Tageskalender mit Gottes Wort


#625

Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern. Offenbarung 22,16

Drei Herrlichkeiten
Im Buch der Offenbarung bekommt Johannes viele Visionen und Mitteilungen durch einen Engel. Aber am Schluss spricht der Herr Jesus selbst. Dreimal versichert Er: «Ich komme bald.» Im heutigen Bibelwort stellt Er sich mit drei Namen vor, die heute wahr sind und in der Zukunft zum Tragen kommen:
«Ich bin die Wurzel Davids.» Als ewiger Gott ist Christus der Ursprung des Volkes Israel und der königlichen Familie Davids. Von Ihm kommen alle Verheissungen, die das irdische Volk Gottes im zukünftigen Reich unter der Regierung des Friedensfürsten betreffen. Weil Er Gott ist, wird alles genauso eintreffen, wie Er es vorausgesagt hat.
«Ich bin das Geschlecht Davids.» Als Mensch stammt Jesus von der königlichen Familie im Volk Israel ab. In seiner Person wird sich alles erfüllen, was über den Nachkommen Davids prophezeit worden ist. Er selbst wird in Jerusalem als König über Israel und die ganze Erde regieren. Seine Herrschaft wird gerecht sein und Frieden bringen.
«Ich bin der glänzende Morgenstern.» Mit diesem Namen stellt sich der Herr Jesus seiner Versammlung vor. Bevor die zukünftige Gerichtszeit anbricht, bevor Er zur Errichtung seines Reichs erscheint, wird Er als Morgenstern kommen und die Erlösten der Gnadenzeit zu sich in den Himmel entrücken. Das ist unsere Hoffnung. Darum wollen wir mit Sehnsucht auf Ihn warten und Ihm zurufen: «Komm, Herr Jesus!»
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#626

Ein gewisser Gesetzgelehrter stand auf, versuchte ihn und sprach: Lehrer, was muss ich tun, um ewiges Leben zu erben? Er aber sprach zu ihm: Was steht in dem Gesetz geschrieben? Wie liest du? Lukas 10,25.26

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (1)
Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter dürfte zu den bekanntesten Passagen der Bibel gehören. Zunächst die Vorgeschichte: Ein „gewisser Gesetz­gelehrter stand auf“. Vom Lehrgespräch im Sitzen erhebt dieser Mann sich und stellt Jesus eine Frage, die bis heute viele Menschen beschäftigt: „Lehrer, was muss ich tun, um ewiges Leben zu erben?“

Gewiss, der Beweggrund dieser Frage war schlecht - der Gesetzgelehrte wollte den Sohn Gottes versuchen! Aber die Frage als solche ist verständlich: Die Sehnsucht nach einem nie endenden Leben bei Gott haben viele Menschen.

Zugleich wird an der Formulierung „Was muss ich tun?“ eine Vorstellung deutlich, die nicht nur damals verbreitet war. Man könnte sie auch das „religiöse Lebensprinzip“ nennen: Ich führe ein anständiges Leben und tue ausreichend Gutes, so dass Gott mich am Ende mit dem ewigen Leben belohnt. Liegt dieses Denken nicht letztlich allen Religionen der Welt zugrunde?

Die Antwort des Herrn Jesus ist erstaunlich: „Was steht in dem Gesetz geschrieben? Wie liest du?“ Mit dieser Gegenfrage verweist Jesus auf die einzig verlässliche Quelle, die uns Auskunft gibt, wie wir ewiges Leben bekommen können: die Bibel, das Wort Gottes. Zur Zeit des Herrn Jesus lag das Alte Testament mit seinen 39 Büchern ja bereits vollständig vor und unser Gesetzgelehrter kannte es sicher hervorragend.

Heute liegt uns im Abstand von 2.000 Jahren die gleiche Quelle wie damals vor, ergänzt um die 27 Bücher des Neuen Testaments. Hier finden wir Antworten auf unsere drängendsten Lebensfragen. Was lesen wir darin?

(Fortsetzung morgen)


#627

Er aber antwortete und sprach: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand, und deinen Nächsten wie dich selbst. Lukas 10,27

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (2)

„Was muss ich tun, um ewiges Leben zu ­erben?“, hatte ein Gesetzgelehrter den Herrn Jesus gefragt. Jesus hatte ihn auf die Schriften des Alten Testaments verwiesen. Was war darin zu lesen? Fassen wir zusammen, was der Gesetzgelehrte antwortet: Du sollst Gott lieben und du sollst deinen Nächsten lieben. „Du hast recht geantwortet“, erwidert der Herr. Das erste Gebot der Gottesliebe scheint für den Fragesteller geklärt. Offenbar geht er davon aus, dass er den ewigen und allmächtigen Gott genügend liebt. Aber ist das tatsächlich der Fall?

Wie sehr hatte Gott sich seit der Zeit der Patriarchen treu und verlässlich um sein Volk Israel gekümmert! Gott hatte zu ihnen gesagt: „Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwählt; denn ihr seid das geringste unter allen Völkern; sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch … hat der HERR euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus … der Hand des Pharaos, des Königs von Ägypten“ (5. Mose 7,7.8). Ja, Gott hatte sie nicht nur erlöst, sondern auch stetig geliebt. Doch hatten sie seine Liebe erwidert? Und wie war es jetzt, zum Zeitpunkt dieses Gesprächs, mit der Liebe des Fragestellers zu Gott bestellt?

Gott zu lieben bedeutet ja zuerst einmal, dass wir uns für Ihn interessieren. Wenn wir eine Person lieben, möchten wir gerne so viel wie möglich über sie erfahren, Zeit mit ihr verbringen und ihr Freude machen.

So ist es auch bei Gott. Das erste und wichtigste Gebot, das Er gegeben hatte, besteht darin, Ihn zu lieben. Aber haben wir Menschen nicht gerade darin auf der ganzen Linie versagt? Die Frage: Wie sieht es mit unserer Liebe zu Gott aus?, sollten wir uns ganz persönlich stellen. (Fortsetzung morgen)


#628

Aber ein gewisser Samariter, der auf der Reise war, kam zu ihm hin; und als er ihn sah, wurde er innerlich bewegt. Lukas 10,33

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (4)

Auf die spitzfindige Frage eines Gesetzgelehrten „Wer ist mein Nächster?“ hat Jesus Christus mit einem Gleichnis geantwortet: Ein Reisender wird auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho ausgeraubt und halbtot am Wegesrand zurückgelassen. Dann kommen zwei geistliche Würdenträger nacheinander an der Stelle vorbei, aber sie leisten keine Hilfe, sondern lassen den Schwerverletzten teilnahmslos liegen. Haben sie vielleicht Angst, sich an einem Toten zu verunreinigen?

Doch jetzt nähert sich ein Dritter, ein Samariter. Er wird „innerlich bewegt“, als er den Schwerverletzten sieht. Zeichnet der Herr Jesus hier nicht ein beeindruckendes Bild von sich selbst, dem „Sohn des Menschen“, der gekommen ist, um „zu suchen und zu erretten, was verloren ist“ (Lukas 19,10)?

Jesus Christus sieht nicht nur unsere persönliche Not, sondern Er ist auch „innerlich bewegt“, bis ins Innerste betroffen. Vielleicht kennen Sie niemanden, der Ihre persönliche Situa­tion versteht. Dann können Sie sicher sein, dass der Herr Jesus Sie sieht, versteht und mit Ihnen fühlt. - Warum ist das so?

Zum einen, weil Jesus als der Sohn Gottes allwissend und zugleich „voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist“ (Jakobus 5,11). Zum anderen, weil Er wahrer Mensch wurde, „der in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde“ (Hebräer 4,15). Das bedeutet: Jesus kann uns aus seiner eigenen Erfahrung als Mensch verstehen; Er weiß, welche Herausforderung das Leben hier auf der Erde an uns stellt. Mit einem Unterschied: Er selbst war sündlos.

Wie wichtig ist es, dass ein „Samariter“ innere Nöte versteht und mitfühlen kann! Und das ist bei dem Herrn Jesus immer der Fall.

(Fortsetzung morgen)


#629

Er (der Samariter) trat hinzu und verband seine Wunden und goss Öl und Wein darauf; und er setzte ihn auf sein eigenes Tier und führte ihn in eine Herberge und trug Sorge für ihn. Lukas 10,34

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (5)

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter zeichnet ein Bild vom verlorenen Zustand des Menschen einerseits und von der liebevollen Zuwendung des Retters Jesus Christus andererseits. Im Gleichnis erbarmt sich ein Samariter über einen Todgeweihten, der von Räubern ausgeraubt und schwer verletzt wurde. Was tut der Samariter, um diesem Mann zu helfen?

Er tritt hinzu. - Der Herr Jesus hat unser moralisches Elend nicht vom Himmel aus „behandelt“. Er, der Sohn Gottes, ist zu uns gekommen, indem Er Mensch geworden ist, um für uns zu sterben.
Er verbindet seine Wunden und gießt Öl und Wein darauf. - Wer Jesus Christus als Retter und Herrn annimmt, erfährt Heilung von Verletzungen, die die Sünde in unserem Leben anrichtet. Seine Bemühungen sind wie Balsam, der uns in die Lage versetzt, Altes hinter uns zu lassen.
Er setzt ihn auf sein eigenes Tier und führt ihn in eine Herberge und trägt Sorge für ihn. - Diese Herberge steht symbolisch für das „Haus Gottes“ in unserer Zeit. Es ist kein materielles Gebäude, sondern es ist die Versammlung oder Gemeinde Gottes, die aus allen wahren Gläubigen besteht. In diesem „Haus“ erfahren die Gläubigen die liebende Zuwendung des „Hausherrn“. Sie finden in der Gemeinde ein Zuhause.
(Schluss morgen)


#630

Lass dich von dem Beitrag ermutigen https://www.youtube.com/watch?v=Ktq_Lb128ys wie eine Ehe wieder heil werden kann durch Gottes Hilfe und seine Gnade.


#631

Und am folgenden Tag zog er zwei Denare heraus und gab sie dem Wirt und sprach: Trage Sorge für ihn; und was irgend du noch dazu verwenden wirst, werde ich dir bezahlen, wenn ich zurückkomme. Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen von dem, der unter die Räuber gefallen war? Er aber sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Jesus aber sprach zu ihm: Geh hin und tu du ebenso. Lukas 10,35–37

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter (6)

Nachdem der barmherzige Samariter den unter die Räuber gefallenen Mann gut in einer Herberge untergebracht hat, trifft er Vorsorge für ihn. Er zahlt dem Gastwirt zwei Denare und verspricht, auch alle weiteren Kosten für die Pflege zu übernehmen, bis er zurückkommt. Dieses „Zurückkommen“ weist symbolisch darauf hin, dass Jesus Christus bald wiederkommen wird für alle Menschen, die an Ihn geglaubt haben und glauben. Jesus wird selbst wiederkommen, um alle wahren Gläubigen zu sich in den Himmel zu holen (vgl. Johannes 14,3; 1. Thessalonicher 4,16.17).

Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter beantwortet die Frage des Gesetzgelehrten: „Wer ist mein Nächster?“ Die Antwort, die sich nach dieser Schilderung ergibt, lautet: Mein Nächster ist jeder, der meine Hilfe benötigt. Und das gilt ohne jede Einschränkung.

Doch der Herr Jesus wechselt jetzt die Perspektive und fragt den Gesetzgelehrten, wer wohl der Nächste des Hilfsbedürftigen ist. Will Er damit vielleicht deutlich machen, dass alle Menschen hilfsbedürftig sind und dass Er unser Retter sein will? Er hat tiefes Mitgefühl mit jedem von uns. Er will uns die Last unserer Sünden abnehmen, unsere Wunden verbinden, uns Freude und Trost schenken.

Und wenn wir seine Barmherzigkeit erfahren haben, wird sie uns anspornen, dabei mitzuhelfen, dass noch viele die Barmherzigkeit Gottes erfahren.


#632

Und sein Kreuz tragend, ging er hinaus zu der Stätte, genannt Schädelstätte, die auf Hebräisch Golgatha heißt, wo sie ihn kreuzigten und zwei andere mit ihm, auf dieser und auf jener Seite, Jesus aber in der Mitte. Pilatus schrieb aber auch eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz. Es war aber geschrieben: Jesus, der Nazaräer, der König der Juden. Johannes 19,17–19

Gedanken zum Johannes-Evangelium

Mit schlichten Worten beschreibt der Evangelist die Kreuzigungsszene. Zuerst lesen wir, dass Jesus sein Kreuz trägt. Wer mit seinem Kreuz durch die Stadt ging, bezeugte vor allen Zuschauern, dass über ihn das Todesurteil gefällt war. Mehrfach hat der Herr dieses Bild benutzt, um zu verdeutlichen, dass seine Jünger darauf gefasst sein müssen, das Todesurteil von Seiten der ungläubigen Welt anzunehmen. Die ganze Kraft dieser bildlichen Ausdrucksweise wird hier gesehen.

Der Sohn Gottes trägt sein Kreuz - was für ein Anblick! - und geht „hinaus“: hinaus aus Jerusalem, der „Stadt des großen Königs“ (Matthäus 5,35).

Es geht nach Golgatha. Der Name dieses Ortes leitet sich von der besonderen Form des felsigen Hügels ab. Aber darin liegt auch eine symbolische Bedeutung. Ein Schädel bezeugt das demütigende Ende aller menschlichen Macht und Herrlichkeit. An diesem Ort soll der Sohn Gottes sterben!

Die Kreuzigung ist eine der qualvollsten Hinrichtungs­arten. Dass sie dem Sohn Gottes, meinem Retter, nicht erspart blieb, lässt mich voller Bewunderung an Ihn denken.

Jesus hängt in der Mitte - als sei Er von den dreien der größte Verbrecher. Aus Sicht der Menschen nimmt Er offenbar die Stelle von Barabbas ein. Aus Gottes Sicht aber hat Er dort stellvertretend für alle Menschen gelitten, die an Ihn glauben würden. - Hat Er das Kreuz auch stellvertretend für Sie erduldet?


#633

Dies habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes. 1. Johannes 5,13

Charles Stanley, ein Prediger des Wortes Gottes in England, suchte immer wieder Möglichkeiten, um den Menschen die gute Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen. Als er einmal nach York kam, stieß er auf eine große Menschenmenge, die den Begräbniszug eines hohen kirchlichen Würdenträgers sehen wollte. Er schloss sich der Menge an; doch bald begann es zu regnen, und die Leute suchten Zuflucht unter dem Dach eines großen Schuppens.

Stanley nutzte die Gelegenheit und zog seine Bibel hervor. Er las die Worte: „Glückselig die Toten, die im Herrn sterben!“ (Offenbarung 14,13). Dann führte er aus, dass hier niemand nur deshalb „glückselig“ genannt wird, weil er als Mitglied dieser oder jener Kirche stirbt. Entscheidend sei vielmehr, ob jemand bei seinem Tod dem Herrn Jesus angehört.

Diese Worte verursachten zunächst eine gewisse Unruhe bei den Zuhörern. Aber sie hörten aufmerksam zu, als Stanley erklärte, was es bedeutet, „im Herrn“ zu sein und in Ihm zu sterben. Er wies darauf hin, dass wir durch den Glauben an Jesus als Retter Zugang zum ewigen Leben haben. Nur durch das Heil, das Gott uns schenkt, können wir dann auch in Frieden sterben.

Einer der Zuhörer fragte: „Habe ich Sie recht verstanden, dass ein Mensch schon in diesem Leben wissen kann, dass er errettet ist und das ewige Leben besitzt?“ Diese Frage schien auch andere Zuhörer sehr zu interessieren.

In seiner Antwort wies Stanley mit einer Reihe von Bibelstellen nach, dass Gott seinen Kindern schon auf der Erde völlige Gewissheit des Heils schenken will - „… damit ihr wisst, dass ihr ewiges Leben habt, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.“


#634

[Jesus Christus spricht:] Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Matthäus 11,28

Ein Arzt erzählt im Rückblick auf sein Leben:

Meine Mutter hat viel für mich gebetet und nie die Hoffnung aufgegeben, dass ich noch zu Gott umkehren würde. Aber schon von meinem ersten Studienjahr an ging es mit mir rapide bergab. Meine leichtfertige Lebensweise führte dazu, dass ich einige Dinge, die ich nicht unbedingt benötigte, verkaufen musste. Dabei veräußerte ich auch die Bibel, die mir meine Mutter geschenkt hatte, als ich aus dem Haus ging.

Später, als ich eine Tätigkeit als Arzt in einem Krankenhaus antrat, sah ich allerlei Elend; und wenn ich gelegentlich mit überzeugten Christen in Berührung kam, musste ich wieder an meine Mutter und an meine Jugendzeit denken.

Eines Tages wurde ein schwer verletzter Maurer eingeliefert. Sein Zustand war hoffnungslos, und er wusste auch, dass er sterben würde. Sein glücklicher Gesichtsausdruck berührte mich jedoch eigenartig, zumal ich sah, dass er unerträgliche Schmerzen hatte.

Der Kranke hatte keine Angehörigen, und als er gestorben war, wurde sein spärlicher Besitz in meiner Gegenwart gesichtet. Dabei kam auch eine Bibel zum Vorschein … Wie erschrak ich, als ich erkannte, dass es die Bibel war, die meine Mutter mir früher geschenkt hatte! Mein Name stand noch darin und eine Bibelstelle, von ihrer Hand geschrieben.

Der letzte Besitzer hatte offenbar viel in dieser Bibel gelesen, denn manche Stellen waren angestrichen. Das alles erschütterte mich sehr. Denn plötzlich sah ich mein ganzes sündiges Leben vor mir. Ich fand nicht eher Ruhe, bis ich Jesus Christus als meinen Erretter und Herrn angenommen hatte.


#635

Die grösste Freude meines Lebens ist, dass ich wissen kann, dass ich nach meinem Tod zu Gott komme, allein aus Gnade, weil Jesus Christus mein Erlöser vom ewigen Verderben und mein Herr geworden ist, dem ich gerne nachfolge.


#636

Da ist ein Weg, der einem Menschen gerade erscheint, aber sein Ende sind Wege des Todes.
Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Mann des Frevels seine Gedanken; und er kehre um zu dem HERRN. … Eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR. Sprüche 14,12; Jesaja 55,7.8

Bei Reparaturarbeiten an einem Eisenbahngleis kostete ein schwerer Unfall zwei Arbeitern das Leben. Auf das gewohnte Warnsignal hin räumten sie zwar das Gleis, auf dem die Durchfahrt eines Güterzugs erwartet wurde, aber anstatt den Bahnkörper ganz zu verlassen, wie es Vorschrift war, hielten sie sich auf einem Parallelgleis auf. Unter dem Geräusch des durchfahrenden Güterzugs überhörten sie das Herannahen eines Schnellzugs auf dem anderen Gleis und wurden tödlich verletzt.

Diese Nachricht, die zwei Familien in Trauer versetzte, kann die Haltung veranschaulichen, die viele Menschen in Bezug auf ihre ewige Sicherheit einnehmen. Ebenso wie die Arbeiter glaubten, sich in Sicherheit gebracht zu haben, indem sie nur das Gleis wechselten, erkennen auch diese Menschen zwar gewisse Gefahren und tun ihr Bestes, sie zu vermeiden. Aber im Allgemeinen heißt das nur, sich einer anderen Gefahr auszusetzen. Diese Menschen tun nicht mehr, als sich von einem gefährlichen Gleis auf ein anderes, nicht weniger gefährliches, zu begeben. Sie strengen sich an, dieses oder jenes Laster aufzugeben, und manchmal haben sie Erfolg damit. Aber dadurch sind sie nicht zwangsläufig in Sicherheit, jedenfalls nicht für immer.

Das einzige sichere Gleis führt zum Kreuz von Golgatha, wo Jesus Christus für verlorene Menschen starb, um ihnen ewiges Leben zu schenken. - Ein bloßer „Gleiswechsel“ genügt nicht!


#637

Lass dich von dem Beitrag https://www.youtube.com/watch?v=lVqsr6U5jUg ermutigen, wie Jesus das Ehepaar durchgetrage hat in den schlimmsten Zeiten.


#638

Jesus spricht: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. Johannes 12,24

Dieses Bibelwort steht auf dem Grabstein eines der bedeutendsten russischen Schriftstellers, der heute vor 200 Jahren in Moskau geboren wurde: Fjodor Michailowitsch Dostojews­ki. Seine Bücher wurden in über 170 Sprachen übersetzt.

Als junger Mann verurteilt man ihn aus politischen Gründen zum Tod. Glücklicherweise wird seine Strafe umgewandelt in acht Jahre Zwangsarbeit in Sibirien. Dostojewski muss die ganze Haftzeit in Ketten verbringen und darf nicht schreiben. Aber er besitzt eine Bibel, die ihm eine Mitgefangene auf dem Weg ins Lager geschenkt hat. Diese Bibel wird er sein Leben lang mit sich führen und sie ist der Grund dafür, dass er in seinen Romanen auch biblische Inhalte verarbeitet.

Das Tragische am Leben des Schriftstellers: Seine Spielsucht, die ihn immer wieder in den Ruin treibt.

Nach seiner Rückkehr nach Moskau gründet Dostojewski mit seinem Bruder Michail zwei Zeitschriften. Die erste wird verboten, die zweite ist wirtschaftlich wenig erfolgreich. Nachdem er seine Ehefrau früh verliert, verstirbt kurz darauf auch sein Bruder im Alter von nur 43 Jahren. Bald muss er den Betrieb seiner Zeitschrift einstellen. In den Folgejahren entstehen seine sechs großen Romane.

Wenn wir uns mit der Biografie Dostojewskis beschäftigen, fällt es uns schwer, diese Inschrift über sein Leben zu stellen, zumal solche Inschriften auf einem Grab sowieso nichts mehr ausrichten können.

Die Inschrift handelt von Jesus Christus. Er ist wie „das Weizenkorn“ aus Liebe zu uns am Kreuz gestorben und nach drei Tagen auferstanden. Er ist der Sieger über Sünde und Tod und bei Ihm werden wir von inneren Zwängen oder Süchten befreit.


#639

Ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Johannes 10,28

Zuversicht

Ich steh in meines Herren Hand und will drin stehen bleiben;
nicht Erdennot, nicht Erdentand soll mich daraus vertreiben.
Und wenn zerfällt die ganze Welt,
wer sich an Ihn und wen Er hält,
wird wohlbehalten bleiben.
Er ist ein Fels, ein sichrer Hort; und Wunder sollen schauen,
die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und Ihm trauen.
Er hat‘s gesagt, und darauf wagt
mein Herz es froh und unverzagt
und lässt sich gar nicht grauen.
Und was Er mit mir machen will, ist alles mir gelegen;
ich halte Ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen.
Denn was Er tut, ist immer gut,
und wer von Ihm behütet ruht,
ist sicher allerwegen.
Und meines Glaubens Unterpfand ist, was Er selbst verheißen,
dass nichts mich seiner starken Hand soll je und je entreißen.
Was Er verspricht, das bricht Er nicht;
Er bleibet meine Zuversicht,
ich will Ihn ewig preisen.
Philipp Spitta (1801-1859)


#640

Gottes Weisungen geben mir ein erfülltes Leben hier auf Erden, und durch das Annehmen von Jesus Christus als meinen Erlöser und Herrn das ewige Leben bei Gott.


#641

Ich wünsche, dass es dir in allem wohl geht und du gesund bist, wie es deiner Seele wohl geht. 3. Johannes, Vers 2

Diesen Wunsch spricht der Apostel Johannes dem treuen Christen Gajus aus. Dabei sind ihm das äußere Wohlergehen und die Gesundheit ebenso wichtig wie der innere Zustand von Gajus. Was können wir zum Verhältnis zwischen äußerem und innerem Wohlergehen eines Christen festhalten?

Erstens: Wer Christus als seinen Retter angenommen und Ihm sein Leben übergeben hat, darf auf seinem Lebensweg mit dem Segen Gottes rechnen. Das heißt allerdings nicht, dass ein Christ auch immer mit Wohlstand und körperlicher Gesundheit gesegnet ist.

Zweitens: Wir sollten nie in die gleiche gedank­liche Falle tappen wie die Freunde Hiobs. Sie hielten das Leid Hiobs für eine Strafe Gottes. Mit diesem voreiligen Urteil lagen sie aber gründlich daneben! Denn am Ende wurde deutlich, dass Gott nicht über Hiob, sondern über seine Freunde erzürnt war. Hüten wir uns deshalb vor Fehleinschätzungen, wenn wir Nöte und Krankheiten im Leben von Gläubigen sehen.

Drittens: Zufriedenheit hängt für den Christen nicht nur von Einkommen und Besitz ab, sondern vor allem von der Gemeinschaft mit seinem Gott und von der Gewissheit, dass ihn nichts von Gottes Liebe trennen kann (Römer 8,38.39). Ein gutes Beispiel für diese Zufriedenheit gab der Apostel Paulus, als er den Christen in Philippi schrieb: „Ich habe aber alles empfangen und habe Überfluss“ (Philipper 4,18). - Das formulierte er nicht aus einer Luxusvilla oder von einer Urlaubsreise, sondern aus seiner Gefangenschaft in Rom. Der wahre „Schatz“ der Erlösten, und damit ihre Zukunft, liegt im Himmel und ist dort sicher aufbewahrt.

Viertens: Gott wird den Gläubigen in keiner Situation ohne Hilfe lassen: „Die Rettung der Gerechten ist von dem HERRN, der ihre Stärke ist zur Zeit der Bedrängnis“ (Psalm 37,39).


#642

Wie sich viele über dich entsetzt haben – so entstellt war sein Aussehen, mehr als irgendeines Mannes, und seine Gestalt, mehr als der Menschenkinder –, ebenso wird er viele Nationen in Staunen versetzen, über ihn werden Könige ihren Mund verschliessen. Jesaja 52,14.15

Gott wird Den erhöhen, den wir herabsetzten!
Jesus Christus trat in Israel als bescheidener Knecht Gottes auf. Da wurde Er von seinem Volk abgelehnt. Das erstaunt, weil Er nicht kam, um zu profitieren, sondern um zu geben. Doch seine Mitmenschen hatten eine ganz andere Vorstellung vom Messias. Sie wünschten sich politische Befreiung von den Römern, Christus aber brachte ihnen Errettung für ihre Seele und ihren Körper.
Menschen interessieren sich seit jeher für die Besten, Schönsten und Mächtigsten. Das war schon 1000 Jahre v.Chr. so, als sich die Israeliten einen König wünschten. Saul war jung und schön und überragte alle. Das hat die Menge begeistert. David, der Schafhirte, hingegen wurde kaum beachtet.
Bei der Geburt Jesu wurden König Herodes und ganz Jerusalem bestürzt, als ihnen die Magier vom Stern des neugeborenen Königs erzählten. Die Gelehrten konnten zwar aus Micha 5,1 den Nachweis erbringen, dass der Messias in Bethlehem geboren werden würde. Doch sie machten sich nicht die Mühe, hinzugehen und Ihn zu sehen. Ihre Ablehnung entwickelte sich zu Hass. So wurde der wahre Knecht Gottes ein Mann der Schmerzen. Am Kreuz war Er so entstellt, dass sich die Leute über Ihn entsetzten!
Doch in der Zukunft wird es einmal ganz anders sein. Dieser Jesus, den wir Menschen einst so verächtlich behandelten, wird viele Nationen und Könige in Staunen versetzen, denn Gott selbst wird Ihn vor aller Welt erhöhen. https://nzd.beroea.ch/home.html


#643

Niemand kommt ohne «Loslassen» durchs Leben. Loslassen bedeutet, Vertrautes, Komfortables oder Liebgewonnenes zu verlassen. Das braucht Mut, doch dabei öffnen sich oft Türen für neue Möglichkeiten und Perspektiven.
Der Beitrag https://www.youtube.com/watch?v=A2BxLDI1jw4 kann dich ermutigen das Loszulassen was dich im Leben weiter bringt.


#644

Das Wort des HERRN erging an Jona …: Mach dich auf, geh nach Ninive. … Aber Jona machte sich auf, um vom Angesicht des HERRN weg nach Tarsis zu fliehen. Jona 1,1–3

Jona und der Fisch (1)

Das Buch Jona ist eines der kürzesten Bücher im Alten Testament. In ihm beschreibt sein Autor, Jona selbst, einen kurzen Abschnitt seines Lebens.

Gott beauftragt ihn, in Richtung Osten zu gehen, um der Stadt Ninive das Gericht anzukündigen. Die Sünde der Menschen dort veranlasst Gott zu dieser Reaktion. Aber Jona weigert sich zu gehen, flieht in die Hafenstadt Japho und geht an Bord eines Schiffes, das nach Westen segelt - also in die entgegengesetzte Richtung. Das Schiff legt ab und gerät kurze Zeit später in ein starkes Unwetter. Die Matrosen werfen Lose, um den Schuldigen zu finden. Das Los trifft Jona, der zugibt, vor Gott weglaufen zu wollen. Er fordert sie auf, ihn ins Meer zu werfen, denn er weiß, dass der Sturm um seinetwillen über sie alle gekommen ist. Erst weigern sich die Matrosen, doch als das Unwetter immer heftiger wird, werfen sie ihn über Bord.

Die packende Geschichte ist damit nicht zu Ende. Gott bestellt einen Fisch, der Jona verschlingt - und nach drei Tagen wieder ausspuckt. Erneut sendet Gott Jona aus und dieses Mal ist er gehorsam. - Ich lade Sie ein, vielleicht eine Viertelstunde zu investieren und die Geschichte Jonas einmal selbst in der Bibel zu lesen! Das Buch Jona zeigt uns Gottes Allmacht: Gott selbst wirft „einen heftigen Wind auf das Meer“, „bestellt einen großen Fisch, um Jona zu verschlingen“ und befiehlt diesem dann, ihn wieder auszuspucken (Kap. 1,4; 2,1.11).

Doch das Buch zeigt uns auch Gottes Gnade und Liebe. Gott lässt einen ungehorsamen Propheten nicht einfach laufen, sondern geht ihm nach, holt ihn zurück - und gibt ihm eine zweite Chance. So geht Gott bis heute Einzelnen nach, um sie von Wegen zurückzuholen, die von Ihm wegführen.

(Schluss morgen)