Tageskalender mit Gottes Wort


#605

Da das Benzin so knapp ist im Libanon, gibt es bei den Tankstellen riesenlange Warteschlangen.
Christen bekamen die Idee, bei den Tankstellen mit neuen Testamenten und Wasserflaschen von Auto zu Auto zu gehen und beides zu verteilen.
Dabei konnten sie vieln Menschen die rettende Botschaft von Jesus Christus werter sagen.
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Gerne bete ich für die Empfänger dass Jesus Christus ihnen ihr Herz öffnet für seine Liebe und seine Erlösung, und dass sie https://www.gerettet.ch werden.lieben%20wie%20jesus


#606

Ich habe euch zuerst überliefert, was ich auch empfangen habe: dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften; und dass er begraben wurde und dass er auferweckt worden ist am dritten Tag nach den Schriften. 1. Korinther 15,3.4

Der junge Mann war jahrelang in verschiedenen christlichen Gruppen gewesen, weil er hoffte, dort Linderung von seiner depressiven Neigung zu erfahren. Es war aber nicht besser geworden, im Gegenteil. Auch das Interesse an der Bibel hatte er inzwischen wieder verloren. Resigniert meinte er, sie gäbe ihm keine Antwort für seine Probleme.

Als ein gläubiger Freund ihn fragte, was denn die entscheidende Botschaft der Bibel sei, zögerte er lange mit der Antwort. Doch dann brach es aus ihm heraus: Jesus Christus ist am Kreuz für Sünder gestorben!

Tatsächlich, das ist die großartige Nachricht für alle Menschen, die etwas von ihrem eigenen Versagen und letztlich ihrer Schuld vor Gott wissen. Aber es ist ein großer Schritt vom Eingeständnis der Schuld vor sich selbst bis zum offenen, vorbehaltlosen Bekenntnis vor Gott. Und nur das bringt den Ausweg aus der Not - auch wenn dadurch nicht alle Depressionen beseitigt werden. Sechs Jahre schon wusste dieser bedauernswerte Mann von dieser Rettungsmöglichkeit - und hatte sie doch nicht ergriffen. Nein, darüber wolle er jetzt nicht sprechen … Die Pause wurde lang, bedrückend lang.

Warum konnte dieser junge Mann nicht, wie so viele Menschen vor ihm, sein Leben vor Gott aufdecken? Gab es vielleicht, wie es oft der Fall ist, eine „Lieblingssünde“, die er nicht aufgeben wollte? In dieser Situation betete der gläubige Freund eindringlich zu Gott und flehte um Hilfe. Und dann begann endlich auch der junge Mann zu bekennen und zu beten. - Seine Kernsünde war die Unversöhnlichkeit gewesen.


#607

Weil Jesus Christus mein Erlöser und Herr geworden ist, verlass ich mich nur auf seine Hilfe die mich auch zum Ziel - zur ewigen Herrlichkeit führt.


#608

Er führte sie ins Haus hinauf, setzte ihnen einen Tisch vor und frohlockte, an Gott gläubig geworden, mit seinem ganzen Haus. Apostelgeschichte 16,34

Ein Mann erzählte mir eines Tages von einer erstaunlichen Wende in seinem Leben:

„Ich hatte mich in meinem Beruf selbstständig gemacht. Anfangs ging alles gut. Dann kamen Rückschläge. Ich musste Konkurs anmelden, die Firma war pleite. Zurück blieben Schulden und Verpflichtungen.

In meiner Not griff ich zum Alkohol und sank tiefer und tiefer. Dann ließ sich meine Frau scheiden. Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung ergriffen mich. In dieser Situation sah ich nur noch einen Ausweg. Zum Letzten entschlossen trat ich auf den Balkon und blickte vom achten Stock in die Tiefe. Nur ein einziger Schritt, und alle meine Probleme, so meinte ich, wären gelöst.

Da durchzuckte mich plötzlich der Gedanke: Gott - Gott gibt es! Ich hatte in meinem Leben nie bewusst an Gott gedacht, nie mit Ihm gerechnet. Der Gedanke überwältigte mich und ließ mich nicht mehr los.

Heute weiß ich, dass mich die Gnade Gottes vor dem Sprung in die Hölle bewahrt hat. Ich fing an, Gott zu suchen und fand Ihn in Jesus Christus. Ein gläubiger Christ, den ich ,zufällig‘ kennenlernte, zeigte mir den Weg. Ich bekannte meine Schuld vor Gott und glaube nun an Jesus Christus als meinen Herrn und Heiland.

Zwei Jahre hatte ich von meiner geschiedenen Frau nichts mehr gehört. Bangen Herzens suchte ich sie auf. Ein zweites Wunder war geschehen. Auch meine Frau hatte sich zu Jesus Christus bekehrt. Wir waren beide überwältigt von der Liebe und Gnade Gottes.“

Als ich diesem Mann zwei Monate später erneut begegnete, strahlte er über das ganze Gesicht. An seiner rechten Hand funkelte wieder der Ehering …


#609

Gott erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist. Römer 5,8

Grauer Falke (1)
Grauer Falke war ein Indianer. Aber auch ein Lügner, ein Betrüger und ein Mörder. Die Weißen hatten ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt, doch immer wieder entkam er ihnen. Als er hörte, dass Missionare zu einem befreundeten Indianerstamm aufbrechen wollten, beschloss er, sich unerkannt ihrem Treck anzuschließen.

Er hasste die Christen, er hasste ihre Lieder und ihre Gottesdienste, besonders aber hasste er das kleine schwarze Buch, aus dem sie immer lasen. Doch jetzt war er mit ihnen unterwegs, wochenlang. Sonntags, wenn der Treck rastete, schnappte er sich sein Gewehr und ging den ganzen Tag auf die Jagd. Er wollte keine Predigten und keine Lieder hören.

Es wurde Juli und es wurde drückend heiß. Obwohl Sonntag war, hatte Grauer Falke erstmals keine Lust, auf die Jagd zu gehen. Er streckte sich im Schatten eines Planwagens aus und schlief ein. Als er wieder erwachte, wurde um ihn herum gesungen. Denn für den Gottesdienst hatten sich die Missionare gerade um seinen Planwagen herum versammelt. Er war zu müde, um sich zu bewegen und so blieb er, offensichtlich ungerührt und ablehnend, liegen. Der Missionar, der predigte, stellte die Liebe Gottes vor, die den Menschen alles gegeben hatte, was sie brauchten. Er erklärte, dass die Menschen Gott hassten und Ihn ablehnten. Doch Gott liebt seine Geschöpfe und sandte seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde, der starb, damit Menschen gerettet und in den Himmel kommen können.

Grauer Falke hörte zu, obwohl er nicht wollte, obwohl er Gott ablehnte und die Bibel hasste. - Vielleicht hört auch jetzt gerade jemand zu, der eigentlich gar nicht zuhören will. Der aber hören soll, dass Gott ihn lieb hat und sein Herz erreichen möchte …


#610

Du bist doch echt völlig krank… :joy::joy:


#611

Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. 1. Johannes 4,9

Grauer Falke (2)
Grauer Falke hatte gehört, was der Prediger gesagt hatte - offensichtlich unbeeindruckt.

Doch am nächsten Tag sprach er einen anderen Missionar an: „Waren das gestern nicht alles Lügen, die uns erzählt worden sind? Sollte Gott Menschen, die so verdorben sind, wirklich lieb haben?“ Der Missionar erklärte ihm, dass Gott „reich ist an Barmherzigkeit, wegen seiner vielen Liebe, womit er uns geliebt hat“. Grauer Falke dachte nach und sagte dann: „Aber dass der große Vater seinen Sohn gegeben hat, das war doch eine Lüge?“. Wieder verneinte der Missionar und erklärte ihm, dass Gott seine Liebe bewiesen hat, indem Er „seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten“. Schon kam die nächste Frage: „Dass Gott für solche Menschen einen wunderschönen Platz im Himmel hergerichtet hat, das war aber doch eine Lüge?“. Auch das verneinte der Missionar und las vor, was Jesus selbst gesagt hat: „Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Ich komme wieder und werde euch zu mir nehmen“ (Epheser 2,4; 1. Johannes 4,9; Johannes 14,2.3).

Lange Zeit war Grauer Falke still. Dann sagte er: „Wenn das alles wahr ist, dann will ich auch diesen Weg gehen, will dieses Leben haben.“

Erst erschien es ihm wie eine Lüge, dann hatte er Einwände. Doch Gottes Wort traf ihn. Er ließ sich überzeugen und glaubte. Und Gott veränderte ihn.

Ja, man darf Gott vertrauen, weil „es unmöglich ist, dass er lügen würde“. Er hat uns seine Liebe gezeigt, als „Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist“. Das ist wahr - auch heute noch! (Hebräer 6,18; Römer 5,8).


#612

Der Mensch, von einer Frau geboren, ist kurz an Tagen und mit Unruhe gesättigt. Hiob 14,1

Der Ausdauer-Segler
Er ist immer in Bewegung. Schon im Nest trainiert er, um für den ersten Flug fit zu sein. Er fastet, bis er sein ideales Fluggewicht hat, doch wenn er seinen ersten Flugversuch macht, sind seine Eltern oft schon auf dem Weg ins warme Afrika.

Wenn er dann fliegt, kann er bis zu drei Jahre (!) in der Luft bleiben. Nonstop, ohne abzusetzen. Er frisst im Flug, trinkt im Flug (indem er knapp über der Wasseroberfläche nur kurz mal den Schnabel öffnet) und schläft im Flug. Hin und wieder paart er sich auch im Flug. Nur für Nestbau und Brutpflege benötigt er festen Boden unter den Füßen.

Seine normale Fluggeschwindigkeit liegt bei 32 km/h. Im Schlaf ist er immer noch 23 km/h schnell, bei Flugspielen kann er allerdings auf 220 km/h beschleunigen. Dabei fliegt er jährlich bis zu 200.000 km weit. Er ist voller Unruhe - der kleine Mauersegler.

Ist er nicht in gewisser Weise ein Bild für uns Menschen? Die Staus auf der Straße und in der Luft beweisen es. Nur der Klimawandel oder das Coronavirus bremsen uns - gezwungenermaßen. Ja, auch wir sind unterwegs. Viel und immer mehr. Sowohl auf Reisen als auch in Gedanken. Oft scheint es, als ob wir ständig auf der Flucht wären.

Doch so können wir Gott nicht finden. Schon der Kirchenvater Augustinus erkannte das und schrieb: „Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir, o Gott“. Jesus Christus lädt uns deshalb ein: „Kommt her zu mir … ich werde euch Ruhe geben. Lernt von mir … und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen“. Und weiter: „Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch“. Wir sollen kein Mauersegler-Dasein führen, sondern Gott finden, um bei Ihm ruhig zu werden und seinen Frieden zu erfahren (Matthäus 11,28.29; Johannes 14,27).


#613

Jesus Christus ist der Erlöser für alle Menschen die ihn annehmen, und ich bin froh, dass er auch bei mir geduldig war, bis ich die Wahrheit über ihn erkennte, und mich von ihm retten lies.


#614

Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Johannes 14,6

Als Kind besuchte ich die Sonntagsschule einer christlichen Gemeinde. Als Abschiedsgeschenk erhielt ich eine schöne Taschenbibel mit Goldschnitt und Reißverschluss. Leider ließ ich etliche Jahre später diese Bibel versehentlich im Zug liegen. Traurig über diesen Verlust besorgte ich mir anschließend eine neue.

Jahre verstrichen. Inzwischen hatte ich mich an meine neue Bibel gewöhnt. Da fiel mir eines Tages plötzlich eine noch ältere Bibel in die Hände, die ich längst verloren geglaubt hatte: Es war die Bibel, die mich während meiner Kindheit begleitet hatte.

Wie froh war ich, sie wieder in Händen zu halten! Denn darin hatte ich meine Bekehrung, meine Lebensübergabe an Jesus Christus, schriftlich festgehalten. Auf dem letzten leeren Blatt stand in meiner kindlichen Schrift von damals: „Meine Bekehrung geschah am 7.11.1982.“ Dazu hatte ich einen Bibelvers notiert. Augenscheinlich war ich mit meinen zehn Jahren alt genug, um zu verstehen, dass Jesus Christus für mich den Weg zu Gott frei gemacht hatte. Alt genug, um mit meinen Sünden zu dem Herrn Jesus zu kommen und Ihn als Retter anzunehmen. Auffallend an diesem Eintrag ist, dass mir dabei Abschreibfehler unterliefen und ich als Viertklässler sogar Buchstaben spiegelverkehrt aufschrieb. Wahrscheinlich lag es an meiner großen Freude, an die ich mich noch sehr gut erinnern kann. Ich wusste ja: Alle meine Sünden sind ver­geben!

Das gleiche Datum notierte ich auch an den Rand des heutigen Tagesverses. Es müssen Bibelvorträge über diese Stelle im Johannes-Evangelium gewesen sein, die Gott dazu benutzte, mir den Weg zum ewigen Leben zu zeigen. Wie dankbar bin ich, dass ich schon als Kind den Herrn Jesus als meinen Retter kennenlernen durfte!


#615

Ich, ich bin es, der deine Übertretungen tilgt um meinet­willen; und deiner Sünden will ich nicht mehr gedenken. Jesaja 43,25

Vor einigen Jahren nahm die Polizei in Indien vier Frauen fest, die einen Touristen bestohlen hatten. Als Strafe für ihre Tat tätowierte man ihnen auf ihre Stirn das Wort „Taschendieb“.

Was würde passieren, wenn man das auch bei uns machen würde? Hätte dann nicht jeder von uns etwas auf seiner Stirn stehen? Bei dem einen stände „Lügner“, bei einem anderen „Betrüger“ und bei einem Dritten „Steuerhinterzieher“. Wäre damit überhaupt noch ein gesellschaftliches Miteinander möglich? Und würden nicht viele Ehen und Familien daran zerbrechen?

Zur Zeit des Herrn Jesus bringen die Menschen einmal eine Frau zu Ihm, die sie mitten im Ehebruch erwischten. Wie ist sein Urteil dazu? „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie“. Er erkennt an, dass die Frau schuldig und dass eine Strafe notwendig ist - aber Er spricht den Anklägern das Recht ab, diese Strafe selbst zu vollstrecken. Nur Er, der ohne Sünde ist, hat das Recht, die Frau zu verurteilen. Doch dann sagt Er ihr: „Auch ich verurteile dich nicht; geh hin und sündige nicht mehr!“ (Johannes 8,7.11).

Jeder von uns ist schuldig geworden. Und wir sind schnell darin, Falsches bei einem anderen festzustellen und zu verurteilen. Doch Gott allein steht es zu, Übel im Herzen eines Menschen aufzudecken. Er möchte ja vergeben. Sein Wunsch ist, dass wir unsere Sünden bekennen, sie bereuen und lassen. Er bietet uns dann an, an das Opfer seines Sohnes zu glauben, der für diese Sünden an dem Kreuz starb.

Solches sind einige von euch gewesen; aber ihr seid abgewaschen, … geheiligt, … gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und durch den Geist unseres Gottes. 1. Korinther 6,11


#616

Und sie knirschten mit den Zähnen gegen ihn. Als Stephanus aber … unverwandt zum Himmel schaute, sah er die Herr­lich­keit Gottes. … Sie schrien aber mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu und stürzten einmütig auf ihn los. Und … sie steinigten ihn. Apostelgeschichte 7,54–58

Was für ein Gegensatz! Ich sitze im Flugzeug und sehe auf dem Bildschirm, wie ein Mann mit einem Fallschirm vom höchsten Wasserfall der Welt springen will. Es ist kein Spielfilm, sondern eine Reportage: Der Mann versucht, was andere schon vor ihm riskierten, aber mit ihrem Leben bezahlt haben. Ich wende mich dann meiner Bibel zu und lese, wie ein anderer Mann sein Leben riskierte. Doch ihn begleiteten keine Fernsehkameras und auch keine guten Wünsche: Er stand inmitten einer tobenden Menschenmenge, die bereit war, ihn zu steinigen.

Ich frage mich, warum der Wasserfall-Springer sein Leben aufs Spiel setzt. Ist es der Nervenkitzel, die Grenzen des Könnens, des gerade noch Machbaren auszutesten? Ist es ein Egotrip? Ich weiß es nicht. Aber ich weiß, weshalb der andere Mann, ein Christ namens Stephanus, bereit war, Menschen und ihren Meinungen zu trotzen. Er war weder tollkühn, noch lebensmüde, noch sensationssüchtig - er war ein Nachfolger von Jesus Christus, war voller Hingabe. Er empfand es als Ehre, für seinen Herrn und Erlöser zu sterben.

Der Fallschirmspringer hat es übrigens geschafft, die Kameras fangen seine zum Sieg geballte Faust und sein breites Grinsen ein. Stephanus dagegen starb. Doch noch während er starb, öffnete sich der Himmel und er sah die Herrlichkeit Gottes. Er sah nicht mehr die hasserfüllten Gesichter der Menschen, sah nicht auf seinen bald eintretenden Tod, er sah Jesus zur Rechten Gottes stehen, der ihm eine ewige Heimat bereitet hatte.

Beide Männer riskierten ihr Leben - doch wofür?
https://gute-saat.de


#617

Mose erzählte seinem Schwiegervater alles, was der HERR … getan hatte … und dass der HERR sie errettet habe. 2. Mose 18,8

Zwei Arztbesuche (1)
Der Mann, der mir im Zug gegenübersaß, summte immer wieder einen alten Choral. Schließlich fragte ich ihn, warum ihm dieses Lied wichtig wäre. Da erzählte er mir seine Geschichte:

„Ich arbeitete auf einer großen Farm. Mein Boss war Christ und behandelte uns gut. Immer wieder erklärte er uns das Evangelium und sagte uns, dass wir uns bekehren müssten. Viele meiner Freunde taten es - ich nicht. Ich hatte zwar nichts dagegen, erkannte sogar die Notwendigkeit, aber ich wollte mein Leben nicht ändern - wenigstens noch nicht.

Dann wurde ich krank. Ich quälte mich durch den Tag und schaffte meine Arbeit nicht mehr. Schließlich fiel es auch meinem Boss auf. Er ließ mich zu sich holen und sagte: ‚Tom, du reitest jetzt zum Doktor und lässt dich gründlich untersuchen. Und dann sagst du mir, was er gesagt hat.‘

Am nächsten Morgen ritt ich in die Stadt. Ich beeilte mich nicht, mir ging so vieles durch den Kopf. Ich stellte mir vor, dass der Doktor vielleicht sagen würde: ‚Junger Mann, Sie haben nicht mehr lange zu leben.‘ Dann würde ich mir wünschen, an Gott zu glauben. Aber was wäre das für ein Glaube, der allein auf der Angst vor dem Tod beruht! Wenn er aber sagen würde: ‚Junger Mann, in ein paar Wochen geht es Ihnen wieder besser‘, dann würde ich weiter abwarten. Mir wurde klar, dass das einzig Richtige und Ehrliche wäre, ich würde mich entscheiden, bevor ich zum Doktor ginge.

Gedacht, getan. Ich stieg vom Pferd ab und kniete mich nieder. Ich bekannte Gott meine Sünden, bat Ihn um Vergebung und bat Ihn auch, mir zu helfen, mein Leben zu ändern.“

Wie hätten Sie gehandelt?

(Schluss morgen)


#618

Jesus sprach: Sei guten Mutes, Kind, deine Sünden werden vergeben.
Seid guten Mutes, ich bin es; fürchtet euch nicht!
In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden. Matthäus 9,2; Matthäus 14,27; Johannes 16,33

Guten Mutes? - Das ist leicht gesagt!
Seit dem Unfall sagen ihre Freunde, Nachbarn und fast alle, die sie trifft, zu ihr: „Nur Mut!“ Aber diese freundschaftlich gemeinten Worte stören sie, und sie reagiert immer empfind­licher darauf. Schließlich ist ihr einziger Sohn jetzt gelähmt. Viele beängstigende Fragen kommen auf: Wird er seine Beine je wieder gebrauchen können? Wie soll man sich sein Leben im Rollstuhl vorstellen? Irgendwie ist ihre Tatkraft gebrochen; sie fühlt sich völlig kraftlos. „Mut? Den haben mein Mann und ich überhaupt nicht mehr!“, sagt sie.

Wenn Menschen von einem schweren Schicksal betroffen sind, ist es manchmal schwierig, sie wieder aufzurichten. So sehr wir es ihnen wünschen, dass alles wieder gut wird, wissen wir oft dennoch keine Lösung.

Wie hat Jesus getröstet? In den Evangelien lesen wir oft, wie Jesus sagt: „Sei guten Mutes!“ Er verstand es, Mutlose und Leidende nachhaltig zu ermutigen, denn Er hielt konkrete und nachhaltige Hoffnung für sie bereit. Auch heute weiß Christus, wie schwach wir Menschen unter dem Druck der Lebensumstände sein können. Er kennt auch das furchtsame und entmutigte Herz; als der vollkommene Mensch kann Er mitfühlen. Aber weil Er zugleich Gott ist, kann Er dieses Herz stärken und ihm mit Autorität sagen: „Sei guten Mutes!“

Jesus starb am Kreuz, damit wir ewiges Leben haben und frei von Schuld sind. Er besiegte den Tod, weil Er wieder aus dem Tod auferstand. Wenn wir Ihn haben, wird wirklich einmal alles gut werden. Daher dürfen wir dann „guten Mutes“ sein.


#619

Ich aber bin elend und arm; der HERR denkt an mich. Meine Hilfe und mein Erretter bist du; mein Gott, zögere nicht! Psalm 40,18

Wer denkt an mich?
In unserer Zeit leben viele Menschen alleine. Aber selbst, wenn man viele Leute um sich hat, kann man sich einsam fühlen - weil niemand einen versteht oder echtes Interesse hat.

Das heutige Psalmwort ist da ein großer Trost. Einer denkt immer an mich: der allmächtige und liebende Gott. Er kommt uns gerne zu Hilfe - in unserer Einsamkeit sowie in allen anderen Nöten. Doch Er will auch, dass wir Ihm sagen, was uns beschwert.

Der Psalmdichter teilt uns mit, wie er sich in der Not verhalten hat: „Beharrlich habe ich auf den HERRN geharrt, und er hat sich zu mir geneigt und mein Schreien gehört“ (V. 2). Das ermutigt mich, immer und immer wieder Gott zu sagen, wie es mir zumute ist.

Vor Gott brauche ich nichts zu beschönigen. Dieser Gott, zu dem ich dann bete, ist nicht ein ferner, unnahbarer Gott. Er ist in der Person seines Sohnes Jesus Christus in unsere Umstände gekommen. Wenn wirklich jemand aus eigener Erfahrung mit mir fühlen kann, dann Jesus Christus.

Schauen wir, was Er erlebt hat: Als Er seinen Jüngern mitteilte, dass Er leiden, sterben und auferstehen würde, verstanden sie nichts davon. Sie lebten in einer völlig anderen Erwartung: Christus, der König Israels, sollte das Land von der Herrschaft der Römer befreien und ein neues Reich aufrichten. - So konnte der Herr Jesus seine innersten Gedanken und Empfindungen nicht mit seinen engsten Vertrauten teilen. Deshalb kann Er uns auch heute sehr gut verstehen, wenn wir uns unverstanden und alleine gelassen fühlen.

„Gott denkt an mich“, Er liebt mich und lässt alle Dinge zu meinem Guten mitwirken. Dieses Bewusstsein hilft mir.


#620

Ich achte und ehre den Herrn Jesus Christus nur, wenn ich ihn annehme als meinen Erlöser und Herrn und ihn über alles liebe, dann liebt er auch mich und schenkt mir alles was mir zum ewigen Heil dient.


#621

Lass dich von dem Lied https://www.youtube.com/watch?v=1oJNaOenMcY ermutigen es mitzusingen, und freue dich über den geschenkten Tag, und über Jesus Christus der dein Erlöser und Herr geworden ist.


#622

Weil Jesus Christus mein Erlöser und Herr geworden ist, schenkte Gott mir seinen Frieden, der mich befähigt mit allen Menschen im Frieden zu leben.


#623

Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Heiland-Gottes erschien, errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und die Erneuerung des Heiligen Geistes. Titus 3,4.5

In unserer Nähe wohnte ein sehr einsamer Mann. Die Leute nannten ihn Badinguet. Wovon er lebte, konnte niemand genau sagen. Von der Jagd, vom Fischfang? Viel hatte er jedenfalls nicht.

Er war schon alt und arbeitete nicht mehr. Oder vielleicht war er auch nie einer geregelten Arbeit nachgegangen. Oft stand er in seiner Tür und beobachtete die Passanten. Doch niemand blieb stehen, um ihn anzusprechen.

Nur ein alter Christ richtete immer wieder einmal einige freundliche und einfühlsame Worte an ihn. Er versuchte zudem, ihn auf die Liebe Gottes aufmerksam zu machen. Doch darauf pflegte Badinguet stets mit einem gleichgültigen Lächeln zu antworten.

Dann starb der alte Christ. Bis dahin hatte Badinguet noch nie eine Kirche oder Kapelle betreten. Jetzt aber fühlte er sich verpflichtet, an der Beerdigung des einzigen Menschen teilzunehmen, der ihm ehrliches Interesse entgegengebracht hatte.

Der Prediger sprach von Jesus, dem Retter, der vom Himmel gekommen war, um Anteil zu nehmen am Schicksal der Menschen. Er las dabei eine Geschichte aus der Bibel vor, die vom Schicksal eines armen, blinden Mannes sprach (Johannes 9).

Badinguet hörte außerdem, wie der Sohn Gottes in seiner Liebe zu uns bis ans Kreuz ging, um dort für unsere Sünden zu sterben. Er lernte verstehen, dass das Blut Jesu Christi von aller Sünde reinigt (1. Johannes 1,7). In seinem Innersten berührt, öffnete er sein Herz für die Güte und die Menschenliebe des Heiland-Gottes.


#624

Wir glauben nicht mehr um deines Redens willen, denn wir selbst haben gehört und wissen, dass dieser wahrhaftig der Heiland der Welt ist. Johannes 4,42

Die samaritische Frau, die den Herrn Jesus Christus am Jakobsbrunnen von Sichar kennengelernt hatte, konnte nicht für sich behalten, was sie von Ihm wusste. Sie ging in die Stadt, und ihr Zeugnis bewirkte, dass die Leute kamen, um selbst der Frage nachzugehen, ob Er etwa der verheißene Messias sei. Das Ergebnis war zunächst, dass viele „um des Wortes der Frau willen“ an Jesus glaubten, dann aber, dass sie Ihn baten, bei ihnen zu bleiben, und schließlich bezeugten sie die obigen Worte.

Die Samariter glaubten zunächst dem Zeugnis der Frau. Sie war ja Jesus schon vor ihnen begegnet und hatte Ihn kennengelernt. So fängt grundsätzlich jede Erkenntnis an, und zwar nicht nur in geistlichen Fragen. Auch der größte Forscher und Lehrer ist zuerst Schüler gewesen und hat sich sagen lassen, was andere vor ihm wussten.

Die Samariter nahmen die Aussagen der Frau durchaus ernst, denn sie sahen sich veranlasst, daraufhin zu handeln: zu Jesus hinauszugehen. Und nach den ersten Eindrücken haben sie an Ihn geglaubt, aber immer noch um des Wortes der Frau willen.

Doch dann kommt das Entscheidende: Sie haben persönlichen Umgang mit dem Herrn Jesus, hören seine Worte und lernen Ihn kennen, wer Er wirklich ist. So kommen sie sogar über die Messias-Erwartung hinaus zur Erkenntnis, dass Er der „Heiland der Welt“ ist.

Fragen wir uns einmal: Haben wir unseren „Glauben“ nur aus zweiter Hand, ohne eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus? - Dann ist es noch nicht der rettende Glaube. Oder glauben wir an Ihn um seines eigenen Wortes willen und weil wir Ihn kennengelernt haben? - Dann ist Er auch unser Heiland geworden.