ende bereitet, um von seinen Sorgen befreit zu sein, wird dann merken, dass er sich geirrt hat, und wird weit Schlimmeres erleben.

Gott sei Dank: Es gibt einen Ausgang oder Ausweg aus jeder Not auf der Erde. Gott selbst will denen, die Ihm vertrauen, die Kraft geben, jede Lage zu ertragen (2. Korinther 4,8; 1. Korinther 10,13). Und Gott sei Dank gibt es auch eine Auferstehung zum Leben. Wenn jemand Jesus Christus als seinen persönlichen Retter und Herrn kennt, dann sind seine Sünden vergeben. Zwar wird auch er vor dem Richterstuhl Christi „offenbar werden“, aber nicht um gerichtet zu werden, sondern um in glücklicher Gemeinschaft mit Christus in der Herrlichkeit des Himmels zu leben (2. Korinther 5,10; 1. Johannes 3,1.2). Deshalb wollen wir uns für Leben und Tod ganz Ihm anvertrauen.


#177

www.gute-saat.de Verwüstung und Elend ist auf ihren Wegen, und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt.
Römer 3,16.17

In einem Museum gab es eine Videoschau, die mich erschüttert hat. Darin wurden mensch­liche Gewalttaten angeprangert. Schreckensbilder in immer neuen Szenen – ich verzichte hier auf Einzelheiten. Die Eindrücke haften weiter im Gedächtnis.

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte von Krieg, Terror und Verwüstung, von Blut und Tränen. Nach den Erfahrungen unserer Zeit wird das kaum jemand bestreiten.

Aber was ist die Lösung? Friedensbündnisse und -verträge haben oftmals versagt. Und Diktatoren haben vielleicht für eine Zeit einen Scheinfrieden herstellen können, der aber mehr einer Friedhofsstille gleichkam.

Haben wir endlich Konzepte für die Zukunft, die wirklich Erfolg versprechen?

Nach wie vor, wenn auch wenig zur Kenntnis genommen, stellt Gott der Welt seinen Mann vor. Nur dieser kann den Frieden bringen, und Er wird es auch tun. Mit Recht trägt Er den Namen „Friedefürst“! (Jesaja 9,5).

Als Er in die Welt kam, lehnte man Ihn ab, seine Botschaft fand man nicht akzeptabel. Das hat sich bis heute nicht geändert. Aber Gott bleibt bei seinem Friedensplan, nämlich den Frieden durch Jesus Christus, seinen Sohn, einzuführen. Niemand sonst wird das gelingen.

Heute aber kann jeder schon für sich persönlich zum Frieden mit Gott kommen, und das ist beste Voraussetzung für den Frieden zwischen Menschen. Jesus Christus ist „unser Friede“ (Epheser 2,14).

Wer sein Leben Christus übergibt, seine eigenen Verfehlungen vor Gott bekennt und sein ganzes Vertrauen auf Jesus Christus und seinen Kreuzestod setzt, der wird die Wahrheit seiner Worte erleben: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“ (Johannes 14,27).


#178

www.gute-saat.de Wir bitten an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott! Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.
2. Korinther 5,20.21

Vor 2000 Jahren geschah das größte Wunder, das diese Welt je gesehen hat. Da lebte ein Mensch auf der Erde, der niemals sündigte. Er tat in allem das, was nach Gottes Urteil richtig ist. Das fing bei Ihm nicht erst mit 20 oder 40 Jahren an. Nein, von frühester Kindheit an tat Er nur das, was Gott erfreute.

Sie wissen sicher schon: Das kann nur Jesus Christus, der Sohn Gottes, sein. Er ist der Einzige, dessen Leben vollkommen mit dem Willen Gottes übereinstimmte. Die Bibel bezeugt, dass Jesus „keine Sünde tat“. Er ist auch der Einzige, dessen Worte und Handeln völlig dem entsprachen, was Er in seinem Innern und in seinem Wesen war. Jeder andere, selbst der „Beste“ von uns, muss zugeben, dass er manchmal etwas zu verheimlichen hat. Christus aber war in seinem ganzen Leben so transparent, dass selbst der Richter Pilatus vor seinem ungerechten Urteilsspruch zugeben musste, dass Jesus Christus „ein Gerechter“ war (1. Petrus 2,22; Johannes 8,25; Matthäus 27,24).

Werden wir es je begreifen können, dass Gott gerade diesen Vollkommenen, seinen eigenen Sohn, richtete und für Sünden bestrafte, die Er nicht begangen hatte? – Der Gläubige kann sagen: Er trug am Kreuz meine Sünden. Er gab sein Leben für mich hin, damit meine Sünden vergeben werden konnten.

Das Sühnopfer Christi reicht aus für die Sünden eines jeden. Aber es kommt nur denen zugute, die zu Gott umkehren, Ihm ihre Sünden bekennen und das Erlösungswerk Jesu im Glauben für sich in Anspruch nehmen. – Auf diese Weise sollte jeder der Bitte des Herrn folgen: „Lasst euch versöhnen mit Gott!“


#179

www.gute-saat.de Es war aber das Fest der Tempelweihe in Jerusalem; und es war Winter. Und Jesus ging im Tempel, in der Säulenhalle Salomos, umher. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Bis wann hältst du unsere Seele hin? Wenn du der Christus bist, so sage es uns frei heraus. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir; aber ihr glaubt nicht, denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe.
Johannes 10,22-26

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Zuletzt haben wir Jesus auf dem Laubhüttenfest und in der Zeit danach in Jerusalem gesehen (Kap. 7-9). Zwischen dem Laubhüttenfest, das Ende September gefeiert wird, und dem Fest der Tempelweihe, das in der zweiten ­Dezemberhälfte stattfindet, liegen ca. drei Monate. Ob der Herr zwischenzeitlich in Galiläa war und ob Er an diesem Fest teilgenommen hat, erfahren wir hier nicht. Das Fest der Tempelweihe gehörte jedenfalls nicht zu den drei Festen des Herrn, die von jedem Israeliten jährlich in Jerusalem gefeiert werden sollten (5. Mose 16); es geht auf Judas Makkabäus zurück, der es 164 v. Chr. einführte.

Jesus geht in der Säulenhalle des Tempels umher – im Winter. Wehte draußen ein kalter Wind? Oder möchte der Heilige Geist mit der Angabe der Jahreszeit die zunehmende Kälte andeuten, die der Herr vonseiten der jüdischen Führer erlebte? Sie fordern Ihn hier wieder einmal heraus und werfen Ihm vor, Er ließe sie darüber im Ungewissen, ob Er der Christus sei oder nicht. Der Herr sieht in die Herzen: Nein, sie wollen nicht an Ihn glauben. Seine Worte – zum Beispiel in den Kapiteln 5, 6 und 8 – haben deutlich gemacht, wer Er ist. Wer immer noch zweifelt, den könnten die Werke überzeugen, die Jesus als der Gesandte seines himmlischen Vaters getan hat. Jesus als den Christus Gottes anzuerkennen – das ist bis heute nicht eine Frage des Beweismaterials, sondern eine Frage des Herzens.


#180

www.gute-saat.de Durch Christus haben wir den Zugang … zu dem Vater.
In Christus Jesus, unserem Herrn, haben wir die Freimütigkeit und den Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn.
Epheser 2,18; 3,11.12

Viele Menschen verrichten ihre Gebete zu festgesetzten Tageszeiten. Manche glauben, dass man an geweihten Stätten beten solle. Weil aber der große Gott kein sichtbares Haus auf der Erde hat, in dem Er wohnt, sind solche Fragen für das Gebet von untergeordneter Bedeutung.

Beten heißt mit Gott reden; reden wie mit einem Freund, der sich für mich interessiert und mir gut gesonnen ist. Wiedergeborene Christen haben solch ein persönliches Verhältnis zu Gott. Und das nicht, weil sie besser wären als andere Menschen, sondern weil sie den Sohn Gottes als ihren Erlöser und Herrn kennen. Deshalb können sie mit ihrem Gott völlig offen reden und Ihm alle ihre Anliegen sagen. Dabei vergessen sie das Danken nicht; denn dass sie freien Zugang zu dem allmächtigen Gott haben, ist tatsächlich ein außerordentliches Geschenk.

Kennen Sie diesen Zugang zu Gott? – Dann dürfen Sie zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Ihm rufen, unabhängig davon, wo Sie sich gerade befinden. Gott hört überall, auch wenn Sie nur flüstern oder in Gedanken mit Ihm reden.

Gott schenkt dem gläubigen Beter in allen Lebensumständen innere Ruhe und Frieden. Kinder Gottes wissen, dass der Vater sie liebt, sie hört und für sie sorgt:

„So seid nun nicht besorgt, indem ihr sagt: Was sollen wir essen?, oder: Was sollen wir trinken?, oder: Was sollen wir anziehen? … Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr dies alles nötig habt. Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“ Matthäus 6,31-33


#181

www.gute-saat.de Da ist kein Mensch, der nicht sündigt.

  1. Könige 8,46

Auf einer Bergwanderung kommen uns ein Mann und eine Frau entgegen. Schnell sind wir im Gespräch über die Schönheit der Schöpfung Gottes. Neben uns ragt eine Felswand einige Hundert Meter senkrecht nach oben. Wir blicken hinauf, und ich stelle ihnen die Frage, wodurch ein Mensch in den Himmel kommen kann.

„Ich halte die Gebote Gottes“, meinte die Frau. Diese Antwort bekommt man oft zu hören. Ich versuche, ihr zu erklären: „Kein Mensch, der je gelebt hat, hat die Zehn Gebote halten können; nur der Herr Jesus Christus hat sie erfüllt. Niemand kann sich selbst den Himmel verdienen, geschweige denn im Endgericht vor Gott bestehen.“ – Doch die Frau bestand darauf, dass man gerettet werde, wenn man die Gebote halte.

Da fragte ich sie: „Angenommen, der Weg in den Himmel ginge über diese Felswand – würden Sie es wagen, hier hochzuklettern?“ Das verneinte sie. Sie wusste: Ein einziger Fehltritt könnte sie das Leben kosten. Und daran knüpfte ich an: „Wenn jemand das Gesetz Gottes halten will, aber bei einem Gebot einen Fehltritt tut, dann ist er ,aller Gebote schuldig geworden‘. So sagt es Gottes Wort“ (Jakobus 2,10).

Nachdenklich schwieg die Frau. Da meldete sich der Mann zu Wort, der bisher schweigend zugehört hatte, und sagte: „Es ist der Glaube, der rettet.“

Wie recht hatte er! – Nicht unser Tun rettet, sondern der Glaube an Christus und an das, was Er am Kreuz getan hat! Der Glaube an den Sohn Gottes, an den gestorbenen und auferstandenen Herrn Jesus Christus! Durch Ihn, den Retter, kann jeder Mensch zu Gott kommen, wenn er nur will. Alle anderen Wege führen ins Verderben. Aber Christus weist uns den Weg zum Leben, und dieser Weg führt in die Herrlichkeit des Himmels. Jesus Christus selbst ist der Weg.